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Nachkriegszeiten im Wuppertal. Die 23 006 war damals eine ganz moderne Baureihe bei der Bundesbahn und machte durch ein ziemlich gewaltiges Aussehen Eindruck (vgl. die Höhe zu den Personenwagen). Dagegen ist die 64 301 eine sog. Einheitslok der Reichsbahn. Sie wurde im Wuppertal einige Jahre im Nahverkehr eingesetzt. Wir sehen die beiden Maschinen bei der Südausfahrt (Anfang der 1950er Jahre). Linker Hand sind die Kriegszerstörungen an der Bahnhof- straße offenkundig. Bei der 64er mit den Abteilwagen ist der filigrane Fußgängersteg zur Südstadt zu erkennen. Foto Carl Bellingrodt Sammlung VOBA
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Das ist ein typisches Motiv der so genannten Bahnepoche 4. Die noch im Ursprungsgrün lackierte schwere Güterlok 151 020 kommt mit einem langen gemischten Güterzug auf Gleis 2 durch den Bahnhof gefahren. Die Bahnsteige haben noch die kurzen Überdachungen, die erst mit Einrichtung des ICE-Angebotes verlängert wurden (Aufnahme um 1982). Foto Zeno Pillmann
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Es ist der 13. Oktober 1963. Die beiden Hallen sind bereits abgerissen und dem Stellwerk rechts geht es auch an den Kragen, dazu stehen die ersten Masten der Elektrifizierung bereits. Dadurch ist der Aufnahmezeitpunkt für Kenner der Szene gut eingrenzbar. Auf dieser Aufnahme sehen wir die 03 1073 als eine typische Baureihen-Vertreterin für den Lokdienst im Fernverkehr der ausgehenden Wuppertaler Dampflokzeit, während die 78 134 eine ebensolch typische Wuppertaler Erscheinung im Nahverkehr mit den Wendezügen darstellt. Gibt es ein Wettrennen zwischen den Loks? Die robuste preußische T 18 wird mit der wesentlich leichteren Wagengarnitur sicherlich zunächst die Oberhand behalten, muss aber beim nächsten Halt im Bahnhof Steinbeck die 03 “mit Grummeln” an sich vorbeiziehen lassen. Foto Wilfried Harder
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Bahnaufnahmen bei Abendlicht oder gar in der Nacht verlangen vom Fotografen gewisse Fähigkeiten. Und bei her- kömmlicher Technik mussten meist schon einige Bilder gemacht werden, um eine ordentliche Ausleuchtung zu erlan- gen. Im Zeitalter der Digitalfotografie ist dies zweifellos wesentlich leichter zu bewerkstelligen. Am sog. Hausbahn- steig steht die 111 120 als Schublok vor/hinter dem Regionalexpress nach Venlo. Der ICE 403 hat schon eine längere Reise hinter sich, denn er kommt aus Basel. Das Bild wurde im Hochsommer 2005 so nach 22.30 Uhr angefertigt. Foto VOBA
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Zwischen der Ära mit den 212er-Loks und den zuletzt eingesetzten 218er-Maschinen gab es bei den Essener Zü- gen eine Zwischenzeit mit den leistungsärmeren Dieselloks der Baureihe 216. Der typische Zug mit den drei Silber- lingen und der 216 148 fährt gerade in den Bahnhof Elberfeld ein und wird hier wenden (Bild aus dem Jahre 1989). Foto Bernhard Terjung
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Fernverkehr in den 1960er Jahren bis zur Aufnahme des elektrischen Betriebes im Mai 1964, der war mitgeprägt von den 26 Lokomotiven der Baureihe 03.10 aus Hagen-Eckesey. Im Einsatzgebiet zwischen Aachen und Braunschweig fuhren sie so mit bestimmten Zugteilen einmal quer durch den Norden der damaligen Bundesrepublik. So um das Jahr 1962 begegnet uns am engen Wupperbogen in der Kluse ein solch stolzer Renner mit hohem Kohlenberg. Beim kleinen Wäldchen über dem Zug lag früher die uralte BME-Ausbesserungswerkstätte (vergleiche die Situation beim Foto mit dem Schienenzeppelin). Links das hohe Gebäude stammt auch aus BME-Zeiten. Darüber lugt quasi die Neuzeit hervor in Fom des in Bau befindlichen Hochhauses des Landgerichtes. Die Signalbrücke mit den östlichen Einfahrsignalen an der Dorpmüllerstraße (heute Wolkenburg) ist ebenfalls ein markanter Punkt im Motiv. Im Hintergrund grüßt uns die Wicküler-Brauerei. Beim Gerüst der Schwebebahn war wohl erst vor kurzer Zeit die Anstrichkolonne in Aktion. Foto Wilfried Harder
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Mal wieder ein guter Beleg dafür, wie eine rote Lok eine an sich wenig farbenfrohe Umgebung auflockern kann. Aber zugegeben, das Grün der Bäume fehlt natürlich in der Winterzeit auch gewaltig. Die 260 281 kommt sehr wahrschein- lich von einem Rangiereinsatz aus Oberbarmen oder Langerfeld und wird voraussichtlich gleich das heimatliche Bw Steinbeck ansteuern. Hinter der Dessauer Brücke das Sparkassenhochhaus am Islandufer, das am 6.8.1973 einge- weiht wurde. Es ist in einer besonderen Bauweise errichtet, indem die einzelnen Geschossebenen an einem Kernbau “aufgehangen” wurden. Ein guter Kontrast dazu ist das alte BME-Gebäude rechts, das “nur” robust gemauert wurde. Das Gleis ganz rechts ist das Zieh- und Abstellgleis im Bahnhofsbereich, das in Urzeiten als Zufahrt zur ehemaligen Ausbesserungswerkstätte der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft an der Kluse diente (Foto vom 1982). Das BME-Gebäude diente übrigens ganz zu Anfang als provisorisches Empfangsgebäude und danach als Koksschuppen. Foto Zeno Pillmann
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Dampfbetrieb “live” kurz vor den Bahnwendezeiten im Tal, denn es dauert nicht mehr lange, dann regieren hier die Elektroloks und dazu die Dieselfahrzeuge auf den Nebenbahnen. Die 78 468 fährt mit einem typischen Wendezug nach Remscheid oder Gevelsberg aus, während 38 3598 mit einem Eilzug nach Hagen unterwegs ist. Im Januar 1963 war ein unentwegter Bahnfan auf Fototour im Bahnhof von Elberfeld, damals nur inoffiziell der Hauptbahnhof im Tal. Foto Hans-Dieter Andreas
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Das große Postgebäude zur Südstadt hin hat seine eigentliche Funktion der Paketverteilung bereits wieder verloren. Als der Trakt im September 1975 eröffnet wurde, hatte man große Pläne und war mit einem Gleisanschluss optimal angebunden. Als sich die 150 150 dort eine verdiente Ruhepause gönnte (1978) war die alte Post-Welt somit noch in Ordnung. Heute wenden hier die 628er der Remscheider Linie. Die 110 317 zieht einen Nahverkehrszug durchs Tal. Foto Hans-Jürgen Krämer
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Ein Blick in die “Schluchten von Elberfeld”, dazu noch in den Wintermonaten, da sind die Lichtverhältnisse alles ande- re als ideal. Aber nicht zu übersehen ist die Tatsache, dass die 50 2222 die Garnitur des alten Rheingolexpresszuges durchs Tal zieht. Mit diesem Zug setzte die Deutsche Reichsbahn 1928 Maßstäbe für das luxuriöse Reisen auf deut- schen Strecken. Etliche Waggons überlebten den Zweiten Weltkrieg und wurden danach im normalen Zugdienst ein- gesetzt. In den 1970er Jahren begann dann die von Kölner Eisenbahnfreunden initiierte umfangreiche Aufarbeitung der diversen alten Waggons in elfenbein-violettfarbigem Kleid (Aufnahme einer Sonderfahrt vom Februar 1976). Foto Hans-Jürgen Krämer
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Aus dem Bahnhof heraus, sind wir auf der Straße Döppersberg ein wenig bergan gewandert und stehen auf der Dessauer Brücke bei der Ostausfahrt aus dem Bahnhof Elberfeld. Wir machen die Augen zu und fahren mit der Zeit- maschine ins Jahr 1964 zurück. Die Strecken von Köln und Düsseldorf nach Hagen sind nun elektrifiziert, auch die Bahnsteige erstrahlen in neuem Glanze. Die alte Zeit hingegen wird verkörpert durch den DR-Vorkriegstriebwagen, der bei der DB die Bezeichnung VT 36.5 trägt und bis Mai 1966 vom Bw Wuppertal-Steinbeck aus im Einsatz war. Foto Wilfried Harder
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Ein IC muss einem Dampfzug weichen! Man würde es kaum glauben, wenn das Foto nicht der Beweis wäre. Während sich die 101 008 mit ihrem Zug mit dem Gleis 3 “begnügen” muss, steht auf angestammtem Terrain die 01 0519 und muss quasi erst einmal Luft für die weitere Fahrt holen. Aber besser einem IC hinterherfahren, als sich von diesem jagen zu lassen ..... Die Loks der Reihe 01.5 sind Umbauten der DDR-Reichsbahn aus der normalen 01 und waren in der Dampflokzeit die Stars im Osten. Da sie teilweise bis zu den westdetuschen Grenzbahnhöfen fuhren, wurden sie auch auf den Gleisen der Bundesbahn von etlichen Fotofreunden gerne abgelichtet (Szene vom Sommer 2001). Foto Wolfgang Bügel
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Eine alte Ansicht zwischen 1900 und 1905 zeigt dieses historische Foto. Gut ersichtlich ist die Lage des Bahnhofs- platzes, der sich in früheren Zeiten vom Döppersberg her als schräge Fläche präsentierte. Die unteren Fensterreihen am Gebäude wurden im Vergleich zur Vorlage bald darauf etwas verändert. Links der Straßenbahn-Triebwagen Nr. 70 der Bergischen Kleinbahnen. Die Strecke endet derzeit hier und hat keine Verbindung zum übrigen Netz. Die Südstadt ist mit damals typischen Stadthäusern schon bebaut. Droschken dominieren derzeit noch den automobilen Verkehr. Kurz nach der Aufnahme wurden am Eingangsbereich Umbauten vorgenommen, die aber stilistisch unschön wirkten. Foto Sammlung VOBA
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Im Bahnhofsbereich gab es ehedem Richtung Barmen ein sehr langes Ziehgleis, das wohl auch die übliche Zufahrt zur ehemaligen Ausbesserungswerkstätte aus den Urzeiten der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft umfasste. Oft waren dort Bauzugwagen und andere Fahrzeuge abgestellt, später vermehrt am Wochenende auch Elloks. So wie hier die 150 159, die am 5. August 1979 aufgenommen wurde. Daneben fährt der D 333 mit der 110 378 mit einem D-Zug Richtung Hagen. Während über der 110 das BME-Haus aus dem 19. Jahrhundert hervorlugt, grüßt im Hintergrund der Turm der Stadtsparkasse. Das Gebäude wurde - als eines der wenigen Hochhäuser im Tal - am 6.8.1973 eröffnet. Foto VOBA
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Zeitenwende im Wuppertal. Im Zuge der Elektrifizierung wurden auch die beiden alten Bahnhofshallen abgerissen. Sie waren nach den Kriegsereignissen nur notdürftig restauriert worden. Der Bahnhof bekam nun die üblichen modernen Bahnhofsdächer pro Bahnsteig. Gleichzeitig wurden auch im Rahmen der Umstellung der Stellwerkstechnik (in diesem Fall gab es ein neues Stellwerk Ef im Bahnhofsbereich von Steinbeck) andere Bahnbauten abgerissen. Links hinter der Uhr kann man das alte westlich gelegene Reiterstellwerk im Anschnitt noch erkennen. Die Umbauten fanden wie fast überall unter laufendem Betrieb statt mit vielen Beeinträchtigungen des Verkehrs und “permanent” sich verändernden Gegebenheiten im Umfeld. Auf Gleis 4 steht 1963 ein Personenzug mit einer 38.10er Richtung Oberbarmen. Daneben können wir eine Köf der Leistungsklasse II mit einen Bauzug ausmachen (offensichtlich so was wie ein Abräumzug). Foto BD Wuppertal/Säuberlich Sammlung Joachim Bügel
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Alltagsbetrieb auf dem Elberfelder Bahnhof Mitte der 1980er Jahre. Denn eine E 10 vor einem Nahverkehrszug, das war zu jenen Zeiten wirklich nichts Besonderes. Der Stern als moderne Schnellzuglok zur Unterstützung des Trak- tionswandels bei der Bundesbahn war bei einer Höchstgeschwindigkeit von nur 150 Km/h längst im Sinkflug, viele Maschinen wurden aber trotzdem auf etlichen Relationen noch gebraucht. Dazu gab es aus Umlaufgründen die unter- schiedlichsten Bespannungen, und auch der Regionalverkehr forderte schnelllere Fahrzeiten. Einen schönen Kontrast zur Neuzeit bildet der Kilometerstein, denn der bezieht sich auf die über einhundert Jahre alte BME-Kilometrierung von Aachen über Düsseldorf ins Tal (und weiter durchs Sauerland nach Kassel). Der Gebäudetrakt der (ex-)Bundes- bahndirektion Wuppertal links wirkt infolge der speziellen Lichteinwirkung zur Aufnahmezeit ziemlich strukturiert. Foto Zeno Pillmann
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Der Mast hinter der Lok weist auf die Arbeiten an der Elektrifzierung hin, die sich aber bis zur Eröffnung des Betriebes noch gut ein Jahr hinziehen werden. Erst muss einmal die Halle abgetragen werden. Eine Sanierung der im Krieg teil- zerstörten Überdachung war der Bahn wohl zu teuer, vor allem wenn man auch an die Probleme beim Bau der Ober- leitung denkt und die notwendigen Folgekosten im Auge behält. Für das alte Bahnhofsgebäude, das in großen Teilen bereits seit 1850 ein dominanter Punkt der Elberfelder Innenstadt ist, wäre eine historische Hallenkonstruktion heute natürlich ein toller Blickfang. Zeitlich vor der sichtbaren Halle hat es allerdings auf dem Elberfelder Bahnhof schon ein andersartiges Ensemble mit niedrigeren Hallendächern gegeben. Der Zug Richtung Hagen begegnet uns im März 1963. Foto Hans-Dieter Andreas
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Das “Steppenpferd” der Reichsbahn-Baureihe 24 ist im Wuppertal nie planmäßig gefahren. Selbst in der Wuppertaler Direktion war angeblich nur die 24 055 nach dem Krieg für einige Jahre ganz im Osten im Bw Scherfede als Schadlok abgestellt. Die Loks waren vielfach im norddeutschen Flachland zu finden, einige fuhren allerdings auch im Schwarz- wald. Die letzte Maschine bei der DB war bis 1966 die 24 067 beim Bw Rheydt. Die abgebildete Nr. 009 wurde vom “Eisenbahn-Kurier” in einer spektakulären Aktion 1972 von der DDR-Reichsbahn gekauft und war in den folgenden Jahren ein Star bei den zahlreichen Extrafahrten in der gesamten Bundesrepublik. Liebevoll gepflegt, ist sie heute noch für Sonderleistungen im Einsatz. Hier ein Bild vom Oktober 2007 anlässlich des Müngstener Brückenfestes. Foto Alfred Metzenroth
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Eine Lok der Reihe 103 vor einem Intercity, das war für viele Jahre nichts Besonderes im Elberfelder Bahnhof. Bereits mit Errichtung des IC-Systems anno 1971 (zunächst nur mit 1. Klasse-Ausstattung und alle zwei Stunden im Takt) war die Schwebebahnstadt als so genannter “Systemhalt” an das Netz angebunden, und zwar erstmals durch die Linie 2 Hannover - München. An verschiedenen Knotenbahnhöfen konnte am gleichen Bahnsteig bequem in einen anderen IC-Zug umgestiegen werden. Für die heutige Reisegeneration ist dies selbstverständlich - sofern alles pünkt- lich fährt -, aber damals war es doch so eine kleine Revolution im sonst üblichen Eisenbahnverkehr auf europäischen Schienennetzen. Rechts sehen wir die alte Elberfelder Stadthalle und die lange Jahre zu findenden Gebäudebrachen am Johannisberg. Hochinteressant ist der Blick entlang des Zuges unter den verschiedenen Brücken her. Nach der letzten Unterführung folgt in einer Linkskurve der Bahnhof Steinbeck. Der Berghang zwischen den Stationen musste anno 1847/48 erst durchbrochen werden, um die Linie der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahngesellschaft mit jener der Bergische-Märkischen Eisenbahngesellschaft zu verbinden (Eröffnung Güterverkehr offiziell am 28. Dezember 1848). Foto Wolfgang Bügel
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Wir stehen hier am Ostkopf vom Elberfelder Bahnhof. Auf Gleis 1 fährt ein Nahverkehrszug mit der 110 427-2 ein. Im Schlepp eine Lok der Reihe 218 in den Farben der City-Bahn, wahrscheinlich auf Überführung von Hagen nach Köln. Im Hintergrund sehen wir die Brücke der Dessauer Straße. Noch gibt es nicht die langen Bahnsteigdächer (1984). Foto Zeno Pillmann
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Das ist eine ziemlich alte Aufnahme aus dem Schaffen des Fotomeisters vom Jahre 1925. Die preußische S 10 mit Vierzylindertriebwerk besitzt noch die alte Länderbahnbezeichnung Münster 1004 (die Stadtbezeichnung weist auf die Direktionzugehörigkeit der Maschine hin). Bei der Reichsbahn erhielt sie nach dem endgültigen Umzeichnungsplan von 1925 die Nummer 17 020 und muss wohl bald umbeschriftet werden. Die Dampflok verbindet typische Elemente, wie sie den preußischen Schnellzugmaschinen in ihrem Erscheinungsbild eigen waren. Die verschiedenen Exemplare der Baureihen S 10, S 10.1 und S 10.2 bildeten den Abschluss der von der KPEV entworfenen Schnellzugmaschinen. Das abgebildete Dampfross wurde 1912 bei Vulcan in Stettin gebaut. Das Lokpersonal ist wohl verwundert ob eines foto- grafierenden Eisenbahnfreundes. Man beachte die Profilierung und Zierelemente auf der Stirnseite der Bahnhofshalle. Foto Carl Bellingrodt Sammlung VOBA
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Im Bereich zwischen Dessauer Brücke und der Dorpmüllerstraße (heute Wolkenburg) lag ehedem im kleinen Einschnitt eine Brückenmeisterei mit Abstellgleisen. Hier war zu Anfang die Lokstation Döppersberg, später ein Teil der BME-Aus- besserungswerkstätte, korrespondierend zum Werksareal gegenüber am Kluser Wupperbogen. Im Bild sehen wir einen Bauzug mit einem großen DB-Kran, was eine tolle Szene für den Nachbau auf der Modellbahn darstellen würde (1978). Foto Zeno Pillmann
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Einmal und nie wieder, so könnte man bei diesem Motiv sagen. Denn der Besuch des futuristischen Kruckenbergschen Zeppelins war ein einmaliges Ereignis im Tal. Auf einer Vorstellungsfahrt kam er auf seiner Reise von Berlin nach Düs- seldorf am 26. Juni 1931 durchs Tal. Eher gemächlich, denn mit seinem Propellerantrieb samt Luftturbulenzen war er bei hoher Geschwingkeit eher eine Gefahr für die Personen an der Bahnstrecke. Der Triebwagen war somit nicht taug- lich für den Alltagsbetrieb, aber ein wichtiger Meilenstein für die Entwicklung der Diesel-Schnelltriebwagen (SVT), mit denen die Reichsbahn ab Mitte der 1930er Jahre ein Netz von schnellen Fernverbindungen aufbaute. Für die lokale Bahnwelt ist das Gefährt somit nur eine Episode in der Vielfalt des Lokverkehrs im Tal. Eigentlich interessanter für Bahnhistoriker ist der Schuppen im Hintergrund. Denn das Areal umfasst die alte Ausbesserungswerkstätte an der Kluse, die die Bergisch-Märkische Eisenbahngesellschaft bereits kurz nach Bau der Strecke Elberfeld - Dortmund hier einrichtete. Später gab es noch eine Ergänzung schräg gegenüber als Ersatz der Lokstation vor der Dessauer Brücke. Foto Sammlung VOBA
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Mal ohne Zug und eigentlich mehr ein Stadtfoto von Elberfeld, aber gerade für die Eisenbahnhistoriker ein besonders interessantes. Unser Blick schweift Richtung Barmen und links zur Hardt, einem Höhenzug mitten in der Stadt auf der alten Grenze der ehemaligen beiden Schwesterstädte. Vor uns ist das “Kluser Tälchen”, ein kleiner Taleinschnitt, der zwischen Dessauer Brücke und Wolkenburg gegenüber dem Kluser Wupperbogen liegt. In der Mitte links von der Signalbrücke auf der Talstrecke sehen wir das Gerüst der Schwebebahn, hier ganz eng an den Gleisen dran. Über dem Eckhaus verdeckt befindet sich nordwärts der Trasse die ehemalige Betriebswerkstätte Elberfeld aus den An- fangszeiten der Bergisch-Märkischen-Linie (wohl relativ bald nach 1847(?)), wo zum Zeitpunkt der Aufnahme noch Wagen abgestellt wurden. Die Werkstätte fand bald gegenüber im besagten “Tälchen” auf dem Areal der Lokstation eine Erweiterung, deren Fläche noch lange Zeit bei der Bundesbahn als Brückenmeisterei benutzt wurde. Hier sehen wir einige beladene Güterwaggons, die rechtwinklig zu den Streckengleisen stehen und daher nur mittels kleiner Dreh- scheibe dorthin gelangt sein können. In welchem Umfang die Hallen alle zum Werk gehörten, konnten wir noch nicht recherchieren. Beeindruckend ist die enge Bebauung der Stadt vor dem Krieg mit unterschiedlichsten Wohnhaustypen und Fabrikgebäuden, so richtig ein Kennzeichen einer mehr planlos gewachsenen, aber betriebsamen Stadt. Die vielen Schornsteine im Tal waren noch bis in die 1960er Jahre hinein stadtprägend. Das Bild stammt aus dem Jahre 1935. Foto Sammlung Hans-Peter Berg
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Bei sommerlichen Schattenlicht - der Bahnhof liegt für die Fotofans nicht gerade hobbyfreundlich - fährt gerade ein IC mit der 103 240-8 aus dem Hbf. Richtung Köln aus. Die Loks der Reihe 103 haben sicherlich zum Image des IC- Verkehrs erheblich beigetragen. Elberfeld war immer ein IC-Systemhalt. Gut sind auf dem Foto die Komplexe der ex- Bundesbahndirektion und des alten Bahnhofsgebäudes auszumachen (15. September 2002). Über den Gebäuden lugt der “heilige Berg” der Hardt auf der Grenze zwischen Elberfeld und Barmen hervor. Auf dem Höhenzug sind eine be- kannte kirchliche Hochschule sowie eine Missionsgesellschaft angesiedelt. Vom Berg hat man schöne Blicke ins Tal. Foto Wolfgang Bügel
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Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan, der Mohr kann gehen - das las man vor Jahren in einigen Eisenbahnbüchern und meinte den meist trostlosen Abgang ungezählter Dampfrösser in die Schrottpresse. Es gab bei der DB richtige Ausmusterungs”wellen”, stark abhängig vom konjunkturellen Verlauf der Wirtschaft und den damit nachgefragten Beförderungsleistungen. Zum 29. Mai 1964 kam dieser große Einschnitt ins Wuppertal, als auf die Talstrecke der elektrische Betrieb aufgenommen wurde. Zwar wurden im Nahverkehr noch ein paar Jahre Dampfloks eingesetzt und im Güterbetrieb noch bis Anfang der 1970er Jahre, aber die große Dampflokzeit war an sich schlagartig vorbei (mit direkter Schließung des Bw Wt-Langerfeld). Bei der DB war es bei der Traktionsumstellung größerer Abschnitte die Regel, dies gebührend zu feiern. Damals waren die blauen Rheingoldwagen ganz neu und ebenso die windschnit- tige E 10 mit “Bügelfalte”, von denen einige umlackiert wurden und 160 km/h fahren durften - damals ein flottes Tempo. Am Eröffnungstag gab es in der Direktion Feierlichkeiten und es kam der besagte Zug girlandengeschmückt durchs Tal. Er was an der Kluse zu bewundern, wo er auf dem Zufahrtgleis zur ex-BME-Werkstätte abgestellt war. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel
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Seit wir uns mit der Eisenbahn beschäftigen, gibt es an der Kluse eine Art Langsamfahrstelle. Natürlich hat es der s- förmige Bogen in sich, aber mehr liegt es vielleicht doch an der Bahnhofsbegrenzung, denn ostwärts müssen die Loks erst einmal auf Trab kommen bzw. halten die Personenzüge bekanntlich alle im Elberfelder Bahnhof. Die von Mitte der 1980er Jahre stammende Reihe 120 steht technik-geschichtlich gesehen zwischen den Elloks 103 und 101 und wurde in nur fünfzig Exemplaren gebaut. Bei einzelnen Kursen ist sie im Tal derzeit noch anzutreffen. Hier kommt die 120 156 mit dem IC 928 daher und kann dann Richtung Unterbarmen Fahrt aufnehmen (Aufnahme vom 31. August 2008). Foto VOBA
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Ein ganz tolles Stimmungsfoto, das während der Winterzeit 1954/55 aufgenommen wurde. Für den Fotografen war es sicherlich nicht leicht, hier eine optimale Belichtung zu bewirken. Am Gleis 3 sehen wir - unverkennbar in der Sil- houette - eine alte P 8 mit Kastentender und den kleinen Windleitblechen. Die Lok ist soeben mit ihrem Zug aus Lennep eingelaufen und wird bald Richtung Vohwinkel weiterfahren. Aus der Schattenbildung kann man schließen, dass die Aufnahme am Nachmittag gemacht wurde. Zeitgenössische Reklametafeln (in der Mitte vom Schlüsselwerk “BKS”), viele andere Details sowie wieder die Reisenden in epochetypischer Bekleidung machen die Atmosphäre aus. Foto Hans-Peter Berg
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Nach Ende der Dampflokzeit etwa 1965 (mit Loks der Reihe 78.0, zuweilen auch BR 65) fuhren auf der Remscheider Strecke für fast drei Jahrzehnte Dieselmaschinen vom Typ V 100/212. Auf die vielen Jahre gesehen eine recht eintö- nige Angelegenheit des Wendezugverkehrs mit meist drei sog. Silberlingen. Etliche Züge wurde bis Essen durchge- bunden, zeitweise war dazu Bottop der nördliche Wendepunkt. So ist ein Zug wie der abgebildete mit der 212 275 nichts Besonderes, eben oft erlebter Bahnalltag im Elberfelder Bahnhof. Man steht auf dem Fußgängersteg (xxxx). Der Hintergrund wird geprägt vom ex-Direktionsgebäude, dem Wilhelm-Dörpfeld-Gymnasium und der Stadthalle. Foto Wilfried Sieberg
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Es gab früher Zeiten, wo die Bahn an verschiedenen Lokomotiven direkt mit neuen Farbkonzepten experimentierte, während das heute in der Regel mit der Neuplanung endgültig festgelegt wird. Dabei ging es zum einen meist um grundlegende Outfits (bspw. für die S-Bahnen oder ICs), zum anderen aber auch um die bessere Erkennbarkeit von Loks und Zügen. Die E 41, klassische Regional-Ellok im Konzept der Neubaumaschinen der DB nach dem Krieg, wurde davon auch nicht verschont. So gab es unter anderen den sog. “Karlsruher-Zug” - er fuhr zunächst in der badischen Region -, der mit der 141 248 bespannt war. Die Lok in blau/elfenbein war zwar auffällig, aber vom Design her wohl ein bisschen daneben. Zeitweise wurde sie dann auch im Tal der Wupper eingesetzt und fotomäßig verfolgt (1983). Foto VOBA
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Infoecke: Bahnhof Elberfeld (Hbf)/Wuppertal-Elberfeld/Wuppertal Hbf. im Überblick
1. Bau und Lage: Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke von Düsseldorf/Köln nach Hagen. Der Standort bei Km 115,37 bezieht sich auf die alte durchgehende BME-Kilometrierung von Aachen nach Kassel. Km 38,2 an den Nahverkehrsgleisen dokumentiert die separate S-Bahntrasse von Neuss nach Schwelm. Eingerichtet wurde der Halt als Endpunkt von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft mit Eröffnung des ersten Teilabschnitts Elberfeld - Schwelm der späteren Gesamtlinie nach Dortmund zum 9.10.1847. Zunächst bestand zum weniger als einen Kilometer westlich gelegegen Bahnhofs Steinbeck der Düsseldorfer-Elberfelder Eisenbahngesellschaft keine Verbindung. Dieser konnte erst nach Durchstich eines Abhangs zum 28.12.1848 in Betrieb genommen werden. Anno 1850 wurde das repräsentative Empfangsgebäude am Döppersberg eingeweiht, das für einige Jahre auch die Verwaltung der Königlichen Eisenbahndirektion beinhaltete. In den nächsten Jahren wurde der Bahnhof in beengter Lage ausgebaut, eine große Stützmauer zur Südstadt errichtet. 1858 gab es eine mit “Eisen-Kunstguss” ausgestattete Halle am Hausbahnsteig, später eine zweite über die übrigen Gleise. Bis 1875 wurde westlich ein neuer Gebäudetrakt der Direktion erstellt, (unpassende) Vor- und Anbauten am Empfangsgebäude gab es nach 1900. Im Zuge der größeren Umbauten für das 3. und 4. Talgleis (1911-1913) wurden die Hallen neu gebaut. Einen eigentlichen Güterbahnhof hat die Station bis auf ein Stumpfgleis an der Direktion nicht besessen, dieser wurde in Steinbeck gebaut (intern als Elberfeld Gbf. bezeichnet). Auch ein Betriebswerk befand sich in Steinbeck, wo wesentlich mehr Platz zur Verfügung stand. Wohl zum Bau der BME-Linie wurde gegenüber vom Kluser Wupperbogen eine Lokstation errichtet, die später den Status einer BME-Ausbesserungswerkstätte erhielt (zusammen mit einem Areal östlich oberhalb der Wupper). Offiziell aufgelöst wurde die Werkstätte anno 1904, wobei das neuerer Areal aber viele Jahre weiterhin als Abstellfläche gebraucht wurde. Das alte Areal an der Dessauer Brücke wurde bei der DB als Brückenmeisterei genutzt. Im Zweiten Weltkrieg teilweise Zerstörung des Bahnhofskomplexes, die Hallendächer wurden dann nur notdürftig geflickt, das Bahnhofsgebäude am Dach vereinfacht restauriert. Abbau der Hallen im Zuge der Elektrifizierung zum 29.5.1964, gleichzeitig erfolgte Umstellung der Stellwerktechnik mit Neubau des Fahrdienstleiterstellwerks Ef in Steinbeck.
2. Betriebliches: Der Bahnhof Elberfeld war von Anfang an die zentrale Personenstation im Wuppertal. Aber zunächst ga es ja noch die beiden Schwesterstädte, so dass alle Züge auf jeden Fall in Elberfeld (später HB) und Barmen (später HB) hielten. In den ersten Jahrzehnten gab es ohnehin nicht so viele Unterwegshalte auf den Strecken und die meisten Züge hielten auf allen Stationen. Mit Einrichtung des “richtigen” Fernverkehrs sah die Sache dann anderes aus, das war aber eigentlich erst ab den 1920er Jahren. Nach Vorläufen mit dampfgeführten Fernzügen wurde Elberfeld dann 1937 mit dem “Fliegenden Kölner” (Köln - Berlin) ins Top-Angebot der Reichsbahn aufgenommen. Nach dem Zweiten Weltkrieg nahm die Entwicklung insofern feste Konturen an, dass Elberfeld der einzige Halt für die neuen F-Züge wurde (Oberbarmen blieb weiterhin wichtiger D-Zughalt). Anno 1971 gab es den Status als Systemhalt im neuen IC-Verkehr, ab 1998 dann die ersten ICE-Verbindungen nach Berlin. Ein vertakter Nahverkehr im Tal wurde bereits ab 1950 aufgebaut, der 1988 in die Eröffnung der S-Bahnlinie 8 (Mönchengladbach - Hagen) aufging. Heute wird der Bahnhof stündlich von zwei IC/ICE-Linien angefahren, von drei RE-Kursen sowie vier RB- bzw. S-Bahnlinien. Der Güterverkehr wurde bis auf ein kurzes Eilgutgleis im Bahnhof Steinbeck abgewickelt, der Postanschluss zur Südstadt hin ist auch längst wieder aufgegeben.
3. Bezeichnungen: Der erste Fahrplan nach Bau der BME-Linie weist den Bahnhof einfach als “Elberfeld” aus, auch spätere Fahrpläne zeigen diese Benennung. Wohl offiziell heißt der Bahnhof nach Bau der kurzen Verbindung zur DEE-Linie ab Ende 1848 Elberfeld-Döppersberg in Abgrenzung zu Elberfeld-Steinbeck. Steinbeck selber wird aber in den Listen und Fahrplänen immer ohne Elberfeld-Zusatz genannt. Zum 1.2.1910 wird der (offizielle) Hauptbahnhof-Status eingeführt, damals allgemein als “HB” abgekürzt, später dann in der heutigen Schreibweise als “Elberfeld Hbf”. Die beiden Worte Elberfeld und Hauptbahnhof wurden dann außen am Eingangsportal angeschrieben. Bei der Reichsbahn erfolgte am 1.9.1930 eine Umzeichung auf Wuppertal-Elberfeld. Ab 1985 hat dann Wuppertal auch einen Hauptbahnhof. Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen
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