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Rheinische Strecke (Nordbahn) Die Strecke der REG (Rheinische Eisenbahn-Gesellschaft) wurde von Düsseldorf bis Hörde/Dortmund durchgehend am 15.9.1879 als Konkurrenzlinie zur Bergisch-Märkischen Eisenbahnlinie (BME) eröffnet. Sie wurde im Stadtgebiet der damals selbstständigen Städte Barmen und Elberfeld an deren Nordhängen entlang gebaut und somit wesentlich aufwändiger trassiert. In diesem Gebiet konnte die Linie nur mittels etlicher Tunnelabschnitte und einiger großer Viaduktbauwerke erstellt werden. Der Vorteil lag anfangs darin, dass sie mit maximal 12,5 Promille Steigung ein wesentlich günstigeres Verhältnis als die Düsseldorf-Elberfelder-Bahn mit der Steilrampe bei Erkrath (33,3 Promille) aufwies. Dies war aber wohl bald nicht mehr ein Vorteil, denn die Verkehrsströme gingen mit den offensichtlich vorteilhafter liegenden Einzugsgebieten zum großen Teil doch über die Tallinie durchs Tal der Wupper und in besonderem Maße die schnelleren Züge zum Rhein mehr in Richtung Köln als Düsseldorf. Die Rheinische Strecke im Tal entwickelte sich mehr zu einer Nahverkehrs- und Güterbahn. |
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Die “Rheinische” stand somit von Anfang an im Schatten der im Tal verlaufenden Route und hatte neben einem bescheidenden Ortsverkehr mehr die spezielle Aufgabe für die Durchgangsgüterzüge (auch als Umleitungsmöglichkeit der BME-Linie). Letzteres dürfte der wesentliche Grund dafür sein, dass die Bahnlinie relativ lange ihr Dasein feiern konnte und (erst) am 27.9.1991 zunächst den Personenverkehr, bald darauf auch den durchgehenden Güterverkehr einstellen musste. Ab 1996 wurden in Vohwinkel und Wichlinghausen die Gleise kassiert. Zwischen Heubruch und Schwelm baute man die Strecke vollständig ab. Ein letzter, einsamer Güterzug für den Abschnitt Vohwinkel - Heubruch wird vom 17.12.1999 gemeldet. Einige Male gab es in den letzten Jahren zudem Schienenbus-Sonderfahrten bis Heubruch. Alle östlichen Tunnel und Zugänge wurden zunächst vergittert. Lange Zeit zeigte sich die Trasse eher als Schandfleck mit ganz ungewisser Zukunft. Es gab verschiedene Projekte einer Reaktivierung als Citylinie, möglicherweise unter privater oder kommunaler Trägerschaft. Ein neues Vorhaben der “WupperBewegung” (Aktuelles-Seite) sieht nun auf der Trasse einen Rad- und Wanderweg vor. Die folgenden Bilder entsprechen in etwa - mit einigen Ausnahmen - einer Reise von Osten nach Westen durch das Wuppertaler Stadtgebiet, wobei standortbedingt der Abschnitt in Barmen zugegebenermaßen mit den Dampflokbildern “kopflastig” vertreten ist. Topographisch gesehen bestand die Linie im Stadtbereich vorwiegend aus Tunneln, Brücken, engen Einschnitten und Bahnhöfen. Es gab nur wenige Meter, wo die Gleise als Trasse frei verliefen. Entsprechende Fotos sind daher meistens mit irgendwelchen diesbezüglichen Bauten bzw. Bahnhofsgleisen verbunden. |
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Stichwort: Elektrifizierung der Rheinischen Strecke. Es gab zwei große Anläufe zur Elektrifizierung der REG-Linie. Die ersten Überlegungen datieren von Anfang der 1960er Jahre und standen in Zusammenhang mit einer Ergänzung der BME-Tallinie, die zu dieser Zeit schon längst in Angriff genommen war (Eröffnung am 29. Mai 1964). Uns liegt eine sehr detaillierte Investitionsrechnung vom 23.1.1963 vor, die damals von der BD Wuppertal aufgestellt wurde. Es gibt da verschiedene Überlegungen zur zukünftigen Nutzung der Linie (verrringerte Streckenbelastung, Abzug von Zügen von der BME-Strecke, Abzug von Zügen durchs Ruhrgebiet, Elektrifizierung nur des Abschnittes Hagen - Schwelm-Loh, Dieselbetrieb als Alternative udgl.), die insgesamt zu positiven Einschätzungen kommen. Allerdings ist die Rentabilität für die Elektrifizierung wahrscheinlich erst gegeben resp. wesentlich höher, wenn einzelne (Tunnel-)Abschnitte nur eingleisig betrieben werden, an den Tunneln also nicht teure Umbauten vorgenommen werden müssen (günstigste Alternative mit einer Eingleisigkeit des längeren Schwelmer Tunnels zwischen Gevelsberg West und Schwelm-Loh bei ca. 17 Mio DM). Und die ganzen Überlegungen beziehen sich auf den Abschnitt von Hagen nach Wt-Vohwinkel Rbf., betreffen also nicht den Düsseldorfer Ast. Besondere Aufmerksamkeit in diesen Überlegungen spielte immer der Abschnitt zwischen Hagen und Wuppertal, um eine Alternative zu den nur beiden Gleisen der BME-Strecke über Ennepetal zu haben (im Wuppertal selber hat die BME-Trasse seit 1914 bekanntlich vier Gleise). Anfang der 1970er Jahre wurde der Abschnitt Hagen - Gevelsberg Nord dann doch mit Fahrdraht überspannt. Die nächsten großen Planungen gab es wieder Ende der 1970er Jahre, dies vor dem Hintergrund der geplanten S-Bahnlinie 8 (Hagen - Mönchengladbach) und wiederum ohne Einbezug des Düsseldorfer Astes. Da durch die S-Bahn notwendigerweise neue Fahrplanlagen entstehen würden, speziell auch in Zusammenhang eines vertakteten Betriebes, kam die Rheinische Linie wieder ins Visier der Planer, diesmal mehr als mögliche Umleitungsstrecke der BME-Tallinie (mit Kosten zwischen 40 und 50 Mio DM). Primär gingen die Überlegungen auch hier in Richtung eines (teilweise) eingleisigen Betriebes. Die Vorbereitungen waren offenbar sehr weit gediehen - Wuppertaler Zeitungen berichteten von einem unmittelbar bevorstehenden Baubeginn am 5.12.1978 (!) -, wurden aber abrupt gestoppt. Günstiger und ausreichend erschien “plötzlich” der Bau eines zusätzlichen Gleises zwischen Wt-Langerfeld und Schwelm, was letztlich auch ausgeführt wurde (Abschnitt von ehemals drei Gleisen auf vier Gleise erweitert). |
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Renaissance der Rheinischen Strecke - in welcher Form auch immer? |
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