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1. Überblick: Strecken und Bahnhöfe der BD Wuppertal
Die Strecken(teile) und auch die Bahnhofsgrößen resp. Stationsarten waren aufgrund der topografischen Gegebenheiten der Gesamtregion und der Bevölkerungsdichte in dem von der Bundesbahndirektion Wuppertal betroffenen Gebiet von ganz unterschiedlicher Natur. Das Streckennetz ist insgesamt wie in gleicher Weise bei allen Direktionen nur aus der geschichtlichen Entwicklung der Eisenbahnen zu erklären, deren Anfänge bekannterweise schon viele Jahrzehnte zurückliegen. Zum einen finden sich auch heute noch in den Stadtlandschaften recht engmaschige Netze (Düsseldorf/Wuppertal/Hagen), während sich die Züge in der Fläche des Bergischen Landes, von Sauerland und Siegerland zu großen Teilen verabschiedet haben. Bei Gründung der BD Wuppertal Anfang der 1950er Jahre bzw. in der direkten Nachkriegszeit war das natürlich anders, da die Eisenbahnen in wesenltichem Umfang den Verkehr in unseren Breitengraden zu bewältigen hatten. Die Geschichte der eigentlichen Bundesbahndirektion Wuppertal, nur etwa ein Vierteljahrhundert als Abschluss einer an sich langen Epoche, ist somit ein zeitlich begrenzter Ausschnitt in einer bestimmten westdeutschen Region, aber ein hochinteressanter, da sie in gleicher Weise die Geschichte des Strukturwandels bei der Bundesbahn widerspiegelt - und ebenso den Strukturwandel zwischen den Verkehrsträgern.
Zum Aufbau der Seite Die Seite ist sozusagen ein regionaler Rundblick, wobei uns natürlich klar ist, dass nicht “alle” Strecken und Bahnhöfe präsentiert werden können, das würde den Rahmen unseres Projektes vollkommen sprengen. Vielleicht lässt sich später aber mal irgendwie eine detailliertere Übersicht der betreffenden Linien und Stationen entwickeln. Beim besagten Rundblick gibt es einige Bilder und Infos in einer räumlichen Einteilung des Gesamtgebietes, die sich aufgrund der topografischen und verkehrlichen Gegebenheiten anbieten. Dabei ist eine exakte Unterteilung nicht möglich und durch die vielen Streckenverknüpfungen auch nicht angebracht. Die jeweiligen Fotostandorte im Gesamtnetz können Sie anhand der Streckenkarten unschwer ausmachen. Wir teilen den Gesamtraum der ehemaligen BD Wuppertal in folgende Gebiete: 1. Vom Rhein ins Bergische 2. Märkisches und Siegerland 3. Ruhr und Sauerland.
Zum Fotozeitraum Die Bilder betreffen zu einem großen Teil die Ära der existierenden Bahndirektion Wuppertal aus der Nachkriegszeit (also auch die Jahre vor der offiziellen BD Wuppertal, als sie noch Reichsbahn- und danach Eisenbahn-Direktion hieß) bis 1974 und den jeweils damit betreuten Streckenabschnitten und Bahnhöfen. Es gibt dazu (derzeit) beschaffungsbedingt einige Fotos nach Auflösung der Wuppertaler Direktion, aber mit doch typischen Zuggarnituren der ehemaligen Direktionszeit. Verstärkt handelt es sich um Bahnhofsaufnahmen, da so ein regionaler Standort meist besser nachvollziehbar ist.
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Bitte einsteigen: einmal quer durch die BD Wuppertal Hier ein Auszug des Buchfahrplans vom Sommer 1962. Es handelt sich um den D 81, der - von Frankfurt (M) her kom- mend - kurz hinter Haiger die Grenze zur BD Wuppertal passiert und dann über Siegen durch das Lennetal nach Hagen dampft und weiter nach Düsseldorf. Den Zug gab es viele Jahre, er hatte aber einen ungewöhnlicheren Lauf, denn die direkten Züge vom Main an den Niederrhein fuhren natürlich durchs Rheintal. Die Fahrzeit sagt schon einiges über die Trassierung aus, denn allein durch die BD Wuppertal war man fast 3 1/2 Stunden unterwegs! Als Fotofan hätten wir uns sicher liebend gern im Bf. Siegen postiert, denn dort wurde der D-Zug von der Dillenburger 39.0er (von Giessen vor dem Zug) auf eine 03.10 vom Bw Hagen-Eckesey umgespannt. Man darf gar nicht erst an diese Aktion denken! Interessant ist der Hinweis auf ein “Abbremsen” bei der Talfahrt über die Rampe zwischen Hochdahl und Erkrath. Vorlagen (2) Sammlung Wolfgang Bügel
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Mit dem D 81 über die Lenne Das Bild vom D 81 ist zwar einige Fahrplanperioden früher aufgenommen als unser Buchfahrplan zeigt (31.5.56), be- weist aber doch gut die Zugzusammenstellung in jenen Zeiten und einen typischen Landschaftsausschnitt der alten Ruhr-Sieg-Strecke. Von Altenhundem bis Hagen folgt die Bahnlinie dem Flusslauf der Lenne und ist auch heute für höhere Geschwindigkeiten wenig geeignet. Es handelt sich um die 23 009 vom Bw Siegen, die den Zug auf der kur- venreichen Strecke führen muss. Hinter dem Dampfross läuft ein sog. Behelfspackwagen der Bauart MD4ie mit einem Aufbau aus ehemaligen gedeckten Güterwagen. Der Meister hat sich bei Lenhausen nördlich von Finnentrop vergnügt. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Landschaft und Eisenbahn - was will man mehr? Die Aufnahme stammt zwar aus der Nachzeit der BD Wuppertal, ist aber ein Indiz für die attraktive Landschaft des Sauerlandes und der dort verkehrenden Bahnen. Soweit sie noch fahren, muss man allerdings zugeben. Im Hönnetal finden wir eine jener Strecken, die sich bis heute gehalten hat und einen doch recht ansehnlichen Taktverkehr an- bietet. Die Linie von Frönderberg über Menden nach Neuenrade war jahrzehntelang das Einsatzgebiet der Dampfloks vom Bw Fröndenberg und hier speziell der starken Baureihe 93.5. Nach den Dampfern übernahmen im planmäßigen Personenbetrieb die roten Brummer das Terrain, bis sie Mitte der 1980er Jahre von Wendezügen und 212ern abge- löst wurden. Wir befinden uns bei der Ortschaft Garbeck, südlich des bekannten Reiterstädtchens Balve (um 1983). Foto Christoph Riedel
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Neubaudampf im Sondereinsatz Am 5. April 1969 gab es die traditionelle Karsamstagfahrt des Kölner Bahnvereins FEK. Zunächst fuhr man mit der 55 4220 aus Gremberg und einer ausgewählten Wagengarnitur durchs Aggertal über Dieringhausen nach Olpe. Hier über- nahm die 065 013 die Fuhre. Wir stehen am Bahnsteig der Kreisstadt und können die formschöne sog. Neubaulok der DB bewundern. Der “Neubau” betraf die Lokomotiven der Bundesbahn, die in den 1950er Jahren als Entwicklungen der Nachkriegszeit zum Einsatz kamen, das waren die Baureihen 10 (2), 23 (105), 65 (18), 66 (2) und 82 (41), gesamt 168 Loks. Die optisch frisch aufbereitete 65er führte den Zug dann Richtung Sieg und Westerwald. Just im Monat der Aufnahme wurde die anno 1951 von Krauss-Maffei gebaute Lok vom Bw Limburg nach Darmstadt umstationiert. Foto VOBA
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Mit “großen Ohren” in die Neuzeit Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 23. August 1949 gab es offiziell immer noch eine “Reichsbahn”-Direktion in Wupper- tal, aber die politische und gesellschaftliche Neuzeit war bekanntlich bereits angebrochen. Technisch-betrieblich waren die Eisenbahnen weiterhin mit einer Aufbereitung der teilweise zerstörten Strecken und vieler Fahrzeuge voll beschäftigt. Die Dampftraktion hatte zu jener Zeit natürlich vollkommen die Betriebs-Oberhand, die ersten Neubau- Dieselloks folgten erst ab 1952. Wir stehen hier an einem Einschnitt bei Opladen und können einen tollen Güterzug betrachten, der sehr gut die Übergangszeit zwischen alter Reichsbahn- und moderner Bundesbahnära widerspiegelt. Viele Dampfloks haben ihre “großen Ohren” (Windleitbleche der Bauart Wagner), es gibt bei der Baureihe 50 weder ein drittes Spitzenlicht noch einen Kabinentender. Hinter der Loks der übliche Packwaggon, darauf ein gedeckter Wagen vom Typ G 10, der noch ein Bremserhaus trägt. Interessant für Nachbauwillige sind die recht “mickrigen” Telegrafenmasten. Die 50 1755 wird in der Liste für das Jahr 1950 im Bestand vom Bw Köln Kalk Nord ausgewiesen. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Dampf auch aus anderen Rohren Gute Erfahrungen mit den beiden Prototypen 42 9001 und 9002 führten bei der DB zum Umbau von 31 Maschinen der Reihe 50, die nach der Franco-Crosti-Methode zusätzliche Rauchgasvorwärmer unter dem Hauptkessel bekamen. Die Rauchgase strömten dann nicht mehr direkt zum Schornstein, sondern über die Rauchkammer und den Vorwärmkessel zu einem separaten seitlichen Schornstein (auf der linken Lokseite). Die Maschinen hatten dadurch ein ungwöhnliches Aussehen. Umgebaut wurde zunächst die 50 1412 in die 50 4001 (1955), anno 1958/59 wurden die anderen dreißig 50er verändert. Zu finden waren sie vornehmlich auf den Rollbahnen in Norddeutschland. Zuletzt gab es Einsätze vom Bw Hamm aus. Die 50 4018 begegnet uns am 4. Juni 1966 mit einem gedeckten Güterzug bei Westhofen. Foto Helmut Dahlhaus
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Schattenspiel in der bergisch-märkischen Pampa Die anno 1910 eröffnete Linie zwischen Radevormwald und Oberbrügge hat in der Zeit ihres Lebens immer schon be- scheidenen Personenverkehr gehabt. Bereits im Mai 1964 wurde diese Beförderung eingestellt. Etwas Güterverkehr war noch bis Beginn der 1970er Jahre, danach wurden die Gleise zwischen Rade und Halver vollständig abgebaut. Hier ein Bild aus Schwenke an der Grenze zwischen bergischer und märkischer Region und soeben in Westfalen gelegen. Der VT 95 ist am 17. März 1963 im “Straßenersatzverkehr” im Einsatz, als der Autoweg renoviert wurde. Die Gegend hier ist auch heute noch ziemlich dünn besiedelt, so dass böse Zungen früher zuweilen von einer “Pampa” sprachen. Foto Wilfried Sieberg
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Mit Preußen-Dampf durchs Oberbergische Wir sind am 24. Februar 1951 auf einer Fototour im Bahnhof von Rösrath. Die Gemeinde liegt im Sülztal an der heu- tigen sog. Aggertallinie von Köln nach Gummersbach. Den ersten Bahnanschluss gab es allerdings von Bergisch- Gladbach her und führte weiter das Sülztal hinauf nach Lindlar. Seit einigen Jahren gehört die Ortschaft zur Aggglo- meration des Großraums Köln. Eine fotogene Garnitur des P 1166 konnte der Fotograf hier festhalten. Die P 8 weist mit Tender und Windleitblechen noch die Merkmale der Reichsbahnzeit auf, der Wagenpark erinnert auch stark an alte Zeiten. Die Region gehörte trotz der Nähe zur Domstadt zum südwestlichen Zipfel der Bahndirektion Wuppertal, war aber zum Zeitpunkt der Aufnahme dem Betriebsamt Köln-Deutz 2 unterstellt, eine etwas kuriose Situation. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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2. Strecken und Bahnhöfe: vom Rhein ins Bergische
Im Westen gehörte der Bereich Düsseldorf zur Direktion und somit ein Teil der bis in unsere Zeiten eminent wichtigen Verbindung zwischen dem Kölner Raum und dem Ruhrgebiet. Weiter geprägt wurde der westliche Teil dazu von den aus Köln und Düsseldorf kommenden bedeutenden Linien durchs Wuppertal Richtung Hagen, auch heute noch ein Teil der schnellsten Trasse zwischen Köln und Berlin. Alle anderen Strecken in dieser Region galten eher als Nebenstrecken, wenn sie auch offiziel teilweise als Hauptbahnen eingestuft waren. Nördlich gehörte dazu das Bahnnetz im Niederbergischen mit der Verbindung von Wuppertal nach Essen, heute sehr geschrunpft, aber mit einer S-Bahn erschlossen. Von den Großstädten Solingen und Remscheid zieht sich das Bergische Land südwärts hin bis zur Sieg mit der ehedem zentralen sog. oberbergischen Hauptbahn (Rd-Lennep - Marienheide - Dieringhausen - Waldbröl) sowie der querenden, noch in Betrieb stehenden Aggertallinie von Gummersbach nach Köln. In diesem Bereich fanden sich auch etliche Stichbahnen, die neben dem Berufs- und Schülerverkehr teilweise stark von Ausflüglern frequentiert wurden.
Hinweis: Ein großer Teil des abgesteckten westlichen Gebietes der früheren Bundesbahndirektion Wuppertal wird auf dieser WebSite abgedeckt durch spezielle Seiten, die sich auf den Fixpunkt Wuppertal bezogen mit den umliegenden “Strecken” und “Regionen” beschäftigen. Auf diesen vielen Seiten finden Sie unzählige Infos und Bilder, davon etliche von vor 1974.
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Nachkriegs-Streckennetz der Reichsbahndirektion Wuppertal (1. Januar 1946) (Bereich West, nördliche und südliche Region)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.) Diese Streckenkarte - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
Betriebs-Ämter (farblich unterlegt): gelb Nord: Wuppertal 2, gelb Süd: Köln-Deutz 2, blau West Düsseldorf, blau Mitte: Lennep, blau Nord-Ost: Hagen, blau Süd: Olpe, rot Mitte-Nord: Wuppertal 1, rot Ost: Brügge Privat-/Kleinbahnen: 1 = Kreis-Altenaer-Eisenbahn, 3 = Bielstein-Waldbröl, 4 = Engelskirchen-Marienheide, 5 = Gummersbacher Kleinbahnen, 7 = Langenfeld-Monheim-Rheindorf, 9 = Opladen-Lützenkrichen, 14 = Wt. Loh-Hatzfeld, 15 = Wt. Ronsdorf-Toelleturm/Klarenbach-Müngsten
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Die Schiefe Ebene im Bergischen Bis in die 1970er Jahre hienein fuhren die Bahnfans in Massen an die sog. Schiefe Ebene der Strecke Lichtenfels - Hof, um die letzten 01er im Volleinsatz zu erleben. Fast vor der Haustür, zwischen Erkrath und Hochdahl der Linie Düsseldorf - Wuppertal, gibt es auch eine solche Steilstrecke, die aber bereits seit dem Mai 1963 unter Fahrdraht ist. Wir sind wenige Wochen zuvor in Erkrath, wo die Dampfloks noch im Schiebedienst eingesetzt sind. Im Bild ein Personenzug von Mönchengladbach nach Hagen, bestehend aus VT 36 und Beiwagen VS 145 vom Bw Wt-Steinbeck. Wer die alten Hobel noch erlebt hat, kann sich gut vorstellen, wie die nun die Rampe herauf heulen. Als Unterstüt- zung dazu muss die 44 096 vom Bw Wt-Vohwinkel herhalten. Ab 26.5.1963 kamen E 40 im Schubdienst zum Einsatz. Der durchgehende elektrische Betrieb zwischen Düsseldorf und Wuppertal wurde erst Ende Mai 1964 aufgenommen. Foto Wilfried Sieberg
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Auf der oberbergischen Hauptbahn Hauptbahn - das riecht irgendwie nach Bedeutung und viel Verkehr. Nun gut, vieles ist bekanntlich relativ, so auch in diesem Fall. Die Sache ist wohl mehr geografisch zu sehen und meint die Strecke von Remscheid über Wipperfürth und Marienheide nach Dieringhausen, die als “Hauptachse” einmal quer durchs Oberbergische geht. Besonders gro- ßen Verkehr fand man hier nie, sondern es war mehr eine regionale Nebenbahn, auf der es zeitweise mal einen Eil- zuglauf gab. Zwischen Lennep und Wipperfürth liegt das hübsche Städtchen Hückeswagen, so eine typische ber- gische Ansiedlung. Der Zug mit der 211 228 vom Bw Dieringhausen ist ein Sinnbild der Strecke in den 1960/1970er Jahren mit roter V 100 und Umbauwagen. Am 21.8.1976 war die Herrlichkeit der BD Wuppertal allerdings Geschichte. Foto Thomas und Herbert Kugel
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Bergisch-Märkisches Gemeinschaftswerk Ab Mitte der 1960er Jahre begann das Zeitalter der vielen Sonderfahrten speziell für Eisenbahnfreunde. Zu damaligen Zeiten waren das keine Schunkelreisen oder Museumszüge, sondern man präsentierte meist mit viel Liebe und Über- legung ausgewählte Zuggarnituren oder entsprechend ausgetüftelte Streckenabschnitte. Es kamen überwiegend Dampfloks zum Einsatz, vielfach jene, deren Abstellung bald bevorstand und die dann zu “Abschiedsfahrten” einlu- den. Am 26. Oktober 1969 gab es eine interessante Tour über bestimmte Strecken der BD Wuppertal mit der 055 567 vom Bw Hohenbudberg und der 57 2070 vom Bw Bestwig/Ast Hagen Gbf. (Düsseldorf - Hagen - Lüdenscheid - Marienheide - Düsseldorf/Hagen). Interessant waren am Abend von Rd-Lennep die “Flügelzüge” mit der 55.25 über Solingen nach Düsseldorf und der 57.10 über Wuppertal nach Hagen. Ein Bild von der Schnittstelle zwischen Mark und Berg. Der Bf. Meinerzhagen liegt zwar noch im Westfälischen, aber in Bälde geht es in die rheinische Region. Foto VOBA
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Herbstdunst in der Röntgen-Stadt In Lennep, seit Jahrzehnten ein Stadtteil von Remscheid, gab es bis 1960 ein eigenes Bahnbetriebswerk, das bis 1964 als eine Außenstelle vom Bw Wt-Langerfeld geführt wurde. Das ältere Areal war in der Nähe der Borner Kopfgleise am Bahnhof angesiedelt, ein zweiter Schuppen später nördlich an der Ausfahrt Richtung Lüttringhausen. Nach Aufgabe der Dampftraktion wurde beim Bw-Teil am Bahnhof eine Anlage zur Betankung der Dieselloks und Triebwagen erbaut, auch wurden hier regelmäßig Fahrzeuge abgestellt. Wir sind am 8. Oktober 1972 zum ehemals wichtigen Bahnknoten gefahren und können beim herbstlichen Licht einige Dieselloks vom Bw Wt-Steinbeck festhalten, u.a. die 236 231 und 236 204. Im Hintergrund an der Südausfahrt erkennen wir das Stellwerk “L”. Heute ist die Bahnherrlichkeit dahin. Foto Manfred Thielen
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Im Abteil durchs Niederbergische Eine tolle Bahnidylle, wie sie die Dampflokfreunde so sehr lieben. Und eine für Carl Bellingrodt ebenso typische Land- schaftsaufnahme, für die er offenbar ein besonderes Auge entwickelt hatte. Ein Ausflug führte ihn am 18. Mai 1953 an die Nebenbahn von Wt-Vohwinkel nach Wülfrath - Velbert. Die Aufnahme entstand im Abschnitt zwischen dem Abzweig Aprath an der Essener Linie und Wülfrath, unweit der Ansiedlung Schlupkothen. Im Bild die 78 473 vom Bw Vohwinkel mit dem P 2655. Die preußischen Abteilwaggons erinnern an alte Länderbahnzeiten und vermitteln uns ein Bild vom Bahnverkehr, wie er hier in der niederbergischen Region wohl für Jahrzehnte üblich war. Auch hinsichtlich der Landschaft mit den verstreuten Häusern im bergischen Baustil scheint die Zeit irgendwie stillgestanden zu sein. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Von der Wupper an die Seine Hört sich gut an und macht Vorfeude auf eine interessante Reise in eine damals besonders für Jugendliche “heiße” Stadt (wohl mehr als in der Gegenrichtung!). Wer genug Zeit und die nötigen Groschen hatte, konnte den D 182 in Wuppertal-Oberbarmen besteigen (Abfahrt 14.53 Uhr) und war dann um 22.06 Uhr in Paris Nord. Als der Zug im Juni 1966 aufgenommen wurde, fuhr der erst seit wenigen Tagen über die Wupperstrecke und nicht mehr durchs Ruhrge- biet. Im Hintergrund eine nicht vom Krieg zerstörte Häuserzeile mit variantenreichen Fassaden. Das Stellwerk “Ro” (= Rittershausen Ost) verweist auf die Bahnhofsbezeichnung bis 1930. Die Brücke gibt es erst seit wenigen Jahren im Zuge der Autobahnanbindung. Die E 10 152 ist gerade mal zehn Jahre alt und im Bw Köln-Deutzerfeld zu Hause. Foto VOBA
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Bergischer Winterzauber Östlich der Kräwinkler Wupperbrücke führte die sog. Beyenbugrer Strecke bergan zum Bahnhof Radevormwald. Bis 1964 gab es noch Personenverkehr auf dem weiteren Abschnitt bis nach Brügge. Die Linie wurde schon recht früh mit den roten Brummern vom Bw Wuppertal-Steinbeck bedient (1953 wurden die ersten VT 95 dort stationiert), oft mit Mehrfachgarnituren. Zu bestimmten Zeiten gab es für die Schüler und Berufstätigen weiterhin lokbespannte Per- sonenzüge. Aufgrund der vielen Gleisanschlüsse wurde die Strecke gütermäßig recht gut bedient. Im Bild eine Tw- Einheit aus VT 95 und Beiwagen VB 140, sehr gut erkennbar an der gegenüber dem Triebwagen knapperen Länge (1963). So schön das Motiv ist, kommen Sie nicht auch ins Frösteln? Dank sei dem Fotografen für seinen Einsatz! Foto Wilfried Sieberg
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Eine typische Nebenbahngarnitur Die Reichsbahn stattete knapp 700 Maschinen der robusten preußischen Baureihe G 8.1 mit einer Vorlaufachse aus, womit sie mit 70 km/h auch im Personendienst eingesetzt werden konnten. Von der Bezeichnung her wurden die Loks im Gegensatz zu ihren Schwestern (BR 55.25) nun als Reihe 56.2 immatrikuliert. Ein solches Dampfross begegnet uns im Frühjahr 1951 bei der Einfahrt in den Bahnhof Hoffnungsthal, wo die Nebenbahn nach Lindlar von der Aggerstrecke abzweigt. Mit den Plattformwagen und dem obligatorischen Gepäckwaggon erinnert die Zuggarnitur mehr an die Vor- kriegszeit. Die 56 566 gehörte damals zum Bw Dieringhausen. Eine faszinierende Wolkenbildung prägt das Motiv. Ob der Meister hier wohl etwas nachgeholfen hat, auch bei der Rauchfahne neben den Gleisen? Die Retuschierkünste des Fotofachmanns waren ja gut bekannt. Kein Vorwurf, ein Motiv erster Klasse, das für die Nachwelt eingefangen wurde! Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Unterwegs mit dem letzten Mohikaner Die Baureihe 78.0 war eine ganz typische Vertreterin auf vielen bergisch-märkischen Strecken. Und robust war sie, die T 18, so ein richtiges Arbeitstier. Im Raum zwischen Essen und Remscheid war sie vielfach im Wendezugverkehr anzutreffen, zunächst mit umgebauten Bi-Donnerbüchsen, später dann mit den üblichen vierachsigen Steuerwagen. Beim Bw Wuppertal-Vohwinkel hielt sich bis November 1967 die 78 159 (Vulcan 1919), wobei der reguläre Einsatz aber Ende Mai des Jahres endete. Die letzten Personenzüge wurden auf der Rheinischen Strecke sowie auf der sog. Kohlenbahn nach Hattingen gefahren. Und von dort kommt kurz vor Toresschluss der Nahverkehrszug angefahren. Im versteckten Haltepunkt von Wt-Nächstebreck ein kurzer Stopp und dann geht es weiter hinab ins vertraute Tal. Foto Helmut Dahlhaus
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Man fährt wieder “über die Wupper” Der Ausdruck “über die Wupper gehen” wurde im Tal oft mit dem Begriff des Absturzes und des Scheiterns in Verbin- dung gebracht. Wollen wir mal im Dunkeln lassen, welche Ortsteile oder Mitbürger wohl damit in erster Linie im Hinter- kopf gemeint wurden, es war und ist ja immer eine Sache der Sichtweise. Vor dem Hintergrund der Kriegszerstörun- gen dürfte der Ausdruck aber für viele Ereignisse, Gegenden und persönliche Verhältnisse zugetroffen haben. So auch bei der Wupperbrücke zwischen Opladen und Leichlingen. Sie konnte zunächst nur als Hilfskonstruktion errichtet wer- den und man musste entsprechend langsam die Stelle passieren. Hier sieht die Sache schon besser aus, denn an den Widerlagern für eine neue Brücke wird gebaut. Der Meister konnte am 23. August 1949 dieses interessante Zeitdoku- ment festhalten. Über die Brücke fährt gerade der VT 60 508. Die Aufzeichnungen weisen eine Probefahrt aus, wohl nach Instandsetzung vom AW Opladen. Diese Vorkriegstriebwagen fuhren bei der DB bis Anfang der 1970er Jahre. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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3. Strecken und Bahnhöfe: Märkisches und Siegerland
Der hier betroffene Raum war so etwas wie der Mittelteil der BD Wuppertal. Zentrale Bedeutung, besonders für den Güterverkehr, hatte die Ruhr-Sieg-Strecke von Hagen nach Siegen und weiter Richtung Giessen/Frankfurt. Sie gilt auch heute noch als wichtige Abfuhrstrecke zwischen dem Ruhrgebiet und Süddeutschland. Westwärts von Siegen ging es durchs Siegtal in den Kölner Bezirk, wobei der Bereich um Betzdorf nur zwischen 1971 und 1974 zur BD Wuppertal zählte (vorher der BD Mainz zugehörig). Rechts und links der durchs Lennetal führenden Ruhr-Sieg-Strecke gab es zahlreiche Nebenlinien in die Region (auch einige private Kleinbahnen). Ähnliche Verhältnisse prägten auch die südöstlichen Gebiete von Sieger- und Wittgensteiner Land. In östlicher Richtung hatte die Trasse von Kreuztal Richtung Endtebrück und weiter ins nördliche Hessen früher eine gewisse regionale Bedeutung und soll heute als “Rothaarbahn” an bessere Zeiten anknüpfen. Zahlreiche Nebenbahnen hatten vor der automobilen Zeit lebhaften Ausflusgverkehr zu verzeichnen. Das märkische Bergland wird geografisch meist zum westlichen Ausläufer des Sauerlandes gezählt.
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Nachkriegs-Streckennetz der Reichsbahndirektion Wuppertal (1. Januar 1946) (Bereich Mitte, nördliche und südliche Region)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.) Diese Streckenkarte - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
Betriebs-Ämter (farblich unterlegt): gelb Nord: Altena, blau Ost: Arnsberg, blau Nord-West: Hagen, blau Süd-West: Olpe, rot Nord: Schwerte, rot Mitte-West: Brügge, rot Süd: Siegen Privat-/Kleinbahnen: 1 = Kreis-Altenaer-Eisenbahn, 2 = Eisern-Siegener-Eisenbahn, 5 = Gummersbacher Kleinbahnen, 6 = Hohenlimburger Kleinbahn, 8 = Neheim-Hüsten-Sundern, 10 = Plettenberger Kleinbahn, 11 = Siegener Kreisbahn, 12 = Weidenau-Deuz-Irmgarteichen, 13 = Westig-Ihmert-Altena
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Direktions-Intermezzo Der Bereich um Betzdorf an der Sieg gehörte für einige Zeit Anfang der 1970er Jahre zur BD Wuppertal. Hier stößt das Bundesland Rheinland-Pfalz etwas in die bergisch-märkischen Gefilde. Die Streckenabschnitte samt Bw Betzdorf waren lange Zeit der BD Mainz unterstellt. Diese Direktion gehörte mit zu den ersten, deren Schicksal besiegelt wurde. So kam die Wuppertaler Verwaltung zur fragwürdigen Ehre, für einige Jahre (1971-1974) Weisungen geben zu dürfen, bis sie selber das Zepter abgeben musste, in diesem Fall an die BD Essen. Zur Zeit des Fotos im April 1969 war man also - direktionsbezogen - quasi auf ausländischem Boden vor der baldigen Einbürgerung. Die 044 592 scheint dies wenig zu stören, denn sie befindet sich auf jeden Fall in der Heimat, das Bw liegt nur wenige Schritte entfernt. Foto VOBA
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Liebesgrüße aus Bayern Der Verschiebebahnhof von Hagen-Vorhalle war früher eine zentrale Drehscheibe für den immer schon sehr intensiven Güterverkehr zwischen dem Ruhrgebiet und Süddeutschland. Über die Rollbahn der Ruhr-Sieg-Strecke wurden von hier oder hierhin unzählige Frachtenzüge gefahren und vielfach im Bahnhof für weitere Destinationen zerlegt bzw. aus ver- schiedenen Richtungen zusammengestellt. Bekanntlich hatte das Bahnbetriebswerk gleich nebenan eine ganz wichtige Aufgabe zu erfüllen. Nach Elektrifizierung der besagten Linie im Mai 1965 änderte sich an den Zugrelationen zunächst wenig, aber es gab halt im Betrieb eine andere Traktionsart. Die Elloks konnten bekanntlich wesentlich längere Ein- sätze fahren als die unterhaltungsintensiven Dampfloks und so kam es, dass bald auch Maschinen aus süddeutschen Werken im Hagener Raum auftauchten. Die Loks der Reihe E 94 gehörten bei den Bahnfans zu den “alten” Elloks der Reichsbahnzeit und waren außerhalb der üblichen Einsätze südlich der Mainlinie jahrelang etwas Besonderes. Wobei die E 94 285 gar nicht so alt war, denn sie gehörte zu Nachbauserien der Bundesbahn aus den Jahren 1954 bis 1956. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 16. Juli 1968 war die Lok beim Bw Aschaffenburg stationiert, “soeben in Bayern”. Foto Wilfried Sieberg
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Der Nebenbahnretter - ein Schrecken vieler Fotofreunde Die meisten Eisenbahnfans sind Nostalgiker und trauern den alten Bahnzeiten nach in einer Mischung aus Träumerei, Verklärung und Vermutungen. Ja, was wäre wohl gewesen, wenn man damals bereits eine gute Kamera besessen oder die Wolke sich nicht gerade vor die Sonne geschoben hätte, geschweige denn eine andere Loktype vor die Linse ge- fahren wäre? Man könnte stolz sein wie Oskar und bei den Verlagen damit “richtiges Geld” verdienen! Nostalgie hin oder her: Die roten Einheiten VT 95 und VT 98 waren früher sicherlich solche Fahrzeuge, denen man besser aus dem Weg ging, denn überall tauchten sie auf und waren mehr so “halbe Züge”. Besonders ärgerlich war es, wenn man an sich eine Dampflok vor dem Zug erwartet hatte oder zumindest eine schöne Wagengarnitur mit einer V 100. Wie sich die Zeiten ändern können, heute ist jeder Bahnfreund froh, wenn die Brummer auftauchen und an die alten DB-Zeiten erinnern. War die Nachfrage groß genug, fuhren die Triebzüge vielfach in Dreier- oder Vierereinheiten herum. So auch im Bahnhof Olpe, Mitte der 1980er Jahre. Von Finnentrop her gibt es heute noch einen Anschluss für Reisende. Foto Christoph Riedel
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Ein pfiffiges Ensemble: Stellwerk mit Brücke Stellwerke mit angebauten Signalbrücken hat es früher gar nicht mal so selten gegeben. Man konnte verschiedene Formen bzw. Zusammenstellungen finden. Hier eine ganz prächtige Konstellation im Bahnhof von Iserlohn, was für die Modellbauer ein gefundenes Fressen sein dürfte. Nicht minder interessant ist der Zug mit der 64 079 und den alten Personenwagen. Der Gepächwaggon im P 1341 sieht gar vorsintflutlich aus, schließlich ist es der 5. Juli 1951 und die “Neuzeit” ist eigentlich schon angebrochen. Auf vielen Nebenbahnlinien sah man aber noch bis Anfang der 1960er Jahre derartige Zuggarnituren, die DB hatte halt noch zu wenig Neubau- oder zumindest Umbauwaggons. Iserlohn lag und liegt eisenbahnmäßig eher abseitig der Hauptlinien. Die Dampflok war damals im Bw Schwerte beheimatet. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Rot-Schwarze DB-Zeit Zugegeben, die unzähligen Privatbahnloks auf unseren Strecken vermitteln mittlerweile ein vielschichtiges Erschei- nungsbild der Bahnen und manche Maschinen sind sehr ansprechend lackiert. Die alte Bundesbahn der 1950/1960er Jahre machte es sich da einfacher, aber die Farben hatten es in sich. Kräftig im Farbton und meist auch ordentlich gepflegt fuhren die Maschinen durch die Lande, die Dampfloks natürlich in Schwarz, die moderne Traktion im beliebten Rot, Blau und Grün. Alles klar strukturiert und für jeden erkennbar. Mancher Zeitgenosse sehnt sich förmlich in jene Zeiten zurück, wenn sie auch im persönlichen und politisch-gesellschaftlichen Umfeld oft gar nicht so schön waren, wie rückblickend meist “positiv verzerrt”. Im Bild sehen wir eine Komposition, die zwar durchaus zu finden war, aber nicht so alltäglich. Die 260 894 leistet der 052 626 bei einem schweren Güterzug die notwendige Unterstützung (14. August 1975). Wir befinden uns im schönen Städtchen Freudenberg unweit der Grenze zu Rheinland-Pfalz gelegen, nach vielen Restaurierungsaktionen seit Jahrzehnten eine beispielhafte Ansiedlung in bergisch-märkischem Fachwerk- stil. Die Trasse zwischen der Sieg und Olpe waren mit die letzten Einsatzgebiete der Dampfloks vom Bw Betzdorf. Foto Wilfried Sieberg
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Lok-Faszination im Lennetal Ein beeindruckendes Motiv, das hier im Jahre 1961 (genau 100 Jahre nach Betriebseröffnung der Ruhr-Sieg-Strecke) im Bahnhofsbereich von Finnentrop angefertigt wurde. Die 03 1008 (Firma Borsig 1940) vom legendären Bw Hagen- Eckesey ist mit ihrem Eilzug auf der Fahrt südwärts nach Siegen. Die Station war ein Bahnknoten mit den beiden Nebenbahnen Richtung Olpe (1875) und Wennemen (1911). Wie bei einer solchen Konstellation meist üblich gab es auch hier ein Bw, das 1976 geschlossen wurde. Die 03.10er mit DB-Neubaukessel waren ja nur relativ kurz auf den Schienen unterwegs und in einer begrenzten Region, so dass viele Bahnfreunde sie nie zu Gesicht bekommen haben. Angesichts einer solchen Aufnahme dürfte es aber klar sein, warum die Lok einen beachtlichen Fan-Club besitzt! Foto DB Säuberlich Sammlung VOBA
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Bahnknoten im Volmetal Die Ortschaft Brügge im Volmetal (heute zu Lüdenscheid gehörig) war früher ein regionaler Bahnknoten. Bis Mitte der 1950er Jahre gab es hier auch ein eigenständiges Bahnbetriebswerk. Einen Bahnanschluss bekam man 1874 mit Fertig- stellung der Linie von Hagen. Anno 1880 ging es weiter hinauf nach Lüdenscheid und die steile Trasse hat(te) es in sich. Viele Züge mussten hier nachgeschoben werden. Südlich fuhren die Züge ab 1891 weiter nach Oberbrügge und durch ins Aggertal bis Dieringhausen dann 1893. Im Jahre 1910 wurde die Linie Richtung Halver eingeweiht mit An- schluss nach Wipperfürth und Radevormwald. Verschiedene Planungen, eine Strecke ins Lennetal zu bauen, wurden nicht mehr verwirklicht. Wir stehen am 25. April 1965 am Gleis 4 auf dem Bahnhof von Brügge. Zu jener Zeit wurden noch einige Personenzüge mittels der Dampftraktion gefahren. Die 50 876 war damals im Bw Hagen Gbf. stationiert. Foto Christoph Riedel
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Oh Täler weit, oh Stauseen tief ... Typischere Bilder für Großteile von Berg, Mark und Sauerland gesamt abseits der städtischen Ansiedlungen kann man kaum finden. Viele Hügel, viel Wald und viele Seen - eben eine “erkleckliche Menge an Landschaft”. Im vorliegenden Fall erkennen wir eines der zahlreichen aufgestauten Gewässer, die als Trinkwasserreservoire, als Rückhaltebecken oder als Freizeitparadiese fungieren. Wir sind am Biggesee, der nicht nur bei Eisenbahnfans eine besondere Stellung einnimmt. Denn beim Bau der Talsperre mussten etliche alteingesessene Bewohner ihre bekannte Heimat verlassen, und auch die Bahnstrecke zwischen Attendorn und Olpe musste in Teilen aufgelassen werden. Damals war es aller- dings noch nicht an der Tagesordnung, diese Art von Vorhaben gleich zur Stillegung der Linie “zu nutzen”, sondern man baute eine neue Trasse um den See herum bzw. neue Brücken über geflutete Seitentäler. Diese Aktionen fan- den statt zwischen 1957 und 1964. In diesem Bereich erspähen wir eine Lok der BR 211 mit einem ziemlich “durch- sichtigen” Personenzug. Zum Zeitpunkt der Tour am 18.3.1979 gehörte die Strecke allerdings bereits zur BD Essen. Foto Markus Behrens
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Zwischenhalt im Siegerland Die Stadt Kreuztal liegt eisenbahnbezogen gesehen an der Ruhr-Sieg-Linie, etwas nördlich von Siegen. Seit 1861 können die Bewohner die Eisenbahn benutzen. Kreuztal wurde dann eine Abzweigstation, als die Trasse Richtung Hilchenbach eröffnet wurde (1884). Bis 1953 gab es im Ort ein Bahnbetriebswerk. Im Bild eine klassische Lok der Reichs- und natürlich auch der Bundesbahn, “die 01”. Die Ordnungsnummer weist die Maschine der ersten Serie zu und sie wurde 1926 von Borsig abgeliefert. Mit einem Eilzug konnte sie anno 1963 fürs Archiv festgehalten werden. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Lok in Dillenburg stationiert, einem klassischen “aus-der Mitte-heraus”-Bw. Foto Hans-Dieter Andreas
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Rangierdienst im Schatten der Dampfloks Wir sind im Bahnhof von Altenhundem im Lennetal. Für den Normalbürger wohl eher mit einem Fragezeichen verbun- den, war der Ort früher jedem Eisenbahnfreund in unserer Region allzu gut bekannt. Denn hier waren über Jahre hin- weg “Massen von 44ern” stationiert, von denen beim schweren Güterdienst auf der Ruhr-Sieg-Strecke alles abver- langt wurde. Zum Zeitpunkt der Aufnahme am 12. Juni 1965 ist die große Dampflokherrrlichkeit aber schon vorbei, denn einen Monat zuvor wurde der elektrische Betrieb auf der wichtigen Rollbahn aufgenommen. Da am Anfang noch nicht genügend Elloks zur Verfügung standen, wurden für kurze Zeit noch einige Güterzüge mit den Jumbos gefahren. Die Kohlenberge im Hintergrund zeugen vom Hunger der Rösser. Der Bahnhof selbst war Knotenpunkt mit zwei abge- henden Nebenbahnlinien. Die V 36 206 macht einen sehr guten Zustand und scheint vor nicht allzu langer Zeit im AW gewesen zu sein. Und was macht Altenhundem heute? Die Zeiten der großen Dampfwelt sind längst vergessen, aber dafür wohnt man quasi in einer anderen weiten Welt: “L.A.” = Lennestadt-Altenhundem, wo denn sonst ...? Foto Wilfried Sieberg
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Symmetrie im Bahnbereich Das Stellwerk “Lo” (Letmathe Ost) in seiner symmetrischen T-Bauform wirkt für sich genommen recht nüchtern und hebt sich sichtbar ab von den meist ungleichen und oft verwinkelten Typen resp. Baustilen der vergangenen Zeiten. Interessant wird das Ensemble mehr durch seine Umgebung, die unzweifelhaft noch den Zeitgeist der Dampflokära ausstrahlt. Wer genau hinschaut, wird eine Fülle von Details entdecken, besonders wichtig, wenn man solches auf der Modellbahn nachbilden möchte. Einfahrt im Verzweigungsbahnhof Letmathe hat die 41 355 mit dem D 83. Rechts stehen etliche Kalkwagen, die üblicherweise als Pärchen verkehrten. Interessant ist die abweichende Höhe des mittle- ren Signals, wahrscheinlich begründet durch das Stellwerk als Hintergrund, um sich dagegen abzusetzen (21.8.1949). Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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4. Strecken und Bahnhöfe: Ruhr und Sauerland
Mit diesem Raum beschreiben wir den östlicheren Teilbereich des ehemaligen Direktionsbezirkes. Zentrale Bahnlinie war hier die Linie von Schwerte über Arnsberg durch das Sauerland nach Scherfede/Warburg und außerhalb der BD-Grenzen weiter ins Weserbergland bzw. nach Kassel. Östlich von Bestwig/Nuttlar, wo die Strecke nach Winterberg abzweigt, gibt es heute nur noch bescheidenen Verkehr zu verzeichnen. Von der besagten Trasse - vielfach als “obere Ruhrtalbahn” bezeichnet - fanden sich einige in die Region abgehende Stichbahnen. Im westlichen Bereich dieser Sektion um Hagen und Schwerte verläuft auch heute noch die wichtige Strecke zwischen Wuppertal und Hamm, dazu gab es hier in den dichter besiedelten Landstrichen mit etlichen Industriebetrieben immer schon recht lebhaften Nahverkehr. Die Bahnen im Sauerland waren traditionell durch starken Ausflugsverkehr geprägt, wozu auch die zahlreichen Wintersportzüge von verschiedenen Ausgangsbahnhöfen her gehörten. Den westlichen Raum des Sauerlandes - meist als “Mark” oder “Märkisches Bergland” bezeichnet - haben wir bewusst dem mittleren Bereich der Direktionseinteilung zugewiesen.
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Nachkriegs-Streckennetz der Reichsbahndirektion Wuppertal (1. Januar 1946) (Bereich Ost, nördliche und südliche Region)
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.) Diese Streckenkarte - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
Betriebs-Ämter (farblich unterlegt): gelb Süd-West: Altena, blau Süd-Mitte: Arnsberg, blau Süd-West: Olpe, rot Nord: Warburg, rot Süd: Siegen Privat-/Kleinbahnen: 1 = Kreis-Altenaer-Eisenbahn, 8 = Neheim-Hüsten-Sundern, 10 = Plettenberger Kleinbahn, 16 = Steinhelle-Medebach
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Neubaudampf im Planeinsatz Nach der Elektrifizierung der Ruhr-Sieg-Strecke im Mai 1965 wurden die Dampfloks der Reihe 23 vom Bw Siegen zum Bw Bestwig umstationiert. Dort sollten sie die guten P 8-Mädels ablösen. Entsprechend waren die Neubaumaschinen vorwiegend auf der Sauerlandmagistrale zwischen Hagen und Warburg im Einsatz, auch gab es etliche Leistungen Richtung Winterberg zu sehen. In Hagen wurden sie zunächst im Bw Eckesey gewendet, bald darauf aber im Bw am Güterbahnhof. Am 11. Juni 1966 war mal wieder eine Fototour zu den Dampfern angesagt. Wir sehen im Bild die 23 043 mit dem Personenzug 2241 unweit von Westhofen, Autofahrern wohl mehr vom Autobahn-Kreuz her bekannt. Der Ort liegt an der BME-Haupttrasse zwischen Hagen und Hamm und ist seit 1975 ein Stadtteil von Schwerte. Foto Helmut Dahlhaus
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Sauerländische Bahn-Idylle Die Strecke von Fröndenberg ins nördliche Sauerland zum Endpunkt Neuenrade ist bei den Bahnfreunden mehr unter der Bezeichnung Hönnetalbahn bekannt. Als einer der wenigen sauerländischen Linien konnte die Trasse bis heute überleben und wird von einer Regionalbahn bedient. Im Abschnitt am Klusenstein zwischen Menden und Balve gibt es besonders romantische Abschnitte. Fotomäßig muss man oft mit den Lichtverhältnissen und der engen Linienführung kämpfen. Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Strecke natürlich längst ein Teil der BD Essen (Mitte der 1980er Jah- re).Wir weisen gerne hin auf die WebSite des Bildautors mit vielen interessanten Infos und Bildern: www.riedelfoto.de Foto Christoph Riedel
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In einer Eisenbahner-Stadt Historisch gesehen sind etliche Gemeinden quasi mit der Eisenbahn aufgewachsen (bspw. Bebra, Kreiensen oder Op- laden). Die Orte waren vielfach auch den normalen Bahnfahrern bekannt, weil man dort umsteigen musste, Kurswa- gen umgestellt wurden oder große Bahnwerke gut sichtbar an den Gleisen lagen. Das gilt wohl auch für Schwerte, wo es neben einem Bahnbetriebswerk ein riesiges Ausbesserungswerk gab und streckenmäßig sich mit der Zeit ein Bahnknoten entwickelte. Los ging es 1867, als von Hagen her der Bahnanschluss gebaut wurden mit Weiterführung nach Hamm. Drei Jahre später wurde der erste Abschnitt der Sauerlandlinie bis Arnsberg eröffnet. Diese Trasse haben wir am Nachmittag des 17.4.1967 im Visier. Gerade verlässt ein Nahverkehrszug mit den damals überall anzutreffenden dreiachsigen Umbauwagen und einer Lok der Reihe 50 Richtung Sauerland den Schwerter Bahnhof. Im Hintergrund er- kennen wir einen Gegenzug, ebenfalls mit einer 50er bespannt. Beide Loks könnten beim Bw Bestwig beheimatet sein. Foto VOBA
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Auf ins Waldecker Land Die Linie von Brilon Wald nach Korbach lag nur wenige Kilometer auf dem Gebiet der BD Wuppertal. Bald taucht man ins Hessische ein (ex BD Kassel) und kommt zum bekannten Wintersportort Willingen. Man ist im lieblichen Waldeck mit dem Verwaltungssitz in Korbach. An sich handelt es sich um eine Nebenbahn, aber es gab für einige Jahre den berüchtigten “Heckeneilzug” zwischen Bremen und Frankfurt. So richtig was für Leute, die Zeit zum Reisen hatten und die Landschaft genießen wollten. Die roten Brummer VT 98 waren natürlich auch auf dieser Trasse zu Hause. Im Vordergrund sehen wir die Gleise der Hauptstrecke nach Hagen, während die dreiteilige 798/998er-Einheit etwas bergan südwärts abdreht. Am Aufnahmetag des 29. Juni 1986 war die BD Wuppertal schon lange ad acta gelegt. Foto Christoph Riedel
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Ein bescheidener Abzweigbahnhof Obwohl es erst November ist (1972), herrschen im Sauerland bereits winterliche Verhältisse. Früher an sich ja nicht ungewöhnlich, angesichts der klimatischen Veränderungen heutzutage mehr die Ausnahme. Zu jener Zeit gab es im Winter viele Sonderzüge vornehmlich aus dem Rheinland und dem Ruhrgebiet in die Sportregionen. Dann hing zur In- formation potentieller Fahrgäste an den Bahnhofsgebäuden eine schwarz-weiß karierte Fahne. Hier sind wir im Bahn- hof Wenholthausen, wo sich die Linien aus Altenhundem und Finnentrop treffen und weiter an die obere Ruhrtalbahn nach Wennemen führen. Die 24 009 ist erst seit wenigen Monaten auf den Gleisen der DB unterwegs, denn sie wurde durch den Eisenbahn-Kurier von der Reichsbahn der DDR gekauft. Die Lok wurde oft als “Steppenpferd” bezeichnet, sie fuhr aber auch im Schwarzwald, Anfang der 1940er Jahre waren einige Maschinen im Bw Scherfede beheimatet. Foto Helmut Dahlhaus
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Ein östlicher Vorposten der Direktion Wir sind in der kleinen Ortschaft Scherfede, die heute zur Stadt Warburg gehört. Hier ist nicht nur die westfälische Welt zu Ende, sondern der Bereich war auch direktionsmäßig weit abgelegen. Was aber nicht auf den Eisenbahnbe- trieb bezogen galt, denn der Ort hatte in früheren Zeiten einen Abzweigbahnhof an doch recht gut frequentierten Strecken. Einen Bahnanschluss gab es 1873 mit dem Endausbau der Sauerlandlinie von Nuttlar nach Warburg in der wichtigen Relation zwischen Hagen und Kassel. Anno 1876 konnte man dann weiterfahren in Richtung Holzminden. Im Bild die formschöne V 200 058 vom Bw Hamm (Krauss-Maffei 1959) mit einem Eilzug aus Kassel (Foto am 1. Novem- ber 1966).Viele Bahnfreunde werden es nicht wissen, aber hier gab es bis 1950 sogar ein eigenes Bahnbetriebswerk. Übrigens, drei jugendliche Bahnfans durften an diesem Tag auf der V 200 vom Hbf. Kassel bis Scherfede mitfahren! Foto VOBA
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Vom Westfälischen ins Hessische Die Strecke von Bestwig/Nuttlar über Winterberg nach Allendorf/Frankenberg war eine Verbindunsgstrecke von der Ruhr an die Eder. Durchgangsverkehr gab es hier nur in bescheidenem Maße, die Linie hat ihre Daseinsberechtigung eigentlich mehr als Ausflugsbahn begründet. Schließlich berührt man mit Winterberg den bekanntesten Wintersport- ort des Sauerlandes. Früher gab es in der Schneesaison viele Sonderzüge aus verschiedenen Ausgangsbahnhöfen zu verzeichnen. Heute wird die Linie nurmehr im Nordteil betrieben. Hart an der Grenze zu Hessen (und damals zur BD Kassel) liegt die Ortschaft Hallenberg, wo uns am 7. Juli 1956 die 93 692 mit einem Güterzug begegnet. Ein Marken- zeichen des Bahnhofs ist zweifellos der hohe Giebel des Empfangsgebäudes, wogegen die T 14.1 recht klein wirkt. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Das gute Mädchen in voller Spät-Blüte Die Loks der preußischen Baureihe P 8 wurden früher von den Bahnleuten nicht selten als “Mädchen für Alles” be- zeichnet, was die an sich universelle Einsatzmöglichkeit dieser robusten Maschinen betonen sollte. Selbst gegenüber den Neubaudampfern der DB konnten sich die Loks vollauf behaupten. Besonders beliebt in den letzten Jahren waren bei den Bahnfreunden jene Exemplare, die noch mit den kürzeren Ursprungstendern gekuppelt waren. Die Aufnahme zeigt den P 2240 im Bereich von Bestwig. Zum Zeitpunkt der Fototour am 23. Oktober 1965 war die Dampflok quasi am heimischen Herd, denn das Bw Bestwig war ihr Standort. Das damals kleine Nest Bestwig wurde 1872 an die Bahn angeschlossen, als die Strecke von Arnsberg - Meschede fertig war. Ein Jahr später ging es weiter nach Warburg. Später gab es in der Nähe einige abzweigende Nebenbahnen, die Bestwig zu einem “indirekten Bahnknoten” machten. Foto Helmut Dahlhaus
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Als kaum einer von Umweltschutz sprach Mal ganz ehrlich, wer dachte als Eisenbahnfreund früher an den Dreck, den die Dampfrösser verbreiteten? Mitbürger, die nahe an den Strecken wohnten, wissen davon ein Lied zu singen, ganz zu schweigen von jenen Bahnleuten, die beruflich mit den schwarzen Ungeheuern zu tun hatten. Als Fotofan war einem das doch alles egal, Hauptsache die Loks dampfen recht kräftig aus allen Rohren (aber bitte schön recht “gezielt”, so dass man die Loknummer und die Details der Lok noch erkennen konnte!). Am 26.1.1969 war man mit einer stilreinen Wagengarnitur von Hagen aus ins nordwestliche Sauerland unterwegs (Letmathe - Menden - Binolen) und die Zuglok war eine der beliebten G 10 aus Hagen. Seit wenigen Wochen war die 57 1387 wegen Aufgabe der Selbstständigkeit vom Bw Gbf. offiziell beim Bw Bestwig stationiert, aber weiterhin im Raum Hagen im Einsatz. Wir haben uns im Bf. Fröndenberg an der Ausfahrt Richtung Schwerte “hobbymäßig sinnvoll” postiert. Im Bahnknoten Fröndenberg gab es bis 1954 ein Betriebswerk. Foto VOBA
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BD Wuppertal -gesamt- BD Wuppertal -Werke- BD Wuppertal -Strecken-
Reichsbahndirektion Wuppertal Eisenbahndirektion Elberfeld
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