Bahnen- Wuppertal.de Bahnhöfe im Portrait

Wuppertal-Sonnborn

Die Station Wuppertal-Sonnborn war/ist eigentlich ein “Haltepunkt mit vier Gleisen”, also mit reinen Durchgangsgleisen für den Fern- und für den Nahverkehr ausgestattet. Ähnlich der anderen Stationen in Zoo und Unterbarmen gab es zwischn den beiden Gleispaaren Mittelbahnsteige, hier mit einem Zugang mittels einer Bahnsteigbrücke. Ungewöhnlich und ein tolles Vorbild für die Modellbahn war das Emfangsgebäude, das mitten auf dem Bahnsteigzugang über den Gleisen eingerichtet war. Nach Erstellung der S-Bahnlinie 8 mit Eröffnung im Mai 1988 gibt es auch nurmehr an den Nahverkehrsgleisen 3 und 4 einen Bahnsteig. Das Aufnahmegebäude ist natürlich nicht mehr da. Von der Lage her ist der Bahnhof oberhalb des eigentlichen Zentrums von Sonnborn angesiedelt und wird seit dem Bau des großen Sonnborner Autobahnkreuzes zu Beginn der 1970er Jahre durch zwei Brücken eingerahmt: östlich geht es über die Sonnborner Wupperbrücke, im Westen über die Straßenzüge des Knotens. Hier verlief die Trasse früher teilweise auf einem hohen Damm und an sich recht ländlich Richtung Vohwinkel. Zwischen den Stationen Zoo und Sonnborn gibt es auf der alten BME-Trasse nur ein kurzes Zwischenstück, denn eigentlich liegen nur die Wupperbrücke und einige Meter Gleise dazwischen. Die Station gehört nicht zu den Urquellen der Düsseldorf-Elberfelder-Bahn und wurde erst später in der bis 1888 selbstständigen Gemeinde Sonnborn angelegt. In heutiger Zeit wird die Haltestelle werktäglich je Stunde und Richtung von sechs Nahverkehrszügen angefahren (seit 1988 durch die S 8 Mönchengladbach - Hagen sowie seit Ende 2003 durch die S 9 Haltern/Bottrop - Wuppertal Hbf.).       
                

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“Verkehrsknoten Sonnborn” - könnte man meinen, aber für den Regionalexpress nach Aachen gibt es gar keinen
 Bahnsteig! Also höchstens ein Umstieg von der/auf die S-Bahn am linken Bahnsteig. Einige Buslinien der Stadtwerke
 werden vom sog. “Büsken” befahren, besonders jene mit engen Straßen. Hier der Kurs von der Talsohle hinauf in
die Möbeck. Die Brücke trug früher das “Empfangsgebäude” vom Bahnhof Sonnborn (siehe unten). Hinter dem
Pfeiler war der Abgang zum Bahnsteig an den Ferngleisen (Foto mit der 111 152-5 stammt vom Juli 2004).
Foto VOBA

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Ein tolles Bild vom Bahnhof Sonnborn aus der Dampflokzeit im Tal. Mit mächtiger Rauchentwicklung donnert die
stolze 03 1001 vom Bw Hagen-Eckesey mit ihrem schweren Eilzug durch die Station. Jetzt geht es in die Kurve und
bald auf die Wupperbrücke und weiter zum Bahnhof Zoo. Viele Dinge erinnern in den Details an die alte Zeit, auch
wenn auf dem Bahnsteig schon die Vorboten der Bahnen-Zeitenwende liegen. Faszinierend bei dem Foto wirkt das
 Empfangsgebäude, ungewöhnlich mittig auf der Brücke platziert mit den beiden Bahnsteigzugängen. Wir freuen uns
über den Einsatz des Fotografen, der an einem kalten Wintertag im Januar 1963 auf Fotopirsch war. Interessant
ist ein Vergleich mit der Aufnahme oben aus der Neuzeit, was sich in über 40 Jahren im Bahnland alles getan hat!
Foto Klaus Hoffmann

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de
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Auch eine simple V 100 mit den all-
gegenwärtigen Silberlingen kann ein
 schönes Motiv abgegeben, sofern
der Fotograf dafür ein Auge hat. Und
eine historische Kompostiotn stellt der
 Zug ohnehin dar. Hier sehen wir bei der
 Einfahrt auf Gleis 3 aus Richtung Zoo
eine jahrelang typische Zuggarnitur in
der Relation Remscheid - Essen mit der
 212 224-1. Man datiert den Sommer
 1978. In dieser Perspektive scheint die
 Bahn irgendwie zeitlos zu sein, auch
 wenn heute ganz andere Zuggarituren
in der Station an uns vorbeifahren.
Foto Zeno Pillmann

Am Westkopf geht der Bahnhof naht-
los in die Brücken über die Autobahn
über. Der alte Ausleger will so recht
nicht zu den modernen Rennern der
 Baureihe 403 passen. Der Zug kommt
aus Basel und fährt nun über Gleis 2
 durch die Station weiter nach Dort-
mund. Wegen der engen Kurven am
Bf. Zoo muss der Fernzug nun abge-
bremst werden (Juli 2004). Aus Rich-
tung Wt-Vohwinkel kommt der Zug et-
was “herunter” gefahren und erreicht
bei der Sonnborner Brücke dann die
 Furche der Wuppertal und “das Tal”.
Foto VOBA

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Eine typische Szene einer heutigen Intercity-Garnitur mit der Baureihe 101. Sie kommt in scharfer Kurve vom
Bahnhof Zoo über die Wupperbrücke und rauscht nun in mäßigem Temp auf Gleis 1 durch den Bahnhof. Ab hier
kann wieder etwas aufgedreht werden. Nach der Brücke über den Fluss verlässt die Bahntrasse das eigentliche
Tal der Wupper und fährt auch etwas “hinauf” zum nächsten Bahnhof von Wt-Vohwinkel (im Sommer 2005).
Foto VOBA

Wir stehen hier in Höhe der Möbeck-
Brücke mit dem Zugang zum S-Bahn-
steig. Während der größte Teil des
 Bahnhofs weitgehend in einer Geraden
 liegt, kommt jetzt in Richtung der
 Wupperbrücke eine scharfe Kurve auf
 den Zug zu. Im Bild der “Fliegende
Kölner” auf der Fahrt nach Berlin, ein
 würdiger Nachfolger des Ende der
1930er Jahre eingesetzten legendären
Triebwagens der alten Reichsbahn.
Mit diesem Triebwagen konnte man
am frühen Morgen aus dem Tal in die
 Reichshauptstadt fahren, einige Stun-
den dort Termine wahrnehmen und so-
gar am gleichen Tag gegen Mitternacht
 wieder zurück sein. Große Abschnitte
 der Linie von Hamm nach Hannover und
 dann über Stendal durch die Mark wa-
ren ja schon damals sehr gut trassiert
 und für die Tw bis 160 km/h befahrbar
(Aufnahme ICE 402/802 im Juli 2004).
Foto VOBA

Ein Foto aus älteren Zeiten, als das
 etwas seltsam anmutende Empfangs-
gebäude, auf der Brücke postiert,
noch vorhanden war (1982). Zu dieser
 Zeit gab es auch noch den Fernbahn-
steig, hinter dem Triebwagen gelegen.
In schnittiger Fahrt legt sich hier der
 formschöne Tw VT 11.5 in die Kurve,
seinerzeit Ende der 1950er Jahre ein
Star im  internationalen TEE-Angebot.
Unzählige Werbeprospekte wurden
damals mit dem Zug geschmückt. Der
enge Gleisbogen hin zur Sonnborner
Wupperbrücke ist zu erahnen. Einen
TEE-Zug mit dem VT 11.5 gab es durch
 das Tal nicht, aber Ende der 1960er
 Jahre einige F-Zugläufe, u.a. auch im
 IC-Vorlaufbetrieb zwischen Köln und
 Hannover. Sonderfahrten mit dem seit
 1968 bezeichneten 601/602 durch das
 Wuppertal gab es später aber öfters.
Foto Zeno Pillmann

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de
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“Nur eine 143er” - der Einwand ist berechtigt. Aber die interessante Szene mit dem Spiegel gibt dem Motiv doch
eine besondere Note. Die 143 213 weist den Zug als einen Kurs auf der Linie S 8 aus, denn auf der S 9 Richtung
 Essen fahren mittlerweile Triebwagen vom Typ 420. Unmtitelbar am Bahnsteigende liegen die Brücken über das
 Sonnborner Kreuz. Der Signalausleger gilt für unser Gleis, täuscht aber in der Perspektive etwas (August 2004).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die auf Gleis 1 aus Richtung Bahnhof
Zoo kommenden Züge legen sich für
den Fotografen hier “richtig schön in
die Kurve”. Am 29. Januar 1981 gab es
 hingegen noch keine schnittigen ICE-
Triebwagen zu fotografieren, wodurch
man noch viele normale 110er vor den
 Fernzügen sah. Hier begegnet uns die
 110 129 mit dem D 707. Je nach Jah-
reszeit sind viele Abschnitte auf der
 BME-Trasse nur mäßig ausgeleuchtet
 resp. oft im Schatten. Man muss dann
 schon mit etwas Glück den richtigen
 Moment für das Motiv erheischen. Im
 Hintergrund die Gebäude der bekann-
ten Metallfirma Stocko. Ein Vergleich
mit einem neueren Foto lässt mal wie-
der den enormen Zuwachs in der Ve-
getation erkennen. Am Gleis 2 ein Ge-
schwindigkeitshinweis (10 = 100 km/h
 Höchstgeschwindigkeit), denn es geht
 auf die Wupperbrücke zu und dann in
 großem S-Bogen durch den Bf. Zoo!
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die bläuliche Luft und der Reif lassen
 einen geradezu die Kälte an diesem
Tag erahnen - und dann stehen die
 Unentwegten auch noch auf einem
 zugigen Bahnsteig! Wir hingegen - im
 warmen Zimmer am PC - freuen uns
 natürlich über jene Fans, die auch bei
 Wind und Kälte den Bahnbetrieb frühe-
rer Tage mit der Kamera festgehalten
 haben. Im Bild die 112 491 mit dem D
333 bei der westlichen “Einfahrt” in
die Station Sonnborn. Der Zug fährt
 gerade über die vielen Straßenzüge
am Sonnborner Kreuz, zur Bauzeit
Anfang der 1970er Jahre angeblich
das “größte Strassenkreuz Europas”.
 Infolge der engen Gleislagen zueinan-
der steht hier ein großer Signalaus-
leger. Das Licht des Wintertages
 im Januar 1981 vermittelt uns eine
ziemlich eigentümliche Atmosphäre.
Foto VOBA

Gleich westlich vom Bahnhof Sonnborn
 geht es nach einigen Metern über die
 Wupperbrücke. Diese Partie zwischen
 Bahnhof und Überweg wird durch die
 Firma Stocko im Hintergrund beglei-
tet. Die Brücke ist ein Neubau aus dem
 Jahre um 1913, als die Talstrecke vier-
gleisig ausgebaut wurde. Sie ersetzte
 damals den alten mehrbogigen Viadukt
 aus der Anfangszeit. Auf der Brücke ein
 typisches Relikt des Wuppertaler Nah-
verkehrs zur Dampflokära: eine Lok der
 Baureihe 78 fährt mit einem Zug aus
 zweiachsigen Bi-Waggons durch das
Tal. Es geht über das Nahverkehrs-
gleis 4 über die Trasse. Da die Lok mit
 der Tenderfront voraus am Zug ange-
kuppelt ist, könnte es sich um einen
 Wendezug handeln, der nach Schwelm/
Gevelsberg Nord unterwegs ist (1963).
Foto Klaus Hoffmann

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de
(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Seit Herbst 2004 fahren auf der S-Bahnlinie S 9 zwischen Wuppertal Hbf. und Bottrop bzw. Haltern in der Regel
 Triebfahrzüge der Reihe 420. Sie kommen aus den angestammten süddeutschen Gefilden und werden wohl vom
 Betriebshof Essen aus abgefahren. Hier der 420 683-5 bei der Einfahrt auf Gleis 3 (Foto vom Sommer 2005).
Foto VOBA

Ein Motiv westlich außerhalb des Bahnhofs Sonnborn, jenseits der Autobahnbrücke. Am 2. Oktober 1971 warten wir
auf einen Sonderzug und da kommt uns in schnittiger Lage ein Lokzug (Lz) entgegen. Die 212 323-0 schleppt eine andere 212 vom Bw Wt-Steinbeck. Auch an dieser Stelle gibt es wegen der engen Gleislagen einen Signalausleger.
Foto Ulrich Budde

Die Loks der Baureihe E 94 sind bei der DB seit 1988 ausgemustert. Einige Exemplare sind aber in Deutschland und
 Österreich (Reihe 1020) erhalten geblieben. Zeitweise werden diese Maschinen auch für einzelne “Planeinsätze” ge-
chartert. So auch die in Privatbesitz befindliche 194 158-2, die im April 2006 mit einem Güterzug über die BME-Linie
durch Wuppertal fuhr. Es musste eine Fracht von Misburg bei Hannover nach Igel (bei Trier) befördert werden. Hier
 sehen wir die beliebte Maschine bei der Einfahrt in den Bahnhof Sonnborn. Die “Krokodile” der Reihe E 94/194 sind
 durch das Tal allerdings nie planmäßig gefahren. Der nächste Fotostandort war Hagen-Vorhalle, wohin einige Züge
mit dieser Baureihe ab Mai 1965 vom Bw Aschaffenburg aus kamen (nach Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke).
Foto Karl Arne Richter

(c) F.J.Miehle/VOBA
  www.bahnen-wuppertal.de

Es gibt Postkarten aus Urzeiten, wo die Sonnborner Brücke mit verschiedenen “positurgerechten” Verkehrsträgern
 gestaltet wurden. Eine solche Szene sollte zum NRW-Tag in Wuppertal “nachgestellt” werden. Einmal, am 30.8.2008
 nachmittags, versuchte man das Motiv hinzubekommen. Hier das Ergebnis der Aktion. Leider konnte der auf bestimm-
ten Postkarten sichtbare Raddampfer in der Wupper nicht mit aufs Bild gebracht werden .... Eisenbahnmäßig war der
 Preußenzug aus Minden unterwegs mit der schmucken T 11 7512 Hannover (DR 74 231, danach Industriebahn Erfurt)
. Foto Franz-Josef Miehle/VOBA

(c) Sammlung F.Gusinde   www.bahnen-wuppertal.de

Direkt westlich der Sonnborner Bahnhofsgleise beginnen die Brücken über das Autobahnkreuz. Hier war seit der An-
fangszeit für die Bahnstrecke Richtung Bahnhof Vohwinkel ein großer Damm in wenig bebautem Gebiet vorhanden.
Als die Straßenansammlung Anfang der 1970er Jahre eröffet wurde, sprach man öfters vom “größten Autobahnkreuz
 Europas” - oblgeich die Äste nach Essen und Solingen überhaupt keinen Autobahnstatus besaßen. Die Schwebebahn
 musste mit einer neuen Brückenkonstruktion höher gelegt werden und für die alte BME-Trasse wurden neue Über-
gänge eingebaut. Am 8. November 1970 gab es eine Belastungsprobe, wofür man gar eine Dampflok vom Bw Voh-
winkel charten konnte. Die eigentliche Eröffnung des Bauwerks erfolgte am 27. Juni 1971, nochmals mit einer 50er.
Foto BD Wuppertal Sammlung Franz Gusinde

(c) Sammlung F.Gusinde   www.bahnen-wuppertal.de

Früher konnte man von der Sonnborner Straße resp. von der hauptsächlichen Ortsbebauung durch diese mächtige
 Unterführung in den Bezirk Möbeck gelangen. Man sieht, dass der Eisenbahndamm eine ganz ordentliche Höhe besaß.
 Links und rechts des Durchlasses sind schon wesentliche Teile des Damms abgetragen und Behelfskonstruktionen er-
richtet. Wir sehen, dass gerade an einem Pfeiler für die neue Brücke gearbeitet wird. Alle diese Umbauten wurden bei
 laufendem Bahnbetrieb vorgenommen, was schon eine ingenieurmäßig und logistisch anerkennenswerte Leistung war.
 Oben fährt gerade eine ETA-Einheit vorbei. Das müsste ein Triebzug auf der Hattinger Strecke sein, der ab/bis Wich-
linghausen aber nicht die Rheinische Strecke, sondern die BME-Trasse durchs Tal nahm. Übrigens, Sonnborn war bis
 1888 eine selbstständige Gemeinde und wurde dann nach Elberfeld eingemeindet. An der Rheinischen Strecke hatte
der Ort auch einen Bahnhof (Sonnborn Rh), der später den Namen Varresbeck bekam. Das Autobahnkreuz war für die
 Einwohner in diesem Stadtteil leider gleichbedeutend mit einer Durchtrennung altbekannter Strukturen (Foto 1969).
Foto BD Wuppertal Sammlung Franz Gusinde

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Einige Dieselloks der BR 218 wurden Mitte der 1980er Jahre umlackiert und waren dann mit gleichfarbigen Wagen im
 Rahmen der neuen “Citybahn” auf der Aggertalstrecke zwischen Köln und Gummersbach eingesetzt. Man hoffte, mit
 einem attraktiven Angebot (samt einer Art Snackbar) potentielle Fahrgäste wieder auf die Schiene zu locken. Später
 befuhren die Loks aus Umlaufgründen zwischendurch andere Strecken. Bei einem nachmittäglichen Einsatz und noch
 genügendem Büchsenlicht begegnet uns bei der östlichen Einfahrt anno 1986 die 218 137 auf ihrem Weg nach Köln.
Foto Zeno Pillmann

(c) Jan Niko Kirschbaum   www.bahnen-wuppertal.de

Fast so wie in alten Zeiten, könnte man mit einigem Wohlwollen sagen, denn die Ölloks der BR 01.10 sind vor Aufnah-
me des elektrischen Betriebes im Mai 1964 jeden Tag durchs Tal gekommen. Für die schweren Schnellzüge waren sie
 immer ein gutes Zugpferd und bis in die 1970er Jahre eingesetzt. Dies ist natürlich eine Sonderfahrt zum Vohwinkler
 Bahnhofsfest am 7. Juni 2009. Der Sonderzug kam von Hagen und war eine der großen Attraktionen bei den Festi-
vitäten. Die Maschine gehört den Ulmer Eisenbahnfreunden. Für den Durst musste ein zweiter Tender herhalten.
Foto Jan Niko Kirschbaum

Infoecke:  Bahnhof Sonnborn/Wuppertal-Sonnborn im Überblick

1. Bau und Lage:  Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke von Düsseldorf/Köln nach Hagen. Der Standort bei Km 111,09 an den Ferngleisen bezieht sich auf die alte durchgehende BME-Kilometrierung von Aachen nach Kassel. Die Datierung mit Km 33,8 im Nahverkehrsbereich betrifft die eigenständige S-Bahntrasse zwischen Neuss und Schwelm. Mit Bau der DEE-Linie 1841 wurde hier kein Stopp eingerichtet. Eine Station (Haltestelle für Personenverkehr) gibt es nach offiziellen Angaben seit dem 1.8.1878 zur Erschließung der südlicheren sonnborner Bezirke - und eben an der vorhandenen BME-Strecke gelegen. Im nördlichen sonnborner Bereich wurde dann nach Betriebsaufnahme zum 15.9.1879 der Bahnhof Sonnborn Rh = später Varresbeck an der REG-Linie errichtet. Hoch interessant war bei unserem Bahnhof das quer zu den Gleisen in Hochlage an einer Straßenbrücke gelegene Empfangsgebäude. In Zusammenhang mit der S-Bahn-Eröffnung 1988 wurde der Fernbahnsteig samt Zugang gekappt. Das Bahnhofsgebäude war schon längst überflüssig geworden.

2. Betriebliches: Der Bahnhof Sonnborn war zu jeder Zeit eine Nahverkehrsstation und dient bis heute ausschließlich örtlichen Interessen. In den ersten Jahrzehnten hatten auch einige überregionale Personenzüge hier einen Halt, nach dem Zweiten Weltkrieg aber immer weniger. Der übliche (ziemlich früh vertaktete) Nahverkehr im Tal benutzte durchweg den Nahverkehrsbahnsteig. Heute wird die Station an Werktagen pro Stunde und Richtung von drei Zügen der S-Bahnlinie 8 (Mönchengladbach - Hagen) und S 9 (Haltern - Wuppertal Hbf.) ordentlich bedient.

3. Bezeichnungen:  Die Station wurde entsprechend der Eigenständigkeit der Gemeinde einfach als “Sonnborn” bezeichnet. Noch bis Anfang der Bundesbahnzeit waren viele stadt(teil)bezogene Bahnhofsnamen offiziell ohne den Zusatz der betreffenden Stadt zu finden, so dass es die Bezeichnung Elberfeld-Sonnborn (nach Eingemeindung 1888) u.W. nicht gegeben hat. Seit etwa 1952 heißt der Halt “Wuppertal-Sonnborn”. Ob es zu Beginn - vielleicht bahnintern - mal den Zusatz BME in Abgrenzung zum Rh auf der Nordbahn gab, ist uns nicht bekannt.
Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen

Bf. Wt-Sonnborn als Teil der BME-Strecke durch das Tal

Bf. Langerfeld
Bf. Elberfeld
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Bf. Oberbarmen
Bf. Steinbeck

>  Fahrtrichtung Ost-West  >

Bf. Zool. Garten
Bf. Barmen
Bf. Sonnborn
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Bf. Unterbarmen
Bf. Vohwinkel


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