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Infoecke: Bahnhof Unterbarmen/Wuppertal-Unterbarmen im Überblick
1. Bau und Lage: Der Bahnhof liegt an der Hauptstrecke von Düsseldorf/Köln nach Hagen. Der Standort bei Km 116,96 bezieht sich auf die alte durchgehende BME-Kilometrierung von Aachen nach Kassel. Die Km-Angabe 39,80 an den Nahverkehrsgleisen orientiert sich an der separaten S-Bahntrasse zwischen Neuss und Schwelm. Bei Eröffnung des ersten Teilabschnitts Elberfeld - Schwelm der späteren Gesamtlinie nach Dortmund zum 9.10.1847 wurde hier noch keine Station eingerichtet. Dieses erfolgte um 1884 (für den 1.4.1885 wird die Eröffnung für den Stückgutverkehr angegeben). Personenbezogen war der Bahnhof zunächst mit zwei Gleisen ausgestattet, nach Ausbau der Tallinie (bis 1914) mit Mittelbahnsteigen jeweils an den Nahverkehrs- und Ferngleispaaren. Für die Barmer Nebenstation gab es ein doch stattliches Empfangsgebäude. Auf der Südseite wurden Güteranlagen eingerichtet mit der Besonderheit eines direkten (fünften) Verbindungsgleises ostwärts zum Güterbahnhof Barmen. Mit dem S-Bahnbau (Eröffnung 1988) wurde der Nahverkehrsbahnsteig entsprechend erneuert, der Perron an den Ferngleisen aber entfernt. Flächen vom seit Jahren aufgelassene Güterbahnhof werden für bahnnahe Parkplätze genutzt.
2. Betriebliches: Personenzugmäßig war Unterbarmen auf der Talstrecke immer eine reine Durchgangsstation mit ausschließlichem Regionalcharakter. Im eigentlichen Nahverkehrsbereich wurde man bestens durch die Talzüge bedient, nach dem Zweiten Weltkrieg bald von (teilweise) vertakteten Zügen im Wendebetrieb (speziell mit Loks der Baureihen 64, vor allem 78.0 und V 36), die vielfach zwischen Wt-Vohwinkel und Gevelsberg Nord verkehrten. Dazu kamen etliche Züge Richtung Beyenburg, Hattingen oder Remscheid. Für “größere” Fahrten (Köln, Düsseldorf oder Hagen) war auch der Fernbahnsteig reserviert. Die bei der DB bald auftauchenden Züge im “Nahschnellverkehr” hielten hier in der Regel aber nicht. Heute besteht werktags stündlich pro Richtung mit drei S-Bahnen (S 8 Mönchengladbach - Hagen) sowie drei Regionalbahnen (RB 67 Wt Hbf. - Remscheid/Solingen) ein ordentliches Angebot. In Elberfeld/Hbf. wendende S-Bahnzüge auf der Essener Linie werden zeitweise auf einem Gleis vom ex-Güterbahnhof abgestellt. Der Frachtenbereich fungierte in erster Linie zur Versorgung der vielen im Umkreis ansässigen Firmen und Geschäfte, eine gute Idee war das direkte Gleis nach Barmen ohne Behinderung des anderen Verkehrs. Vor Jahren fuhren in einigen Fahrplanperioden von Unterbarmen auch Züge der “rollenden Landstraße” nach Italien ab!
3. Bezeichnungen: Die Station hieß von Beginn an bis zu Anfang der DB-Zeiten einfach “Unterbarmen”. Unklar ist, ob man den Bahnhof zunächst (in)offiziell mit dem Zusatz “BME” schmückte, denn zu jener Zeit gab es ja noch den Bahnhof Unter-Barmen an der Rheinischen Strecke (= später Barmen-Loh). Anno 1952/53 bekam man den Stadtzusatz und nennt sich seitdem “Wuppertal-Unterbarmen”. Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen
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