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Infoecke: Bahnbetriebswerk Opladen Bahnwerke der BD Wuppertal -Teil 6-
Der Bahnhof von Opladen - heute ein Stadtteil von Leverkusen - liegt zum einen an der alten Hauptstrecke der Bergisch-Märkischen Eisenbahn von Köln nach Wuppertal/Hagen, die in Richtung der Schwebebahnstadt 1867 eröffnet wurde (in die Gegenrichtung nach Mülheim 1868 und weiter nach Deutz 1872) und zum anderen an der von der Rheinischen Eisenbahngesellschaft anno 1874 gebauten rechtsrheinischen Güterbahn von Troisdorf nach Mülheim-Speldorf. Das Betriebswerk von Opladen war von der Grösse her ein kleines bis mittleres Bw, das in erster Linie entsprechend der trassenmässigen Einbindung für Dienste in der Umgebung (u.a. Linie nach Remscheid-Lennep) sowie für die Güterstrecken Richtung Köln und Düsseldorf zuständig war. Als Urquellen gilt eine Lokstation aus Zeiten der ersten Streckeneröffnung mit zweigleisigem Rechteckschuppen im südöstlichen BME-Bahnhofsbereich sowie eine Station mit vierständigem Halbrundschuppen im südlichen Bereich der REG-Anlagen nach Bau der Güterbahn (es gab also zunächst zwei Bahnhöfe der konkurrierenden Bahngesellschaften). Nach etlichen Bahnhofsumbauten infolge des stark zunehmenden Verkehrs wurde auch der Rundschuppen auf dem ehemaligen REG-Gelände zunächst über 10 Stände bis nach der Jahrhundertwende dann auf 16 Stände erweitert. Anno 1904/1906 erfolgte endlich die Einstufung des Depots als Betriebswerkstätte. Südlich neben dem vorhandenen Lokhaus wurde bis ca. 1910 ein neuer, zunächst sechsständiger Schuppen erbaut. Planungen sahen die Ausbaummöglichkeit zu einem ganzen Halbrundschuppen vor, die aber nicht mehr realisiert wurden. Im Juli 1922 wurden die Betriebswerkstätten im Zuge der Vereinheitlichungsbemühungen der neu entstandenen Reichsbahn umbenannt in die uns geläufige Bezeichnung Bahnbetriebswerk (Bw). In der Reichsbahnzeit waren hier die klassischen preussischen Baureihen wie die 38.10, 55.16 55.25, 74.4 und 93.5 stationiert. Eine Übersicht nennt bspw. für den Sommer 1933 39 Maschinen der angegebenen Typen. Im Bombenhagel der alliierten Streitkräfte wurde das Bw Opladen im Zweiten Weltkrieg auch stark getroffen. Dabei war die Lage des Betriebswerkes das Verhängnis, denn nicht weit östlich davon war ja das riesige Ausbesserungswerk, dem die Angriffe primär galten. Nach den Kriegswirren waren die Aufgaben des Bw Opladen an sich so wie vor dem Krieg. Wobei zunächst der Aufbau der Bahnanlagen allerorten und die mit dem Wirtschaftsaufschwung einher gehenden verstärkten Transportleistungen viele Provisorien erforderlich machten und auch so manche Notwendigkeiten zur Rationalisierung überdeckten. Mit dem Näherrücken der Elektrifizierung auf Köln zu und dann mit dem Lückenschluss mit dem bereits einige Jahre bestehenden Ruhrgebietsnetz ab Düsseldorf war klar, dass das Bw Opladen keine Zukunft haben konnte. Das Werk verlor seine Selbstständigkeit zum 29. Mai 1960 und wurde dann für einige Jahre Aussenstelle (Bw-Ast) vom Bw Düsseldorf-Derendorf. Bis zu Dampflokunterhaltung im Juni 1964 waren von Opladen aus vorwiegend Loks der Reihe 50 eingesetzt. Offiziell aufgelöst wurde die Dienststelle als Bw-Ast zum 1. Oktober 1968. Einige Jahre war dann das ex-Bw noch eine Personaleinsatzstelle. Heute findet man kaum Spuren vom Bw in der Stadt.
Quellennachweis: Das Bw Opladen von Kurt Kaiß, Verlag A. Kaiß, Posfach 101426, 42785 Leichlingen, ISBN 3-9806103-3-0
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In die Stationierungslisten geschaut: Bw Opladen
Dampflok-Bestand zum 1.7.1950 (19 Maschinen)
Baureihe 50 (Einheitslok): 022, 1933, 2335, 2336, 2709, 2787, 2914, 3047, 3152 (9)
Baureihe 55.16 (preussische G 8): 1709, 1764, 1916, 1939, 1997, 2162, 2166, 2246 (8)
Baureihe 57.10 (preussische G 10): 2227 (1)
Baureihe 94.5 (preussische T 16.1): 1638 (1)
PS: Nach der Auflistung anno 1950 gibt es einige Maschinen verschiedener Baureihen, die pauschal der “ED Wuppertal” zugewiesen sind! Eigene Zusammenstellung nach: Herb/Knipping/Wenzel, Die Triebfahrzeuge der Deutsche Bundesbahn im Jahre 1950, Verlag Eisenbahn-Kurier, Freiburg 1978 Vorlage Sammlung Wolfgang Bügel
Dampflok-Bestand zum 31.12.1958 (16 Maschinen)
Baureihe 50 (DR-Einheitslok): 276, 982, 1386, 1439, 2709, 2787, 2914, 3081, 3122 (7)
Baureihe 57.10 (preussische G 10): 1735, 1755, 1765, 1824, 2160, 2173, 2227 (7)
Eigene Zusammenstellung nach: Knipping, Andreas, Die Triebfahrzeuge der Deutschen Bundesbahn und ihre Heimatbetriebswerke, Stand 31.12.1958, Verlag Gustav Röhr, Krefeld 1976 Vorlage Sammlung Wolfgang Büge l
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