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Infoecke: Bahnhof Barmen (Hbf)/Wuppertal-Barmen im Überblick
1. Bau und Lage: Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke von Düsseldorf/Köln nach Hagen. Der Standort bei Km 118,86 bezieht sich auf die alte durchgehende BME-Kilometrierung von Aachen nach Kassel. Die andere Datierung mit Km 41,6 an Gleis 3 und 4 betrifft die eigenständige S-Bahntrasse zwischen Neuss und Schwelm. Eingerichtet wurde die Station von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft mit Eröffnung des ersten Teilabschnitts Elberfeld - Schwelm der späteren Gesamtlinie nach Dortmund zum 9.10.1847. Gleichzeitig bekam die große Stadt Barmen östlich in Rittershausen einen zweiten Halt. Mit Ausbau der Linie auf vier Gleise wurde die Personenstation erweitert und das alte Bahnhofsgebäude kassiert (stand da, wo sich seit dem 31.1.1930 die Hauptpost befindet) und etwas westlich durch ein repräsentatives Bauwerk ersetzt. Dieses wurde im Zweiten Weltkrieg stark getroffen mit der Folge, dass man den linken -spiegelbildlichen- Flügel nicht mehr aufbaute. Beim Neubau um 1911 wurden zudem zwei Bahnhofshallen erstellt, die bis zu den Elektrifizierungsarbeiten 1963 überlebten. Mit Eröffnung der S-Bahnlinie 8 zum Mai 1988 wurde der Nahverkehrsbahnsteig renoviert mit zwei neuen Zugängen. Der Güterbahnhof wurde zunächst südlich ausgebaut mit der Besonderheit eines eigenen Verbindungsgleises zum Gbf. in Unterbarmen! Seit Jahren ist hier wie vielerorts aber alles überwuchert. Nach Bau des städtischen Kraftwerks am Clef (1908) wurde vom Gleis 1 ostwärts ein Anschlussgleis eingerichtet. Nachdem die Transporte (primär Kohlen) ab 1931 vom Schlachthofbahnhof über die Straßenbahngleise abliefen, wurde der rangiermäßig behindernde Anschluss aufgegeben. Die Abzweigung ist aber an der Fischertalbrücke noch rekonstruierbar.
2. Betriebliches: Personenzugmäßig galt Barmen auf der Talstrecke immer als reine Durchgangsstation und stand von Beginn an betrieblich bis heute im Schatten der Rittershauser/Oberbarmer Anlagen (mit - zumindest zeitweise - Bw, Bahnmeisterei, Rangierbf. und mehreren abzweigenden Linien). Bis in die Reichsbahnzeit hinein war Barmen ein wichtiger Halt für die Fernzüge, sozusagen als notwendiger Pendant zur westlichen Schwesterstadt (wobei die wenigen Topzüge u.W. allerdings nur in Elberfeld stoppten). Ab Mitte der 1930er Jahre halten die Fernzüge vermehrt in Wt-Oberbarmen, teilweise tagsüber im Wechsel. Die zunehmende Bedeutung des Oberbarmer Bahnhofs verstärkt sich bei der DB und der Barmer Bahnhof bleibt lediglich eine Eilzugstation. Heute wird man werktags pro Richtung stündlich von jeweils drei Zügen auf der S 8 (Mönchengaldbach - Hagen) und der RB 67 (Wt. Hbf. -Remscheid/Solingen) angefahren sowie von zwei RE-Linien. Ein Regionalexpress fährt im Bahnhof durch.
3. Bezeichnungen: Der erste Fahrplan nach Bau der BME-Linie weist den Bahnhof einfach als “Barmen” aus, auch spätere Fahrpläne zeigen diese Benennung. Nach Jahrzehnten bekommt Barmen einen Hauptbahnhofstatus (nicht unwahrscheinlich auch am 1.2.1910, als Elberfeld offiziell ein “HB”, spätr “Hbf” wurde). Nach Gründung der neuen Großstadt heißt man ab 1.8.1930 “Wuppertal-Barmen”. Inoffiziell sprachen Leute früher schon mal von “Mittelbarmen”.
4. Stellwerke: Im Bahnhof Barmen gab es sowohl im westlichen als auch im östlichen Bereich ein Reiterstellwerk mit angebauten Signalbrücken. Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen
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