Bahnen- Wuppertal.de Bahnhöfe im Portrait

Wuppertal-Zoologischer Garten

Der Bahnhof Wuppertal-Zoologischer Garten ist immer ein reiner Durchgangsbahnhof gewesen, zunächst zweigleisig, nach Ausbau der Talstrecke bis 1914 dann viergleisig. Er liegt innerhalb einer groß geschwungenen S-Kurve, die aus Richtung Elberfeld den Kiesberg umfährt und dann mittels der Sonnborner Brücke die Wupper überquert und Richtung Vohwinkel weiterführt. Die Station war früher ein beliebter Ausflugsstopp für Wanderungen und Besuche im nahegelegenen Tiergarten. Diesem Ziel entsprechend gab es auch früher einen großangelegten Zugang über den Bahnsteigen mit reichlicher Verzierung.  Zu den wilden Fußball-Zeiten des WSV wurde der Halt auch von vielen Zuschauern benutzt, wobei einige an sich durchfahrende Züge sogar auf dem Fernbahnsteig extra anhielten. Diese Episoden (Anfang der 1970er Jahre) sind aber längst vorbei, denn heute gibt es nurmehr einen Bahnsteig für die S-Bahn, zwischen den Gleisen 3 und 4 gelegen.  Obgleich es im Bahnhofsbereich an sich nur vier durchgehende Gleise gibt, ist ein gewisser “Bahnhofs”-Status dennoch nicht abzusprechen, denn am Nordwestkopf zweigt(e) die Güterstrecke zum (früheren) Güterbahnhof Wuppertal-Steinbeck ab. Diese zweigleisige Strecke entwickelt sich parallel zu den vier Streckengleisen und steigt etwas an, um am Ende einen sog. Vorbahnhof zu erreichen und dann eine kreuzungsfreie Überquerung in den Güterbereich neben dem Empfangsgebäude (wo sich heute die “Steinbecker Meile” befindet) zu ermöglichen. Die Trasse wird ab und zu noch mit einer Anschlussfahrt befahren. Zugmäßig wird die Station seit Ende 2003 sehr gut bedient, denn es gibt mit den Linien S 8 (Mönchengladbach - Hagen) und S 9 (Haltern/Essen - Wuppertal Hbf.) werktags sechs Fahrtmöglichkeiten pro Richtung und Stunde.
 

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Ist das Gestrüpp zwischen den Gleisen mal beschnitten worden, so lässt sich vom Bahnsteig der S-Bahn der Verkehr
auf den Ferngleisen gut beobachten und fotografieren (und filmen). Die Kassierung des Fernbahnsteiges lässt somit
 auch einen freien Blick auf die 101 092-5 zu, die mit ihrem Intercity Richtung Köln unterwegs ist. Im Hintergrund
hinter der Fußgängerbrücke kommt die Strecke rechts um den Kiesberg herum, so dass sich mit der Trasse durch
den Bahnhof eine große S-Kurve ergibt. Infolge der starken Krümmung ist das Tempo hier eher bescheiden (5/2005).
Foto VOBA

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

So typisch eine Situation aus den späten 1970er/frühen 1980er-Jahren. Die Güterloks sind noch grün und es
gibt interessante gemischte Frachtenzüge. Am späten Nachmittag begegnet uns diese Komposition - wegen der
 Zuglänge ein tolles Vorbld für die Modellbahn -, die den Bahnhof Zoo auf dem Nahverkehrsgleis 3 durchfährt. Im
Tal fuhren die Güterzüge immer schon über beide Gleispaare. Die Durchgangszüge meist über die Ferngleise,
die Nahgüterzüge und Übergaben meist über die Nahverkehrsgleise (Aufnahme vom September 1982).
Foto Zeno Pillmann

(c) Wolfgang Bügel      
           www.bahnen-wuppertal.de

Schneezeit im Tal, das ist heutzutage im Winter mehr die Ausnahme als der Normalfall. Ein schöner Blick quer über
den  Bahnhof Zoo, als der Bahnsteig an den Ferngleisen samt Zugang vom Überweg noch vorhanden war. Im Bild
sehen wir die 111 125 in der Lackierung der S-Bahn Rhein/Ruhr. Sie führt den D 733, und das am 5. Januar 1985.
Foto Wolfgang Bügel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Das ist ein typischer Zug des heutigen Regionalverkehrs, wie er bis 2007 noch zwischen Wt-Oberbarmen und Köln ein.
gesetzt wird. Die Einheit musste im Osten immer bis nach Langerfeld zum Wenden fahren. Der Blick geht auf die Fuß-
gänger-Überführung an der Tiergartentreppe. Im Vordergrund sehen wir eine Weiche, die mit der Verzweigung rechts
auf die ansteigende Güterstrecke geht, die Richtung Bf. Steinbeck zum so genannten Vorbahnhof führt(e). In den
 Bereich der Güterverladung gelangt(e) man dann durch Querung der vier Streckengleise (110 365-4 im Juli 2004).
Foto VOBA

Diese Aufnahme datiert aus der Zeit
vor Eröffnung der S-Bahn nach Essen.
In den letzten Jahren wurden diese
 stündlich verkehrenden Züge von der
 Baureihe 218 bespannt, in Tradition
der seit Mitte der 1960er Jahre üblichen
 Dieseltraktion von V 100, 216 & Co.
 Zwischen dem Hbf. und Vohwinkel be-
nutzten die Züge die Ferngleise, um
dann im westlichen BME-Bahnhof auf
die Essener Bahnhofsgleise abzu-
schwenken. Aufgrund der mit dem
 S-Bahnbau gegebenen, fehlenden
 Gleisverbindung zwischen Nahverkehrs-
 und Ferngleisen war so ein Stopp in
 Steinbeck, Zoo und Sonnborn nicht
mehr möglich, Foto am 25. Juni 1998.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bei dieser Aufnahme stehen wir am
 Südwestkopf der Station und halten
 einen auf Gleis 2 durchfahrenden
 Güterzug mit der modernen 152 097-2
 fest. Deutlich ist die starke Krümmung
 der Strecke zwischen dem Bahnhof
und der im Hintergrund liegenden Wup-
perbrücke erkennbar, die allerdings
durch das Teleobjektiv noch steiler
wirkt. Gut zu sehen im Vergleich der
 senkrecht stehenden Masten der
 Oberleitung ist ebenso die starke
 Überhöhung der Gleise, um zumindest
 eine gewisse Geschwindigkeit fahren
zu können (Frühjahr 2005).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Michael Hertmann   www.bahnen-wuppertal.de

Dies ist nicht nur eine eher unge-
wöhnliche Perspektive vom Bahn-
hof Zoo, sondern ebenso eine nicht
 alltägliche Situation. Denn wegen
 offenkundiger Gleisbauarbeiten an
den Ferngleisen müssen die schnellen
 Züge wie der ICE 403 von Basel nach
 Dortmund an diesem Wochenende
über die Nahverkehrsgleise fahren.
 Gemächlich geht es daher durch die
 Station mit baldigem Halt im Haupt-
bahnhof. Wegen der nah beieinander
 liegenden Gleise, dazu in einem relativ
 starkem Bogen musste an dieser Stelle
 für die Ferngleise ein Signalausleger
 erbaut werden, der auch mal besse-
re Zeiten gesehen hat. Die Kilome-
trierung im Hintergrund bezieht sich
 übrigens auf den BME-Ausgangspunkt
in Aachen. Die Blickrichtung geht
Richtung Süden (November 2004).
Foto Michael Hartmann

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Zugegeben, etwas bewegungsun-
scharf, aber ein an sich tolles Motiv
vom Bahnhof Zoo. Auf Gleis 1 fährt
ein “Eierkopf” vorbei, eine Bezeich-
nung, die die schnittigen Triebwagen
der Baureihen VT.08.5 und VT 12.5
aber erst einige Jahre später erhalten
 sollten. Denn wenn man im Kurs eines
 Fernschnellzuges fährt, müsste man
sich eine solche Verunglimpfung verbit-
ten. Den VT 08.5 lichtete der Fotograf
am 24. Ma 1962 ab, also noch voll in
einer ansonsten von Dampfloks be-
herrschten Zeit im Tal. Es müsste sich
 im Bild um einen F-Zug auf der Rela-
tion Hannover - Köln handeln, vielleicht
 auch ein Sondereinsatz in einer an-
sonsten mit der V 200 gefahrenen
 Zugleistung. Interssant rechts der
alte Abgang zum Fernbahnsteig.
Foto Klaus Hoffmann

Eine Güterlok vor einem Nahverkehrs-
zug - das war für die Baureihe E 40
nicht außergewöhnlich. Hier begeg-
net uns im Juni 1988 die 140 836-4
 mit den damals allgegenwärtigen Silber-
lingen. Aus Sicherheitsgründen liegt
der erste Stromabnehmer am Fahr-
draht an. Da der Zug über das Gleis 2
 fährt, kann man vermuten, dass im
 Bahnhof Zoo kein Halt eingelegt wurde.
 Der sog. Nahschnellverkehr hielt durch-
weg nicht in den Stationen Unterbar-
men, Steinbeck, Zoo und Sonnborn
Foto Bernhard Terjung

Am 8. Juli
1966 war ein
 Besuch im
Zoo ange-
sagt. Fast
 immer ging
es mit dem
Zug dorthin. Ausgangsbf.
 war stets Wt-
 Oberbarmen.

Vorlage
  Sammlung
 VOBA

Ein Tw 420 in Bahnhof Zoo ist heute
 nichts Besonderes, denn seit Herbst
 2004 wird die S-Bahnlinie 9 von
 Wuppertal nach Bottrop/Haltern mit
 diesen Olympia-Triebwagen befahren
 (“Olympia”, weil ein Großteil der Tw
zur Olympiade 1972 in München erst-
malig zum Einsatz kam). Als die Auf-
nahme im Juli 2004 am Nordostkopf
des Bahnhofs Zoo entstand, da war
diese Garnitur (420 885-6) im Vor-
laufbetrieb zu Schulungszwecken
 in den Umläufen mit eingebunden.
Foto VOBA

(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de
(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Am östlichen Ende der Bahnhofsanlagen vom Zoo lag
 das Stellwerk Z. Von der Existenz dürften die wenig-
sten Eisenbahnfreunde überhaupt gewusst haben,
denn es ist bei den bisher bekannten Nachkriegsauf-
nahmen nicht mehr zu sehen. Von der Funktion her
 könnte es für den Abzweig zum Vorbahnhof in Stein-
beck gedient haben, denn an dieser Stelle war wohl
am meisten zu regeln. Ebenso war für die Signale in-
folge der Bahnhofslage im Bogen ein solcher Stand-
ort nicht schlecht. Das Bild ist datiert mit dem Auf-
nahmezeitpunkt 16.4.1925. Ein tolles Modellvorbild!
Foto W.Eckler/RBD Wuppertal Sammlung Joachim Bügel

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Zwei Jahrzehnte früher im Vergleich zum 420er-Foto zuvor bot sich
an gleicher Stelle dieses Bild. Die 141 419-2 zieht einen typischen
 Nahverkehrszug jener Tage mit Silberlingen und alten Eilzugwagen.
Das Outfit der Lok erinnert uns an glorreiche DB-Zeichen, wo die
 Streckenelloks grün oder blau und die Dieselloks noch rot waren. Das
 Bild ist aber insofern auch interessant im Vergleich zum Foto mit dem
 420er, weil die unterschiedliche Ausfädelung der Güterstrecke nach
 Steinbeck gut erkennbar ist. Rechts sehen wir einen im Gleisnetz der
 früheren DB typischen zweigleisigen Abzweig mit Kreuzung, oben ist
 alles bescheidener angelegt. Der Abzweig verleiht der ansonsten
 weichenlosen Station Zoo einen gewissen Status als “Bahnhof”.
Foto Zeno Pillmann

Mit dem Teleobjektiv herangezogen
wirkt hier die 212 106 mit ihrem Zug
 richtig wuchtig (am 13. Mai 1978).
Den Insidern ist die Garnitur natürlich
 bekannt, denn es kann sich nur um
den “Remscheider” handeln, der da
auf uns zukommt. Die Häuser im Hinter-
grund, an den westlichen Ausläufern
vom Nützenberg gelegen, wirken zum
 Greifen nahe, aber dazwischen verläuft
 die Talfurche mit der Wupper. Hinter
dem Zug biegt die Strecke in scharfem
 Bogen längs des Kiesbergs herum in
Richtung Wt-Steinbeck. Die Lok befin-
det sich gerade auf dem Abzweig der
 Güterstrecke zum Gbf. Steinbeck.
Foto Bernhard Terjung

(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de

Aus der starken Kurve heraus kommt
uns aus Richtung Vohwinkel ein Güter-
zug entgegen. Der Blick auf das Fern-
gleis 2 ist uns gegönnt, während das
 Gegenrichtungsgleis 1 dahinter sich
 wegen der hohen Büsche eher ver-
steckt. Diese Situation der wuchern-
den Grünflächen ist ja leider nicht nur
im Tal zu finden. Als Zuglok fungiert
die 151 078-3, zugegeben in nicht un-
attraktivem “Neurot”. Vorschriftsmäßig
ist infolge des Kesselwagens hinter der
Lok der erste Stromabnehmer am
Fahrdraht (Aufnahme vom Juni 1998).
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Ein richtig fotogener Güterzug aus
 vergangenen Zeiten. Die Zuglok (140
 292-4) hat noch in vielen Dingen
das Originalaussehen behalten. Gut
zu sehen auf dieser Aufnahme ist
auch der noch vorhandene Bahn-
steigzugang zum Fernbahnsteig.
Am rechten Rand auf Gleis 4 erspähen
wir eine Diesellok der Reihe 212, die
vor einem Wendezug nach Remscheid
 eingesetzt ist (Foto im Frühjahr 1982).
Foto Zeno Pillmann

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de

Epoche 4 im Bahnhof Zoo - so könnte
 man das Foto benennen. Denn die
110 117-9 mit den drei Silberlingen
ist eine klassische Nahverkehrs-Kom-
position der 1980er Jahre. Der Bahnfan
war zu einer Zeit auf Fotojagd, als
es noch den Fernbahnsteig gab. Am
 späten Nachmittag - “mit Sonne im
 Rücken” - konnte man zu jener Zeit
 derartige Züge im Bahnhof gut ab-
lichten. Links der Signalausleger hatte
 schon damals eine recht seltsame
Patina angesetzt (Foto April 1982).
Foto Zeno Pillmann

Aus der Kurve heraus taucht auf Gleis
 2 die 103 210-1 am 6. Juni 1988 mit
 ihrem Zug vor uns auf. In dieser Per-
spektive kommt die Formschönheit der
 Schnellfahrzeug voll zum Tragen. Zu
jener Zeit war der Fernbahnsteig noch
 in Betrieb, aber Intercitys hielten hier
 wohl nur, wenn der vorhergehende
Block ungewöhnlicherweise noch nicht
frei war, aber bestimmt nicht zum
 Aussteigen der Fahrgäste. Wer genau
 hinschaut, kann erkennen, dass die 103
 über dem rechten Frontscheinwerfer
 einige Dellen aufzuweisen hat (Frage:
wer würde sich trauen, dies wohl auf
der Modellbahn “nachzubauen” ...?).
Foto Bernhard Terjung

An sich ja nur eine simple V 100, und
 dann auch noch als sog. Leerzug (Lz)
 ohne Anhänger. Das Besondere an die-
sem Bild ist allerdings der Fahrtver-
lauf, denn unzweifelt ist erkennbar,
dass die Lok von der Güterstrecke
hinunterkommt. Man könnte zur Ver-
mutung gelangen, dass die Lok viel-
leicht direkt aus dem Bw Steinbeck
 diese Trasse gewählt hat, denn so
 brauchte sie ja den normalen Verkehr
 nicht zu stören. Für einen Zug aus
 Richtung der Güterstrecke musste der
 Fotograf auch damals ansonsten schon
 lange warten und hoffen ... Die 212
297-6 wurde vor dem Hintergrund
des Nützenberges am 6. Juni 1988
fürs Wuppertal-Archiv festgehalten.
Foto Bernhard Terjung

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Eine schöne Betriebsszene vom Bahnhof Zoo bietet dieses Motiv. Während am Bahnsteig auf Gleis 3 ein 420 auf
der S 9 Richtung Essen auf Abfahrt wartet (und - als Schrecken aller Fotofans - bald ins Bild gefahren wäre ...),
kommt über das Ferngleis 1 ein Zug mit der 151 155 daher. Die Länge des sog gemischten Güterzuges (Waggons
 unterschiedlicher Verwendung) lässt sehr gut die in einer S-Kurve angelegte Form der Trasse erkennen (Mai 2005).
Der nicht mehr vorhandene Fernbahnsteig lässt nun in der Kurve eine leicht günstigere Lage der Ferngleise zu.
Foto VOBA

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Eine tolle Szene vom östlichen Bereich der Station Zoologischer Garten. Die 38 3602 führt in den 1930er Jahren zu-
sammen mit einer weiteren P 8 einen ziemlich stilreinen Schnellzug durchs Tal. Ganz rechts sehen wir die zweigleisige
 Ausfädelung der Gleise zum sog. Vorbahnhof in Steinbeck. Von dieser Station aus, aber auf der Wupperseite, führte
 früher eine ausgedehnte Anschlussbahn zu Werksanlagen der Stadtwerke sowie der Firma Bayer in den Bezirk West-
ende (heute teilweise noch in Betrieb). Linker Hand können wir einige dieser tieferliegenden Anlagenteile erkennen,
im Hintergrund der Ausläufer vom Nützenberg. Reichsbahnzeit pur - mit aller Faszination des Dampflokbetriebes.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die 203 307-4 ist eine Maschine aus dem Bau-Fahrzeugpark der DB AG. Sie stammt von der DDR-Reichsbahn und
hat dort als V 100 ihr Dasein gefristet. Die Baufahrzeuge sind bei der nationalen Bahn schon seit langer Zeit gelb
 gestrichen. Heute werden viele Gleisbauarbeiten von Drittfirmen im Auftrag der DB AG durchgeführt (Mai 2005).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die 294 777-8 kommt wahrscheinlich von einer Übergabe im Osten der Stadt, denn da wurde vormittags oft ein
Zug nach Schwelm und weiter zur Rheinischen Strecke gebracht. Gut zu sehen ist die besondere Kupplung, die für
die Rangieraufgaben eine Automatik besitzt. Im Vergleich zu früher ist die Bahnsteig-Überführung nur noch ein
Schatten der Bahnromantik und wirkt durch den Abbau des Traktes an den Ferngleisen wirklich wie gestutzt (2004).
Foto VOBA

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Vom eigentlichen Bahnhof Zoo ist nicht allzu viel zu sehen (rechter Hand vor den Werksanlagen sind die Bahnsteige
zu erkennen), aber das Bild aus den 1930er Jahren zeigt gut die Trassenführung in diesem Bereich. Der Zug hat kaum
 die Station verlassen, so fährt er schon über die Wupperbrücke, um wenige Meter weiter links bereits den Bf. Sonn-
born zu durchqueren. Hinter der Zoo-Station liegen tiefer im Westend die umfangreichen Fabrikanlagen der Bayer AG
 sowie städtische Kraftwerksbereiche. Der Haltepunkt der Schwebebahn hat einen interessanten Zugang von der Sieg-
friedstraße her. Im Vordergrund schauen wir auf die wilde Konstruktion der Hängebahn, die mit Weichen und einem
sehr engen, unter der Hauptfahrbahn separat liegenden Wendekreis eine verkürzte Tour der Züge zulässt. Rechts
erstrecken sich zum Stadion hin einige Tennisplätze. Die Aufnahme wurde von der Sonnborner Kirche aus gemacht.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Ein ETA-Triebwagen im Bf. Wt-Zoo, das war nur in einigen Planläufen gegeben, wenn nämlich ein Hattinger Zug nicht
 über die Rheinische Strecke fuhr, sondern die Tallinie von/nach Vohwinkel nahm. Ansonsten waren die Fahrzeuge aber
 “total regelmäßig” auf der Nordbahn und auf der Sambalinie nach Cronenberg hinauf anzutreffen. Wer ein gutes Auge
 hat, kann vielleicht erkennen, dass vor dem Tw die Weiche auf Abzweig steht. Der 515 605 summt nun also über die
 Güterbahn nach Steinbeck und wird sehr wahrscheinlich im dortigen Bw an die Batterie-Ladestelle fahren (Mai 1985).
Foto Klaus Hoffmann

Infoecke:  Bf. Elberfeld-Zoologischer Garten/Wt-Zoologischer Garten im Überblick

1. Bau und Lage:  Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke von Düsseldorf/Köln nach Hagen. Der Standort bei Km 111,91 an den Ferngleisen bezieht sich auf die alte durchgehende BME-Kilometrierung von Aachen nach Kassel. Die Datierung mit Km 34,8 im Nahverkehrsbereich betrifft die eigenständige S-Bahntrasse zwischen Neuss und Schwelm. Mit Bau der DEE-Linie 1841 wurde hier kein Stopp eingerichtet. Nach offziellen Angaben (Haltestelle) geschah dies zum 1.6.1882 vor dem Hintergrund der geplanten Erschließung des Zoo-Viertels als neues, gehobenes Wohngebiet. Das Empfangsgebäude mit Turmaufbau wurde bewusst im Fachwerkstil errichtet, um den Vorortcharakter zu betonen. Später nutzte man das Gebäude als Gaststätte. Zunächst gab es einen offenen Zugang über die zwei Gleise mit Treppenabgängen zu den beiden Außenbahnsteigen. Die Trasse wurde erst mit Neubau der nahen Wupperbrücke bis 1914 auf vier Gleise erweitert, so dass erst ab da der - etwas verschnörkelte - jetzt geschlossene Brückenzugang mit den zwei Treppen zu den beiden Mittelbahnsteigen erstellt wurde. Um diese Zeit herum kam auch ostwärts die zweigleisige Güterabzweigung zum neuen sog. Vorbahnhof in Steinbeck hinzu. Von der Existenz eigentlicher Güterverladungsgleise im Bahnhofsbereich ist uns nichts bekannt. In Zusammenhang mit der S-Bahn-Eröffnung 1988 wurde der Fernbahnsteig samt Zugang gekappt.

2. Betriebliches: Der Bahnhof Zoo war zu jeder Zeit eine Nahverkehrsstation. Neben der Aufgabe der Ortsbedienung fungierte man dazu als Ausflugshaltepunkt für den nahen Tiergarten und ab den 1920er Jahren für die Besucher des Elberfelder Stadions. Für die großen Sportveranstaltungen hielten am Fernbahnsteig dann auch einige Züge außerplanmäßig oder Sonderzüge von auswärts. In den ersten Jahrzehnten hatten auch einige überregionale Personenzüge hier einen Halt, nach dem Zweiten Weltkrieg aber immer weniger. Der übliche (ziemlich früh vertaktete) Nahverkehr im Tal benutzte durchweg den Nahverkehrsbahnsteig. Heute wird die Station an Werktagen pro Stunde und Richtung von drei Zügen der S-Bahnlinie 8 (Mönchengladbach - Hagen) und S 9 (Haltern - Wuppertal Hbf.) ordentlich bedient.

3. Bezeichnungen:  Nach offziellen Angaben wurde die Station von Beginn an mit dem Stadtnamen zusammen als “Elberfeld Zoologischer Garten” bezeichnet. Noch bis Anfang der Bundesbahnzeit waren viele Bahnhofsnamen offiziell ohne den betreffenden Zusatz einer Stadt. Um Verwechslungen zu vermeiden, bekamen aber mehrfach anzutreffende Bezirke (wie in unserer Region auch “Loh” an der Rheinischen Strecke) zusätzlich den örtlichen Städtenamen verpasst. Seit dem 1.8.1930 heißt die Station “Wuppertal Zoologischer Garten”. Man findet wegen der Namenslänge auch die Abkürzung “Wt-Zool. Garten”. Bei der Bevölkerung und im gängigen Schrifttum ist meist die Kurzbenennung “Zoo” üblich.
Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen

Bf. Wt-Zoologischer Garten als Teil der BME-Strecke durch das Tal

Bf. Langerfeld
Bf. Elberfeld
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Bf. Oberbarmen
Bf. Steinbeck

>  Fahrtrichtung Ost-West  >

Bf. Zool. Garten
Bf. Barmen
Bf. Sonnborn
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Bf. Vohwinkel


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