Bahnen- Wuppertal.de Bahnhöfe im Portrait


Bahnhöfe an der Rheinischen Strecke

An der Rheinischen Strecke (REG-Linie, Nordbahn) gab es auf Wuppertaler Stadtgebiet in der Bundesbahnzeit ehemals zehn Bahnhöfe oder Haltepunkte. Von Ost nach West waren dies: Wichlinghausen, Heubruch, Rott, Loh, Ostersbaum, Mirke, Ottenbruch, Dorp, Varresbeck und Lüntenbeck. Ein Sonderfall ist der elfte Bahnhof Dornap-Hahnenfurth an der Stadtgrenze zum Kreis Mettmann, der erst durch die Eingemeindung von Dornap infolge der Gebietsreform von 1975 auf dem Stadtgebiet zu liegen kam. Die Strecke ist für den Gesamtverkehr auf der genannten Relation des Wuppertals stillgelegt, zwischen Heubruch und Wichlinghausen sind die Gleise bereits länger abgebaut. Die Station von Dornap-Hahnenfurth könnte theoretisch reaktiviert werden, wenn die seit Jahren vorhandene Regio-Linie von (Kaarst-) Düsseldorf nach Mettmann mittels Neubau einer Verbindungskurve auf die Essener Strecke zum Bahnhof Wt-Vohwinkel verlängert würde.
 

(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de

Wichlinghausen

Dies ist ein schöner Blick auf die
nordöstliche Ausfahrt vom Pbf. mit
der Verzweigung von Personen-und
 Gütergleisen (Januar 1984). Hinter der
 Diesellok 290 390-4 ist das Stellwerk
 erkennbar, das in der Keilfläche zu
den beiden Bahnhofsgleisen Richtung
 Schwarzbach/Oberbarmen lag. Das
 Stationsschild scheint den Abgesang
der Bahn bereits vorwegzunehmen.
Das Empfangsgebäude wurde im
Krieg zerstört und durch einen ein-
fachen, flachen Neubau ersetzt. Zu
 Beginn hieß der Bf. “Ober-Barmen”.
Oberbarmen an der BME-Tallinie war
 damals noch Barmen-Rittershausen!
Foto Bernhard Terjung

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Wichlinghausen

Heubruch

Das Bahnhofsgebäude von Heubruch
 wurde beim Angriff im Mai 1943 eben-
so wie das in Wichlinghausen zerstört.
 Es erfolgte ein provisorischer Aufbau.
 Der Bf. hatte einen lebhaften Güter-
verkehr bzw. Anschlussgleise. Im Juni
 1966 sehen wir ein ETA/ESA 150-
Gespann in der roten Epoche 3-
Farbe. Diese Fahrzeuge prägten
dann bis zur Einstellung des Perso-
nenverkehrs die Rheinische Linie.
Aber bereits zum Aufnahmezeitpunkt
sind kaum Fahrgäste zu erkennen. Zu
Beginn hieß der Bf. “Mittel-Barmen”.
Zwar etwas am Nordrand vom Zen-
trum gelegen, aber etwa “mittig” von
Barmen war der Halt an sich schon.
Foto VOBA

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Heubruch

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Rott

Der einfache Haltepunkt Rott lag
 zwischen dem Viadukt über den
Steinweg und dem Tunnel Richtung
Loh, ziemlich beengt und je nach
 Jahrerszeit oft dunkel in einem Ein-
schnitt. Der Hp. gehörte nicht zu den
 ursprünglichen Stationen auf der
 Rheinischen Strecke (erst ab 1953),
 sollte dann aber nach dem Zweiten
 Weltkrieg die dicht bebauten Gebiete
 “auf dem Rott” bahnbezogen besser
 erschließen helfen. Hier stehen wir
im Herbst 1969 am Ende des aufge-
schütteten Bahnsteigs. Ein VT 11.5/
601 ist auf Rund-Sonderfahrt. Das
 Gebäude rechts vom Tw gehört zum
 Jugend-Strafvollzug am Sedansberg.
Foto VOBA

Weiteres im Überblick:
Bf. Wt-Rott

Loh

Am 18.März 1972 gab es eine Sonder-
fahrt über die Rheinische Strecke und
 hinauf nach Cronenberg. Die Bahnfans
 konnten mal wieder Dampflokflair auf
den Wuppertaler Linien genießen. Wir
sehen die 050 913 mit einem statt-
lichen Zug bei der weslichen Ausfahrt
 Loh Richtung Vohwinkel. Die Szene
 vermittelt so richtig die alte Wupper-
taler Bahnzeit. Für Modellbahner ist
das kompakte Stellwerk Lf bestimmt
ein interesssantes Nachbauobjekt.
Beim Bau der Rheinischen Linie hieß
die Station “Unter-Barmen”, zu jener
 Zeit, als es den Bf. gleichen Namens
auf der BME-Tallinie noch nicht gab.
Foto VOBA

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Loh

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Ostersbaum

Der Bezirk Ostersbaum liegt im nörd-
lichen Elberfeld nahe der Grenze zu
den Barmer Bezirken (und etwas süd-
lich der Ausfahrt W-Elberfeld der
Autobahn A 46). Von hier aus sollten
Schüler und Berufstätige die Züge
 nutzen, um sie Richtung Barmen/
Wichlinghauen oder nach Elberfeld
 (und weiter Richtung Vohwinkel/
Düsseldorf) zu bringen. Die Station
 gibt es erst seit DB-Zeiten (1953).
Der Bahnsteig auf dem Bild wirkt fast
so “modern” wie ein heute üblicher
 S-Bahnsteig (Aufnahme 1984). Am
 rostigen Gleis kann man aber erken-
nen, was die Zeit geschlagen hat.
Foto Sammlung VOBA 

Weiteres im Überblick:
Bf. Wt-Ostersbaum

Mirke

Der Bf. Mirke war der Elberfelder
 “Hauptbahnhof” an der Rheinischen
 Strecke. Ursprünglich war geplant,
hier ein repräsentatives Empfangs-
gebäude zu bauen, das jenes am
 Döppersberg der BME übertrumpfen
 sollte. Das Gebäude ist aber - aus
 finanziellen Gründen- mehr provinziell
aus mehreren Teilelementen erbaut.
Es steht nun unter Denkmalschutz.
Hier gab es etliche Gütergleise und
Anschlüsse sowie bis 1932 ein Depot,
 das aber ersatzlos aufgelassen wurde
(im Bild: V 200 033 am 14.6.1992).
Die Station Mirke hieß zu Beginn der
 Rheinischen Zeiten mal “Elberfeld Rh”.
Foto Wolfgang Bügel

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Mirke

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Ottenbruch

Die Personenstation Ottenbruch war
 zuletzt ein zweigleisiger Haltepunkt,
 die Gütergleise und Anschlüsse lagen
 separat mehr in Richtung Mirke. Bei
den Bürgern fungierte er wegen des
 schönen Empfangsgebäudes aber
immer als “Bahnhof”. Vielleicht lag
dies an der Lage im nördlichen Briller
 Viertel. Das Gebäude steht heute
unter Denkmalschutz und wird auch
von Nicht-Bahnfreunden oft besucht.
Ein 515/815-Tw kommt aus Richtung
Wt-Mirke und fährt bald in den Dorp-
Tunnel Richtung Varresbeck ein. Man
ist am späten Nachmittag unterwegs,
 wo es im Einschnitt vom Tunnel her-
unter schon lange Schatten gibt.
Foto Zeno Pillmann

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Ottenbruch

Dorp

In Nähe des Dorper Tunnels (das
Portal ist im Hintergrund im Anschnitt
 eben zu sehen) lag der Haltepunkt
Dorp, unweit vom Otto-Hausmann-
Ring. Die Station gehörte wie die
 anderen, ähnlichen Haltepunkte von
 Ostersbaum und Rott zu den eher
 unspektakulären Erscheinungen an
der Rheinischen Strecke. Am 11. 4.
 1985 begegnet ein Solo-ETA (515
583) dem Fotografen, zur allgemei-
nen Freude noch im attraktiven Ur-
sprungskleid der roten Farbgebung.
Die Station Dorp ist erst etliche Jahr-
zehnte später nach dem Bau der Rhei-
nischen Linie in Betrieb gekommen
(von der Bundesbahn anno 1954).
Foto Wolfgang Bügel

Weiteres im Überblick:
Bf. Wt-Dorp

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de

Varresbeck

Bahn im Schatten, weiss-bläulicher
 Schnee, man spürt förmlich die Kälte
der Winterzeit. Und der Fotograf, der
steht dazu auf einer Brücke, wo hier
der Wind besonders bläst. Wir sind an
 der nordöstlichen Ausfahrt vom Bf.
Varresbeck im Februar 1984. Der rote
515 nimmt seine gemächliche Fahrt
gen Mirke in Angriff. Der Bf. verfügte
 über Abstell- und Rangiergleise. Am
Bahnsteig direkt gab es ein Stellwerk
T-förmiger Bauart. Im Bf. Varresbeck
 verzweigten sich die beiden, je zwei-
gleisigen Streckenäste der REG-Linie
 nach Düsseldorf und Vohwinkel. Der
Bf. hieß zu Beginn “Sonnborn Rh” (lag
bis 1888 im selbstständigen Sonnb.).
Foto Bernhard Terjung

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Varresbeck

Lüntenbeck

Lüntenbeck war eine ungewöhnlich
angelegte Station, denn hier gab es
 einen Haltepunkt mit vier Gleisen. Von
 Varresbeck ab war die Strecke vier-
gleisig und genau im Stationsbereich
lag der Abzweig der doppelgleisigen
 Strecken nach Düsseldorf und nach
 Vohwinkel. Im Bild sehen wir die Gar-
nitur 815 781 und 515 624 auf dem
 Weg Richtung Varresbeck. Der Zug
 kommt somit auf den südlicher ver-
laufenden Streckengleisen vom Bf.
 Wt-Vohwinkel daher (19.4.1985). Wir
 stehen auf der Überführung zu den
 Aussenbahnsteigen am Haltepunkt.
Der Haltepunkt wurde erst von der
 Bundesbahn anno 1953 angelegt.
Foto Wolfgang Bügel

Weiteres im Überblick:
Bf. Wt-Lüntenbeck

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Dornap-Hahnenfurth

Der Bahnhof Dornap-Hahnenfurth ge-
hört erst seit der Eingemeindung zum
 1. Januar 1975 zu Wuppertal, lag also
 zu Zeiten der Eisenbahndirektion Wup-
pertal nie auf dem Stadtgebiet. Er war
 sehr eingebunden in den Güterverkehr
 der hier nahen Kalkwerke. Mehr an der Ortschaft Dornap lag der (früher exis-
tierende) Bahnhof an der alten Prinz-
Wilhelm-Bahn (Vohwinkel - Steele).
 Signalgruppen mit Flügelsignalen sind
für die Eisenbahnfreunde immer fas-
zinierend und ein Sinnbild der alten
 Eisenbahn. Im September 1983 ist die
 290 042 mit Rangierarbeiten im Bahn-
hof Hahnenfurth vollauf beschäftigt.
Foto Klaus Hoffmann

Weiteres im Portrait:
Bf. Wt-Dornap-Hahnen

Mehr Fotos und Infos zu den Bahnhöfen auf der REG-Streckenseite

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