Bahnen- Wuppertal.de Bahnhöfe im Portrait

Wuppertal-Ottenbruch

Der Bahnhof Ottenbruch lag am Standort Km 26,77 an der REG-Linie von Düsseldorf nach Hagen und weiter nach Dortmund (Kilometrierung von D-Derendorf). Der Personenbereich bestand lediglich aus zwei weichenlosen Durchgangsgleisen. Aus der mehr beengten Lage heraus mit dem Einschnitt westwärts zum Dorp-Tunnel konnte nur ostwärts ein Areal für den Güterverkehr eingerichtet werden. Dies war notwendig für die aufstrebenden Industriebetriebe, die die Rheinische Strecke nicht nur hier quasi mit anzog. Die Bebauung mit Wohnhäusern in diesem Bezirk war bei Betriebseröffnung überhaupt nicht ausgeprägt. Als Empfangsgebäude wurde ein interessanter, größerer Fachwerkbau errichtet, wodurch man eine gewisse Bedeutung der Station unterstreichen wollte (von der Konzeption her nicht unähnlich mit dem Bahnhofsgebäude von Heubruch in Barmen). Das Gebäude ist weitgehend erhalten und steht unter Denkmalschutz. In den letzten Jahren hat man durch kulturelle Veranstaltungen   - vor allem Konzerte oder Lesungen - auf sich aufmerksam gemacht. Die verzierten hölzenern Bahnsteigdächer konnten aber in der ursprünglichen Form leider nicht erhalten werden.
 

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Der Personenbereich vom Bf. Ottenbruch hatte lediglich zwei Durchgangsgleise, dafür aber sowohl am Hausbahnsteig
 als auch gegenüber zwei tolle Bahnsteigüberdachungen aus Holzfachwerk. Auch daher war die Station eines der Lieb-
lingsflecken der Elberfelder. Heute gibt es im unter Denkmalschutz stehenden Empfangsgebäude zeitweilig kulturelle
 Veranstaltungen. Ostwärts vom sichtbaren Bereich lagen einige Gütergleise. Nach Unterfahrung der Steinbrücke im
 Hintergrund geht es westwärts durch den Dorper Tunnel zum gleichnamigen Haltepunkt (Aufnahme vom Mai 1980).
Foto Klaus Hoffmann

(c) K.Knappertsbusch/Slg. HZW  
  www-bahnen-wuppertal.de

Ein tolles altes Bild aus dem Norden von Elberfeld zu einer Zeit, als man von einem bebauten Gebiet bestimmt nicht
 sprechen konnte. Nicht nur jüngere Mitbürger werden ihre große Mühe haben, das Motiv richtig einzuordnen, denn
 heute sieht es hier vollkommen anders aus. Leider bleiben viele Details wegen der notwendigen Komprimierung des
Bildes für die WebSite-Darstellung verborgen. Ein unverwechselbarer Anhaltspunkt ist allerdings links das Empfangs-
gebäude vom Bahnhof Ottenbruch in der markanten Bauform. Es liegt nur ein Durchgangsgleis und offensichtlich gibt
es auch kein Ausweichgleis. Die Trasse driftet stark nach links Richtung Dorrenbergtunnel und weiter nach Mirke ab.
In Bildmitte liegt der Güterschuppen für die Ortsverladung, dahinter gibt es ein Anschlussgleis zur Kohlenhandlung
Carl Breuer, wo einige Hochbordwagen umgeladen werden. Auf dem freien Gelände links wurde um 1900 der neue
 Gebäudekomplex der Konsumgenossenschaft “Befreiung” errichtet. Rechts am Hintergrund erspähen wir einen mar-
kanten Kirchturm. Und dieser könnte ein Anhaltspunkt zur zeitlichen Einordnung sein. Stimmt eine vermeintliche An-
gabe um 1890, so ist es der Turm der lutherischen Kreuzkirche, die bis 1850 errichtet wurde. In gleicher Blickrich-
tung liegt auch die katholische Herz-Jesu-Kirche, allerdings erst 1895 erbaut. Zu dieser Zeit müsste ab 1894 auch
schon die reformierte Friedhofskirche (“Ölbergdom”) an der Hochstraße (liegt zwischen den Wäldchen) in Bau gewe-
sen sein. Für den früheren Zeitpunkt spricht die Eingleisigkeit der Trasse. Das Bild stammt aus dem Familienalbum von
 Konrad Knappertsbusch. Seine Vorfahren betrieben ab 1834 an der zum Bahnhof Ottenbruch führenden Funckstraße
 (vor den Häusern, hieß vor der Wuppertal-Gründung Rheinische Straße) einen Alkoholhandel mit Brennerei. Die Firma
gibt es noch, es wird aber kein “trinkbarer Alkohol” wie u.a. der legendäre Magenlikör “Kräuterhexe” mehr verkauft.
Wir danken dem Bildgeber für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und für einige persönliche Angaben aus dem Bezirk.
Foto Konrad Knappertsbusch/Sammlung Historisches Zentrum Wuppertal

(c) Helmut Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

Wenn man nur gewollt hätte ..., dann wäre so vieles auf und an der REG-Strecke erhalten geblieben. Aber diese Tat-
sache betrifft ja leider nicht nur den Bahnbereich, sondern viele Dinge in unserem Leben schlechthin. So muss man
sich bei etlichen Bildern mit traurigen Anblicken zufrieden geben und sich eben mit Träumereien herumschlagen. Einen
 keinesfalls traurigen Eindruck vermittelt uns hingegen der rote Brummer. Denn der bringt nicht nur einen schönen Farb-
tupfer ins Bild, sondern ist ja noch einsatzfähig und erinnert im wahrsten Sinne des Wortes “positiv greifbar” an alte
 Bundesbahnzeiten. Beim Tw handelt sich um den 796 690 vom Förderverein Schienenbus Menden (Oktober 1999).
Foto Helmut Brinker

(c) Gerhard Ramme   www.bahnen-wuppertal.de

Eine schöne Szene, die Wuppertal mehr als “Großstadt im Grünen” denn als alte Industriemetropole zeigt. Der 515
522 ist mit seinem 815er-Steuerwagen als Zweiereinheit heute auf dem Düsseldorfer Kurs eingesetzt (hier aber bei
der Rückfahrt von der Landeshauptstadt in Richtung Endpunkt Bahnhof Wichlinghausen). Man schreibt den 12. Sep-
tember 1990, ein Jahr vor Aufgabe der Linie. Beim Bahnhof Ottenbruch gab es einen Gleisanschluss zum Güterbereich.
 Nur für ein Jahr war zuvor im angelegten Personenbahnhof die Güterverladung angesiedelt, bereits 1880 baute man
 östlicher einen Abzweig für die Behandlung der Frachten samt Güterhalle. Das Hinweiszeichen zum Abbremsen auf 60
 km/h (Schildangabe immer x 10, Dreieick-Spitze nach unten bedeutet Verringerung der Geschwindigkeit) ist typisch
für die Rheinische Trasse, die wegen der vielen relativ engen Bögen keine höheren Zuggeschwindigkeiten zuließ.
Foto Gerhard Ramme

(c) Roland Siebert   www.bahnen-wuppertal.de

Bei einer Sonderfahrt im Februar 1976 kam nochmals die 053 075 auf die Rheinische Strecke. Sie war damals beim Bw
 Duisburg-Wedau beheimatet und hatte einen Wannentender der Kriegsbauart, eine 50er-Version, die hier im Tal nur
 selten gefahren ist. Wir stehen auf dem Hausbahnsteig, deren Fachwerkdach wie das am gegenüber liegenden Perron
 noch voll erhalten ist. Der Zug kommt aus Richtung Bf. Wt-Varresbeck und hat soeben den Dorper Tunnel verlassen,
 über dem die Autobahn A 46 und die Katernberger Straße die Bahnstrecke queren. Mit der Brücke ein tolles Ensemble!
Foto Roland Siebert

(c) Juliane Schüngel   www.bahnen-wuppertal.de

Das Bahnhofsgebäude Ottenbruch an der Rheinischen Strecke war ein spezielles Kind vieler Wuppertaler Bürger. Der
 Komplex ist heute zu einem großen Teil noch erhalten und strahlt einen gewissen morbiden Charme aus. Die vielen
Gefache sind in einer etwas ungewöhnlichen, fürs Bergische seltenen Farbgebung gehalten. Das Foto datiert vom
Herbst 1987. Mit einer Fotoserie vom Stationsgebäude Ottenbruch konnte die Bildautorin einen Preis einheimsen.
Foto Dr. Juliane Schüngel

(c) Gerhard Ramme   www.bahnen-wuppertal.de

Faszinierend und irgendwie beängstigend zugleich, diese Szene vom Bahnsteig-Lichtspiel in Ottenbruch. Es erinnert
an alte Filme, wo die Dampfloks qualmten, die Räder quietschten und die Türen mit lautem Krachen zufielen. So ganz
 falsch liegen wir nicht, denn am Fototag des 16. Februar 1979 waren in der Wuppertaler Station Filmaufnahmen an-
gesagt. Der Bahnhof mit seiner unverwechselbaren Fachwerküberdachung wurde einige Male für Filmsequenzen ge-
nutzt. Die Stadt im Tal hat sich in den letzten Jahren zu einem Geheimtipp bei den Regisseuren gemausert und man
 konnte schon etliche Ecken im Kino und Fernsehen bewundern. Nicht auszudenken, wenn es diese Konstruktion noch
 als Gesamtarrangement geben würde .... Die Überdachung am Bahnhofsgebäude wurde anno 1981 leider abgerissen.
Foto Gerhard Ramme

(c) Historisches Zentrum Wuppertal   www.bahnen-wuppertal.de

Eine wirklich historische Aufnahme, die wir bewusst nicht weiter bearbeitet haben. Es handelt sich um eine Reproduk-
tion einer alten Ansichtskarte, wie sie früher von vielen Regionen und eben auch Bahnhöfen gemacht wurden. Nicht
nur zum normalen Verschicken, sondern auch als ein Schmankerl für Sammler, denn damals hatten Privatleute keine
 Kameraausrüstung. Für die geschichtsbewussten Bahnforscher könnten sich Fragen auftun. Wer die Situation im Bf.
 Ottenbruch erfahren hat, sieht sofort die fehlende Bahnsteigüberdachung an Gleis 2, stattdessen existiert ein sog.
Schüttbahnsteig. Zu Beginn war die Trasse noch eingleisig und da reichte für ein Ausweichgleis -wenn überhaupt-
solch ein Bahnsteig wohl aus. Unseres Wissens wurde das zweite Streckengleis bereits in den 1890er Jahren in Be-
trieb genommen. Offenbar wird am Gleis gebaut (heller Kalksteinschotter), denn am Ende des Bahnsteigs steht eine
Art Prellbock im Gleis. Die Bausituation könnten wiederum die Fahrgäste im Hintergrund - weit weg vom Hausbahn-
steig - belegen, so dass es sich beim Zug vielleicht eher um eine Fuhre Richtung Varresbeck handelt und nicht, wie
auf den ersten Blick zu vermuten wäre, in Richtung Mirke. Beim Gefährt handelt es sich um einen der Akkutriebwagen
 der Bauart Wittfeld, die erst ab 1907 auf der Trasse verkehrten, hier mit der Lok-/Ladestation in Wichlinghausen.
Könnten wir jetzt mal eben mit der Zeitmaschine verreisen, wäre die “Auflösung” vielleicht überraschend einfach.
Foto Sammlung Historisches Zentrum Wuppertal

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Sommerlich sind sie gekleidet, die Fahrgäste vom 515 633, die uns hier am 24. Mai 1985 am Hausbahnsteig vom Bahn-
hof Ottenbruch begegnen. Da es ein Solo-Tw ist, kommt er aus Wt-Vohwinkel und fährt zum Wendepunkt nach Wich-
linghausen. Interessant ist der Zustand des Areals hinsichtlich der Fachwerkdächer. Während am Empfangsgebäude
das Dach abgebaut ist und der Abgang mehr wie ein Behelfsbau überdacht ist, kann man sich am Gleis 2 noch über die
 einmalige Konstruktion freuen. Der Abbau 1981 wurde von der Bundesbahn mit einer vorgeblichen Einsturzgefährdung
 begründet. Auch hörte man das Argument einer bevorstehenden Elektrifizierung der Rheinischen Strecke, die zwar
Ende 1978 offenbar sehr konkret geplant war, aber dann “kehrtwendig” ziemlich plötzlich wieder ausgesetzt wurde.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Michael Hartmann   www.bahnen-wuppertal.de

Die Arbeitsgemeinschaft Bergische Eisenbahnen führte im Sommer 1999 an verschiedenen Wochenenden Abschieds-
fahrten auf dem verbliebenen Stück von Wt-Vohwinkel bis Wt-Heubruch durch. Zum Einsatz kam ein 798er-Gespann
des roten Brummers (22. September 1999). Noch kann die tolle Bahnsteigüberdachung mit einem Zug abgelichtet
 werden. Die Natur hat aber bereits voll zugeschlagen, und dies vielfach in Form der sehr schnell wachsenden Birken.
Foto Michael Hartmann

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

Ein Bild von den letzten Planeinsätzen der 78 159 vom Bw Wt-Vohwinkel. Den Nachmittagszug konnte man vom
 Sonnenstand her an etlichen Punkten auf der Rheinischen Linie aufnehmen. Aber ihn richtig “verfolgen”, das war kaum
 drin, da ging die Bahntrasse trotz vieler Kurven natürlich wesentlich direkter durchs Tal als die verwinkelten Straßen-
verbindungen. Vielleicht konnte man alternativ bei einer Mitfahrt dem Lokführer mal einen Hinweis geben, nicht ohne
den Fotografen abzudampfen. Die Zeiten sind über vier Jahrzehnte vorbei und für die meisten Wuppertaler wohl in
der Geschichtskiste versunken. Beim Personenzug handelt sich um den 4056, vor Ort war man am 26. Mai 1967.
Foto Helmut Dahlhaus

Gleisplanskizze  Bahnhof Wuppertal-Ottenbruch
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Je nach Tageszeit und und natürilich auch im Jahresablauf wurden die Bahnanlagen im Personenbahnhof durch starke
 Schattenbildung geprägt. Die Loks bzw. Züge waren dadurch sehr unterschiedlich ausgeleuchtet und oft spiegelte
sich die Sonne auf der Frontpartie. Hier hat der Fotograf ziemlich Glück gehabt und zum richtigen Zeitpunkt auf den
 Auslöser gedrückt. Der Tw kommt aus Vohwinkel und genügt auch ohne Beiwagen der Nachfrage (19. Mai 1980).
Foto Klaus Hoffmann

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Fährt man die Funckstraße (früher Rheinische Str.) hoch, so geht es zum Bf. Ottenbruch. Wobei man genauer sagen
 müsste, kommt man zum ehemaligen Empfangsgebäude der Station. Als der Halt 1879 eingerichtet wurde, war das
 Gelände der heutigen sog. Elberfelder Weststadt kaum bebaut. Wie in anderen Bezirken von Elberfeld und Barmen hat
 die Rheinische Strecke dann aber erheblich zur Entwicklung von Industrie- und Wohngebieten im Norden des Wupper-
tals beigetragen. Nur ein Jahr gab es im Bahnhof eine Güterverladung, dann wurde östlich ein eigener Bereich für den
 Frachtverkehr eingerichtet. Obwohl Ottenbruch jahrzehntelang als “Bahnhof” galt, war der Personentrakt lediglich mit
 den beiden Durchgangsgleisen (nach Ausbau der REG-Linie auf Doppelspur) eher bescheiden ausgeprägt. Im Verhältnis
 zum ordentlichen Empfangsgebäude und den Bahnsteigüberdachungen wirkte die Anlage hier mehr überdimensioniert.
 Zwischen Stadt, Land und Bundesbahn gab es längere Zeit Auseinandersetzungen um die Denkmalwürdigkeit (Rechts-
lage beim Denkmalschutz von Bahnanlagen), was erst in einem Musterprozess vom Bundesverwaltungsgericht ent-
schieden wurde. Am 15. April 1985 stellte man den Bahnhof Ottenbruch als “Baudenkmal” endgültig unter Schutz.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Würde man die Gleise nicht sehen, so hätten einige Leute sicherlich Schwierigkeiten, in der Konstruktion eine Bahn-
steigüberdachung zu erkennen. Es erinnert nicht wenig an eine Remise oder an Teile einer alten Sportstätte (Tribüne,
Schwimmbad oder Kegelbahn). Die Überdachung am Gleis 2 in Ottenbruch war in dieser Art schon eine Besonderheit
 (wie auch das Vordach gegenüber bzw. beim Bahnhof Mirke). Als die Gebäude an der Rheinischen Strecke geplant und
 dann bis zur Betriebseröffnung 1879 erstellt wurden, waren Eisenkonstruktionen gerade “in” und sollten auch bei den
 Eisenbahnen eigentlich eine gewollte Modernität unterstreichen. Eberhard Wulff, der als Ingenieur und Architekt pri-
mär für die Bauten an der REG-Trasse verantwortlich war, verfolgte hingegen bewusst eine harmonische Einbindung
der Strecke in die Region, und so gab es eben neben den vielen Steinbogenviadukten auch etliche Hochbauten aus
 Holzfachwerk und Schiefer. Zum Zeitpunkt der Aufnahmen im November 1992 war die “Rheinische” offiziell eingestellt.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Helmut Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

Wie Perspektiven doch täuschen können. Während das Bild oben mit mit dem ETA-Gespann in Höhe der Geschwindig-
keitstafel - aber eben auf Gleishöhe - gemacht wurde und so ein bisschen nach Urwald aussieht, eröffnet der Blick
 wenige Meter höher einen vollkommen anderen “Zustand”. Wir schauen auf den Güterbereich von Ottenbruch, dessen
 Abzweig mit den Abstellgleisen auf dem Gleisplan gut nachvollziehbar ist. In der Mitte liegen einige alte Fabrikgebäude,
 wogegen das im Baustil mehr süddeutsch anmutende Gebäude das Gymnasium an der Bayreuther Straße ist (1983).
Foto Helmut Brinker

(c) Helmut Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

Eine Ansicht von der Straßenbrücke runter auf den Personen-
bahnhof Ottenbruch bis hinüber zum östlich gelegenen Güter-
bereich. Dort gab es einige Anschlussgleise zu den entspre-
chenden Firmenarealen. Im Hintergrund sehen wir den mächti-
gen Turm vom “Ölbergdom” an der Hochstraße. Die Aufnahme
 wurde mit dem Teleobjektiv gemacht und zeigt daher gut die
 Überhöhung des Gleisbogens bei der Trassierung (anno 1983).
Foto Helmut Brinker

Ein Blick auf ein paar Kurse am frühen Morgen auf der Rheini-
schen Strecke vom Sommerfahrplan 1979. Damals war das Zug-
angebot noch ansprechend, während auf der Hattinger Linie nur
 noch das Alibi-Zugpaar verkehrte. Schaut man auf die Gleisan-
gaben in den Bahnhöfen, so wird den eingeweihten Fans der
 Charakter einer zweigleisigen Strecke ohne bedeutende Aus-
weichgleise sofort klar. Führe doch bloß noch ein Züglein ....
Vorlage  DB/BD Köln  Sammlung VOBA

Infoecke:  Bahnhof Elberfeld (Ottenbruch)/Wuppertal-Ottenbruch im Überblick

1. Bau und Lage:  Der Bahnhof Ottenbruch lag am Standort Km 26,77 an der REG-Linie von Düsseldorf nach Hagen und weiter nach Dortmund (Kilometrierung von D-Derendorf) und wurde in einer ersten Version mit Bau der Rheinischen Strecke als westlicher Bahnhof in Elberfeld anno 1879 in Betrieb genommen. Ein Jahr lang wurde im Bahnhof selber auch der Güterbetrieb abgewickelt, dann gab es östlich ein Frachtenareal mit Anschlussgleisen. Der Personenbahnhof zeichnete sich aus durch das im bergischen Stil erbaute Empfangsgebäude mit einem großen Vordach aus Holzfachwerk (das so ein bisschen die aufkommenden Eisenkonstruktionen imitieren sollte), ähnlich gebaut wurde auch der Bahnsteig gegenüber am Gleis 2. Die Station war bei der Elberfelder Bevölkerung immer beliebt, nicht zuletzt aus der Lage, die nicht so unbedingt typisch für eine Großstadt war. Viele Jahre gab es heiße Diskussionen um die Denkmalwürdigkeit des Ensembles, speziell hinsichtlich der Unterordnung in Landes- oder Bundesrecht. Bis man den Bahnhof am 15. April 1985 endgültig unter Denkmalschutz stellte, war allerdings da schon ein Teil der Fachwerküberdachung abgerissen. Heute wird das Gebäude kulturell genutzt. Derzeit liegen im Bahnhof noch Gleise, die aber nach Baubeginn des Radwanderweges wohl schnell abgetragen werden.

2. Betriebliches: Wie alle andere Bahnhöfe an der Nordbahn war auch Ottenbruch bis auf die Berufstätigen-Züge geprägt von einem eher mäßigen Personenverkehr (abgesehen von den früheren Zeiten in der automobillosen Ära). Im Gütersektor gab es zum einen die Durchgangszüge und zum anderen den Anschlussverkehr im östlich gelegenen Frachtenbereich. Nach der Dampflokzeit (zuletzt mit der Vohwinkler 78 159 im Mai 1967) gab es teilweise Schienenbuskurse zwischen Wt-Wichlinghausen und Wt-Vohwinkel. In den letzten Jahren bis 1985 wurde der Bahnhof ansonsten durch die üblichen Akkutriebwagen 515/815 ziemlich taktmäßig angefahren - bis zum letzten Alibi-Zugpaar am 27.9.1991.

3. Bezeichnungen: Einer der ersten Fahrpläne gibt den Bahnhof anno 1880 als “Elberfeld (Ottenbruch)” aus. Der Fahrplan von 1888 weist der Station die Bezeichnung “Elberfeld (Ottb.)” zu. In der Übersicht vom 1.5.1897 heißt man “Elberfeld-Ottenbruch”. Nach der Städtevereinigung ist ähnlich wie bei etlichen anderen Bahnhöfen nurmehr die einfache Namensgebung “Ottenbruch” üblich. Seit der Anfangszeit der Bundesbahn (1952/53) gilt der Wuppertal-Zusatz.

4. Stellwerke:  Im Bahnhof Ottenbruch gab es früher bei Km 27,090, nördlich der Streckengleise gelegen, das Stellwerk Ot (Ottenbruch, in den Unterlagen auch einfach als “O” und auch als “Ob” bezeichnet). Neben der Bedienung der Signale zeichnete das Häuschen speziell für den Güterbereich östlich vom Personentrakt verantwortlich. Später wurde der Abzweig zu den Gütergleisen bei Fahrten vom Bf. Mirke aus per Schutzweiche handbedient. Anstelle eines Stellwerks wurde das Haus wegen der Zugbelegung zunächst als “Bk” (Blockstelle) weiter betrieben. Wie das Gebäude aussah und wie lange es in Betrieb war, ist uns bisher nicht bekannt.
Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen

Bf. Wt-Ottenbruch als Teil der Rheinischen Strecke

Zurück zur Seite Bahnhöfe an REG
Bf. Wichlinghsn. Bf. Heubruch Bf. Rott Bf. Loh Bf. Ostersbaum Bf. Mirke
Bf. Ottenbruch Bf. Dorp Bf. Varresbeck Bf. Lüntenbeck Bf. Dornap-Hahn

Fahrtrichtung von Ost nach West. Die neuen DB-Haltepunkte nach dem Krieg (Rott, Ostersbaum, Dorp und Lüntenbeck) sind zusammen auf einer Seite.

Zurück zur Seite Bahnhöfe  (Übersicht)


Home     Bahnen       Eisenbahnen       WSW-Bahnen       Aktuelles       Archiv      Modellbau       Service       Partner      Impressum