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Der Bahnknoten Remscheid-Lennep Ähnlich wie in Solingen im Verhältnis zwischen dem Bf. Ohligs und dem Hauptbahnhof war die Situation in Remscheid. Denn auch hier gab es zwar einen Hauptbahnhof, der aber von der Betriebsamkeit von Lennep weit in den Schatten gestellt wurde. In dieser bis 1929 selbstständigen Gemeinde gab es nämlich eine Verknüpfung von fünf Streckenästen, zwar alle nicht mit richtigem Fernverkehr, aber regem Zugbetrieb. So war es auch nicht verwunderlich, dass in diesem Ort eine Betriebswerkstätte eingerichtet wurde und die ursprüngliche Lokstation in Remscheid (Hbf.) aufgegeben wurde. Vom Wuppertal herauf wurde eine (später zweigleisige) Trasse gebaut, die weiter zum heutigen Remscheider Hbf. führt und seit etlichen Jahren im Regionalverkehr taktmäßig bedient wird. Diese Linie wurde zum 1.9.1868 eröffnet und erst nach Bau der großen Müngstener Brücke im Juli 1897 nach Solingen weitergeführt. Südlich gab es eine zeitweise zweigleisige Strecke der “Balkanlinie” über Bergisch Born und Wermelskirchen (1876) nach Opladen (1881), die endgültig 1994 stillgelegt wurde. Des Weiteren wurde der kurze Ast bis Bergisch Born von der Bahn nach Hückeswagen (1876) und Wipperfürth und später nach Marienheide (1902) mitbenutzt mit Weiterführung über die bereits vorhandene Strecke nach Dieringhausen/Waldbröl (sog. oberbergische Hauptbahn). Hier war in Etappen endgültig Schluss anno 1995. Ein fünfter Ast führte bis 1957 hinunter nach Krebsöge (seit 1886) und dann weiter über Beyenburg bis nach Barmen-Rittershausen (1890, sog. Wupper-Talbahn oder auch Beyenburger Linie). Diese vielen Verbindungen unterstreichen die Bedeutung, die der Bahnhof Lennep einstmals hatte und entsprechend großzügig ausgebaut war samt Bahnbetriebswerk und Betriebswagenwerk.
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Das Schild hat bestimmt schon bessere Zeiten gesehen, was konkret einen wesentlich betriebsameren Bahnhof be- deutet. Der Güterverkehr ist ganz bescheiden und die Station hat heute mehr den Status eines Haltepunktes. Die Kopfgleise der Borner Bahnsteige im Vordergrund sind ohnehin längst Geschichte. Im Hintergrund zwei 212er-Loks, eine im verblichenen “Neu-Rot” der Epoche 5, die andere im kräftigen “Cargo-Rot” der Güterbahn (Sommer 1998). Foto VOBA
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Ein Besuch im Bahnhof Lennep im August 1989. Die 212 325-5 wartet auf den Einsatz vor dem Sonderzug, den die 218 146-9 von Wuppertal aus auf die Höhen gebracht hat. Nun geht es Richtung Oberberg nach Wipperfürth, wo die Trasse seit 1985 endet. Die 218 besitzt den “Citybahn-Look” für den ursprünlgichen Einsatz auf der Aggertalline. Hinter der 212 kann man soeben die museale Doppelstockeinheit der ex Lübeck-Büchener-Eisenbahn erkennen. Foto Zeno Pillmann
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Zwei tolle Fotos aus alten Lenneper Bahnhofszeiten, die so schön an die vergangene Nachkriegsepoche erinnern. Das Bild oben stammt aus den 1950er Jahren, unten wird das Datum mit 1961 angegeben. Bei der Konstruktion der Bahn- steigüberdachung handelt es sich um ein etwas chaotisch wirkendes Konglomerat von Längshalle, Querhalle und ein- fachem Dach, alles so in recht kompakten Ausmaßen. Die Nachwirkungen der Kriegszerstörungen sind nicht zu über- sehen, was ja noch länger für die Bahnsteige an den Borner Kopfgleisen galt. Mag man an diese Zeiten als Bahnfan vielleicht eher sehnsüchtig zurückdenken, schön und einladend sah die Angelegenheit bestimmt nicht aus. Schaut man genauer hin, so faszinieren die vielen Details, nicht zuletzt beim Bild oben das Schild rechts von BBB = Bremme Bräu Barmen. Für die Modellbahner der sog. Epoche 3 ein wahrers Eldorado an Eindrücken und Nachbauszenen! Fotos (2) BD Wuppertal Sammlung Joachim Bügel
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Die roten Brummer waren jahrzehntelang tägliche Gäste im Bahnhof Lennep. Das Betriebswerk vor Ort hatte keine Dieselfahrzeuge im Bestand, sie kamen entweder vom Bw Wt-Steinbeck oder vom Bw Dieringhausen hierher. Zwei Typen gab es, die VT 95 (795) und die wesentlich stärkeren VT 98 (798). Gut zu unterscheiden waren sie an den Puffern. Der kleine Bruder hatte Behelfspuffer und konnte höchstens den Beiwagen VB 140 oder einen gleichen Typ mitführen. Beim großen Bruder gab es die Regelausführung zum Betrieb eines Steuerwagens oder Mitnahme eines Güter- bzw. Kurswaggons. Der “Retter der Nebenbahnen” ist bei der DB natürlich längst ausgemustert, bei einigen Museumsbahnen kann man aber noch mit ihm fahren. Früher war er oft der Schrecken der Fotofreunde, vor allem wenn man eine Dampflok erwartet hatte. Links sehen wir den 795 414 mit Beiwagen 995 408, rechts lugt ein 798er keck ins Bild. Mit den Triebzügen kann man - bis Bergisch Born auf gemeinsamer Trasse - nach Opladen oder ins Oberbergische nach Dieringhausen fahren. Am 27.5.1978 war die Bahnwelt in Lennep noch einigermaßen in Ordnung. Foto Jürgen Grieger
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Eine interessante Perspektive eröffnet sich hier am Nordkopf vom Bahnhof Lennep. Die 212 274 ist auf Tour Richtung Oberbarmen ins Tal der Wupper, natürlich mit dem obligatorischen Zug aus drei Silberlingen. Der Blick geht vom Per- sonenbereich über die Einfahrt mit den Rangiergleisen zum Stellwerk “Lnw” (= Lennep Nordwest). Das vermittelt mit dem mittig sitzenden Erker und mit dem überdachten Eingang eine interessante Form, die geradezu zum Nachbau reizen könnte. In der Bergisch-Märkischen Region war ein solcher Baustil bei Bahngebäuden früher stark verbreitet. Foto Wolfgang Bügel
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Planmäßig ist der Personenbetrieb mit Dampfloks im Raum Remscheid/Solingen bereits seit Mitte der 1960er Jahre ein- gestellt. Die letzten Leistungen, das waren die Wendezüge mit der BR 78.0 vom Bw Vohwinkel (samt einzelner 65er Kurse vom Bw Essen), die von Essen bzw. Wuppertal auf die Höhen gefahren wurden. Wegen der relativ steilen Tras- sierung zwischen der Wupperbrücke in Wt-Rauental und Wt-Ronsdorf mussten die Loks samt Mannschaft tüchtig ar- beiten. Die Züge wurden deshalb von einigen Fans gerne als “wilde Remscheider” bezeichnet. Anno 1974 gibt es hier natürlich nur noch Sonderleistungen im Personenverkehr. So begegnet uns im Mai des Jahres anlässlich einer Bahnveranstaltung die 050 705-3, die im Lenneper Bahnhof einige Verschubaufgaben übernehmen musste. Foto VOBA
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Im südlichen Bereich vom Lenneper Bahnhof ist das Stellwerk “L” angesiedelt. Es wirkt nüchtern und kompakt und ist etwas restauriert. Die 211 066 steht auf dem Gleis vom/zum alten Bw-Areal, wo wahrscheinlich eine Betankungs- aktion fällig war, zumindest ein kleines Ruhepäuschen eingelegt werden konnte (Aufnahme vom 29. Oktober 1986). Foto Wolfgang Bügel
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Die Rückbaumaßnahmen im Lenneper Bahnhofsbereich sind nicht zu übersehen. Aber noch gibt es einen gewissen Güterverkehr zu verzeichnen. Die 260 567 ist diesmal für den Frachtendienst auf den Höhen unterwegs und muss am 18.3.1986 den Übergabezug 67037 befördern. Vorschriftsmäßig steht das Signal für das abzweigende Gleis auf Hp 2. Foto Wolfgang Bügel
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Als in Lennep noch “richtige” Züge fuhren ..., gab es diesen Unfall mit der 212 105 wegen Achsbruch. Eine außer- gewöhnliche, spektakuläre Szene von der Lokbergung mit dem Dampfkran vom Bw Vohwinkel hat der Fotograf hier im Bahnhof festgehalten. Rechts steht eine 211 mit einem N-Zug aus sog. Umbauwaggons, daneben der allegenwärtige Schienenbus-Brummer. Alle Fahrzeuge präsentieren sich im typischen, “sehnsüchtigen” Outfit der früheren Bundes- bahn mit roten Loks und grünen Personenwagen (3.9.1974). Die Züge fahren nach Opladen und nach Dieringhausen. Foto Zeno Pillmann
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Der VT 36 508 gehört zur Familie der Reichsbahn-Triebwagen, die seinerzeit für den Eilzugverkehr gebaut wurden. Verschiedene Bauarten bzw. Motorisierungen führten dann nach dem Krieg zur Begründung unterschiedlicher Baurei- hen. Meist gab es pro Baureihe nur wenige Exemplare, von denen einige bei der DB bis Anfang der 1970er Jahre noch im Einsatz waren. Zu den Triebwagen gab es dann entsprechende Steuerwagen, die zeitweise auch zusammen mit Lokomotiven im Einsatz waren (bspw. mit einer V 36 in Wuppertal). Im Bild eine Leistung von Remscheid-Lennep nach Köln Hbf. Mit dem Triebwagen war in Solingen-Ohligs ein bequemer Richtungswechsel möglich. Die letzten VT 36.5 der Bundesbahn wurden beim Bw Wt-Steinbeck Ende Mai 1966 augemustert (Foto vom 19. Mai 1960). Foto Wilfried Sieberg
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Die eigentliche “Remscheider Strecke” von Wt-Oberbarmen über Wt-Ronsdorf endet im Bahnhof Remscheid-Lennep. Die Zugkurse tun dies aber heute nicht mehr. Die 628/928 fahren von Wuppertal Hbf. kommend weiter nach Rem- scheid Hbf. oder SG-Ohligs/Hbf.. Der Triebwagen 628/928 vermittelt so den derzeitigen Stand des Nahverkehrs auf dieser Linie. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im August 1998 waren die Triebwagen allerdings meist noch in der blauen Ursprungslackierung gehalten. Der Güterzug mit der 212 096 und einer weiteren 212 ist hingegen heute nicht mehr repräsentativ für den Frachtenverkehr. Für die wenigen Ladungen gibt es meist 294er der DB oder Privatbahnloks. Foto VOBA
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Ozeanblau-beige, das ist ein Merkmal der Farbgebung in der Epoche 4 ab Mitte der 1970er Jahre. Von den älteren Fotofreunden recht ungeliebt, da zur Farbe selber öfters ein eigenwilliges Design bei den Fahrzeugen kam und die Farbgestaltung recht schmutzanfällig war (bei abnehmender Säuberung der Loks und Wagen). Vergleiche mit der ro- ten Ursprungsausführung zeigen, was gemeint ist. Hier treffen wir am 24. Oktober 1986 die 212 323 und die 260 597 mit einem Dienstzug auf den Abstellgleisen des Bahnhofs an. Die Loks sind natürlich im Bw Wt-Steinbeck heimisch. Foto Wolfgang Bügel
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Aufgrund der verschiedenen Streckenverzweigungen beim Bahnhof Lennep gab es auch nach Aufgabe der selbst- ständigen Diensstelle hier meist einige abgestellte und rangierende Loks zu betrachten. Seit Mitte der 1960er Jahre waren das Dieselloks, meist aus Steinbeck. Hier sehen wir 1972 zwei Köf III, eine V 100 sowie eine V36. Hinter der 236 lagen früher die Anlagen vom Bw Lennep, alter Schuppenteil. Das helle Verwaltungsgebäude ist an sich das einzige Überbleibsel des gesamten Traktes. Interessant: die Wagenreihung beim Köf-Zug. Übrigens: Die Gegend hier um Ronsdorf, Lüttringhausen und Lennep ist ein wahres Eldorado für “Hochspannungsmasten-Freaks”. Foto VOBA
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Ein Blick mit dem Teleobjektiv auf die weit geschwungene nördliche Einfahrt vom Bahnhof Lennep. Es begegnet uns das Tw-Gespann 998 698/798 793 als N 5265, der wenige Minuten zuvor den Bf. Lüttringhausen passiert hat. Durchs Blombachtal hinauf wird der rote Brummer seinem Namen wohl alle Ehre gemacht haben. Links hinter dem Zug lag früher das Bahnbetriebswerk Lennep. Hier hat sich mittlerweile eine Holzfirma angesiedelt. Wir können eben den rechten Abschluss vom ex-Lokschuppen erspähen. Auch liegt noch das Zufahrtgleis zur Drehscheibe (9. Mai 1979). Foto Jürgen Grieger
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Eine Schnellzuglok in Lennep und dazu noch die stolze V 200? Schön wär es ja gewesen, wenn so etwas planmäßig vorgekommen wäre. Aber hier gab es keinen richtigen Fernverkehr. Die vereinzelten Schnellzüge in diversen Fahr- planperioden hatten zwar ein “D” bei der Zugnummer, aber man konnte sie immer mit den üblichen Personenzugloks befördern. Die wenigen Waggons wurden ohnehin als Kurswagen in Ohligs an die auf der BME-Linie verkehrenden Schnellzüge angekuppelt. Die 221 104 ist im Juni 1979 allerdings nicht mit einer normalen Zugkomposition auf Tour. Sie zieht nämlich die alte Rheingold-Wagengarnitur, die einige Jahre zuvor von Kölner Bahnfreunden aufwändig und liebevoll restauriert wurde. Der Rheingold wurde als Star-Luxuszug der Reichsbahn anno 1928 zwischen Basel und Holland in Betrieb genommen. Die Garnitur war mit einem violett-elfenbeinfarbigen Anstrich versehen worden. Foto VOBA
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Vom Stellwerk “Lnw” eröffnet sich dieser Anblick auf die nördliche Einfahrt zum Bahnhof Lennep. Zwei V 100 sind nötig, um den Dienstgüterzug am 11. Juli 1986 die Rampe vom Wuppertal hinauf zu befördern. Als Zugloks fungieren die 211 100 und 212 328. Interessant ist die Stellung der Weiche oberhalb des Brückengeländers - ganz so wie auf vielen Modellbahnen -, denn die hätte theoretisch zu einer bösen Flankenfahrt führen können! Die Aufnahme ist wieder einmal ein guter Beleg dafür, wie hoch viele Bäume im Verhältnis zur “großen” Eisenbahn tatsächlich sind. Foto Wolfgang Bügel
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