Bahnen- Wuppertal.de Bahnhöfe

Neben den Städten mit den herkömmlichen S-Bahnen gehörte Wuppertal mit seinen maximal 32 Bahnhöfen oder Haltepunkten jahrelang zu den von Eisenbahnstationen am besten erschlossenen Städten. Sicherlich hat dazu die längliche Lage des Stadtgebietes mit seinen beiden Durchgangslinien beigetragen. Auch muss man zugeben, dass manche Abstände zwischen zwei Stationen recht kurz ausgeprägt waren. In der heutigen Zeit hat sich die Anzahl der Stationen stark vermindert, denn bei Stillegung von etlichen Strecken(teilen) sind keine neuen Bahnhöfe dazu gekommen.  Die anschließende Übersicht präsentiert die Bahnhöfe/Haltepunkte mit der Streckenzugehörigkeit und der letzten Benenung (alles mit Wuppertal-xxx).   PS: Im Text der WebSite verwenden wir meistens den übergreifenden Namen “Bahnhof”:        

1. Bergisch-Märkische Strecke (BME-Linie, Talbahn)   -von Ost nach West-:
Langerfeld, Oberbarmen, Barmen, Unterbarmen, Elberfeld (jetzt Wuppertal Hbf.), Steinbeck,
Zoologischer Garten, Sonnborn, Vohwinkel                              

2. Rheinische Strecke (REG-Linie, Nordbahn)   -von Ost nach West-:
Wichlinghausen, Heubruch, Rott, Loh, Ostersbaum, Mirke, Ottenbruch, Dorp, Varresbeck,
Lüntenbeck, Dornap/Hahnenfurth                    

3. Cronenberger Strecke (Sambalinie)   -von Nord nach Süd-:
Hindenburgstrasse, Boltenberg, Burgholz, Küllenhahn, Neuenhof, Cronenfeld, Cronenberg             

4. Sonstige Strecken
a) Oehde, Laaken, Beyenburg         b) Ronsdorf           c)  Nächstebreck

Sonderfälle:
-  Früher gab es den Bf. Dornap an der Essener Strecke. Dornap wurde aber erst 1975 eingemeindet.
-  In Rauenthal war früher ein “Betriebsbahnhof”, aber ohne Bahnsteige oder Güterverladung.
-  Die Gleise im Bf. (Wülfrath-)Aprath an der Essener Strecke liegen sehr nahe der Stadtgrenze.
-  Die Grenzlage gilt ebenso  für den neuen S-Bahn-Haltepunkt Velbert-Rosenhügel (ab Dezember 2003).
 

Von allen Wuppertaler Stationen gibt es auf der Site mindestens ein Foto. Von vielen Bahnhöfen
 finden Sie dazu eine eigene Seite, dann detailliert mit etlichen historischen Aufnahmen und Infos.
>>   Zugriff auf die einzelnen Bahnhöfe über die vier genannten Streckentafeln   <<

Bahnhöfe an Berg.-Märk. Strecke Bahnhöfe an Rheinischer Strecke Bahnhöfe an Cronenberger Strecke Bahnhöfe an anderen Strecken (W)

Bf. Wuppertal-Steinbeck
Die Tw der Reihe ET 30 waren in Wuppertal nicht planmäßig im Nahverkehr eingesetzt, aber typisch für die Ruhr-
gebietsstrecken. Sondereinsätze gab es natürlich hin und wieder (und zeitweise mal einen Eilzuglauf). Am 27. April
1969 war im Stadion eine große Schlacht angesagt, denn zum Kicker-Derby trafen sich der WSV und RWE. Dabei
hatte die DB Sonderzüge aus Essen eingesetzt. In Steinbeck waren 430er-Einheiten bis zur Rückfahrt abgestellt.
Foto Ulrich Budde

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Zoologischer Garten
Nach dem Bau der S-Bahnlinie S 8 zum Mai 1988 gibt es im Bahnhof Zoo auch keinen Fernbahnsteig mehr. Hier hielten
in letzter Zeit kaum noch Züge. Die Bedienung erfolgte in der Regel über die Nahverkehrsgleise 3 und 4. Entsprechend
 wurde auch die Brücke samt Bahnsteigzugang gestutzt. Hier sehen wir einen Triebwagen der Reihe 403 auf seinem
Weg von Dortmund nach Basel. In der groß geschwungenen S-Kurve zwischen Steinbeck und Sonnborn geht es
eher gemächlich durch die Station (Sommer 2005). Nach Sonnborn kann dann etwas mehr Stoff gegeben werden.
Foto VOBA

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Oberbarmen
Die Reihe 50 war in Wuppertal in der Nachkriegszeit eine typische Erscheinung im Tal. Im Bw Wt-Vohwinkel konnte
sich die Lok bis zur Aufgabe des Dampfbetriebes im Herbst 1972 halten. Hier sehen wir die 050 058 im Bahnhof
 Oberbarmen auf dem Gleis 6 (16.5.1972). Die letzten planmässigen Personenzüge mit den Dampfrössern fuhren
dort bis Mitte der 60er Jahre Richtung Remscheid und Radevormwald ab. Links erkennen wir das alte Stellwerk
Ost vom ehemals wichtigen Rangierbahnhof. Ganz links am Bildrand grüßt uns die Lutherkirche auf dem Heidt.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Elberfeld
Mit der Zeitmaschine ein halbes Jahrhundert zurück! Die Wuppertaler Bahnfans haben das große Glück, dass Carl
 Bellingrodt Jahrzehnte in der Stadt wohnte und hier viele Motive aufnahm. Die fast neue V 200 002 und die neuen
 Mitteleinstiegswagen (geplant für die so genannten Leichtschnellzüge) bieten den normalen Reisenden des E 712
nun einen lange Zeit kaum gewohnten Fahrkomfort. Der Foto-Meister war im April 1954 wieder auf Fotopirsch.
Foto Carl Bellingrodt   Sammlung VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Sonnborn
Wie die Stationen von Unterbarmen, Steinbeck und Zoo ist auch Sonnborn an der Tallinie gegenüber früher nurmehr
ein “Bahnhof” mit Mittelbahnsteig für die Gleis 3 und 4 der S-Bahnen. Die Fernzüge rauschen nun auf Gleis 1 oder 2
durch. Je nach der Fahrtrichtung wird entweder aufgedreht (in Richtung Vohwinkel) oder abgebremst (in Richtung
Wupperbrücke/Station Zoo). Hier kommt der Regionalexpress nach Venlo mit der 111 009 daher (September 2005).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Wichlinghausen
Die preußische Lokbaureihe G 8.1 war keine typische Vertreterin im Wuppertal, sondern mehr im Ruhrgebiet zu finden.
 Daher führten sie meist Sonderleistungen auf die Strecken ins Tal. Wir stehen im Juli 1969 im Bf. Wichlinghausen und
 bewundern die 055 345, die zusammen mit der 57 2070 (pr G 10) einen Sonderzug über die Rheinische Strecke bis
 hierhin gebracht hat. Der Jahre später marode Fußgängersteg über die Gleise ist mittlerweile abgetragen worden.
Foto VOBA

Eine Wissenschaft für sich:  die Bezeichnungen der Bahnhöfe

Für jeden nachvollziehbar ist die Tatsache, dass sich Bahnhofsnamen meist ändern, wenn Eingemeindungen erfolgt sind oder sich ehemals eigenständige Städte zusammenschließen. Auch gibt es schon mal Umbennenungen, wenn ein Ortsteil die Orientierung besser ausdrückt als bspw. ein “Nord” oder “Süd”. Gerade die Schwebebahnstadt ist ja ein typisches Beispiel für (notwendige) Veränderungen, denn mit der neuen Großstadt heißt man bekanntlich erst ab Anfang 1930 offziell Wuppertal. Wenn man die Geschichte der Bahnhöfe allerdings näher verfolgt, so wird man feststellen, dass hier doch viele Situationen nicht so eindeutig wie erwartet sind und es bei genauer Betrachtung oft sehr aufs Detail ankommt. Gerade die älteren Bezeichnungen vor der Reichsbahnzeit bieten hierfür viele Beispiele, wobei man besonders in unseren Landen die bekannte preußische Genauigkeit erwarten würde - sollte man meinen. So muss man hier genau darauf achten, welche Unterlagen vorliegen und ob es sich um Primärquellen handelt. Denn es gibt bspw. durchaus Unterschiede zwischen amtlichen Urkunden aus der jeweiligen (Um-)Gründungsphase, den epochebezoenen Fahrplantabellen und Anschriften an den Bahnanlagen vor Ort. Auch die Schreibweise selber gibt zu Verwirrungen Anlass, wenn bei Doppel-/Zusatznamen zum einen eine Leerstelle auftaucht, zum anderen ein Bindestrich oder in einer noch anderen Version eine Klammer gesetzt wird (wie Ober-Barmen oder Oberbarmen für den Wichlinghauser Bahnhof an der Rheinischen Strecke). Noch bis zu Beginn der Bundesbahnzeit war es durchaus üblich, Bahnhöfe ohne den Stadtzusatz zu bezeichnen, nur bei möglichen Verwechslungen kam der Städtenamen dazu (wie Wuppertal-Loh und Schwelm-Loh an der Rheinischen Strecke). Wir haben uns bemüht, bei den Bahnhofportraits so weit wie möglich amtliche Unterlagen einzubinden, was aber nicht immer ging und man auf Sekundärquellen angewiesen war. Wir hoffen, in dieser Hinsicht mit der Zeit immer präzisere Angaben zu präsentieren.
 

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Barmen
Der Bf. Barmen an der Bergisch-Märkischen-Strecke war vor dem Krieg eine wichtige Schnellzugstation und hatte
eine große Güterabfertigung. Heute ist die Herrlichkeit vorbei. Hier die “blaue E 10” (439) bei der Durchfahrt auf
Gleis 1 mit einem Nahschnellverkehr. Wir sind am 25. Febraur 1981 in der typischen sog. (Modellbahn-)Epoche 4.
Foto VOBA

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Mirke
Ein schönes Motiv vom Bahnhof Mirke, das zum einen noch das Vordach am Hausbahnsteig zeigt (aber bereits etwas
 gekürzt), zum anderen aber an die Zeiten der roten Brummer erinnert, die in bestimmten Kursen auch auf der Rheini-
schen Bahn gefahren sind. Jüngere Eisenbahnfreunde kennen wohl nur die Akku-Züge, aber mit den Schienenbussen
fing der Traktionswechsel auf der Linie im Jahre 1953 an. Zunächst kamen allerdings die Fahrzeuge der Reihe VT 95
 dran, erst später die stärkeren VT 98. Die blühenden Bäume vermitteln uns eine tolle Bahnidylle, und das im Mai 1980.
Foto Klaus Hoffmann

Zurück zur Oberseite Eisenbahnen
Geschichte Strecken Bahnhöfe Betriebswerke Region


Home     Bahnen       Eisenbahnen       WSW-Bahnen       Aktuelles       Archiv      Modellbau       Service       Partner      Impressum