Bahnen- Wuppertal.de Strecken im Portrait

Rheinische Strecke (Nordbahn)

Die Bahnstrecke der REG (Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft) wurde von Düsseldorf/Derendorf bis Dortmund/Hörde durchgehend am 15. September 1879 als Konkurrenzroute zur im Talgrund der Wupper verlaufenden Bergisch-Märkischen Eisenbahnlinie (BME) eröffnet. Die Strecke wurde im Stadtgebiet der damals selbstständigen Städte Barmen und Elberfeld an deren Nordhängen entlang gebaut und somit in weiten Abschnitten immens aufwändig trassiert. In diesem Gebiet konnte die Linie nur mittels etlicher Tunnelabschnitte und einiger großer Viaduktbauwerke erstellt werden. Der Vorteil lag aber anfangs darin, dass sie mit maximal 12,5 Promille Steigung ein wesentlich günstigeres Streckenprofil als die Düsseldorf-Elberfelder-Bahn mit der Steilrampe bei Erkrath (33,3 Promille) aufwies. Dies war aber wohl bald nicht mehr ein Vorteil, denn die Verkehrsströme gingen mit den offensichtlich vorteilhafter liegenden Einzugsgebieten zum großen Teil doch über die alte Linie durchs Tal der Wupper und in besonderem Maße die schnelleren Züge zum Rhein mehr in Richtung Köln als Düsseldorf. Die Rheinische Strecke im Tal entwickelte sich mehr zu einer Nahverkehrs- und Güterbahnroute.
                                          

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

bei Wuppertal-Ostersbaum
Sommerfrühling an der Rheinischen Strecke im Wuppertal (3. Juni 1985). Hier ein “sehnsüchtiges” Motiv in der Nähe vom Halte-
punkt Wt-Ostersbaum, unweit der früheren Stadtgrenze zwischen Elberfeld und Barmen gelegen. Eine Einheit im DB-Altrot ist auf
 Götterdämmerungs-Kurs. Die Akku-Triebwagen und Steuerwagen 515/815 waren ganz typisch für die letzten Jahre des Betriebes.
Foto Klaus Hoffmann

Die REG-Strecke im Wuppertal im Netz der Bahndirektion Wuppertal (1.1.1946)
 REG-Anschlussstrecken nach/von allen Richtungen gibt es auf den Streckenkarten der BD Wuppertal (gelbe Strecken = Betriebsamt Wuppertal 2)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.)
Die gesamte Karte  - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
 

(c) Wolfgang Bügel/Eisenbahnstiftung   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Varresbeck
Die Natur erwacht im Frühling (4. Mai 1975), aber die Dampfloktage auf der Rheinischen Strecke sind längst gezählt. Täglichen
 Planverkehr gibt es schon seit Jahren nicht mehr (letzter Personenzug mit 78 159 im Mai 1967). Ins Bild fährt der bedarfsweise
 verkehrende Sinterzementzug von Geseke zu den Kalkwerken Dornap. Bespannt ist er mit dem “Jumbo” 044 684 vom Bw Hamm.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Wupperfelder Viadukt Bartholomäusstraße
Dieser Viadukt ist sehr lang und überspannt auch mehrere Straßenzüge, die sich von der Bredde hinauf zur Lentzestraße ziehen.
In westlicher Richtung fährt der 815 781/515 630 nun im Bogen in den Fatloh-Tunnel ein (unter der Eintrachtstraße) und kommt
 wenig später zum Bahnhof Wt-Heubruch. Die Tw-Einheit im fotogenen DB-Altrot ist am 31. Mai 1985 auf beschaulicher Fahrt.
Foto Wolfgang Bügel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

zwischen Mirke und Ottenbruch
Ein Bild am Dorrenberg-Tunnel von einer der beliebten Son-
derfahrten “Rund um Wuppertal”, die hier am 28.September
 1968 bei leider mäßigem Wetter stattfand. Zu damaliger Zeit
ist der TEE-Triebwagen VT 11.5 ansonsten im Planeinsatz.
Die REG-Strecke hatte nie einen hochwertigen Fernverkehr.
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

nördlich Wupperfeld/Montagstraße
Wir sind an der alten Unterführung in der Montagstraße. Bei
trübem Schneewetter kommt die 50 2188 mit einer anderen
Lok daher. Man “hörte zum Glück von Weitem das Gespann”,
denn auf solch eine außerplanmäßige Fuhre gab es kein Ab-
warten. Man war zur Jahreswende 1966/67 auf Fotopirsch.
Foto VOBA

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Abzweig Anschluss Clausen
An der Westausfahrt vom Bahnhof Wt-Loh begegnet uns am 9. November 1981 der Akku-Tw 515 565 samt Steuerwagen 815 757.
 Damals gab es noch einige Züge auf der Rheinischen Strecke durchs Tal. Linker Hand hinter dem Gestrüpp sehen wir den anstei-
genden Abzweig zum Areal Clausen, wo es früher eine Lokführerschule der Bundesbahn gab. Dort standen zeitweilig zwei Dampf-
Rostlauben als Anschauungsobjekte. Durch die Bäume hindurch schimmert das Gebäude der Konsumgenossenschaft von 1931/32.
Foto Klaus Hoffmann

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Einfahrt Wichlinghausen West
Im Mai 1969 waren einige Schottertransporte nach Hidding-
hausen angesagt. Hier sehen wir die 050 978 vom Bw Voh-
winkel, die den Viadukt über die Wichlinghauser Straße ver-
lassen hat und nun zum Rbf. Wichlinghausen fährt, um dort
einen Zug abzuholen. Die Auifnahme wurde gemacht aus dem Stellwerk “Owb” (wahrscheinlich Ober-Barmen West Befehls-
stellwerk). Rechts erkennen wir Häuser an der Elbersstraße.
Foto VOBA

(c) Wolfgang R. Reimann   www.bahnen-wuppertal.de

Abzweig Anschluss Clausen
Am 11.4.1971 gab es über die REG-Linie eine Sonderfahrt mit
dem “alten Rheingold” (1928), geführt von den beiden Neu-
baumaschinen 082 035 und 040. Hier verqualmen die Rösser
die Clausenbrücke (Konsumstraße), wo der bergan führende
 Gleisabzweig liegt. Das Streckenstück wird heute reaktiviert
 von den Draisinen der WuppertalBewegung befahren. Ver-
gleiche das obige Bild aus westlicher Richtung mit dem ETA.
Foto Wolfgang R. Reimann

Die “Rheinische” stand somit von Anfang an im Schatten der im Tal verlaufenden Route und hatte neben einem bescheidenden Ortsverkehr mehr die spezielle Aufgabe für die Durchgangsgüterzüge, zeitweise auch als eine Umleitungsmöglichkeit der BME-Linie. Letzteres dürfte der wesentliche Grund dafür gewesen sein, dass die Bahnlinie relativ lange ihr Dasein feiern konnte und erst am 27.9.1991 zunächst den Personenverkehr, bald darauf auch den durchgehenden Güterverkehr einstellen musste. Ab 1996 wurden in Vohwinkel und Wichlinghausen die Gleise kassiert.  Zwischen Heubruch und Schwelm baute man die Strecke vollständig ab. Ein letzter, einsamer Übergabe-Güterzug für den Abschnitt Vohwinkel - Heubruch wird vom 17.12.1999 gemeldet. Einige Male gab es in den letzten Jahren zudem Schienenbus-Sonderfahrten bis Heubruch. Alle östlichen Tunnel und Zugänge wurden zunächst vergittert. Lange Zeit zeigte sich die Trasse eher als Schandfleck mit ganz ungewisser Zukunft. Es gab verschiedene Projekte einer Reaktivierung als Citylinie, möglicherweise unter privater oder kommunaler Trägerschaft. Ein neues Vorhaben verfolgte dann die “WuppertalBewegung”, um auf der Trasse einen Rad- und Wanderweg einzurichten. Die folgenden Bilder entsprechen in etwa - mit einigen Ausnahmen - einer Reise von Osten nach Westen durch das Wuppertaler Stadtgebiet, wobei standortbedingt der Abschnitt in Barmen zugegebenermaßen mit den Dampflokbildern etwas “kopflastig” vertreten ist. Topographisch gesehen bestand die Linie im Stadtbereich vorwiegend aus Tunnelabschnitten, Brücken, engen Einschnitten und Bahnhöfen. Es gab nur wenige Meter, wo die Gleise auf eigentlich “einfacher” Eisenbahntrasse frei verliefen. Entsprechende Fotos sind daher in vielen Fällen mit irgendwelchen diesbezüglichen Streckenbauten bzw. Bahnhofsgleisen verbunden.
Hinweis: Die Streckenäste weiter außerhalb der Stadtgrenzen werden Richtung Düsseldorf-Gerresheim auf der
Regionen-Seite Köln/Düsseldorf und Richtung Hagen-Eckesey auf der Regionen-Seite Schwelm/Hagen behandelt!

Unsere Tour beginnt nun auf dem Streckenabschnitt zwischen Schwelm und Wt-Wichlinghausen.
 

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

noch in Westfalen: westlich Schwelm-Loh
Ein schönes Bahnbild mit Abendlicht-Stimmung. Wir stehen am Streckenabschnitt der Rheinischen Linie zwischen
dem Bahnhof Schwelm-Loh und der östlichen Wuppertaler Stadtgrenze. In wenigen Augenblicken fährt die 044 684
 mit ihrem Zementzug an der Blockstelle Vörfken vorbei dem nächsten Bahnhof Wt-Wichlinghausen entgegen (am
9. April 1974). Unser Interesse sollte aber nicht nur dem gepflegten “Jumbo” gelten, sondern den Brückenbögen
zwischen Lok und Haus. Denn das ist der legendäre “13-Bogen-Viadukt”, auf dem man bis Mitte der 1960er Jahre
von der Rheinischen Strecke bei Schwelm-Loh nach Wuppertal-Langerfeld auf die BME-Linie fahren konnte!
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

ins Rheinland: zwischen Schwelm-Loh und Wuppertal-Wichlinghausen
Wir stehen an einem Wintertag mit tiefem Licht unweit der Stadtgrenze, aber auf Schwelmer Boden. An den Lok-
nummern ersichtlich sind wir noch in der sog. Epoche 3. Noch, muss man sagen, denn die Aufnahmen wurden beide
am 26. Februar 1968 gemacht, und zum 1.1.1968 wurde bekanntlich offiziell auch äußerlich mit den neuen “com-
putergerechten” Nummern die neue Zeit bei der DB eingeläutet. Oben ein interessanter gemischter Kurzgüterzug,
deren Beförderung natürlich kein Problem für den Jumbo 44 1318 bedeutet. Unten ein nicht minder tolles Vorbild für
die Modellbahn, denn Autotransportwaggons bilden immer eine interessante Zugkomposition ab. Die ersten Wagen
 könnten eine gewisse Schutzfunktion übernommen haben, damit die “heiligen” Blechkarossen bloß keinen Schmutz
 von der 50 169 abbekommen.  Beide Loks waren damals wohlbekannte Maschinen auf den Wuppertaler Strecken.
Die 44 1318 war bis zur Auflösung des 44er-Bestandes am 26.Mai 1968 im Bw Wuppertal-Vohwinkel stationiert.
Fotos (2)  Helmut Dahlhaus

(c) Helmut Dahlhaus    
  www.bahnen-wuppertal.de
(c) Wolfgang Bügel   ww.bahnen-wuppertal.de

Einschnitt Bramdelle
Östlich vom Bahnhof Wt-Wichlinghausen jenseites der Wittener Straße musste die Rheinische Strecke im Bereich
 Bramdelle durch einen mächtigen Einschnitt gebaut werden. Die Trasse führt hier dazu durch eine ziemlich enge
Kurve. Die beiden Gleise der REG-Linie sehen wir rechts, aufgund der Patina ist die Strecke offensichtlich noch in
 Betrieb. Der Zug mit BLE 146 und Walsum 5 kommt auf der Hattinger Linie daher, die parallel zur Durchgangslinie
gebaut wurde (1884). Nach der Jahrhundertwende bis zum Zweiten Weltkrieg war die Route bis zum Bf. Schee
 zweigleisig, so dass der Einschnitt insgesamt vier Gleise aufnehmen musste! Inwieweit das Gesamntareal bereits
von Anfang an breit genug abgetragen oder erneute Grabungen nötig wurden, ist bisher unklar (Foto von 1976).
Foto Wolfgang Bügel

Von der Hattinger Strecke es eine eigene Seite

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Wichlinghausen
Im Bereich vom Bahnhof Wichlinghausen westlich zur Breslauer Straße hin war früher eine Bahnmeisterei (Bm), die
für die Streckenunterhaltung verantwortlich zeichnete. Westwärts gab es auf der Trasse die nächste im Bahnhof
Mirke, weiter östlich wurde die REG-Linie von Hagen betreut. Im Areal standen meist einige Dienstfahrzeuge am
 kleinen Lokschuppen oder mehr im Gerümpel herum, die von den Fotofans seltener als “richtige” Fahrzeuge wahr-
genommen wurden. In den Gebäuden war zudem eine Nachrichtenmeisterei (Nm) beheimatet zur Unterhaltung der
 technischen Kommunikationsmittel entlang der Strecke. Hier ein “Klv” = Kleinwagen mit Verbrennungsmotor (1972).
Foto VOBA

Vom Bf. Wuppertal-Wichlinghausen gibt es eine eigene Seite

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Wichlinghausen
Wichlinghausen ist von den Bahnhöfen her gesehen das östliche Einfalltor der REG-Linie für die Wuppertaler Statio-
nen. Hier gab es früher einen großen Rangierbahnhof (mit Eselsrücken) sowie Gleisanschlüsse. Der Bahnhof diente
 auch der Verteilung der Zugteile aus Richtung Hattingen und Hagen auf die Züge, die entweder über die Rheinische
 Strecke fuhren oder die Tallinie benutzten. Die 044 215 bespannt im Mai 1974 einen “Ganzzug” (Geseke - Dornap).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Wichlinghauser Viadukt
Nun haben wir den Bf. Wichlinghausen Richtung Westen verlassen und schauen uns zwei Motive vom Viadukt über
die Wichlinghauser Str. an. Erst ein Blick nordwärts. Es ist die diagonale Gegenrichtung zum folgenden Foto mit der
 41 360. Eine ungewöhnliche Perspektive eröffnet sich uns auf die Wohneinheiten in diesem Bezirk. Das Teleobjektiv
 verzerrt die Ansicht ziemlich. Die Häuser im Hintergrund liegen an der Elbers- und an der Sonnabendstraße. Hinter
den Häusern befindet sich der Sportplatz an der Rathenaustraße. Die 051 283 befährt solo den Viadukt, wo links
ein Schulgebäude hervorlugt. Im Frühjahr 1969 konnte dieses historische Motiv fürs Archiv festgehalten werden.
Foto VOBA

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Wichlinghauser Viadukt
Im Westen vom Bahnhof Wichlinghausen hat sich die Szenerie in den 1970er Jahren stark verändert. An der Max-
Planck-Straße zwischen dem Bahnhof und der Kirche St. Johann Baptist ist das Schulzentrum Ost entstanden, das
eine Realschule und das altehrwürdige Carl-Duisberg-Gymnasium vom Wupperfeld beherbergt. Dazu kommt die üb-
liche Veränderung in der Vegetation, die Wuppertal berechtigterweise zwar an vielen Stellen zu einer “Großstadt
im Grünen” ausgebildet hat, aber eben viele Einzelansichten nicht mehr zulässt. Im Bild die bekannte Museumslok
41 360, die natürlich mehrfach über die Rheinische Strecke gefahren ist. Der Zug besteht aus “Büm”-Waggons.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

nördlich vom Wupperfeld
Wir sind in der “Wupperfelder Schlucht” an der Rheinischen Strecke unweit vom Viadukt über die Bartholomäus-
straße. Hier gibt es zwei Brücken, wobei die hinten sichtbare früher einen privaten Garten erschloss! Etwas weiter
 dahinter liegt noch die Unterführung an der Montagstraße. Im Juli 1986 gibt es gütermäßig nur noch ein paar Über-
gaben auf der REG-Strecke. An diesem Sommertag ist die 260 281 vom Bw Wuppertal (früher Steinbeck) eingeteilt.
Foto Klaus Hoffmann

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

östlich vom Viadukt Bartholomäusstraße
Ein einmaliges Dokument aus der unmittelbaren Nachkriegszeit (1949) aus dem Grenzbereich von Wupperfeld und
 Wichlinghausen. Der Krieg ist zum Glück einige Jahre vorbei, aber überall sind natürlich noch die Folgen des Bomben-
terrors mit maroden Gebäuden und Behelfshütten zu sehen. Die Rheinische Strecke hatte ziemliches Glück, dass
 keines der großen Viadukte (wie hier das an der Bartholomäusstraße) zerstört wurde und sich auch sonst die Schä-
den in Grenzen hielten. Im Bild vor einem Güterzug die 50 1877 ohne “Ohren” (= Windleitbleche), in diesen Zeiten
 nicht außergewöhnlich. Nach den Loklisten war das Dampfross damals beim Bw Wuppertal-Vohwinkel beheimatet.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Wupperfeld, Brücke Germanenstraße
Wir sind in der Germanenstraße, wo uns ein Solo-ETA 515 gleich vor der bekannten Schule begegnet. Der Über-
weg ist so wie eine “Vorbrücke” des östlich folgenden langen Viaduktes über die Bartholomäusstraße. In diesem
Bereich streben mehrere Straßenzüge und Wege vom Talgrund über oder meist unter der REG-Linie nach Wich-
linghausen hinauf. Neben den vielen, auf der Modellbahn nachbildungswürdigen Ecken an Straße und Bahndamm
- man beachte speziell die Patina der Ziegelsteine -, beeindruckt mal wieder der bekannte deutsche Schilderwald.
Foto Klaus Hoffmann

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Wupperfelder Viadukt Bartholomäusstraße
Das waren noch Zeiten, als “Panzerzüge” mit Dampfloks bespannt waren! Auf dem großen Wupperfelder Viadukt
kommt uns die 052 372 vom Bw Wedau mit dem Dgm 86467 (Durchgangsgüterzug Militärbereich) entgegen. Für
die Soldaten stehen natürlich nur ältere Personenwagen zur Verfügung. Notiert fürs Archiv hat der Fotograf den
18. Mai 1973. Es gab übrigens einmal schlimme Zeiten, wo man hier Militärzüge besser nicht fotografiert hätte ....
Foto Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Wupperfelder Viadukt Bartholomäusstraße
Und noch ein besonderer Zug, der uns hier am 7.12.1975 auf dem Viadukt der Bartholomäusstraße in Wt-Barmen
 begegnet. Als Zuglok ist die 44 508 vom Bw Gelsenkirchen-Bismarck eingeteilt, während als mächtige Vorspannlok
die 01 1066 aus Rheine am Werk ist. Mit mäßiger Geschwindigkeit geht es über die vielbogige Brücke zum nächsten
 Bahnhof Wt-Wichlinghausen. Über dem Zug erkennen wir das besagte “typische” Schulgebäude an der Germanen-
straße. Die Aufnahmen wurden übrigens von einer frei zugänglichen Treppe eines neueren Hochhauses angefertigt.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Fatloh-Tunnel
Zwischen den Bahnhöfen von Wt-Wichlinghausen und Wt-Heubruch, genauer zwischen dem Wupperfelder Viadukt
und jenem über die Westkotter Str., liegt der 85 m lange Fatloh-Tunnel. Es ist ein Bergsporn mit Felspartien zur
 Innenstadt hin, wobei der Bereich mit “Fatloh” bezeichnet wird. Über dem Bergrücken verläuft die Eintrachtstraße.
Für die Fotografen war der Tunnel etwas schwer zugänglich im bebauten “Gebirge”, geschweige denn das Problem
mit den Lichtverhältnissen, die nur zeitweise anständige Bilder zuließen. Der Fotograf steht am östlichen Ende der
 Brücke über die Westkotter Straße. Beim Zug handelt es sich um eine Übergabe, die aus Richtung Wichlinghausen
vorbei fährt. Die Diesellok ist, natürlich, beim Bw in Steinbeck bzw. damals Bw Wuppertal beheimatet (April 1985).
Foto Klus Hoffmann

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Wt-Heubruch
Der Bahnhof in Heubruch lag in einer weitgeschwungenen S-Kurve zwischen den Viadukten der Westkotter Straße
und vom Steinweg. Er war von der Anlage her die zentrale REG-Station für die Stadt Barmen. Im Güterbereich gab
es für Jahrzehnte den unikaten unterirdischen Gleisanschluss ins Gebäude der Konsumgenossenschaft. Am 18.März
1972 war es eine interessante Sonderfahrt mit der 050 913 über die Rheinische Linie und nach Cronenberg hinauf.
Foto Wolfgang Bügel

Vom Bf. Wuppertal-Heubruch gibt es eine eigene Seite

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Kuhler Viadukt am Steinweg
Das ist der Viadukt über den Barmer Steinweg, nördlich vom Alten Markt gelegen. Die Perspektive wird durch das
 Teleobjektiv reichlich verzerrt. Auf dem Rott ist noch ein Bauwerk aus unseligen Zeiten erkennbar. Die aus beiden
 Lackierungen bestehende ETA-Kombination mit dem 515 636 an der Spitze hat es nicht mehr weit bis zum End-
bahnhof Wichlinghausen (14.6.1992). Die Patina am Gleiskörper zeigt, dass auf der Rheinischen Linie kein Planbe-
trieb mehr zu finden ist. Gleich hinter dem Viadukt in westlicher Richtung gab es früher den Hp. Wuppertal-Rott.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Kuhler Viadukt am Steinweg
Hier ein interessanter Blick aus nördlicher Richtung auf die große Brücke im Innenstadtbereich von Barmen. Durch
den Viaduktbogen hindurch erkennen wir das Gebäude vom Parkhaus des (damaligen) Kaufhofs. Dahinter am Hang
ziehen sich die Häuserzeilen hinauf zur so gennanten Barmer Südstadt. Der Dieselbus der Linie 644 im alten WSW-
Outfit kommt von “gegenüber” (der Nordstadt) und fährt zur Endhaltestelle an der Richard-Strauss-Allee (1983).
Foto Klaus Hoffmann

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Hp. Wuppertal-Rott mit Kuhler Viadukt
Eng eingebunden zwischen Steinweg-Viadukt und Rotter Tunnel gab es den Haltepunkt Rott für die Fahrgäste des
 gleichnamigen Bezirkes, der nordwestlich vom Barmer Zentrum liegt. An den kurzen Bahnsteigen am steilen Gelände
 waren “Sonnenfotos” nur zu bestimmten Zeiten möglich. Obwohl es sich bei der Rheinischen Linie ja um eine zwei-
gleisige Strecke mit Güterverkehr handelt, wird diese Szene mehr durch Nebenbahnidylle geprägt. Der 795 hat ge-
rade den Viadukt verlassen und fährt bald in den 351 Meter langen Rott-Tunnel. Bei diesem Bild ist sehr gut die
 enge Bebauung entlang der Linie zu sehen, die in großen Teilen in Barmen und Elberfeld zu finden ist (Mai 1980).
Foto Klaus Hoffmann

Vom Bf. Wuppertal-Rott gibt es eine Infoecke

(c) Slg. Jürgen Lenzen   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Loh
Wir bewundern 1967 den Güterzug mit der 44 946 vom Bw Vohwinkel. Im Gepäck nicht nur Güterwagen, sondern
auch eine Ellok der Reihe E 40. Es muss sich um einen Umleiterzug der Talstrecke handeln, der von Hagen kommt
und in Vohwinkel wieder die BME-Trasse erreichen wird. Die REG-Linie war immer schon eine Alternativroute, wenn
die Talstrecke überbelegt oder gesperrt war (wie im Zweiten Weltkrieg). Eine beabsichtigte Elektrifzierung (Pla-
nungen gab es bis Ende der 1970er Jahre!) sollte diesen Status untermauuern, aber es kam bekanntlich anders.
Foto Sammlung Jürgen Lenzen

Vom Bf. Wuppertal-Loh gibt es eine eigene Seite

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Loh
Vohwinkels berühmte 78 159 im Güterzugeinsatz im Bf. Wt-Loh. Die allerletzten Einsatztage sind angebrochen und
das Ross hat ein Ehrensträußchen erhalten. Auf der Seite hat man “letzte Fahrt” und die Einsatzzeit “1919 -1967”
 angeschrieben. Eine Zierde sind die Malereien kaum (Fotofans ärgern sich im Nachhinein meist darüber) und ver-
unstalten den vergammelten Zustand der Maschine eher noch mehr. Es gab damals verschiedene Zeiten, in denen
viele Vohwinkler Loks äußerlich in einem betrüblichem Zustand herumfuhren (Nahgüterzug 9604 am 26. Mai 1967).
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Sammlung VOBA   
    www.bahnen-wuppertal.de

Schlachthofbahnhof an der Hatzfelder Strecke
Wir verlassen kurz die REG-Strecke und begeben uns auf der “Kleinbahnstrecke” Loh - Hatzfeld etwas nordwärts
zum Schlachthofbahnhof der Stadt Barmen. Die Linie wurde aber von hier später zum Hatzfelder Wasserturm ver-
längert. An diesem Abschnitt hatten sich eine Reihe Industrieunternehmen angesiedelt, die jetzt einen günsti-
gen Bahnanschluss bekamen. Nördlich vom Schlachthof fuhr auch die Straßenbahn, so dass es hier gemischten
Betrieb gab. Hinunter zum REG-Bahnhof war aber nur Güterbetrieb gegeben. Mit der Straßenbahn war die Trasse
nach Hatzfeld natürlich auch elektrifiziert und es wurden gesamt drei kleine Elloks angeschafft. Vom Bahnhof Loh
zum Schlachthof wurde der Verkehr durch Dampfloks der Staatsbahn durchgeführt. Auf dem Bild (1928) erkennen
 wir vorne die Carnaper Straße, hinter dem Hof liegt die Schützenstraße und rechts oben windet sich die Winchen-
bachstraße nach Hatzfeld hinauf, wo auch die Bahntrasse liegt.
Weiteres hierzu auf der Seite WSW-Güterverkehr.
Foto Sammlung VOBA

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Abzweig Anschluss Clausen
Im Bf. Wt-Loh gab es neben dem Anschluss zu den Stadtwerken am ex-Schlachthof einen weiteren Abzweig zum
Industriegebiet Clausen (das Gleis ist über der Lok sichtbar). Neben den Firmen war hier eine Lokführerschule der
BD Wuppertal angesiedelt. Das sichtbare Gebäude ist Bestandteil der früheren Konsumgenossenschaft “Vorwärts-
Befreiung”, deren neue Zentrale in Clausen im Februar 1931 eröffnet wurde. Nach Aufgabe der Tätigkeit siedelte
 sich dann der bekannte Automobilzulieferer Happich an. Im Bild sehen wir einen so genannten Ganzzug aus zwei-
achsigen Zementwagen, der einige Fahrplanperioden bei Bedarf von Geseke zum Kalkwerk Dornap-Hahnenfurth
 verkehrte. Erst wurden Dampf-044er vom Bw Hamm vorgespannt, später gab es 211er im Doppepack (Mai 1975).
Der Zug fährt jetzt einige Meter im Einschnitt über “richtige Strecke” in Richtung Haltepunkt Wt-Ostersbaum.
Foto Klaus Hoffmann

(c) Slg. Thomas Kugel   www.bahnen-wuppertal.de

Buchfahrplan Rheinische Strecke: Sinterzementzug
Hier ein Auszug vom bei Eisenbahnfans bekannten, bedarfsweise verkehrenden Sinterzementzug von Geseke nach
 Dornap-Hahnenfurth. Es handelt sich um einen Buchfahrplan der BD Wuppertal. Heft 15, zu “Güterzügen im Raum
 Wuppertal - Hagen - Schwerte - Holzwickede”, gültig ab dem 30.9.1973. Als Triebfahrzeug wird eine Diesellok der
Reihe 218 angegeben. Erstaunlich ist es schon, dass es später gar nochmals einen Einsatz von Dampfrössern gab.
Vorlage  Sammlung Thomas Kugel

Vom Bf. Wuppertal-Ostersbaum gibt es eine Infoecke

(c) Manfred Polei   www.bahnen-wuppertal.de

Mirke Ost/Ostersbaum
Zwischen dem Hp. Ostersbaum, den der Brummer bald erreichen wird und dem westlich gelegenen Bahnhof Wt-
Mirke liegt der Engelnberg-Tunnel mit 171 Metern Länge. In diesem Gebiet verlief früher die Stadtgrenze zwischen
 Elberfeld und Barmen. Der Bezirk nennt sich Ostersbaum. Im Anschnitt links die Thomaskirche, die an der Opphofer
 Straße liegt. Es gab auf der REG-Trasse wie gesagt nur wenige Motive zu fotografieren, wo man nur “Bahnstrecke
in normaler Landschaft” sah, meistens waren es Bahnhofsabschnitte oder die vielen Viadukte und Tunnelbereiche.
Foto Manfred Polei

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

Ostausfahrt Bf. Wuppertal-Mirke
Kaltes Winterwetter und trübes Licht, das herrschte am 7. Februar 1976, als es eine Dampfloksonderfahrt über
die REG-Strecke gab. Im Einsatz war die 053 075 mit Wannentender. Wir stehen am östlichen Bahnhofskopf der
 Station Mirke und haben einen schönen Blick auf die Elberfelder Nordstadt. Hier ist die städtische Bebauung sehr
 intensiv. Die Haltestelle Mirke lag beim Bau der Rheinischen Linie aber noch eher am Rande der eigentlichen Stadt,
sollte aber mit einem noch repräsentativeren Empfangsgebäude als jenes vom Döppersberg an der BME-Strecke
samt Hotel einen eigentlichen REG-“Hauptbahnhof” darstellen. Aus den hochfliegenden Plänen wurde nichts und
man erbaute dann als Sparvariante das bekannte, mehr verschachtelte Ensemble mit relativ flachen Aufbauten.
Foto Helmut Dahlhaus

Vom Bf. Wuppertal-Mirke gibt es eine eigene Seite

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Mirke
Ein schönes Motiv aus Mirke, das zum einen noch das Vordach am Hausbahnsteig zeigt (aber bereits etwas ge-
kürzt), zum anderen an die Zeiten der roten Brummer erinnert, die in bestimmten Kursen auch auf der Rheini-
schen Bahn gefahren sind. Jüngere Eisenbahnfans kennen wohl nur die Akku-Züge, aber mit den Schienenbussen
fing der Traktionswechsel auf der Linie im Jahre 1953 an. Zunächst kamen allerdings die Triebwagen Reihe VT 95
 dran, erst später die stärkeren VT 98. Die blühenden Bäume vermitteln eine tolle Bahnidylle, und das im Mai 1980.
Foto Klaus Hoffmann

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

zwischen Mirke und Ottenbruch
Wieder einer der Tunnel im Stadtgebiet, diesmal ist es der Dorrenberg-Tunnel (175 m lang), der die beiden Statio-
nen in Mirke und Ottenbruch voneinander trennt. Trotz des schönen Sonnenlichtes ist die Bahndämmerung an der
Rheinischen Strecke nicht zu übersehen. Für die wenigen Fahrgäste reicht ein Solo-Triebwagen (515 587 am 31.
Mai 1985). Der rechte Schienenstrang ist ein sogenanntes Ausziehgleis für Rangierarbeiten im Bahnhofsbereich.
Foto Wolfgang Bügel

Vom Bf. Wuppertal-Ottenbruch gibt es eine eigene Seite

(c) Slg. Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

westlich Ottenbruch
Ein tolles Foto aus alten Zeiten. Um das Jahr 1930 herum kommt uns an einem schönen Sommertag der Personen-
zug 1586 auf der Rheinischen Strecke westlich Ottenbruch entgegen. Es ist der Dorp-Tunnel, mit 488 Metern einer
der längeren dunklen Löcher auf der REG-Trasse. Der nun folgende Haltepunkt Wt-Dorp wurde allerdings erst zu
 DB-Zeiten angelegt. Als Zuglok fungiert die 93 749. Eigentlich als schwere Rangiermaschine entwickelt, war die
 Baureihe 93.5 (pr T 14.1) aber des öfteren im Personenzugdienst auf etlichen bergischen Kursen zu finden. Wäh-
rend der bekannte Fotograf auf der Wupertaler Tallinie an allen Stellen unzählige Züge aufgenommen hat, wurde
die Rheinische Linie offenbar nur sporadisch besucht. Freuen wir uns auf jeden Fall aber über das schöne Motiv!
Foto Carl Bellingrodt   Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

beim Haltepunkt Wuppertal-Dorp
Am 4. April 1970 tourte mit der 055 345 eine Sonderfahrt der DGEG über die Rheinische Strecke. Es ging mit dem
damals neuen Oldtimerzug von Bochum-Dahlhasuen über die Hattinger Linie nach Wt-Wichlinghausen (bis hierhin
 zusammen mit der 57 2070 als Vorspannlok), dann weiter nach Vohwinkel und nordwärts nach Essen. Unterwegs
gab es ein paar Fotohalte. Solch eine Aktion war auch im Bahnhof Wt-Dorp angesetzt, wobei der Zug wegen der
Länge natürlich nicht vollständig am Bahnsteig halten konnte. Maschinen der preußischen Güterreihe G 8.1 fuhren
 weniger im Wuppertal herum, sondern waren typische Rösser im Ruhrgebiet, am Niederrhein und im Kölner Raum.
Am 6.6.1970 wurde die Lok auf “z” gestellt (von der Ausbesserung zurückgestellt), dann aber später Museumslok.
Foto Helmut Dahlhaus

Vom Bf. Wuppertal-Dorp gibt es eine Infoecke

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Gleisanschluss Bereich Dorp
Ein tolles altes Motiv der Wuppertaler Stadt- und Verkehrsgeschichte (1928). Zentral im Bild sehen wir die beiden
 Steinbrüche der Firmen Knappertsbusch und Lipken & Kampmann, die wie damals üblich auch Gleisanschlüsse an der
 Bahnstrecke bekamen. Beide in Fahrtrichtung rechts von der Trasse abgehende Verladeanlagen sind gut erkennbar.
 Links oben vom Steinbruch die Ansiedlung “Eskesberg”. Die breitere Straße südlich der Gleise mit der Brücke rechts
 scheint erst vor kurzer Zeit angelegt zu sein. Beim Knick der Straße zur Brücke hin liegt nördlich der neuen Häuser
die Ansiedlung “Auf`m Dorp”. Ganz rechts führt die Strecke in den 488 Metr langen Dorper Tunnel, wobei hier die
 Ausschachtung bis zum Tunnelmund mit den notwendigen steileren Abhängen gut sichtbar ist. Etwa an der Brücke
 wurde am 15.12.1954 von der DB der letzte neue Haltepunkt an der REG-Linie mit zwei Außenbahnsteigen eröffnet.
Foto Sammlung VOBA

(c) Bernhard Terjung   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Varresbeck
Ein sehr stimmungsvolles Bild aus dem Bahnhof Varresbeck hat der Fotograf hier eingefangen. Neben der frösteln-
den Kälte vermittelt das Bild aber auch viel Wehmut angesichts einer nicht wiederzubringenden Bahnatmosphäre.
Die ETA-Einheit 515/815 kommt aus Richtung Wt-Lüntenbeck und wird gleich am Bahnsteig halten (Februar 1984).
Foto Bernhard Terjung

Vom Bf. Wuppertal-Varresbeck gibt es eine eigene Seite

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

zwischen Varresbeck und Lüntenbeck
Ach, was lagen auf der Rheinischen Strecke mal viel Gleise .... So könnte man vielleicht angesichts dieser Gleis-
entwicklung im westlichen Bereich Varresbeck denken, aber es gab bekanntlich andere Ecken, wo die Bahnwelt
noch präsenter war (man denke hier bspw. an den weitläufigen Rangierbahnof in Wichlinghausen). Die Loks der
 “Wehrmachts-Baureihe” V 36 waren jahrelang im Bw Steinbeck beheimatet und auf den Linien in und um das Tal
 herum eingesetzt. Die V 36 204 kommt bei eher trübem Wetter am 1. September 1979 mit dem Museumszug aus
 Bochum-Dahlhausen über die heutige Nordbahntrasse angerumpelt und fährt weiter Richtung Wt-Wichlinghausen.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

am Hp. Wuppertal-Lüntenbeck
Vom Fußgängersteg zu den Bahnsteigen des Hp. Wt- Lüntenbeck (links im Schatten liegt ein Bahnsteig) eröffnet
 sich dieser Blick gen Osten Richtung Varresbeck. Der liegt nicht einmal einen Kilometer entfernt und ist im Hinter-
grund zu sehen. Zwischen den Signalen erkennt man das dortige Stellwerk Vw, das auch für Lüntenbeck zustän-
dig war. Der Zug - vorne der Steuerwagen 815 781 - kommt aus Wt-Vohwinkel (Verbindung eröffnet 1896), wäh-
rend die beiden Gleise links die Düsseldorfer Route aus Ursprungszeiten darstellt. Das Foto stammt vom Mai 1985.
Foto Wolfgang Bügel

Vom Bf. Wuppertal-Lüntenbeck gibt es eine Infoecke

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

westlich Lüntenbeck/Tesche
Im westlichen Bereich der Rheinischen Linie auf Wuppertaler Stadtgebiet gab es eher “viel Landschaft”. Wir sind
hier unweit vom Haltepunkt Lüntenbeck entfernt, den die Doppeleinheit vor kurzer Zeit mit Ziel Düsseldorf ver-
lassen hat. Es dauert nicht lange, dann geht es durch den Tesch-Tunnel. Schaut man auf die Telegrafenmasten
an der Strecke - immer ein untrügliches Zeichen der Dampflokzeit -, so wähnt man links im Hintergrund eine Er-
scheinung wie aus einer anderen Welt. Es handelt sich um den Kugelgasbehälter der Möbeck, heute ein zentraler
 Speicher für die Wuppertaler Gasversorgung. In Betrieb genommen wurde er anno 1958 (Bild vom Frühjahr 1985).
Foto Klaus Hoffmann

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Dornap-Hahnenfurth
Neben dem Bahnhof Dornap an der alten Prinz-Wilhelm-Bahn (Vohwinkel - Steele) war an der Rheinischen Route
 auch eine Station beim Bezirk Hahnenfurth. Der war bald mehr wichtig für den Güterverkehr beim nahen Kalkwerk.
Der Bahnhof kam aber erst nach der Kommunalreform im Jahre 1975 zum Stadtgebiet von Wuppertal. Die roten
 Brummer gehörten in alter Zeit nicht zu den Lieblingskindern der Bahnfans, es fehlte halt die “richtige Lok”. Heute
sieht man das bekanntlich ganz anders. Am 15.Mai 1979 konnte man eine Einheit 798/998 fürs Archiv festhalten.
Foto Klaus Hoffmann

Vom Bf. Dornap-Hahnenfurth gibt es eine eigene Seite

(c) Klaus Hoffmann   www.bahnen-wuppertal.de

bei Schöller
Noch fahren Züge auf der Rheinischen Strecke durchs Niederbergische zwischen Wuppertal und Düsseldorf (Juli
 1983). Aber bis auf einige Kurse für die Berufspendler kann der Triebwagenführer die Fahrgäste per Handschla be-
grüßen. Die Akkutriebwagen waren zuletzt die üblichen Fahrzeuge auf der Linie (hier vorne der Steuerwagen 815
758). Wir warten an der historischen Trasse bei der Ortschaft Schöller, seit 1975 zur Schwebebahnstadt gehörig.
Foto Klaus Hoffmann

(c) Michael Hartmann   www.bahnen-wuppertal.de

Homannbrücke in Vohwinkel
Wir stehen nahe der Homannbrücke an der Verbindungsbahn zwischen Wt-Varresbeck und Wt-Vohwinkel. Dieser
Abzweig von der Rheinischen Route zur BME-Tallinie wurde am 1.4.1896 in Betrieb genommen. Nachdem der neue
 Rangierbahnhof im Vohwinkler Westen gebaut war (um 1910), wurde diese Trasse in den nächsten Jahrzehnten
zu einer wichtigen Güterverbindung im Wuppertal. Die meisten Frachtenzüge aus dem östlichen Ruhrgebiet, spe-
ziell vom großen Verschiebebahnhof Hagen-Vorhalle, fuhren dann nach Vohwinkel und von Varresbeck nicht durch
nach Düsseldorf. Auch die seinerzeitigen Elektrifizierungspläne der REG-Linie von 1963 und 1978 betrafen nur die-
se Relation. Am 8.3.2008 waren im Osten vom Bahnhof Vohwinkel umfangreiche Gleisbauarbeiten angesagt. Man
 konnte dazu den alten Gleisstrang der Verbindungsbahn noch nutzen. Im Einsatz ist die EfW-Lok 212 052 (ex DB).
Foto Michael Hartmann

Eine vertane Chance: die Elektrifizierung der Rheinischen Strecke
Es gab zwei große Anläufe zur Elektrifizierung der REG-Linie. Die ersten Überlegungen datieren von Anfang der 1960er Jahre und standen in Zusammenhang mit einer Ergänzung der BME-Tallinie, deren Umstellung zu dieser Zeit schon längst in Angriff genommen war (Eröffnung am 29. Mai 1964). Uns liegt eine sehr detaillierte Investitionsrechnung vom 23.1.1963 vor, die damals von der BD Wuppertal aufgestellt wurde. Es gibt da verschiedene Überlegungen zur zukünftigen Nutzung der Linie (normale Streckenbelastung, Abzug von Zügen von der BME-Strecke, Abzug von Zügen durchs Ruhrgebiet, Elektrifizierung nur des Abschnittes Hagen - Schwelm-Loh, Dieselbetrieb als Alternative udgl.), die insgesamt zu positiven Einschätzungen kommen. Allerdings ist die Rentabilität für die Elektrifizierung wahrscheinlich erst gegeben resp. wesentlich höher, wenn einzelne Tunnelabschnitte nur eingleisig betrieben werden, an den Tunneln also nicht teure Umbauten vorgenommen werden müssen (günstigste Alternative mit einer Eingleisigkeit des längeren Schwelmer Tunnels zwischen Gevelsberg West und Schwelm-Loh bei ca. 17 Mio DM). Und die ganzen Überlegungen beziehen sich auf den Abschnitt von Hagen nach Wt-Vohwinkel Rbf, betreffen also nicht den Düsseldorfer Ast. Besondere Aufmerksamkeit in diesen Überlegungen spielte immer der Abschnitt zwischen Hagen und Wuppertal, um eine Alternative zu den nur beiden Gleisen der BME-Strecke über Ennepetal zu haben (im Wuppertal selber hat die BME-Trasse seit 1914 bekanntlich vier Gleise). Anfang der 1970er Jahre wurde der Abschnitt Hagen - Gevelsberg Nord dann doch mit Fahrdraht überspannt. Die nächsten großen Planungen zur Elektrifizierung der REG-LInie gab es wieder Ende der 1970er Jahre, dies vor dem Hintergrund der geplanten S-Bahnlinie 8 (Hagen - Mönchengladbach) und wiederum ohne Einbezug des Düsseldorfer Astes. Da durch die S-Bahn notwendigerweise neue Fahrplanlagen entstehen würden, speziell auch in Zusammenhang eines vertakteten Betriebes, kam die Rheinische Linie wieder ins Visier der Planer, diesmal mehr als mögliche Umleitungsstrecke der BME-Tallinie (mit Kosten zwischen 40 und 50 Mio DM). Primär gingen die Überlegungen auch hier in Richtung eines (teilweise) eingleisigen Betriebes. Die Vorbereitungen waren offenbar sehr weit gediehen - Wuppertaler Zeitungen berichteten von einem unmittelbar bevorstehenden Baubeginn am 5.12.1978 (!) -, wurden aber abrupt gestoppt. Günstiger und ausreichend erschien “plötzlich” der Bau eines zusätzlichen Gleises zwischen Wt-Langerfeld und Schwelm, was letztlich auch ausgeführt wurde, wodurch der Abschnitt von ehemals drei Gleise auf die üblichen vier Gleise erweitert wurde.
            

REG-Kapitel 1: Wehmütige Erinnerungen an tolle Bahnzeiten im Wuppertal  - Betrieb auf der Rheinischen Strecke -

Ein Schmuckstück ganz besonderer Art konnten die Modell-
eisenbahnfreunde Wuppertal vor Jahren horten. Es ist eine
 Abfahrtstafel aus alten Zeiten der Rheinischen Strecke. Das
 Datum und der Standort konnte bisher nicht exakt ermittelt
 werden. Wegen der Bahnhofbezeichnung “Barmen-Wichling-
hausen” betreffen die Daten den Zeitraum zwischen 1892
und 1930, wegen der Zugfülle wohl mehr die letzten Jahre.
Die Anordnung der Ziele (auf dem Papier steht Gevelsberg
Nord) läßt daher schließen, dass die Tafel in Loh oder Heu-
bruch gehangen haben muss, die Tendenz geht zu Loh.
Nach Umzug des Vereins in das neue Domizil wird jeifrig an
der neuen HO-Anlage gebaut, die nach Szenen vom Wupper-
tal entstehen soll. Alles wird professionell geplant und aus-
geführt. Besucher sind stets willkommen:
www.mef-wtal.de.
Vorlage  MEF Wuppertal

Entsprechend unserer Reise auf der Rheinischen Strecke soll
der abgebildete Buchfahrplan für den Wuppertaler Abschnitt
 dienen. Er stammt vom September 1963, als im Tal noch die Dampfzeit herrschte. Wie zu sehen ist, wurde die REG-Linie
aber schon mit Triebwagen befahren. VT 36.5 und VT 95 sind
 im Bw Steinbeck beheimatet, die 78er im Bw Vohwinkel. Noch
gibt es von Gevelsberg über Schwelmer Gebiet einige Perso-
nenzüge. Wenn man sich die Geschwindigkeiten anschaut,
ging es dort sehr gemächlich zu. Der Hp. Dorp ist offensicht-
lich der am geringsten frequentierte auf der Nordbahn und
ein Bedarfshalt. Wie gerne würden wir uns wohl einige Stun-
den am Tag freinehmen und mit dem Zug über die Viadukte,
 durch Tunnel und Einschnitte daherzuckeln - ganz zu schwei-
gen, mit bester Digi-Kamera am Schienenstrang zu stehen!
Vorlage  Sammlung Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Ein tolles Bild aus alten Eisenbahnzeiten, eingefangen im Rangierbahnhof Wichlinghausen. Der Wasserturm, ein Sinnbild des un-
bändigen Durstes der Dampfer, der in dieser Kompaktheit früher auf vielen Zwischenstationen anzutreffen war. Und der Jumbo
044 508 mit Baujahr 1941, geradezu eine klassische Güterzuglok für die Rheinische Strecke - und in dieser Ansicht gut sichtbar -
 eine sehr formschöne Maschine. Die Dampflokexperten werden sofort erkennen, dass rechter Hand eine Lok vom selben Typ am
Zug ist (044 216), die aber keine Frontschürze hat. Die Fuhre befindet sich auf Tour ins Oberbergische zu einem Bahnhofsfest
 in Bergneustadt (Mai 1976). Nicht daran zu denken, dass die beiden schweren Kolosse samt Anhang nun bald das Schwarzbach-
Viadukt befahren und dann nach dem Langerfelder Tunnel das Blombachtal hinauf stampfen .... Der kleine Wasserbehälter stand
 übrigens bis etwa 1980 am Knick der Oststraße und hatte über Rinne und Rohr eine Wasserzuführung aus Richtung Scheetunnel!
 Foto Wolfgang Bügel

REG-Kapitel 2: Jahrelanges Siechtum bis zum fragwürdigen Abgesang   - letzte Züge auf der Rheinischen Strecke -

(c) Herbert Völling      
www.bahnen-wuppertal.de

Das Plakat zeigt es uns unmissverständlich an: Das letzte Stündlein hat geschlagen, die Bahnherrlichkeit auf der alt-ehrwürdigen
 Wuppertaler Bahnstrecke ist endgültig zu Ende. Offensichtlich hing das Papier wohl im Raum Mettmann, denn man konnte ja “nach”
 Wuppertal fahren. Die Papier-Fahrzeuge erinnern stark an die hier üblicherweise verkehrenden 515/815er-Triebzugeinheiten.
 Foto  Herbert Völling

(c) Michael Malicke   www.bahnen-wuppertal.de

Das alte Flügelsignal steht auf “Hp 0” (Halt für Zugfahrten) und das Bahnhofsschild rostet immer mehr vor sich hin. Sieht man es
unter fotografischen Aspekten mal positiv, so könnte vielleicht von einer “Idylle” fürs Fotoalbum gesprochen werden. Nüchterner
 betrachtet - und das machen die meisten technikorientierten Eisenbahnfans wohl eher - sind die REG-Zeiten ohnehin abgelaufen.
 Foto  Michael Malicke

Renaissance der Rheinischen Bahnstrecke  - Träume und Realitäten
Lange Zeit zeigte sich die Trasse im Wuppertaler Stadtgebiet eher als Schandfleck mit ganz ungewisser Zukunft. Insbesondere die großen Viadukte im Stadtgebiet bereiteten den Verantwortlichen immer Kopfzerbrechen, denn der notwendige Unterhalt bedeutet stets einen finanziellen Aufwand mit fragwürdigem Ausgang. Es gab verschiedene Projekte einer Reaktivierung, möglicherweise unter privater oder kommunaler Trägerschaft (vielleicht in Form einer Stadtbahn), die aber letztlich aus finanziellen Gründen in der Schublade blieben. Eine Reaktivierung der Linie in alter Form konnte es ab einem gewissen Zeitpunkt ohnehin nicht mehr geben , denn mit dem Abbruch des Damms an der Unterführung “Am Diek” im nördlichen Bereich des früheren Bahnhofs Wt-Wichlinghausen wurden vor einigen Jahren Fakten geschaffen. Auf der Fläche des ehemaligen dortigen Rangierbahnhofs ist an der Nahtstelle von Wichlinghausen und Oberbarmen eine neue Bebauung mit Wohnhäusern für eine höhere Attraktivität in diesem eher vergessenen Bezirk entstanden, das den vielsagenden Namen “Bergisches Plateau” bekommen hat. Bei der Verbreiterung der Autobahn A 1 nahe der Stadtgrenze zu Schwelm wurde zuvor auch die Bahnbrücke abgebrochen (die kam übrigens in Solingen-Ohligs zur Wiederverwendung), so dass der Eisenbahn-Abschnitt zwischen Wt-Wichlinghausen und Schwelm-Loh endgültig in die Verkehrsgeschichte eingegangen ist. Im ganz westlichen Bereich der Linie sieht die Sache hingegen wesentlich besser aus. Denn es bestehen konkrete Planungen, die Regiobahnlinie 28 (derzeit Kaarst - Mettmann) weiterzuführen und mittels einer neuen Verbindungskurve in die Essener Strecke Richtung Wt-Vohwinkel einzufädeln. Anfang 2013 wurden wohl endgültige Fakten dafür geschaffen. Bei den bald anlaufenden Stellwerksumbauten im Tal wird auf jeden Fall schon einmal die Abzweigstelle bei Aprath signaltechnisch mit erstellt. Die neue Linie bekommt aber von Hahnenfurth her eine etwas andere, nördlich der Kalkgruben verlaufende Route Richtung Wülfrath-Düssel und nutzt nicht mehr die alte REG-Trasse. Die Neubaustrecke wird knapp 6 Kilometer lang und soll ca. 25 Mio Euro kosten. Das wäre dann eine attraktive Verbindung zwischen Wuppertal, Mettmann, Erkrath und Düsseldorf, die es in dieser direkten Form ja nie gegeben hat. Pläne bestehen zudem, diese Citylinie nicht nur bis Vohwinkel, sondern zum Hauptbahnhof Wuppertal weiterzuführen. Wie oben bereits gesagt, laufen auf dem gesamten Reststück ansonsten vielfältige Umbauten der Trasse in einen Rad- und Wanderweg als prächtige Panoramastrecke, wohl einmalig in unseren Landen.  Mit finanzieller Unterstützung aus verschiedenen Fördertöpfen, unzähligen Spenden und ganz vielen helfenden Händen wurde an mehreren Abschnitten angefangen. Der gesamte Weg soll 2014/2015 vom Bahnhof Vohwinkel/Tunnel Tesche bis zum Tunnel Schee auf der Hattinger Linie mit Anschluss an den vorhandenen Radweg zur Ruhr fertig sein. Hierfür hat die WuppertalBewegung bisher tolle Dinge geleistet! Ein paar Meter der alten Bahnlinie gibt es aber weiterhin, denn im Bahnhof Loh wurde westwärts Richtung Anschluss Clausen eine Strecke für Draisinenfahrten belassen, die bisher von der Bevökerung begeistert angenommen wurde. Nähere Hinweise beim Arbeitskreis www.nordbahn.eu .
 

REG-Kapitel 3: Von der Rheinischen Eisenbahnstrecke zur Nordbahntrasse  - Radeln und Wandern “im” Panorama -

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

So fing alles an: Ein erster Schritt war die Herstellung eines etwa 200 Meter langen Probeweges in Wichlinghausen im November
2007. Gut zu sehen ist die Art des Streckenbaus mit dem asphaltierten Radweg und dem Wanderweg aus Pflastersteinen. Viele
Helfer waren beim Bau beteiligt. Ein Jahr später wurde auch das Bahnsteigdach renoviert. Etliche hilfswillige Handwerker bzw. In-
stititutionen waren Garanten für eine fachmännische Ausführung. Speziell mussten die Dachbretter ausgetauscht werden. Ab da
 machte das Bahnhofsareal schon einen adretten Eindruck. Das Schulzentrum Ost (mit Carl-Duisberg-Gymnasium und Realschule)
 wurde mit den ersten Abschnitten 1978 eröffnet und hat somit die Plandampfzeiten nicht mehr miterlebt (Bild vom Sommer 2009).
Natürlich wird der Weg in Zukunft nicht so “architektur-leblos” wirken, wenn beiderseitig die Anschlüsse hergestellt worden sind!!
Übrigens: Eine “Nordbahn” durchs Wuppertal hat es sowohl offiziell als auch bei der Bevölkerung nie gegeben, es ist eine mediale
 Errungenschaft der letzten Jahre. Quasi als eine “Post-Adresse” hat die Trasse auch den Namen eines Hauptsponsors erhalten.
Foto VOBA

(c) Peter Häring/WuppertalBewegung   www.bahnen-wuppertal.de

Die “Rheinische Strecke” lebt, wenn auch in anderer Form. Beim Bahnhof Loh wurde gen Westen das alte Gleis zum Anschluss
Clausen für etliche Hundert Meter reaktiviert, auf dem in der Sommerzeit an bestimmten Tagen Draisinenfahrten angeboten wer-
den. Hier kann man für einen kleinen Obulus etwas Bahnatmospäre schnuppern, alles eine Gaudi für große und kleine Leute, und
an vielen Tagen musste man Schlange stehen. Zwei eigens entwickelte Draisinen sind von einer Firma gesponsert und gebaut.
Im April 2012 gab es zunächst offizielle Eröffnungsfahrten. Im Hintergrund sieht man die Gebäude der ex-Konsumgenossenschaft.
Foto Peter Häring/Wuppertal-Bewegung

Infoecke:  Die REG-Strecke an den Nordhängen im Überblick

Gesamttrasse der früheren Rheinischen Eisenbahngesellschaft (REG): (Düsseldorf -) Wuppertal-Dornap/Hahnenfurth - Wuppertal-Wichlinghausen (- Hagen/Dortmund): Unterwegshalte in Wt-Dornap-Hahnenfurth -Dornap erst 1975 eingemeindet- (km 19,83), Wt-Lüntenbeck - erst ab 1953- (km 23,3), Wt-Varresbeck (km 24,77), Wt-Ottenbruch (km 26,77), Wt-Dorp -erst ab 1954- (km 27,9), Wt-Mirke (km 29,36), Wt-Ostersbaum -erst ab 1953- (km 30,4), Wt-Loh (km 30, 57), Wt-Rott -erst ab 1953- (km 31,7), Wt-Heubruch (km 32,28), Wt-Wichlinghausen (km 34,26); Kilometrierung läuft vom Abzweig vor Düsseldorf-Gerresheim nach Dortmund-Hörde; Eröffnung der Trasse durchs Tal zum 15.9.1879; Lokstationen in Mirke (später Bwst, Aufgabe 1932) und für einige Jahrzehnte in Wichlinghausen (hieß zunächst Ober-Barmen); mit Bau der Kohlenbahn nach Hattingen (1884) und der Verbindung zur BME-Tallinie nach Rittershausen/Langerfeld (1890) wird Wichlinghausen Abzweigstation; Bau einer Verbindungsbahn von Varresbeck nach Vohwinkel zur BME-Strecke (1896); Bahn ist stark geprägt durch schwierige Trassierung (kurvenreiche Linienführung, etliche größere Viadukte und sechs Tunnelabschnitte); im Bf. Wt-Loh Güteranschluss an die stadtbetriebene Kleinbahn nach Hatzfeld (maximal von 1894 bis 1980); im Zweiten Weltkrieg oft als Durchgangs- und Umleitungsstrecke zur Tallinie genutzt; die Linie hatte keinen eigentlichen Fernverkehr aufzuweisen, es gab nach dem Zweiten Weltkrieg bald vertaktete Züge, bereits mit Schienenbussen, später mit Akku-Triebwagen; lange Zeit ansprechender Güter-Durchgangsverkehr; Stilllegung der Gesamtlinie 1991/1993, danach im Osten teilweise Gleisabbau; bald fertig ist auf der alten Trasse ein Rad-Wanderweg.
Tunnel im Wuppertal (Richtung Ost): Tesch-T. (523 m), Dorp-T. (488 m), Dorrenberg-T. (175 m), Engelnberg-T. (171 m), Rott-T. (351 m), Fatloh-T. (85 m). Alle für zweigleisige Betriebsbreite erbaut bis zur Eröffnung im September 1879.
 

Weitere Bahnfotos und Infos von der Rheinischen Strecke auf den REG-Bahnhofsseiten

  Hinaus aus dem Wuppertal:  Weiterfahrt auf der Rheinischen Strecke
  westwärts: nach Düsseldorf auf der Regionenseite “Richtung Köln/Düsseldorf”
 
ostwärts: nach Hagen auf der Regionenseite “Richtung Schwelm - Hagen”

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Bergisch-Märk. Strecke Rheinische Strecke Remscheider Strecke
Cronenberger Strecke Beyenburger Strecke Hattinger Strecke
Andere Strecken ohne Wuppertaler Bahnhöfe:  siehe Regionen-Seiten


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