Bahnen- Wuppertal.de Strecken im Portrait

Remscheider Strecke  (über Ronsdorf)

Diese Strecke  vom heutigen Bahnhof Wt-Oberbarmen (damals Barmen-Rittershausen) über Lennep nach Remscheid wurde am 1.9.1868 von der BME eröffnet. Sie war damals ein wichtiges Glied in der Erschließung der bergischen Industriestädte. Von Lennep mit eigenständigem Betriebswerk konnte man dann ab Juli 1897 nach Eröffnung der gewaltigen Müngstener Brücke weiter nach Solingen fahren.  Zuvor ab 1876 war von Lennep aus sowohl Wermelskirchen (später weiter nach Opladen) als auch das Oberbergische mit Wipperfürth (später weiter nach Marienheide) angebunden, ab 1886 ging es auch hinunter nach Krebsöge zur Beyenburger Strecke. Die Remscheider Linie weist nach der Wupperbrücke Rauental vom Bockmühlberg an eine doch beachtliche Steigung auf (teilweise 1:40), die bei ungünstigen Witterungsverhältnissen den Zügen bis in unsere Zeiten Probleme bereiten kann und früher den Dampfloks vielfach alles abverlangten.         
 

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Rauentaler Tunnel Nordportal
Wuppertalfans, kennt ihr den Anblick? Vielleicht “theoretisch”, aber vor Ort waren wohl die wenigsten Fotofreunde.
 Denn ohne ein bisschen Mut und einer gewissen Unverschämtheit kommt man hier nicht so eben mal hin. Es sind die
 Nordportale der beiden Rauentaler Tunnelröhren, die uns bei tief stehender Sonne anhimmeln und in deren rechte
 Öffnung gerade der Remscheider mit einer 212 verschwindet. Abgesehen vom verborgenen Standort sind die Licht-
verhältnisse auch alles andere als gut, denn die Tunnelmünder weisen ziemlich stark in nördliche Richtung. Am 26.
Mai 1977 traute sich ein Unentwegter mitten ins Bahngeschehen und stellte sich dann ganz einfach ins Gleis ....
Foto Sammlung Joachim Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bbf. Rauental
 Als Nahgüterzüge nichts Ungewöhnliches waren, konnte der Fotograf dieses schöne Motiv in Rauental festhalten. Die
 212 274 ist soeben von Remscheid und Ronsdorf herunter kommend über die Wupperbrücke gefahren und taucht nun
 ins Dunkel der Tunnelröhre Richtung Oberbarmen ein (22.7.1980). Über den Güterwagen erspähen wir im Hintergrund
 zwischen Werksgebäude und Tankkessel den Gleisanschluss 1 zur Firma Bemberg. Hier gab es lange Zeit eine eigene
 Werkslok zum Verschub. Gegenüber, auf der anderen Seite der Wupperbrücke, da war ein weiterer Gleisanschluss,
 vornehmlich für die Kohlenanlieferungen zur Kraftwerkszentrale der Firma (siehe das Foto mit der 78er unten). Diese
 beiden Zugänge waren - durch die vorliegende Trassierung der Remscheider Strecke und der Lage des Firmenareals
auf Talniveau bedingt - quasi “Hochniveau”-Anschlüsse zum weiträumigen Werksbereich. Beim Lichteinfluss am spä-
ten Nachnmittag wirken die Schienen, als ob sie ein Modellbauer gerade mit rostbrauner Farbe gestrichen hätte.
Foto Wolfgang Bügel

Die für Jahrzehnte geltende Streckenführung begann vom Nahverkehrsbahnsteig mit den Gleisen 5 und 6 zweigleisig aus dem Oberbarmer Bahnhof hinaus. Gleich hinter der großen Signalbrücke verließ man die mit den Langerfelder Gleisen gemeinsame Trasse und schwenkte etwa rechtwinklig ab unter dem “Langerfelder Knapp” hindurch. Seit dem Bau der S-Bahntrasse nach Hagen mit zwei eigenen Gleisen (Eröffnung Mai 1988) ist die Gleisführung heute bis hierhin etwas anders. An sich gibt es nun zwischen Bahnhof und Tunnel für die Remscheider Züge einen eingleisigen Abschnitt. Zusammen mit Nutzung der parallel verlaufenden Gleise nach Langerfeld wäre aber doch ein Zweirichtungsbetrieb möglich. Hinter den beiden Rauentaler Tunnelröhren aus Richtung Oberbarmen und der einzelnen Langerfelder Röhre gab es früher den Betriebsbahnhof Rauental (lange Zeit mit “th” geschrieben). Bis zur Eingemeindung des Bezirkes anno 1922 lag diese Station in Westfalen. Neben einigen Verschiebegleisen wurde von dort später ein Anschlussgleis zur Firma Bemberg verlegt. Die Strecke führt dann nach der Wupperbrücke durch wenig bebautes Gebiet ansteigend durch das Tal des Blombacher Baches bis zum Bahnhof Wt-Ronsdorf mit früher beachtlichem Güterbetrieb empor und weiter über Rd-Lüttringhausen nach Rd-Lennep. Interessant ist die Tatsache, dass die Anbindung in Oberbarmen (bzw. Barmen-Rittershausen, wie die Station ja damals hieß) zunächst im “Remscheider Bf.” erfolgte, der an der späteren Güterabfertigung an der Widukindstrasse lag. Vom Bockmühlberg wurde also zunächst eine direkte Trasse über Heckinghausen gebaut. Der Gleisstrang verlief im nördlichen Abschnitt etwa da, wo früher die Zufahrt zum Straßenbahn-Betriebshof der Stadtwerke an der Walterstraße war. Diese Trasse wurde erst am 3.9.1889, kurz vor Eröffnung der Beyenburger Strecke, zugunsten der Linie über die neue Wupperbrücke und durch die Tunnel aufgegeben. Wir betrachten hier wegen der Zusammengehörigkeit die gesamte Strecke von Oberbarmen bis Lennep, bildmäßig etwa auf einer Fahrt in diese südliche Richtung. In Lennep können Sie dann “umsteigen” auf die Regionen-Seiten und weiter nach Solingen oder ins Oberbergische fahren. Dem ex-Bahnknoten Lennep haben wir eigene Seiten über Bf. und Bw gewidmet.
 

(c) H.Krämer   www.bahnen-wuppertal.de (c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Rauentaler bzw. Langerfelder Tunnel Südportal
Links: Bald hätte es geklappt: die Begegnung der beiden Loks auf den Film zu bannen. Kurz nach Ausfahrt vom Bf. Wt- Oberbarmen
 taucht die Remscheider Strecke mit zwei Röhren in den Rauentaler Tunnel ein und befährt insgesamt einen etwa 90 Grad-Bogen. Im
 Bild sehen wir einen Sonderzug mit der Reichsbahn 01 519, wie dieser gerade den Tunnel verlässt und gleich den ehemaligen Be-
triebsbahnhof Rauental erreicht. Der Fotograf steht hoch über den Gleisen auf der Straßenbrücke am Leibusch. Von Remscheid
kommt ein Nahverkehrszug angefahren, der als Wendezug mit der 212 gleich in die dunkle Röhre einfahren wird. Rechter Hand
sehen wir einen weiteren Tunnel, der eine Verbindung von Rauental nach Langerfeld bot (Langerfelder Tunnel). Zusammen mit der
Linie von Oberbarmen nach Langerfeld lag daher ein sog. Gleisdreieck vor. Die Tunnelstrecke nach Langerfeld ist heute stillgelegt.
Rechts: Fast wie in alten Zeiten, aber es ist eine Sonderfahrt. Die V 36 231 kommte von der Beyenburger Strecke (Juni 1979).
Foto links Hans-Jürgen Krämer     Foto rechts  VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bbf. Rauental
Der ehemalige Betriebsbahnhof Rauental war eine besondere Station, denn es gab hier weder Bahnsteige noch eine
 Güterabfertigung. Lediglich einige Abstellgleise waren vorhanden und später südlich der Werksanschluss zur Firma
 Bemberg. In einem alten Verzeichnis wenige Jahre nach der Wende zum 20ten Jahrhundert war der Bereich als
“Vschbf. Rauenthal (Westf.)” angegeben. Erst 1922 wurde der Bezirk mit Langerfeld in die rheinische Stadt Barmen
 eingemeindet. Im Sommer 1969 gab es im Wuppertal noch Dampfloks. Die 052 771-3 stammt vom Bw Vohwinkel.
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bbf. Rauental
Das ist eine Szene in Rauental mit Zug Richtung Wt-Oberbarmen. Der Güterverkehr auf dieser Linie aus Lennep über
 Ronsdorf nach Oberbarmen ist recht bescheiden. Im Zuge der Umstrukturierungen werden teilweise Lokomotiven von
 Privatgesellschaften für den Verkehr eingeteilt. Der Zug befindet sich kurz vor Einfahrt in den Langerfelder Tunnel.
Den Hintergrund dominiert die evang. Kirche von Langerfeld (mittlerweile mit Wohneinheiten). Foto vom April 2002.
Foto VOBA

Gleisplanskizze  Betriebsbahnhof Wuppertal-Rauental
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bbf. Rauental
 Eher exotische, aber mittlerweile sehr bekannte Fahrzeuge klappern am 18. Juni 1976 durch den früheren Betriebs-
bahnhof von Rauental. Es handelt sich um die Walsum 5 und BLE-Elna 146 vom Museum in Bochum-Dahlhausen. An
 diesem Tag sind sie über die noch in Betrieb stehende Hattinger Strecke und Wichlinghausen hierhin gekommen.
Hinter den Dienstwagen erkennen wir das alte Stellwerk von Rauental (Rh). Links liegt der Werksanschluss zur Firma
 Bemberg. Bei den Häusern am Waldrand darüber verläuft die Autobahn A 1 vom Leverkusener zum Kamener Kreuz.
An alte Zeiten erinnern die Flügelsignale, die es vier Jahre später nicht mehr gab (siehe Foto oben mit der 211).
Foto Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bbf. Rauental
 Für Jahrzehnte eine ganz typische Zugkomposition auf der Remscheider Strecke: eine V 100 mit den gängien Nahver-
kehrswagen. Der Experte wird indess erkennen, dass es sich bei der 211 226 und den Umbauwaggons nur um einen
Zug nach Dieringhausen handeln kann und nicht um die üblichen Züge im Nahverkehr zwischen Wuppertal und Rem-
scheid. Hier fuhren planmäßig so gut wie immer Silberlinge und Loks der Reihe 212 vom Bw Steinbeck (2.8.1980).
Foto Wolfgang Bügel

Weitere Angaben zum Bbf. Wt-Rauenthal auf einer Bahnhofsseite

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Rauentaler Wupperbrücke
Ein VT 08 auf der Remscheider Strecke, das kann nur eine Sonderfahrt sein. Hier fuhren (bis auf einen Eilzuglauf vor
dem Krieg und dem Dieringhausener) sonst nur Nahverkehrszüge. Sondertouren mit interessanten Fahrzeugen auf
 dieser Trasse hat es aber immer schon gegeben, die zu bestimmten Veranstaltungen bzw. Anlässen meist auf der
 “grossen Bergischen Runde” (Wuppertal-Remscheid-Solingen-Wuppertal) unterwegs waren. Am 13. August 2006 kam
 der Weltmeister-VT über die Rauentaler Brücke gefahren. Ein Zug dieses Typs wurde 1954 nach dem Sieg der Kicker
in Bern mit entsprechender Beschriftung versehen. Für den Flim “Das Wunder von Bern” wurde der VT 08 520 analog
 angemalt. Links im Hintergrund grüßen uns Häuser vom Ortsteil Langerfeld und soeben noch die Kirchturmspitze vom
 Gebäude an der Leibuschstraße. Die Weichenverbindung auf der Brücke dient übrigens dem Übergang zur Beyen-
burger Linie, die kurz nach Brückenende von der Trasse abzweigt. Der VT 08 - eine immer tolle Erscheinung oder?
Foto Zeno Pillmann

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Rauentaler Wupperbrücke
Hier geht der Blick in Richtung Ehrenberg vorbei an der Rauentaler Eisenbahnbrücke. Es ist mal wieder ein Tag der
 Sonderfahrten, wo diesmal die 221 104 mit der alten Rheingold-Garnitur die Fahrgäste begeistern soll (Juni 1979).
 Hinter und vor dem Zug sehen wir die ausgedehnten Fabrikanlagen der Firma Bemberg, die dies- und jenseits der
Brücke einen eigenen Gleisanschluss besaß. Die Züge nach Beyenburg benutzten von Oberbarmen bis hierher die
Gleise der Remscheider Strecke mit. Kurz hinter dem Viadukt zweigt diese Linie dann ab (siehe 78er-Bild unten).
Foto VOBA

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Rauentaler Wupperbrücke
Fast wie in alten Zeiten, möchte man meinen. Denn noch Mitte der 1960er Jahre kamen Lokomotiven der Reihe 65
vom Bw Essen Hbf. in einigen Kursen planmäßig nach Wuppertal und Remscheid. Aber wir sind fast vier Jahrzehnte
 später unterwegs anlässlich des Müngstener Brückenfestes am 26. Oktober 2002. Die 65 018 ist im “Plandampf”Ein-
satz mit dem Regionalzug 73349 und kommt gerade vom Bockmühlberg her über die Brücke gefahren, Gleich geht es
in einer engen Linkskurve durch den ex-Betriebsbahnhof Rauental und durch die Tunnelröhre nach Oberbarmen.
 Rechtzeitig abgedrückt, muss man anerkennen, denn der alte Heckinghauser Gaskessel ist voll im Bild zu sehen.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Sammlung H.Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

am Bockmühlberg
Das ist ein ganz faszinierender Blick vom Bockmühlberg aus auf die Remscheider Trasse mit dem Abzweig zur Beyen-
burger Strecke. Wir sind am 6. Mai 1950 vor Ort und warten auf die 78 231, die gleich mit dem P 831 an uns vorbei-
fahren wird. Kurz hinter der Brücke geht es nun in den steilen Abschnitt nach Ronsdorf hinauf. Achtung Modellbauer:
 Hochinteresssant ist die Gleisverknüpfung mit dem Beyenburger Gleis durch eine im Innenbogen liegende einfache
 Kreuzungsweiche! Diese wurde bald aber ausgebaut und durch eine einfache Gleisverbindung auf der Brücke ersetzt
 (siehe dies beim VT 08-Bild). Hinter dem Beyenburger Gleis erkennen wir den zweiten Anschluss der Firma Bemberg
 (gegenüber der Brücke beim Bbf. Rauental war ja auch einer), der im wesentlichen der Energieversorgung diente.
Hier wurde ein großes Kohlenlager angelegt, wo mittels Loren-Hängebahn über Straße, Wupper und Werksareal die
 Kohlen dann zum Betrieb befördert wurden. Die großen Vorräte zeugen vom Hunger der Heiz- und Antriebsanlagen
und bescheren der Bahn sicherlich einen umfangreichen Ladungsverkehr. Die Fahrzeuge (im Bild einige offene Wag-
gons) mussten von der Beyenburger Strecke per Sägefahrt zum Anschluss rangiert werden. Die am Hang zwischen
 Bahnlinie und Lenneper Straße (heute B 51) gebaute Anlage ist im Gestrüpp als Torso noch vorhanden. Hinter dem
 großen Werksgelände von Bemberg erhebt sich der Ehrenberg mit seinen Ausläufern links zum Stadtteil Langerfeld.
 Wenige Jahre nach Kriegsende ist der Wald dort natürlich noch nicht wieder gewachsen (vgl. Foto mit der 221).
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

am Bockmühlberg
Volldampf voraus, und zwar am Bockmühlberg in Heckinghausen. Nach Überquerung der Wupperbrücke beginnt hier die
 recht ordentliche Steigung durchs Blombachtal nach Ronsdorf und Remscheid hinauf. Für das Dampflokpersonal war
das bestimmt kein Zuckerschlecken, und auch in der Dieselzeit geht es den Fahrzeugen mächtig in die Knochen, zu-
mal bei mieser Witterung. Dampfgeführte Züge fuhren früher oft mit Vorspann, so auch bei diesem Sonderzug, der mit
 der 052 395 an der Spitze anno 1975 den Knapp bewältigen muss. Rechter Hand gibt es noch die Verladeanlagen des
 Anschlusses der Firma Bemberg. Von hier aus wurden per Seilbahn über die (heutige) B 51 und die Wupper hinweg
 Kohlen ins Kesselhaus des Firmenareals befördert. Zwischen dem großen Baum und den Anlagen verläuft das Gleis
der Beyenburger Strecke. Etwa an der Stelle in der Kurve ging früher vor Bau der Rauenthaler Tunnelröhren links die
alte Bahntrasse ab, quer durch Heckinghausen zum “Remscheider Bahnhof” in Rittershausen (von 1868 bis 1889).
Foto VOBA

(c) Hans-Jürgen Krämer   www.bahnen-wuppertal.de

am Bockmühlberg
Nach der Rauentaler Brücke verlässt die Trasse das Tal der Wupper und nimmt die Steigung auf die Ronsdorfer Höhe
 in Angriff. Fast die gesamte Strecke führt am Hang, oberhalb der Autobahn, meist durch Waldflächen. Am Bockmühl-
berg begegnet uns am 8. Oktober 1972 die 24 009 mit einem Zug ins Oberbergische. Die Lok wurde einige Wochen
 zuvor in einer spektakulären Aktion durch den Eisenbahn-Kurier von der DDR-Reichsbahn erworben. Später kamen
viele Dampfloks der DR zu westdeutschen Museumsbahnen. Die 24 009 unternahm in diesem Herbst die ersten
 Sonderfahrten auf Strecken der Bundesbahn und tauchte anschließend in vielen Regionen der Bundesrepublik auf.
Foto Hans-Jürgen Krämer

Betrieblich war und ist die Linie weitgehend durch den Nahverkehr geprägt. Aber es gab auch durchgehende Züge ins Oberbergische (Wipperfürth - Marienheide - Gummersbach - Dieringhausen - Waldbröl). Sogar ist im Kursbuch einmal ein Eilzuglauf auf dieser Route ausgewiesen, ohne Halt in Ronsdorf und Lüttringhausen. Lokmäßig waren Fahrzeuge im großen Maße von den an den Endpunkten liegenden Betriebswerken Langerfeld, Lennep und Dieringhausen aus eingesetzt. Die Bahnstrecke wurde zuletzt in der Dampflokzeit durch Wendezüge bedient, durchweg mit der Baureihe 78 vom Bw Vohwinkel. Zeitweise gab es Durchläufe aus Essen mit der Baureihe 65 vom Bw Essen Hbf.. Mitte der 1960er Jahre wurden die Dampfrösser durch Loks der Reihe V 100 abgelöst, die in Folge etwa drei Jahrzehnte lang das Zepter übernahmen und in vielen Fahrplanperioden durchgehende Züge zwischn Remscheid und Bottrop bespannten. Seit einigen Jahren (1994) besteht ein vertaktetes Angebot mit den Triebwagen der Reihe 628/928. Diese fahren vom Wuppertaler Hbf. in Elberfeld entweder bis Remscheid Hbf. oder durch bis Solingen Ohligs (= seit Dezember 2006 der neue Solinger Hauptbahnhof). Eine spätere Elektrifizierung der Strecke ist nicht ausgeschlossen, aber derzeit nicht in Planung. Vielleicht gibt es auch einen Ausbau zur S-Bahnlinie. Zu bestimmten Zeiten sind die Züge recht ordentlich besetzt. Ein Tipp für die Radler: Steigen Sie mit dem Fahrrad an einem Bahnhof im Tal in den Zug und lassen Sie sich bequem auf die Höhen bringen!
 

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

am Hammesberg
Im Bereich Hammesberg verlässt die Strecke zunächst die letzten Häuser und führt dann weiter durch den Wald.
Im Hintergrund sehen wir bei der Ansiedlung Öhde die Wupper-Talbrücke der Autobahn A1. Unter der Brücke verläuft
die Trasse nach Beyenburg. Diese Szene kann man nur in der laublosen Jahreszeit machen (4/2002). Heute steht in-
folge des Ausbaus der Autobahn neben der alten Brücke von etwa 1960 ein weiterer Überweg gleichen Aussehens.
Foto VOBA

(c) Sammlung W.Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Blombachtal
 Vom Rauental auf Wupperniveau bis zur Linde zieht sich das Blombachtal hinauf. Schon von alters her gab es hier
 Verkehrstrassen, die heute von Eisenbahn, Bundesstraße und Autobahn genutzt werden. Domiert wird der Bereich
seit Jahrzehnten von der großen Blombachtalbrücke, die in gewaltiger Höhe den Autobahnzubringer von Ronsdorf
 bzw. Lichtscheid trägt. Das Bauwerk wurde Ende der 50er Jahre in Zusammenhang mit dem Autobahnbau der A 1
 erstellt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme im Febraur 1933 war man natürlich von diesen verkehrlichen Veränderungen
im Wuppertaler Südosten noch weit entfernt. Da war selbstredend Eisenbahnfahren an der Tagesordnung und eine
 Fortbewegung für die meisten Bürger auch nicht anders möglich. Ein toller Preußen-Zug, kurz und bündig und so
richtig für die heimische Modellbahnanlage geeignet, kommt uns hier am Hang des Blombachtals unweit von der
 Blockstelle Kastenberg entgegen. Der P 535 ist auf seiner Fahrt von Wt-Oberbarmen nach Rd-Lennep unterwegs.
 An der Zugspitze die 74 576 vom Bw Steinbeck. Ein Packwagen und drei Abteilwaggons reichen für die Nachfrage.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Wilfried Sieberg

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

in Ronsdorf
 Auf seiner Fahrt durchs Blombachtal hinauf hat die die 212 316 mit dem Übergabezug bald die südlichen Höhen er-
reicht. Wir befinden uns nicht weit entfernt von der Einfahrt zum Bahnhof Wuppertal-Ronsdorf, der letzten Station
vor der Grenze zur Nachbarstadt Remscheid. Die Häuser im Hintergrund gehören zur Ansiedlung Blomabch bzw.
 Oberblombach. Zum Aufnahmezeitpunkt gab es hier oben noch einigen Güterverkehr zu vermelden (23. Juli 1980).
Foto Wolfgang Bügel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Wuppertal-Ronsdorf
Das ist die Ausfahrt vom Bahnhof Ronsdorf in Richtung Remscheid. Die Gütergleise neben dem Personenbahnsteig
 werden nun kaum mehr genutzt. Links gibt es noch eine Verladung und ein Schrotthändler ist da im Vorbereich zu
 finden (August 1998). Die 628er waren zum Aufnahmenzeitpunkt eine “Neuheit”, weil nur vereinzelt rot lackiert.
Foto VOBA

Vom Bahnhof Wuppertal-Ronsdorf gibt es eine eigene Seite

(c) Paul Schwieder   www.bahnen-wuppertal.de

in Ronsdorf
Ein roter Brummer, der war früher auf der Remscheider Strecke regelmäßig anzutreffen. Es gab aus dem Wuppertal
Kurse nach Lennep bzw. Remscheid, aber auch durchgehende Züge nach Dieringhausen. Im Regelbetrieb waren es
aber doch lokgeführte Züge, sowohl in der Dampflokzeit als auch später mit Maschinen der Reihe V 100. Wir befin-
den uns an der südöstlichen Ausfahrt vom Bf. Wt-Ronsdorf, wo uns anno 2008 eine Museumsgarnitur begegnet.
Foto Paul Schwieder

(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

bei Remscheid-Garschagen
Der Weiler Garschagen liegt zwischen Rd-Lüttringhausen und Rd-Lennep östlich der Bahnlinie und rechts und links
der hier zu findenden Autobahn A1. Trotz des permanenten Autolärms geht es in diesem Bereich reichlich dörflich zu.
Krach machen natürlich auch die Züge, aber die Zugfolge hält sich ja insgesamt in Grenzen. Der Güterzug von Rem-
scheid nach Köln-Kalk ist diesmal mit der 215 065 bespannt (16.2.2001). Zu befördern gibt es wohl kaum etwas oder?
Foto Jürgen Grieger

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

in Lüttringhausen
Eine Lok der Reihe 212 im altroten Farbton der Ursprungsausführung schiebt einen typischen Nahverkehrszug, aus
den Silberlingen bestehend, aus Richtung Wt-Oberbarmen das Blombachtal hinauf nach Remscheid-Lennep. Die Auf-
nahme entstand am nördlichen Einfahrtsignal vom Bahnhof Rd-Lüttringhausen (Mai 1978). Im Hintergrund wieder
ein typisches Wohnhaus der hiesigen Gegend. Vergleichen Sie eine andere Perspektive beim alten 92er-Foto unten!
Foto Zeno Pillmann

(c) Sammlung H.Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

in Lüttringhausen
Zwei tolle alte Fotos aus Lüttringhausen, dem damals erst seit wenigen Jahren nach Remscheid eingemeindeten Ort,
 gleich hinter der Wuppertaler Stadtgrenze gelegen. Kenner der Szene werden die Motive sicherlich gut ausmachen
 können. Es ist der 17. Mai 1935, als der Meister aus dem Tal an die Strecke gewandert ist und seine Plattenkamera
in Stellung gebracht hat. Wieder einmal überzeugt das gute Auge des Fotografen für die schöne Motivauswahl. Beide
 Zugkompositionen wären übrigens ein äuserst dankbares Vorbild für die Modellbahner in der sog. Epoche 2. Man achte
 auf die vielen Details ringsum (u.a. Telegrafenmasten, Autoverkehr), die uns die Reichsbahnzeit dank solcher Fotos so
 lebhaft in Erinnerung bewahren lassen. Aus heutiger Sicht gibt es viele Sachen zum Bewundern und Staunen, damals
war es hingegen eine Alltags-Normalität. An dieser Stelle einmal großen Dank, Carl Bellingrodt, für die vielen Bilder!
Oben begegnet uns die 86 199 mit dem P 3625, der nur aus zwei vierachsigen preußischen Abteilwagen besteht.
Unten sind wir näher an der Bahnhofseinfahrt und erspähen diese seltsam anmutende Zusammenstellung. Vorne
mit keckem Dampf die 92 881 und dahinter der rot-beige VT 137 050. Oben die Gegenperspektive beim 212-Foto.
Fotos (2)  Carl Bellingrodt  Sammlung Helmut Brinker

(c) Sammlung H.Brinker   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lüttringhausen
Hinter hohen Bäumen versteckt sich das alte Empfangsgebäude von Lüttringhausen. Bahnmäßig waren hier einstmals
 betriebsame Zeiten, aber heute braucht die Eisenbahn das Gebäude nicht mehr. Die Güteranlagen in Lüttringhausen
 sind in den letzten Jahren ziemlich zurückgebaut worden und auch der alte Güterschuppen wurde mittlerweile abge-
rissen. Die 365 167 ist mit einer Übergabe zum Hbf. unterwegs und muss in Lüttringhausen etwas rangieren (15. Mai
 1998). PS: Im Bahnhofsgebäude haben die Eisenbahnfreunde Remscheid seit einiger Zeit ihr Domizil aufgeschlagen!
Foto Jürgen Grieger

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lüttringhausen
Kurz hinter der Stadtgrenze liegt der Bahnhof von Rd-Lüttringhausen. Er hat mit etlichen Gleisanschlüssen auch
schon bessere Zeiten gesehen. Der Tw 628/928 steht am alten Hausbahnsteig Richtung Lennep. Der Bahnsteig in
 Richtung Wuppertal war damals schon links etwas versetzt mit günstigeren Zugängen neu eingerichtet (8/1998).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lüttringhausen
Die Abkürzungen für die Remscheider
 Bahnhöfe werden heute üblichweise
mit dem von den Autokennzeichen
 bekannten “RS” geschrieben. Bahn-
bezogen, auch an Schildern wie hier
 im Bahnhof von Lüttringhausen sicht-
bar, wurde hingegen früher ein “RD”
 benutzt. Ein Bild aus einer Zeit, als
der Bahnsteig am alten Bahnhof noch
 genutzt wurde. Die Hecke als Begren-
zung zum Straßenbereich macht sich
 nicht schlecht, musste aber ob des
 Schildes wohl öfter gestutzt werden
(Foto vom August 1998).
Foto VOBA

Bf. Remscheid-Lüttringhausen
Nur ein Güterschuppen und dazu noch
in einem bemitleidenswerten Zustand.
 Aber alles ist Geschichte, denn der
Bau ist nicht lange nach dem Auf-
nahmezeitpunkt (September 1999)
 abgerissen worden. Mit ein bisschen
 Fantasie kann man sich vielleicht vor-
stellen, wie hier ehedem die Lastkraft-
wagen und noch früher die Fuhrwerke
 ihre Güter abholten bzw. hinbrachten.
 Beim Schuppen gab es eine breite
 Ladestraße. Die hat eine gewisse Be-
deutung für die VOBA-Leute. Denn
hier hat sich ein Kieswerk angesiedelt
 (siehe rechts die Vorräte), bei dem
man sich gegen einen kleinen Obolus
 feinen Kalksteinsplit für die Beschot-
terung der Gartenbahn besorgt hat!
Foto VOBA

Gleisplan Bahnhof Remscheid-Lüttringhausen
Zustand ca. 1980   (Modellbahn-Epoche 4)
Vorlage  Sammlung Michael Peplies

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lüttringhausen
Das anno 1929 nach Remscheid eingemeindete Lüttringhausen war immer ein wichtiger Standort der bergischen In-
dustrie. Entsprechend war der Bahnhof auch ausgebaut mit einigen Gleisanschlüssen in unmittelbare Umgebung. Von
der Herrlichkeit ist nicht mehr viel übrig geblieben. Am 4.6.2003 begegnet uns ein Arbeitszug in diesem Bereich. Als
 Zuglok fungiert die 294 313-2, die mit Rangierfunk und einer arbeitssparenden Rangierkupplung ausgestattet ist.
Foto Wilfried Sieberg

Die Remscheider Strecke im Netz der Bahndirektion Wuppertal (1.1.1946)
 Anschlussstrecken nach/von allen Richtungen gibt es auf den Streckenkarten der BD Wuppertal (blaue Strecken = Betriebsamt Lennep)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.)
Die gesamte Karte  - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
 

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

am Betriebswagenwerk Lennep
In Lennep gab es früher ein eigenständiges Bahnbetriebswerk für die Loks (Bw) sowie ein Betriebswagenwerk (Bww).
 Beim Bww (links) konnte man einmal dieses Motiv an der nördlichen Einfahrt zum Bahnhof Lennep einfangen, etwas
 nordwärts vom ehemaligen Bw. Das Lokwerk wurde 1960 aufgelöst und dem Bw Langerfeld angegliedert (seinerseits
 1964 aufgelöst). Das Bww wurde in den 1960er Jahren auch kassiert. Auf den Gleisen wurden aber weiterhin Wagen
 abgestellt. Die 044 644 hat mit einer Garnitur alter Eilzugwagen den “Knapp” vom Tal herauf bewältigt und darf sich
 gleich im Bf. Lennep ausruhen (24.3.1972). Interessant sind die Größenverhältnisse zwischen Lok und Waggons!
Foto VOBA

Auf ins Lokparadies: ein Besuch im Bw Remscheid-Lennep

(c) Joachim Biemann   www.bahnen-wuppertal.de

am Bahnbetriebswerk Lennep
Ein Bild in südlicher Richtung auf den Bahnhof Lennep zu, dessen Aufnahmegebäude mit dem Türmchen im Hinter-
grund erkennbar ist. Es kommt uns der N 5260 mit der 212 316-4 entgegen, der seinem nächsten Halt in Lüttring-
hausen zustrebt. Wir stehen auf der Brücke der Diepmannsbacher Straße, die räumlich die ehemaligen Bereiche vom
 Bahnbetriesbwerk und Betriebswagenwerk trennt. Das Gleis rechts ist die Verbindung zum Bww. Rechter Hand neben
 den Bäumen erkennen wir die Wand vom Lokschuppen des ehemaligen Bw Lennep. Das Betriebswerk hatte früher
 zwei Bereiche, zum einen hier an der nördlichen Bahnhofsausfahrt und zum anderen neben den Borner Bahnsteigen.
Der alte Schuppen beim Bahnhof wurde im Krieg zerstört und nicht wieder aufgebaut, aber die Fläche als Abstell-
bereich genutzt. Das im Bild sichtbare Rundhaus hat lange überlebt. Hier siedelte sich eine Firma an. An der Wand
des ex-Lokschuppens entlang ist noch das ehemalige Zufahrtgleis zur Drehscheibe erkennbar (am 22. Juli 1977)!
Foto Joachim Biemann

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lennep
Der stattliche G-Zug aus Leerwaggons mit neuroter 212 098 und einer weiteren 212 von DB-Cargo im Bf. Lennep ist
 zwar schön anzuschauen, täuscht darüber hinweg, dass der Frachtenverkehr auf der Strecke Lennep - Ohligs ganz
 dürftig ist. Auch von der Faszination der vielen früheren Betriebsgleise ist heute nicht mehr viel übrig (August 1998).
Foto VOBA

Vom Bahnhof Remscheid-Lennep gibt es eine eigene Seite

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lennep
 Ein solches Treiben im Lenneper Bahnhof könnte heute schon wahre Begeisterungsstürme auslösen, wenn...,ja wenn
es die Bahnherrlichkeit noch gäbe. Dabei ist ein derartiger Verkehr im Bahnhofsbereich auch nicht die Welt, wenn
man an die noch älteren Zeiten denkt. Solange die abzweigenden Nebenstrecken in Betrieb waren und es im Güter-
verkehr bei der Bahn noch brummte, sprich dampfte, war der Ort ein richtiges Paradies für die Bahnfreunde. Beim
Foto geht der Blick vom Personenbereich weit hinüber gen Westen zur Güterverladung. Im Abstellbereich rangiert
eine 260er, während die 211 066 sich für einen Einsatz Richtung Dieringhausen bereit machen dürfte (29.10.1986).
Und, wer einen (sehr) großen Raum zur Verfügung haben sollte: Der Bf. Lennep wäre mit den fünf Streckenästen,
dem Bw, dem Wagenwerk und den großflächigen Güter- und Abstellanlagen ein Super-Vobild für eine Modellanlage!
Foto Wolfgang Bügel

Sie haben Anschluss:   Fahren Sie mit uns weiter Richtung Solingen

Sie haben Anschluss:   Fahren Sie mit uns weiter ins Oberbergische

Infoecke:  Die Remscheider Strecke über Ronsdorf im Überblick

Linie gebaut durch die Bergisch-Märkische-Eisenbahngesellschaft (BME): Barmen-Rittershausen - Lennep (-Remscheid), Unterwegshalte in: Wt-Oberbarmen -bis 1930 Barmen-Rittershausen- (km 0,00), Wt-Ronsdorf (km 6,98), Rd-Lüttringhausen (km 9,94), Rd-Lennep (km 13,04), früher Betriebsbahnhof in Wt-Rauenthal (km 1,34); Kilometrierung betrifft die neue Trasse durch die Tunnelstrecke am Leihbusch; Eröffnung zum 1.9.1868, zunächst eingleisig mit der Streckenführung vom Bockmühlberg direkt durch Heckinghausen nach Rittershausen, Remscheider Bahnhof (Bf. etwa da, wo heute die Straße Auf der Bleiche auf die Waldeckstraße trifft); neue Streckenführung ab 3.9.1889 durch die beiden Rauenthaler Tunnelröhren, verbunden mit Neubau der Wupperbrücke bei Oehde, Vollausbau auf zweites Gleis; ab 3.2.1890 nutzt die Beyenburger Linie westlich der Wupperbrücke die Trasse bis Rittershausen/Oberbarmen mit. Ab 1.6.1890 Direktzuführung nach Langerfeld und nach Wichlinghausen durch den neuen einspurigen Langerfelder Tunnel, dadurch bekommt die Remscheider Strecke auch große Bedeutung im Güterverkehr, vor allem durch Kohlentransporte; mit der durchgehenden Verbindung der sog. oberbergischen Hauptstrecke Wipperfürth - Marienheide (ab 1902) gibt es aus dem Wuppertal etliche durchgehende Personenzüge, teilweise bis Waldbröl; der Personenverkehr ist ansonsten mehr durch regionale Aufgaben geprägt; ab den 1950er Jahren gibt es teilweise vertaktete Züge, auch mit direkten Durchläufen Remscheid - Essen im Wendezugbetrieb (BR 78.0 und 65), später nordwärts verlängert bis Bottrop (V 100); seit 1993 prägen die Triebwagen 628/928 das Bild mit derzeitigen Kursen Wuppertal Hbf. - Lennep - Remscheid Hbf./Solingen Hbf..; der Güterverkehr ist heute äusserst bescheiden geworden; immer wieder gibt es mehr oder minder vage Hoffnungen auf eine Elektrifizierung der Remscheider Strecke, vielleicht als S-Bahn(-verlängerung).
 

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Andere Strecken ohne Wuppertaler Bahnhöfe:  siehe Regionen-Seiten


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