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3. Durchs Tal der Wiehl: von Dieringhausen nach Waldbröl Die eigentliche Wiehltalbahn zweigt(e) im Bahnhof Osberghausen, sechs Kilometer westlich von Dieringhausen gelegen, von der Aggertalstrecke ab. Die Station wurde hier aus topografischen Gründen angelegt und hatte auch einen Verschiebebahnhof, der Betriebsmittelpunkt blieb aber immer der Bahnhof Dieringhausen, wo auch die Personenzüge begannen. Die Linie wurde in zwei Etappen eröffnet: Osberghausen - Wiehl am 21. April 1897 sowie Wiehl - Waldbröl am 15. Dezember 1906. Kurz vor dem Endpunkt, im Bahnhof Brüchermühle, gab es eine Stichbahn nach Wildbergerhütte (eröffnet 1910) mit Weiterplanung an die Strecke Olpe - Betzdorf (nicht gebaut). In Hermesdorf gab es einen Abzweig über Morsbach (eröffnet am 1. Oktober 1908) nach Wissen an der Sieg (diesen Abschnitt gab es bereits seit dem 1. Oktober 1890), wodurch eine durchgehende Nord-Süd-Verbindung geschaffen wurde. In Waldbröl gab es zudem noch zwei andere Bahnen, zum einen die bereits seit 1870 bestehende Bröltalbahn von Hennef herauf (Schmalspur) sowie die regelspurige Kleinbahn Bielstein - Waldbröl aus dem Jahre 1915. Die vermeintliche “Ballung” der Eisenbahnen um Waldbröl war zwar mit vielen Anschlüssen für die Fahrgäste eine angenehme Sache, aber bei den durchgehende Zügen sah die Sache äusserst bescheiden aus. Beim Güterverkehr war das bei der Wiehltalbahn aber ganz anders, denn an der Strecke lagen grosse Grauwackevorkommen und es gab viele Steinbrüche und entsprechende Verladeanlagen. Zu einem grossen Teil wurden damit Pflastersteine und Schottermaterial produziert, was in den 20er Jahren zu einem regelrechten Boom in dieser Region führte. Diese Zeiten sind aber längst vorbei. Der durchgehende Zugverkehr von Waldbröl an die Sieg wurde bereits zu Kriegsende aufgegeben (und dann auf Reststücken bis 1960 kassiert), der Personenverkehr auf der Wiehltalbahn hielt sich noch bis zum 26. September 1965. Fortan gab es nurmehr Frachtenverkehr, vieles in Form von Bedarfsfahrten - immerhin bis ins Jahr 1994. Die Gleise auf der Wiehltallinie einschliesslich des Abzweigs nach Morsbach liegen noch. Nach etlichen Sonderfahrten und immer wieder auftauchenden Reaktivierungsplänen war es im Frühjahr 2005 wieder soweit: einige wenige Züge mit Holzladungen konnten auf der Strecke verkehren. Hoffen wir, dass sich hier in Zukunft weitere Perspektiven für den Bahnverkehr eröffnen!
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