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Der Bahnhof Varresbeck lag am Standort Km 24,77 an der REG-Linie von Düsseldorf nach Hagen und weiter nach Dortmund (Kilometrierung von D-Derendorf). Bei Betriebseröffnung der Rheinischen Strecke befand sich die Station auf dem Gebiet der noch selbstständigen Gemeinde Sonnborn und wurde daher als “Sonnborn Rh” bezeichnet. Erst nach Eingemeindung in die Großstadt anno 1888 wurde man dann an der Linie der westlichste Bahnhof auf Elberfelder Stadtgebiet. Der Bezirk war damals noch nicht richtig bebaut, es gab aber bereits erste Firmen in der Nähe. Größere Umbauten waren vor Ende des Jahrhunderts zu verzeichnen, als eine neue Verbindung zur BME-Tallinie nach Vohwinkel gebaut wurde (Eröffnung 1. April 1896). Da in Vohwinkel bald ein großer Rangierbahnhof gebaut werden sollte, ergab sich dann eine interessante Trassenalternative zur BME-Linie aus dem östlichen Ruhrgebiet/Hagen. Hierdurch begründen sich auch einige Verschiebegleise in Varresbeck. Die eigentliche Verzweigung zwischen Düsseldorfer und Vohwinkler Ast der REG-Linie erfolgte allerdings etwas westlicher vom eigentlichen Bahnhof (am späteren Haltepunkt Lüntenbeck), wobei die Trasse auf diesem Abschnitt mehrgleisig angelegt wurde. Im Zweiten Weltkrieg kam man bahnmäßig eher glimpflich davon, so dass die Strukturen der Station für Jahrzehnte bis weit in die Bundesbahn-Ära eigentlich gleich waren.
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Ein markanter Blickfang war das Stellwerk Vf (Varresbeck Fahrdienstleiter, früher Ar) am Ende vom Mittelbahnsteig. Beim ersten Hinsehen könnte man meinen, das Bauwerk wäre symmetrisch, dem ist aber nicht so. Modellbahnfirmen sollten dies tolle Vorbild einmal in die nähere Auswahl nehmen! Der altrote Akku-Brummer besteht aus dem Tw 515 624 sowie dem Steuerwagen 815 760. Am 31. Mai 1985 war schönstes Fotowetter, ganz im Gegensatz zur “Stim- mungslage” der Rheinischen Strecke. Hinter dem Zug verborgen steht das Empfangsgebäude auf dem Bahnsteig. Foto Wolfgang Bügel
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Die preußische G 8.1 war an sich nicht so eine typische Wuppertaler Lokbaureihe, sondern in der Umgegend mehr im Ruhrgebiet und im niederrheinischen sowie kölner Raum vertreten. Aus diesem Grunde gibt es im Tal auch relativ we- nige Aufnahmen mit diesen Loks. Bei uns waren noch stärkere Maschinen gefragt. Im Juli 1969, zu jenen Zeiten, als bei der DB noch planmäßig Rösser der BR 55.25 eingesetzt wurden, gab es eine Sonderfahrt über die REG-Strecke mit der 055 345. Bis Wichlinghausen war noch die 57 2070 vorgespannt. Über den Aufnahmeort gibt es keinen Zweifel. Foto VOBA
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Man könnte fast sagen: Grüne Hölle Nordbahntrasse. Denn intensiver Baumbewuchs, neblige Witterung, keine Leute - das erinnert nicht so richtig an eine emsige Großstadt. So kommt der VT 11.5 am 25.9.1991, quasi zum Abgesang der Rheinischen Strecke, eher verloren daher auf seiner Runde durchs Wuppertal. Für die Bahnfans zwar ein sehr attraktiv-beliebter Zug, aber sonst Tristesse pur. Links lugt soeben das Stellwerk Vw (Varresbeck West) hervor. Für uns als Bahnfreunde ist die Fahrt des früheren TEE-Topstars aber sehr aufschlussreich, denn durch den Gliederzug läßt sich sehr gut die Passage vom Varresbecker Bahnhof zum Vohwinkler Abzweig nachvollziehen. Nachdem er die Station verlassen hat, kreuzt er das Gegengleis - mit Einfahrsiganl - aus Richtung Düsseldorf und wird gleich auf den rechten Vohwinkler Strang einbiegen. Links liegt das Gegengleis von dort. Etwa ab dem Stellwerk ist die Haupttrasse viergleisig bis zur eigentlichen Verzweigung im Hp. Lüntenbeck. Der schmale Fußgängersteg dort ist im Hintergrund zu erkennen. An der Weichenverbindung hinter dem Stellwerk zweigt links ein Anschlussgleis in die Möbeck ab. Foto Gerhard Ramme
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Aus Wt-Vohwinkel ist der Tw 515 633 im Bahnhof Varresbeck eingetroffen und wird sogleich die Fahrt nach Wt-Wich- linghausen fortsetzen. Für diese Relation genügt im Mai 1985 ein Solo-Fahrzeug. Am Ende der Überdachung befindet sich das “Empfangsgebäude”, mehr so eine stabile Hütte mitten auf dem Bahnsteig. Das Gebäude verdeckt das dahin- ter stehende Stellwerk Vf. Mit seinen zwei Personengleisen war die Station schon etwas seltsam, weil sich genau vor dem Bahnsteig die beiden Stränge aus Richtung Vohwinkel und Düsseldorf vereinten. Üblich ist an sich eine getrennte Einführung der Gleise an eigene Bahnsteige, wodurch paralle Fahrten möglich sind. Die Breite des Bahnsteigs ist dage- gen ordentlich. Rechts im Hintergrund erspähen wir Werksbauten der bekannten Wuppertaler Firma FAG Kugelfischer. Foto Wilfried Sieberg
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Würde man heute mit solch einem Zug über die Rheinische Strecke fahren, hätte der mehr als genug zu tun. Denn es ist ein “Unkrautzug”, der die Gleise und Randstreifen ziemlich sauber halten soll. Für den Oberbau ist dies wichtig, da- mit sich zwischen den Schottersteinen möglichst keine Erde und Pflanzen breit machen und dadurch der notwendige Regenabfluss gewährleistet ist. Ein Zug dieser Gattung war immer eine Chemiekeule und man will lieber nicht wissen, was in den Kesselwagen drin gewesen ist (siehe das Outfit der Begleitwagen). Nicht zu übersehen, hat die Sache meist geholfen, aber es war alles andere als umweltfreundlich. Hinter dem Zug erkennen wir ein Zementwerk, das über Gleis 23 angefahren werden kann. Das Bild ist ein gutes Beispiel dafür, wie sich stürzende Linien auf die Per- spektive auswirken können. Die Signale stehen bestimmt relativ gerade, aber die Linse verzerrt dies sehr (1985). Foto Klaus Hoffmann
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Im Vergleich zum VT 11.5-Foto oben schauen wir nun in die andere Richtung nach Osten. Ganz im Hintergrund ist das Stellwerk Vf am Bahnsteig zu erkennen. Man sieht, dass die Gleisanlagen vom Bahnhof Varresbeck in der Länge recht ausladend waren. Über die Geisanschlüsse hinaus diente die Station auch als Verschiebebahnhof mit der Ver- teilfunktion zwischen den Streckenästen nach Düsseldorf und nach Wt-Vohwinkel. Im Juli 1992 ist der Personenver- kehr bereits einige Monate eingestellt, aber die Eisenbahnfreunde konnten noch einige Sonderzüge besteigen. Hier begegnet uns die toll aufgearbeitete V 200 033, die Starlok der Bundesbahn aus den 1950er Jahren, die bei nicht wenigen Bahnfreunden wegen der zeitlosen Eleganz ganz oben auf der Beliebtheitsskala aller deutschen Lokbaureihen steht (von 1953 bis 1958 wurden 86 Loks erstellt). Auf der Rheinischen Trasse war sie planmäßig nicht anzutreffen. Foto Wolfgang Bügel
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Die preußische Baureihe G 10, das war wirklich ein vielbeschäftigtes Arbeitstier in der bergischen Region. In verschie- denen Betriebswerken waren diese robusten Maschinen stationiert, natürlich auch im Wuppertal. Hier waren sie bei der DB nach dem Krieg sowohl im Bw Vohwinkel als auch im Bw Langerfeld anzutreffen. Die 57 2577 dürfte auch den “jüngeren” Eisenbahnfans bekannt sein, denn bis zu Ende der 1960er Jahre war das Ross vom Bw Hagen Gbf. aus im regionalen Übergabe- und Baudienst im Einsatz. Zahlreiche Fotofans fuhren speziell wegen dieses Typs dorthin, denn die G 10-Maschinen in Hagen waren die letzten ihrer Art im Westen Deutschlands. Das Haus im Hintergrund müsste nach unseren Recherchen das Stellwerk “Wb” sein, das im westlichen Bereich der Ausfahrgruppe stand (1961). Foto Wolfgang R. Reimann
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Den Sonderzug mit der V 36 204 aus Bochum sehen wir hier am 1. September 1979 im Bf. Varresbeck. Unverwechsel- bar ist die Szenerie mit dem T-förmigen Stellwerk am Ende des Bahnsteigs. Dahinter erkennen wir das wenig reprä- sentative Aufnahmegebäude der Station, im Hintergrund soeben sichtbar ist ein Ausfahrsignal Richtung Ottenbruch. Vorne ganz rechts zweigt ein Stumpfgleis ab zu einem kleinen Schuppen und Drehscheibe für Bahndienstfahrzeuge. Foto Wolfgang Bügel
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Am 28. Dezember 1972 war kein schöner Wintertag, und so wirken die beiden Loks mehr als dunkle Ungeheuer, die uns hier im Bf. Varresbeck begegnen. Durch den Kilometerstein und das unverwechselbare Stellwerk ist der Standort eindeutig festzumachen, obwohl es von der Umgebung ja nicht so viel zu sehen gibt. Die 044 144 ist mit einem Zug nach Dornap unterwegs, während die V 36 mit schöner “Schnapsnummer” wohl im Rangierdienst eingesetzt ist. Diese Loktype war für Jahrzehnte im Bw Steinbeck mit etlichen Exemplaren vertreten und auf diversen Wuppertaler Streckenabschnitten zu sehen - aber mit Glück, denn über die genauen Einsatzpläne wusste kaum einer Bescheid. Foto Gerhard Ramme
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Im Jahre 1991 gibt es wieder einen bahnbezogenen Trauerfall in der früheren Stadt der Bahnen zu vermelden. Denn nach jahrelangem Austrocknen des Fahrplans bis zuletzt mit dem politisch notwendigen Alibi-Zugpaar ist die endgül- tige Einstellung der Rheinischen Linie nicht mehr aufzuhalten. Über Sinn und Unsinn der Aktionen gehen die Meinun- gen auseinander. Eine wirklich intensive Nutzung der Bahnlinie durch die Bevölkerung hat es in der automobilen Ge- sellschaft zugegebenermaßen so nie gegeben. Auch dem Vorschlag für eine Stadtbahn musste man eher mit Skepsis begegnen. Aber Träumer, die gibt es immer noch, die bei der derzeitigen Umwidmung der Trasse zu einem Radwan- derweg wieder aus den Löcher kommen. Eine Tatsache sollte man übrigens festhalten, damit nichts in Vergessenheit gerät: Die “Nordbahn” ist ein Begriff jüngeren Datums und mehr eine Kreation der örtlichen Medien und Politiker. Alten Bahnfreunden und der Bevölkerung ist der Name an sich fremd und im Strecken-Komplex historisch nicht belegbar. Foto Herbert Völling
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Trotz einer Ausschnittsbetrachtung vom Bahnhof vermittelt dieses Bild doch eine gewisse Großzügigkeit der Gleisan- lagen. Während im Verschiebbahnhof etliche Güterwaggons stehen und von den großen Zeiten des Frachtenverkehrs künden, ist heute - das heißt am 26. Februar 1962 - wieder eine G 10 im Areal von Varresbeck im Einsatz, zur Freude des Fotografen in der Winterkälte mit toller Rauchentwicklung. Und die 57 2559 werden auch etliche Bahnfans kennen, weil sie einige Jahre später ebenfalls zu den “gejagden” Maschinen in Hagen gehörte. Am 25.3.1967 war sie übrigens im Einsatz mit einer tollen Bi-Wagengarnitur auf Strecken durch Niederberg und läutete damals eine ganze Reihe von Dampflok-Sonderfahrten in der bergisch-märkischen Region ein. Die Maschine besitzt den sogenannten “Pufferteller- Warnanstrich”, den die Loks der Bundesbahn mal für einige Jahre aus Sicherheitsgründen verpasst bekamen. Foto Wolfgang R. Reimann
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Am westlichen Ende des Bahnsteigs lag in Varresbeck das Fahrdienstleiterstellwerk “Vf”. Hochinteresssant für einen Nachbau ist die asymmetrische Form des Aufbaus. Der Bahnhof hatte neben den bescheidenen Anlagen für den Per- sonenbetrieb ausgedehnte Güteranlagen. Zudem war hier erst die Einfädelung der beiden Streckenäste aus Düsseldorf und Vohwinkel beendet, denn vom westlich gelegenen Haltepunkt Lüntenbeck (erst 1953) war die Durchgangstrasse mehrgleisig. Die Station hieß bei Eröffnung zunächst “Sonnborn Rh”, zu einer Zeit, als der heutige Stadtbezirk noch selbstständig war. Anno 1888 wurde der größte Teil vom Stadtmoloch Elberfeld geschluckt (einige Bereiche kamen zu Vohwinkel). Vermutlich hat man den Bahnhof dann auch umbenannt (515/815-Einheit auf Abschiedstour 1992). Foto Wolfgang Bügel
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Ein Ausschnitt bei mäßigen Lichtverhältnissen, daher auch etwas stärker gekörnt, aber eine sehr informative Über- sicht. Der Blick geht westlich aus dem Stellwerk Vf heraus auf die Gleisanlagen der Station Varresbeck (anno 1979). In Zusammenhang mit dem Gleisplan ist die Lage der Streckenteile gut nachvollziehbar. Unter uns mit offenem Signal liegt das Streckengleis aus Vohwinkel, wo vor dem Bahnsteig dasjenige aus Düsseldorf rechts daneben einmündet. Die rote 212 ist als Leerfahrt (Lz) auf dem westwärts führenden Gleis unterwegs. Man kann gut annehmen, dass die Lok beim Stellwerk Vw Richtung Lüntenbeck nach links wechselt, um zum Bw Vohwinkel zu gelangen. Links liegt das Gleis 23 zu den Verladeanlagen. Ganz links - nicht im Gleisplan - gibt es einen Abzweig mit Lokschuppen für ein Kleinvehi- kel. Gemäß älterem Gleisplan war vor dem Schuppen eine kleine Drehscheibe zum Wenden der Hilfsfahrzeuge im Gleis. Foto Gerhard Ramme
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Südlich der Durchgangsgleise lag früher ein Anschluss, der zum Großmarkt führte. Es ging dahin etwas bergab. Nach dem Gleisplan bog dieses Gleis wohl vom Vohwinkler Einfahrtgleis direkt ab. Auf dem Bild sehen wir nun eine Anbin- dung vom Gleis 23 her, das entlang des Zementwerkes führt (hinter dem linken Baum verborgen). Ab der Verschwen- kung etwa könnte die neue Streckenführung einsetzen. Der Schotter an diesem Gleis sieht bemerkenswert frisch aus, auch wenn zugegebenermaßen der rötliche Bremsstaub wie auf den Durchgangsgleisen ja nicht so intensiv anfällt. Abgesichert sind die Zu- und Abfahrten zum Gleisanschluss durch Wartesignale (“W”) (Foto vom September 1985). Foto Klaus Hoffmann
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Noch ein Bild vom VT 601, diesmal in östlicher Richtung mit dem unverwechselbaren Blick zum Stellwerk Vf im Hinter- grund und zur Firma Jäger/FAG. Die Aufnahme müsste Anfang der 1980er Jahre angefertigt worden sein. Im Vergleich zum V 200-Foto oben kann man hier links sehr gut die noch “beschränktere” Natur erkennen. Es gibt noch etwas zu rangieren, teilweise wurden die Gleise im Verschiebebahnhof aber auch nur zum Abstellen von Waggons genutzt. Foto Beller Sammlung Helmut Brinker
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Am Bahnhofsende Richtung Düsseldorf bzw. Vohwinkel lag das Stellwerk Varresbeck West (Vw, früher Swt). Es war zuständig für den Ausfahrbereich sowie einige Anschlussgleise und überwachungstechnisch für den weichenlosen Hal- tepunkt Wt-Lüntenbeck im Keil der Düsseldorfer und Vohwinkler Gleisstränge. Im Bild handelt es sich um eine für Jahr- zehnte typische Zuggarnitur auf der Rheinisichen Strecke durchs Wuppertal mit Motor- und Steuerwagen (515/815, bis 1968 ETA 150/ESA 150). Die Motoren der Tw wurden von aufladbaren Batterien versorgt, eine vom Prinzip her umweltschonende Antriebstechnik. Die Wagen belasteten aber mit den schweren Batterien sehr stark die Gleise und den Oberbau, speziell in engeren Kurven. Wegen der begrenzten Reichweite mussten die Akkus oft aufgeladen werden - und natürlich waren Ladestationen anzulegen (wie im Bw Wt-Vohwinkel, später im Areal von Steinbeck). Die Züge stehen aber in Tradition der alten Wittfeld-Triebwagen ab 1907, die in Wichlinghausen eine Lokstation anfuhren. Foto Klaus Hoffmann
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Wurden die alten Dampfer nicht mehr gebraucht, so stellte man sie zunächst meist im Betriebswerk ab, vielleicht mit der Hoffnung, sie für neue Dienste wieder in Betrieb nehmen zu dürfen. Bevor die Maschinen dann endlich zum Ab- wracken kamen, standen sie vielfach auf sog. “Schrottgleisen” herum. Manchmal reichte dazu ein Gleis in irgendeinem Bahnhof in der betreffenden Direktion, es gab aber auch regelrechte “Lokfriedhöfe” mit einer erquicklichen Anzahl von Exemplaren (und meist unterschiedlichen Baureihen). Mit zunehmenden Traktionswandel bei der Bundesbahn und ent- sprechender Neubeschaffung von Diesel- und Elloks sah man derartige Ansammlungen vermehrt ab Ende der 1950er Jahre. Kaum einer wird noch wissen, dass auch im Bahnhof Varresbeck zeitweilig mal solche armseligen Rösser sozu- sagen auf den Schlachter warteten. Wie aus Bild oben mit der Perspektive Richtung Firma Jäger gefolgert werden kann, standen die Loks auf einem Abstellgleis, etwa wo es zum Großmarkt Varresbeck abging. Als der Bildautor am 26. Februar 1962 seinem Hobby nachging, konnte er folgende Gestalten festhalten: von den preußischen G 10 die 57 2664, 2717 und 2918 und als preußische T 16.1. die 94 675, 1570, 1646 und 1650. Alles waren Wuppertaler Loks. Angesichts der quasi vagabundierenden Schilder an den Loks könnte man doch jetzt glatt die Schraubenschlüssel aus der Werkzeugkiste holen oder - heute mehr zeitgemäß - gleich mit der Schleifhexe “mal eben” hantieren .... Fotos (3) Wolfgang R. Reimann
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Herbstzeitstimmung auf der Rheinischen Strecke, das würde die Sache mehr als verharmlosen, denn im Oktober 1999 war die Trasse bis auf sporadische Fahrten längst im Abseits. Der Fotograf hatte an diesem Aufnahmetag die Mög- lichkeit, zusammen mit einem Zugbegleiter die noch vorhandene Strecke mal selber abzufahren und an markanten Stellen anzuhalten. Aber arme REG-Linie, denn offiziell sprach man bei der Trasse damals von einem “verlängerten Bahnhofsgleis vom Bf. Vohwinkel”! Wenn man sich die Szene anschaut, ist von einer Hauptstrecke ja auch wirklich nichts mehr zu sehen. Der rote Brummer ist als 796 690 in der Obhut des Fördervereins Schienenbus Menden. Foto Helmut Brinker
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Ein typischer gemischter Güterzug, wie er jahrelang auf der Rheinischen Strecke zu sehen war. “Gemischt” bedeutet Waggons unterschiedlicher Verwendung, Bauart oder Länge - so richtig etwas für einen interessanten Modellzug. Im Gegensatz dazu stehen die “Ganzzüge”, die Waggons gleicher Verwendung beinhalten und oft auch aus Wagen iden- tischer Bauart bestehen und an sich für den Transport von Massengütern prädestiniert sind. Wir sind anno 1962 zum Bf. Varresbeck getigert und erspähen vor dem Zug die 44 1248, die lange Zeit im Bw Wt-Vohwinkel beheimatet war. Foto Wilfried Harder
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Infoecke: Bahnhof Sonnborn Rh/Varresbeck/Wuppertal-Varresbeck im Überblick
1. Bau und Lage: Der Bahnhof Varresbeck lag am Standort Km 24,77 an der REG-Linie von Düsseldorf nach Hagen und weiter nach Dortmund (Kilometrierung von D-Derendorf) und wurde in einer ersten Version mit Bau der Rheinischen Strecke als Bahnhof in der selbstständigen Gemeinde Sonnborn anno 1879 in Betrieb genommen. Weiteren Auftrieb bekam die Station 1896, als die Verbindungsbahn nach Vohwinkel zur BME-Strecke eröffnet wurde. Damit wurde auch ein Verschiebebahnhof aufgebaut, der besonders nach Inbetriebnahme des neuen großen Rangierbahnhofes in Vohwinkel (um 1910) weiter an Bedeutung gewann. Gesonderte Bahnsteiggleise für die Abzweigstrecke gab es aber nicht. Im Bahnhof selber bzw. speziell Richtung Westen wurden einige Anschlussgleise eingerichtet. Das einfach gestaltete Empfangsgebäude wurde westlich auf dem Mittelperron platziert. Derzeit liegen im Bahnhof noch Gleise, die aber nach Baubeginn des Radwanderweges schnell abgetragen werden.
2. Betriebliches: Wie alle andere Bahnhöfe an der Nordbahn war auch Varresbeck geprägt von einem eher mäßigen Personenverkehr, sieht man mal vom sehr starken Berufsverkehr zu bestimmten Tagestunden ab (besonders in der automobillosen Zeit und hier speziell zur bekannten Firma Jäger/FAG Kugelfischer mit eigenem Bahnsteigzugang). Im Gütersektor gab es zum einen die Durchgangszüge - primär zwschen östlichem Ruhrgebiet/Hagen und Vohwinkel Rbf. - (ggf. mit Umrangieren im Verschiebebahnhof) und zum anderen der besagte Anschlussverkehr. Nach Einrichtung des westlich gelegenen Haltepunktes Lüntenbeck durch die DB 1953 wurde dieser Halt von Varresbeck aus betreut. Der Güterdurchgangsverkehr war in den 1970er Jahren bereits sehr bescheiden. Letzte Personenzüge mit Dampfloks gab es im Mai 1967. Seit 1953 fuhren die Schienenbusse die Station mit bestimmten Kursen an. In den letzten Jahren wurde der Bahnhof durch die üblichen Akkutriebwagen 515/815 bis 1985 ziemlich taktmäßig angefahren - ab da mit den letzten Alibi-Zugpaaren Düsseldorf bzw. Vohwinkel - Wichlinghausen. Endgültig Schluss war am 27.9.1991.
3. Bezeichnungen: Kurz nach Betriebseröffnung wird der Bahnhof anno 1880 als “Sonnborn” ausgewiesen (ab 1.8.1878 gab es ein “Sonnborn” auch an der BME-Tallinie). Im Fahrplan von 1888 (Jahr der Eingemeindung nach Elberfeld) ist die Station als “Sonnborn Rh” angegeben. In der Tabelle vom 1.5.1897 heißt man dann “Elberfeld-Varresbeck”, nach der Wuppertal-Gründung ab dem 1.8.1930 nur noch einfach “Varresbeck”. In der Bundesbahnzeit (1952/53) wurde dann endlich der Wuppertal-Zusatz für Jahrzehnte Teil des Bahnhofnamens.
4. Stellwerke: Unsere Recherchen haben bisher ergeben, dass zur Reichsbahnzeit im Bahnhof Varresbeck vier(!) Stellwerke existierten, wobei hinsichtlich der alten Bezeichnungen etwas Verwirrung herrscht. An der Westausfahrt war das Steuerungshaus Swt (vielleicht Sonnborn West?) angesiedelt, während am westlichen Ende des Mittelbahnsteigs das T-förmige Stellwerk Ar (??) stand. Swt war auch für den Bereich des weichenlosen Haltepunktes Lüntenbeck resp. die dortigen Signale für den Abzweig Vohwinkel/Düsseldorf zuständig und wurde Anfang der 1970er Jahre in Vw (Varresbeck West) umbenannt. Das Stellwerk am Bahnsteig hieß später Vf (Varresbeck Fahrdienstleiter). Ein drittes Haus war Wb (??), das an der Ausfahrgruppe West nördlich der Durchgangsgleise stand. Ganz im Osten gab es ein weiteres kleines Stellwerk, das - u. W. ohne Bezeichung - einfach als “Anschluss-Stellwerk” betitelt war. Es stand etwa am Einfahrsignal aus Richtung Mirke. Hier gab es eine Weiche für ein Andienungsgleis mit parallel liegender Schutzweiche. Die beiden kleinen Stellwerke wurden in den 1960er Jahren abgerissen, während die großen Gebäude bis zur Betriebseinstellung existierten. Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen
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Fahrtrichtung von Ost nach West. Die neuen DB-Haltepunkte nach dem Krieg (Rott, Ostersbaum, Dorp und Lüntenbeck) sind zusammen auf einer Seite.
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