Bahnen- Wuppertal.de Region im Portrait


Richtung Remscheid und Solingen

1. Die betrachtete Region
Hier geht es um die Strecken, die südlich von Wuppertal im Wirkungskreis der beiden Großstädte Solingen und Remscheid liegen bzw. lagen. Zentral ist die zweigleisige “Hauptbahn” von Remscheid-Lennep nach Solingen-Ohligs (heute Hbf.) mit der weitbekannten Müngstener Brücke. Die Trasse gilt aus Wuppertaler Sicht als eine Verlängerung der Linie von Wt-Oberbarmen über Wt-Ronsdorf nach Lennep und wird seit gut zehn Jahren werktags in einem 20-minütigen Takt mit den Triebwagen 628/928 befahren. In Remscheid selbst wurden zwei kurze Stichstrecken vom Hauptbahnhof aus nach Hasten und Bliedinghausen gebaut, die ein Relikt der industriellen Entwicklung der Röntgenstadt darstell(t)en. Eine weitere Linie von Wuppertal nach Solingen führte mit sehr gewundener Trassierung von Wt-Vohwinkel aus über die späteren Solinger Stadtteile Gräfrath und Wald zum dortigen (alten) Hauptbahnhof. In Ohligs gab es in früheren Zeiten ein sehr kleines Bw, ganz im Gegensatz zum Bahnbetriebswerk in Lennep, das sogar zwei getrennte Areale hatte.
            

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Der stilvolle VT 11.5 steht in nicht zu übersehendem Gegensatz zum ziemlich maroden Zustand einer Hauptstation.
Die große Zeit im TEE-Einsatz ist zum Aufnahmezeitpunkt anno 1974 zwar schon vorbei, aber die Züge erfreuen
sich bei vielen Sonderfahrten eines regen Zuspruchs. Am 18. Mai ging es mal wieder auf der “Bergischen Runde”
durch die drei Großstädte der Region. Gleichzeitig fuhren andere Sonderzüge, und in Solingen stand eine Dampflok.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

alter Bf. Solingen Hbf.
Der Zugang zu den Bahnsteigen im alten Solingenr Hbf. wurde geprägt durch seine große Brücke. Dazu ist die Lage
einer Station in der Kurve zwar nicht selten, passte aber doch irgendwie zum nicht gerade großstädtisch wirkenden
 Ensemble des gesamten Bereiches. Ein Zug mit einer 212 (Nr. 270 am 22. Mai 1998) hält heute hier nicht mehr. Im
 Hintergrund grüßen die Gebäude der weltbekannten Zwilling-Werke herüber (siehe rotes Logo). Jeder Hobbywerker
wird sicherlich schon einmal eines der vielen Qualitätsprodukte dieses alt eingesessenen Betriebes benutzt haben.
Foto Jürgen Grieger

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Bliedinghausen
Innerhalb des Remscheider Stadtgebietes wurden vom Hauptbahnhof aus zwei kurze Stichstrecken gebaut, die den
 Bahnfreunden außerhalb der Region kaum bekannt sind. Denn sie tauchen nicht im Kursbuch auf. Auf der Linie nach
 Bliedinghausen gab es nie Personenbetrieb und auf der Trasse nach Hasten wurde die Personenbeförderung bereits
1922 kassiert. Nach Bliedinghausen gibt es sporadisch noch Güterverkehr zu den dortigen Röhrenwerken. In diesem
 Bahnhof konnte am 10. März 2000 die 294 393-4 mit automatischer Rangierkupplung abgelichtet werden.
Foto Wilfried Sieberg

2. Die Verbindung zwischen Remscheid und Solingen
Die 17,4 Km lange Strecke von Wt-Oberbarmen (damals Barmen-Rittershausen) nach Remscheid wurde von der Bergisch-Märkischen Eisenbahngesellschaft am 1.9.1868 eröffnet. Dadurch gab es den wichtigen Bahnanschluss für die Industriebetriebe in Lüttringhausen, Lennep und Remscheid. Von Ohligs - zunächst hieß der Bahnhof Ohligs-Wald - an der BME-Strecke Vohwinkel - Opladen gab es schon kurz zuvor seit dem 25.9.1867 einen 5,6 Km langen Anschluss nach Solingen (Bf. Weyersberg, später ging es zum Südbf., der zum Hbf. wurde). Erst kurz vor der Jahrhundertwende (15. Juli 1897) konnte auf 11,6 Kilometern Länge eine Verknüpfung der beiden Äste hergestellt werden, wobei mit der berühmten, 107 Meter hohen und 465 Meter langen Müngstener Brücke das tief eingeschnittene Tal der Wupper überquert werden musste. In diesem schwierigen Terrain (Ohligs liegt 117 Meter hoch, Renscheid Hbf. 303 Meter) musste die Strecke durch eine kurvige Linienführung künstlich gestreckt werden, dazu kamen mit der Windfelner Brücke sowie dem 106 Meter langen Büchener Tunnel zwei weitere wichtige Bauwerke hinzu. Die Strecke war zunächst eingleisig, ab 1907 war das zweite Gleis befahrbar. In Ohligs wurde im Keil zwischen den beiden Trassen Richtung Köln sowie Richtung Lennep eine kleine Betriebwerkstätte eingerichtet, am anderen Ende der Linie war ein größeres Bw in Lennep zu finden.  Beim Bau des Streckenastes aus dem Wuppertal nach Remscheid 1868 war zunächst in Remscheid eine Lokstation eingrichtet, die beim Neubau der Strecke von Solingen (Veränderungen im Remscheider Bahnhof) dann zugunsten des Werkes in Lennep aufgelassen wurde. Einen großen Umbau gab es in Solingen zwischen 1908 und 1913, wo im Areal des Südbahnhofes ein Gbf. angelegt wurde und ein neues Empfangsgebäude dem neuen Hbf. sein Gesicht gab. Dabei wurden alle Gleisanlagen um etwa 4 Meter tiefer gelegt. Ein Zugang wurde mittels einer Bahnsteigbrücke hergestellt. Ähnliche Bauaktionen gab es auch in Remscheid Hbf. ab Anfang 1900, wo das Umfeld des Bahnhofs hingegen höher gelegt wurde. Für die Gleise gab es eine Bahnsteighalle. Im Krieg wurden beide Bahnhöfe schwer beschädigt (Remscheid 1943, Solingen 1944). Nach Provisorien konnte man 1956 jeweils neue Empfangsgebäude einweihen. An der Lokbespannung auf der Strecke waren neben den Bw von Ohligs und Lennep auch die Werke von Vohwinkel, Steinbeck, Langerfeld und Düsseldorf Abstellbf. beteiligt. Jahrzehntelang prägten die preußischen Baureihen 38.10, 74.4 und 78.0 den Personenverkehr, letztere bis ca. 1964, wo dann für drei Jahrzehnte die V100/212 das Zepter übernahm. Heute gibt es bei ganz bescheidenem Güterverkehr Reisezüge mit den Triebwagen 628/928. Unsere Tour auf der Bahnlinie wollen wir im Bahnhof Solingen-Ohligs beginnen und Richtung Osten weiterfahren. Fotomäßig entsprechen die Abbildungen von der Tendez her dem Fahrtverlauf.
      

(c) Horst Möller   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Solingen-Ohligs
Der Bahnhof von Ohligs (selbstständig bis 1929) liegt an der 1867 eröffneten Fernbahn der Bergisch-Märkischen Eisen-
bahngesellschaft und wurde somit das Tor zur weiten Reisewelt Richtung Wuppertal und Köln. Für die Bevölkerung in
der Region galt er als “eigentlicher” Hauptbahnhof, dessen Zuordnung die Station aber erst im Dezember 2006 erhielt.
 Bekanntlich war der alte Solinger Hauptbahnhof an der Remscheider Trasse gelegen. Jahrelang kämpfte Solingen, vor
allem die Wirtschaft, für eine Umbenennung des für sie wichtigen Haltes. Die Station hieß zu Beginn Ohligs-Wald und
war sofort Abzweighalt mit dem Streckenast zum solinger Bahnof Weyersberg. Anno 1982 waren im Areal Gleisbauar-
beiten angesagt. Die 110 148 muss deshalb mit ihrem Eilzug aus Hagen langsam an den Bahnarbeitern vorbeifahren.
Foto Horst Möller

Vom Bahnhof Solingen-Ohligs gibt es eine große eigene Seite
viele Infos und Bilder aus verschiedenen Zeiten
mit Gleisplan und Info-Ecke zum früheren Bw Ohligs
(Bahnwerke der BD Wuppertal -Teil 8-)

Im Bf. Ohligs haben Sie Anschluss:   BME-Strecke Wuppertal - Köln
(erscheint demnächst in überarbeiteter Fassung)

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Rampenbauwerk in SG-Ohligs
Hier sehen wir die schmucke 212 317-2 beim Schieben eines N-Zuges bei der östlichen Einfahrt in den Bahnhof von
 Ohligs. Links erkennbar ist das Rampenbauwerk für die Überführung des Streckengleises vom Solinger Hauptbahnhof
in den Süden von Ohligs. Diese Trasse wurde in den dreißiger Jahren begonnen, um dadurch eine direkte Durchbin-
dung der Züge von Lennep nach Köln (ohne Kopfmachen in Ohligs) zu erreichen. Dieses Vorhaben stand im Zusam-
menhang mit einer geplanten und teilweise gebauten neuen Verbindung von Dortmund nach Köln (über Witten -
Schwelm -Lüttringhausen).  Mit Einsatz der DR-VT wurden diese Planungen dann überflüssig (Foto vom 1.5.1989).
Foto Zeno Pillmann

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Abzweigstelle in SG-Ohligs
In Verbindung zum obigen Bild sind wir nun einige Meter weiter östlich angelangt. Die 212 325-5 schiebt einen Zug
nach Ohligs. Es ist die Stelle, wo die wegen der Ohligser Überführung verschwenkten Gleise Richtung Remscheid nun
 wieder parallel zusammenlaufen, also Beginn bzw. Ende des Abzweigs war. Der Zug vermittelt ein typisches Bild
 über einen Zeitraum von etwa drei Jahrzehntenin in dieser Region: Lok V 100 mit drei Silberlingen als Wendezug
(1.Mai 1989). Für Modellbahner interessant ist die Tatsache, wie relativ isoliert das schöne grosse Eckhaus dasteht
Foto Zeno Pillmann

(c) Horst Möller   www.bahnen-wuppertal.de

Schrankenposten in SG-Ohligs
In Höhe Mankhausen/Schwarze Pfähle gab es früher diesen Bahnübergang. Die Gegend hier sieht heute vollkommen
 anders aus, denn in diesem Bereich verläuft jetzt die Viebachtal-Schnellstraße. Der Schrankenposten 1 sieht ziemlich
 verganmmelt aus und erinnert bestimmt nicht an jene Zeiten, als man an Bahnübergängen idyllische Motive einfangen
 konnte. Der “Retter der Nebenbahnen”, ein Tw der Reihe 795, hat heute (1978) einen kurzen Anhänger 995 dabei.
Foto Horst Möller

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

alter Bf. Solingen Hbf.
Eine Ansicht, die es wohl “unendlich oft” gegeben hat: Eine 212 mit einer Wendezuggarnitur fährt ein in den Haupt-
bahnhof von Solingen. An sich deshalb nichts Ungewöhnliches, aber mitterlweile ist alles Geschichte. Denn die Sta-
tion gibt es seit 2006 nicht mehr. Die etwas unglückliche Lage zum Stadtzentrum hat die Solinger schon seit langem
 gewurmt. Nun gibt es zwei neue Haltepunkte, quasi rechts und links vom ex-Hauptbahnhof. Das markante Empfangs-
gebäude wird natürlich erhalten und anderweitig genutzt. Ohligs ist seit Dezember 2006 der “neue” Hauptbahnhof.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

alter Bf. Solingen Hbf.
Anno 1956 wurde das neue Empfangsgebäude des So-
linger Hauptbahnhofes eingeweiht. Es bekam mit dem
 Turm eine prägende Form im “schnittigen” Fassaden-
stil der 1950er Jahre verpasst. Ein halbes Jahrhundert
 später ist der städtisch etwas ungünstig gelegene
Bahnhof aufgelassen und durch zwei neue Halte-
punkte ersetzt worden (Aufnahme ist von 1961).
Foto BD Wuppertal Sammlung Joachim Bügel

In Solingen konnte man dieses interessante Stellwerk
 festhalten. Der VT 11.5 ist auf Sondertour (9/1969).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

alter Bf. Solingen Hbf.
In Zusammenhang mit Sonderfahrten gab es bei verschiedenen Anlässen ab und zu Fahrzeugausstellungen. Beliebt
 waren und sind immer die Dampfrösser mit ihrem faszinierenden, unverwechselbaren Erscheinungsbild. Am 18. Mai
1974 gab es eine solche Ausstellung im Solinger Hauptbahnhof. Zu Gast war die mächtige 012 075-8 mit Ölhaupt-
feuerung. Die Baureihe ist zwar hier nie gefahren (aber vor 1964 oft “gleich nebenan” durch Ohligs), war aber in den
 1970er Jahren ein begehrtes Fotobjekt auf der Marschbahn nach Sylt und dann natürlich auf der Emslandstrecke.
Die beiden Dieselloks (212 264 + 293) wirken aus dieser Perspektive so, als ob sie einen kleineren Maßstab hätten.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Michael Hartmann   www.bahnen-wuppertal.de

Ausfahrt alter Bf. Solingen Hbf.
Eine etwas ungewöhnliche Perspektive vermittelt uns dieses Motiv, das durch die Stauchung der Gegenstände beim
 Teleobjektiv geprägt wird. Aber dadurch wird leider der leidvolle Zustand des Solinger Hauptbahnhofs noch mehr
deutlich. Die 212 zieht ihre drei Wagen Richtung Remscheid wie ungezählte andere Züge zuvor, während die Gegend
 mehr einem Urwald als einer geschäftsträchtigen Großstadt zur Ehre reichen würde (Juni 1997). Seit Dezember 2006
ist die Angelegenheit - aus Bahnfansicht - wegen der Stationsaufgabe des alten Hauptbahnhofes noch trister.
Foto Michael Hartmann

(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

alter Bf. Solingen Hbf.
Solch kurze Güterzuge sind meistens sog. Übergaben, mit denen die Stationen zwischen zwei größeren Umlade-
Bahnhöfen bedient werden. Klassiche Maschinen hierfür sind die diversen Varianten der “Köf”, deren erste Ausfüh-
rungen bereits in den 1930er Jahren bei der Reichsbahn in Dienst gestellt wurden. Mit den Köf-Fahrzeugen konnte
 besonders in der aufkommenden DB-Zeit der aufwändige Dampflokdienst auf vielen Nebenstrecken vereinfacht wer-
den und trotzdem das Angebot der Bahn erhalten bleiben. Die abgebildete 332 111 aus der Leistungsklasse III ist
 natürlich aus einer jüngeren Serie. Im Güterbereich vom Solinger Hbf. war man am 2. November 1982 auf Fototour.
Foto Jürgen Grieger

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

bei Solingen
Güterzüge auf der Strecke sind nicht die Normalität am Tag, und so freut sich jeder Fotofan über eine solche Kom-
position. Im Solinger Stadtgebiet begegnet uns die 212 054-1 mit einem Arbeitszug. Die Wagen zeigen dem Modell-
bahner gut, wie man Flach- bzw. Rungenwaggons richtig beladen sollte. Auf Hobbytour ging es am 14. Juni 2003.
Foto Wilfried Sieberg

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Strecke in Solingen
Ein so genannter Schienenschleifzug im Februar 1969. Wir sind an der Strecke und können das Gespann in vollem Ein-
satz erleben. Als Frontlok fungiert die 44 079, während die 44 208 mächtig nachschieben muss. Die schweren Jumbos
 waren für diese Aufgabe bestens geeignet. In der Erinnerung kann man den Höllenlärm der beiden Maschinen noch gut
 hören. Für den wahren Dampflokfan natürlich ein Ohrenschmaus, für die Anwohner ein wohl eher nerviger Vorgang!
Foto VOBA

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Solingen-Schaberg
Dieser Halt ist der letzte auf Solinger Stadtgebiet und wird öfters als Ausgangspunkt für Ausflüge rings um die Müng-
stener Brücke genutzt. Typisch, das wird der Bahnfan sagen, denn die Lokbaureihe V 100 war hier für etwa 30 Jahre
die stinknormale Lok für die Personenzüge. Zum Glück gab es im Laufe der Zeit einige farbliche Varianten zu verzeich-
nen. So auch hier mit der 212 287-7 im ozenbalu-beigem Outfit der sog. Epoche 4 und der neuroten 212 264-6, die
ein Sinnbild der folgenden Epoche ist. Trotz der vielen Züge und Zugbegegnungen auf der Strecke ist eine solche
 Stellung der Loks auch nicht immer zu finden und für den Fotografen ein “gefundenes Fressen” (im April 1990).
Foto Zeno Pillmann

(c) Sammlung H.Brinker   www.bahnen-wuppertal.de

Windfelner Brücke
Quasi eine Vorbrücke zum Müngstener Bauwerk ist die Windfelner Brücke, die aber selber schon durch ihre Ausmaße
 besticht. Heute wirkt die Überführung durch den hohen Bewuchs viel flacher. Die 78 383 mit dem P 560 hat beacht-
liche sechs preußische Wagen der Vierachsbauart am Haken und bildet für uns eine prächtige Kulisse. Der drittletzte
 Waggon könnte mit der weißen Bauchbinde auf einen so genannten Traglastenwagen hinweisen. Der Fotograf hat
am 17. Juni 1950 keine Mühen gescheut, sich für dieses tolle Bild einen faszinierenden Standort zu ergattern.
Foto Carl Bellingrodt  Sammlung Helmut Brinker

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Müngstener Brücke
Das markanteste Bauwerk in der Wuppertaler Bahnregion ist zweifelsohne die bekannte Stahlbrücke zwischen Solin-
gen und Remscheid. In einer stolzen Höhe von 107 Metern wird das Tal der Wupper überquert. Der Streckenteil mit
der Brücke wurde 1897 eröffnet. Immer wieder kommt es zu interessanten Sonderfahrten über das Tragwerk im Rah-
men von Veranstaltungen “Rund um Wuppertal” oder beim Solinger Brückenfest. Zuweilen gibt es dabei so genannte
  Plandampf-Fahrten in normaler Fahrplanlage, wie hier am 27. Oktober 2002. Es führt die 65 018 den RE 73348.
Foto Wolfgang Bügel

Literaturtipp: Kurt Kaiß, Der Brückenschlag bei Müngsten, Verlag A. Kaiß, 42785 Leichlingen

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf.  Remscheid-Güldenwerth
So etwa als einen Gegenpol zum Solinger Halt in Schaberg kann man auf Remscheider Seite die Station Güldenwerth
 ansehen. Hierdurch sollen die westlichen Stadtbezirke erschlossen werden. Zwar nur ein Triebwagen der Reihe 628/
928 sehen wir auf dem Foto, aber hinsichtlich der Farbgebung ist es bereits Geschichte. Nach der türkis-grauen
 Ursprungslackierung sind die Fahrzeuge seit einiger Zeit in leuchtendem Rot gestrichen (Foto vom Januar 1995).
Foto Zeno Pillmann

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Güldenwerth
Solch ein stattliches Empfangegebäude war bestimmt ein großer Blickfang in der Gegend. Gut zu sehen ist die tief-
liegende Verbindung zum Bahnhofsvorplatz und die enge Lage zum Gleis. In der verwinkelten Bauform wäre das Bau-
werk eine sehr anspruchsvolle Herausforderung an die Modellbauer unter uns und bei Gelingen preisverdächtig. Die
 Bahnsteigüberdachung scheint im Vergleich zum obigen Bild mit dem neuzeitlichen Triebwagen kaum verändert zu
sein. Der Bahnhof wurde übrigens 2006 modernisiert (mit Erhalt der unter Denkmalschutz stehenden Überdachung),
 was speziell einen neuen Zugang von der Straße Güldenwerth sowie die Erhöhung der Bahnsetige auf 76 cm um-
fasste. Das Bild wurde für Dokumentationszwecke der Wuppertaler Direktion in den 1950er Jahren aufgenommen.
Foto BD Wuppertal  Sammlung Joachim Bügel

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Ein stimmungsvolles Motiv mit einer 212 wurde hier im Remscheider Hbf. eingefangen. Keine Leute auf dem Bahn-
steig, nur verlassene Fußstapfen. Man spürt förmlich die Eiskälte von minus 20 Grad! Der Güter-Expresszug fährt
von Remscheid-Lennep nach Hamburg (Aufnahme vom Januar 1985 - “mit Dank fürs Durchalten in der Kälte” ).
Foto Zeno Pillmann

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Die große weite Welt zu Gast in Remscheid oder sollte gar eine neue Fassung vom “Mord im Orient-Express” gedreht
 werden? Bei einer solchen Zugkomposition kann es sich naürlich nur um eine Sonderleistung handeln, die sich hier ins
 Bergische Land verirrt zu haben scheint. Die Wagen sind toll restauriert und erstrahlen im blau-braun-beigem Glanz
der internationeln Fernzüge. Nur die Loks, da hätte man doch sicherlich stilvollere finden können oder (27.10.1986)?
Foto Wolfgang Bügel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Eisenbahntechnisch gesehen stand der Remscheider Hauptbahnhof immer im Schatten von Lennep, da sich dort ein
Bw und mehrere abzweigende Strecken befanden. Im September 1968 war man - bei schlechtem Wetter - mit einem
 Sonderzug durchs Bergische unterwegs, der von einer noch im Plandienst befindlichen Maschine geführt wurde.
Foto VOBA

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Zwei Fotos vom Remscheider Hauptbahnhof, die gut die zeitlichen Veränderungen beim Stationsoutfit vermitteln
 können. Oben ein Zustand, wie er sich dem Bahnfreund jahrzehntelang zeigte mit dem markanten Zugang zu den
 Bahnsteigen. Die 212 324 ist mit einem Expressgut-Kurswagen von Rd-Lennep nach Hamburg-Altona unterwegs (Mai
 1990). Zum Ende des Monats wurde der Expressgutverkehr der DB eingestellt. Unten ein Blick zurück in die 1950er
Jahre. Noch steht das Gerüst der ehemaligen Bahnhalle, die im Zweiten Weltkrieg in Teilen zerstört wurde. Der
 Bahnsteigzugang verschwindet fast unter dieser großen Konstruktion und rückt die Größenverhältnisse im Ver-
gleich zum neueren Bild oben ins richtige Lot. Wer bei der Brücke genau hinschaut, wird sehen, dass der Zugang
zum rechten Bahnsteig doch etwas modernisiert wurde. Eine solch luftige Konstruktion wäre für die Modellbahn
an sich ein gutes Vorbild, das die Züge im Bahnhof nicht verdeckt, aber wohl nur etwas für “Löt-Fetischisten”!
Foto oben  Zeno Pillmann
Foto unten BD Wuppertal Sammlung Joachim Bügel

(c) Sammlung J.Bügel   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Eine V 100-Maschine in so genannter Altrot-Lackierung, also im alten DB-Farbkleid der Ursprungsversion, erfreut die
 Bahnfreunde immer in besonderem Maße, denn die sollte es offiziell schon lange nicht mehr geben. Schließlich hat
es seit Mitte der 1970er Jahre zwei wesentliche Farb-”Revolutionen” gegeben, mit denen die Designer der DB wie
so immer ihr glückliches Händchen bewiesen haben. Sollte man zumindest meinen .... Den Arbeitszug für Gleis-
bauarbeiten mit der 211 066 konnte man am 30.10.1986 ablichten. Ganz links wieder was für die Modellbahner:
eine komplette Weiche liegt auf den Gleisen. Fast so, als ob man gerade eine Roco-Packung aufgemacht hätte!
Foto Wolfgang Bügel

Literaturtipp:  EF Remscheid, Eisenbahnen in Remscheid, M.- Galunder-Verlag, 51588 Nümbrecht

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Vom Bw Lennep aus hat sich 86 872 anno 1963 einige Kilometer weiter zum Remscheider Hbf. begeben und muss
dort einige Rangierleistungen ausführen. Die formschöne Baureihe 86 war in der Wuppertal/Remscheider-Region in
der Dampflokzeit der DB eine vielgesehene Loktype und meistens im Verschub- und Übergabedienst eingesetzt. Die
872 kam über das Bw Wt-Langerfeld noch für eine kurze Zeit zum Bw Wt-Vohwinkel, wo sie im Jahre 1965 dann
 ausgemustert wurde. Mit den geschweißten Wasserkästen und den Scheibenrädern sieht sie in gewisser Weise
 “moderner” aus als ein Großteil der Schwestern, die genietete Kästen und Speichenräder-Drehgestelle besassen.
Foto Wilfried Sieberg

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lennep
Im Bahnhof von Lennep begegnet uns die Alltags-Normalität im Nahverkehr auf der Linie von Wuppertal über Rem-
scheid nach Solingen. Seit 1994 gibt es einen Zugverkehr im 20-Minuten-Takt (wochentags), der ausschließlich
von Triebwagen der Reihe 628/928 bedient wird. Für den Bahnfreund sehr eintönig, aber für die Fahrgäste einiger-
maßen bequem. Der Güterverkehr ist heute ein minimaler Schatten seiner Vergangenheit (Foto im Sommer 1998).
Der Lenneper Bahnhof war früher ein wichtiger Bahnknoten mit fünf Streckenästen. Neben den beiden der bezeich-
neten Linie konnte man ehedem nach Opladen sowie weit durchs Oberbergischen bis Dieringhasuen/Waldbröl fahren.
Bis Anfang der 1950er Jahre ging es dazu noch einige Kilometer ins Tal hinab nach Krebsöge auf Wupperniveau.
Foto VOBA

Mehr vom Lennep-Areal auf der Seite über den Bahnhof Remscheid-Lennep

Auf ins Lokparadies: Besuchen Sie mit uns das Bw Remscheid-Lennep

Zuglaufplan
Ein D-Zug in Lennep! Das gab es wirk-
lich, wie diese Auszüge aus dem Kurs-
wagen-Verzeichnis 1958 belegen. Der
D 712 fährt von Wt-Oberbarmen nach
 Frankfurt. In Ohligs werden die Wagen
 vom D 812 an den Zug gehängt.
Vorlagen (2) VOBA

(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Lennep
Das ist die Lenneper Nahverkehrs-Welt, wie sie vor Jahren täglich anzutreffen war. An den Kopfgleisen der Borner
 Bahnsteige fuhren die Züge ab über Wermelskirchen nach Opladen oder ab Bergisch Born auf anderer Trasse über
 Wipperfürth weiter tief ins Oberbergische Land. Im Bild die 211 100-3 vom Bw Dieringhausen, das bis 1982 noch
 eigenständige Diensstelle war. Am Gleis daneben der 798 813 mit den beiden Steuerwagen 998 907 und 293 (10.
 Oktober 1979). Nach Auflassung des Verkehrs auf den beiden Strecken wurden die Gleise bald demontiert. Im
 Hintergrund erkennen wir das Empfangsgebäude von Lennep mit seinem unverwechselbaren Uhrentürmchen.
Foto Jürgen Grieger

Sie haben Anschluss:   Fahren Sie mit uns südlich weiter ins Oberbergische

Sie haben Anschluss:   Fahren Sie mit uns nördlich weiter Richtung Wuppertal

3. Die Korkenzieherbahn
Außer der betrachteten Verbindung von Wuppertal über den “Ronsdorfer Knapp” zu den beiden Nachbarstädten gab es noch eine weitere Verbindung, und zwar jene zwischen Wt-Vohwinkel und Solingen Hbf., die wegen ihrer vielen Kehren über Gräfrath und Wald von den Eisenbahnern und der Bevölkerung gerne “Korkenzieherbahn” genannt wurde.  Man konnte sie am 15.11.1887 eröffnen. Der Betrieb war immer dem Güter- und Nahverkehr vorbehalten. Der Personenverkehr wurde bereits am 2. November 1942 auf dem Gesamtabschnitt eingestellt (letzte Kursbuch-Nr. 228g). Der durchgehende Güterbetrieb musste 1958 aufgegeben werden. Mit der folgenden Trennung der Strecke zwischen den Bahnhöfen Wald und Gräfrath blieben zwei Äste übrig, die im Güterverkehr dann für etliche Jahre von Solingen Hbf. (bis Ende März 1995) bzw. Vohwinkel aus (bis Mai 1989) bedient wurden.  An etlichen Stellen ist der ursprüngliche Verlauf noch erkennbar (z.B. Brücken). Einige Umbauten für einen Rad- und Wanderweg auf der Trasse sind wie andernorts auch hier ausgeführt.   
 

(c) Sammlung H.Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

am Rbf. Wt-Vohwinkel
Die Korkenzieherbahn führte vom Personenbahnsteig im Bf. Vohwinkel nach Bau des neuen Rangierbahnhofes auf
 eingleisiger Trasse quasi mitten durch die Verschiebegleise (natürlich kreuzungsfrei!) und bog dann etwa bei der
 Stadtgrenze südlich Richtung Solingen ab. In diesem Bereich des ansteigenden Gleiskörpers wurde diese tolle Zug-
komposition festgehalten, ein einmaliges Vorbild für die Modellbahner. Hinter der 92 880 gibt es einen Postwaggon,
dann den Gepäckwagen und am Schluss läuft der Abteilwagen dritter Klasse mit (Foto aus den 1930er Jahren).
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

bei SG-Gräfrath
Am 21.7.1983 ist die 212 297 auf dem nördlichen Abschnitt der noch vorhandenen Korkenzieherbahn eingesetzt. Es
 könnte sich um einen Unkrautzug handeln. Die Bilder entstanden unweit von der ex-Station Solingen-Gräfrath.
Fotos (2)  Wolfgang Bügel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Literaturtipp: K.Kaiß/M.Zimmermann, Die Korkenzieher-Bahn, Verlag A. Kaiß, 42785 Leichlingen

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

zwischen Wuppertal-Vohwinkel und Solingen-Gräfrath
Wir sind am 12.April 1969 auf der Korkenzieherbahn unterwegs,
 nachdem es zuvor durchs Niederbergische gegangen ist. An ei-
nem Ende die 094 653 und am anderen die 094 638. Oben: Ein
 Buchfahrplan für diese Tour hat alle Zeiten überdauert. Links
 steht die treue 94 1653 im Bahnhof des schönen Fachwerkortes
 Gräfrath zur Rückfahrt bereit. Unten ein Foto vom Streckenab-
schnitt zwischen Vohwinkel und Gräfrath. So ab 1967 wurden
in der Region sehr viele Sonderfahrten mit Dampfloks unter-
nomenn, oft als “Abschiedsfahrten” tituliert. Teilweise ging es
 über bereits für den Personenbetrieb stillgelegte Abschnitte.
Viele Veranstaltungen wurden vom “Eisenbahn-Kurier” durch-
geführt, der - heute als Verlag in Freiburg beheimatat - seine
 Eisenbahnhobby-Quellen in Solingen und Wuppertal hat.
Vorlage und Fotos (2)  VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de
(c) Jürgen Grieger   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Solingen-Gräfrath
Ob die Jugend wirklich Interesse an der Bahn hat? Man kann es bezweifeln, zumal bei Regen nur die wirklich wahren
 Bahnfans auf Tour sind. Aber wahrscheinlich ist in der Gegend “sonst nichts los” und da schaut man sich halt mal
ein Rangiermanöver an. Ein schönes Betriebsfoto aus Gräfrath, so richtig synonym für viele Anschlussbahnen in der
alten DB-Zeit. Die 260 409 im DB-Altrot der Ursprungsversion kommt natürlich vom Bw W-Steinbeck (5.10.1979).
Foto Jürgen Grieger

Remscheid/Solingen im Netz der Bahndirektion Wuppertal (1.1.1946)
 Anschlußstrecken nach/von allen Richtungen gibt es auf den Streckenkarten der BD Wuppertal
(blaue Strecken = Betriebsamt Lennep, rot = Wuppertal 1, gelb = Köln-Deutz 2))
Veröffentlichung mit freundlicher Genehmigung durch den EK-Verlag, Freiburg (Brsg.)
Die gesamte Karte  - wie auch von anderen Direktionen - können Sie beim EK-Verlag bestellen (ca. 100 x 70 cm)
 

4. Die Remscheider Stichstrecken
Auf Remscheider Gebiet sind zwei kurze Streckenäste zu verzeichnen. In nördlicher Richtung verlief vom Hbf. aus ab dem 1.9.1883 eine 4,3 Kilometer kurze Stichbahn nach Remscheid-Hasten. An der Strecke gab es desweiteren die beiden Bahnhöfe Rd-Stachelhausen und Rd-Vieringhausen. Der Personenverkehr wurde bereits im Oktober 1922 kassiert, insbesondere weil die Remscheider Straßenbahn bessere Anschlüsse vermittelte. Der Güterverkehr konnte sich allerdings offiziell bis zum 31. 12. 1990 halten (mit der letzten planmäßigen Bedienung Vieringhausen - Hasten am 21.12.1986 und Hauptbahnhof - Vieringhausen am 20.5.1988). Heute ist auf der Trasse ein Radweg entstanden. Quasi diagonal gegenüber liegt südlich im Stadtgebiet die 2,4 Kilometer messende Stichlinie vom Hbf. nach Remscheid-Bliedinghausen (Eröffnung 15.7.1896). Personenverkehr gab es auf dieser Minilinie zu keiner Zeit. Sie ist aber als Anschlussbahn für die Mannesmann-Röhrenwerke im Bahnhofsbereich von Bliedinghausen heute noch sporadisch in Betrieb.      
                    

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Bliedinghausen
Das Mannesmann-Röhrenwerk in Bliedinghausen wird auch heute noch von der Bahn bedient. Nur so ist es verständ-
lich, dass die Stichstrecke immer noch existiert. Im Grunde ist und war sie aber immer so was wie ein verlängerter
Gleisanschluss vom Remscheider Hauptbahnhof aus. Am 10. März 2000 ist die 294 393-4 mit einer Übergabe betraut.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Bliedinghausen
Auf der Zweiglinie vom Remscheider Hbf. zum Ortsteil Bliedinghausen hat es nie Personenbetrieb gegeben. Sie war
 damals für die Bedienung der verschiedenen Gleisanschlüsse in der Industriestadt gebaut worden. Dort wurde auch
ein Werksanschluss zur bekannten Heiztechnikfirma Vaillant eingerichtet. In diesen Bereich hat sich am 2.10.1987
die V 36 231 verirrt. Die Loktype war vom Bw Wt-Steinbeck aus oft in Remscheid eingesetzt und “typisch bergisch”.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Bliedinghausen
Eisenbahnfreunde sind immer schon gerne auf den Remscheider Stichstrecken mit Sonderzügen unterwegs gewesen.
 Dabei kamen ganz unterschiedliche Triebfahrzeuge zum Einsatz, meist welche, die hier nie gefahren sind. So auch
der VT 24.5 der 1960er Jahre, der im Bergischen Land an sich nicht heimisch war (624 669 + 674 am 31. Mai 1986).
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid-Bliedinghausen
Keine Lok, verrostete Gleise und Gerümpel pur - der Bf. Bliedinghausen hat auch schon wesentlich bessere Zeiten
 gesehen. Aber im Gegensatz zu vielen Linien im Bergischen Land hat er bis heute dank einiger Güterleistungen über-
lebt. Die Linie wäre übrigens nicht schlecht für einen Museumsbetrieb, wenn daran überhaupt Interesse bestünde ....
Foto Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Stichstrecke nach Remscheid-Hasten, Führberger Straße
Am verschneiten 8. Februar 1986 war mal wieder eine Sonderleistung auf der Hastener Strecke angesagt. Mit zwei
Loks schlängelt sich der Zug durch die Remscheider Bezirke. Beide Bilder entstanden im Bereich der Führberger
 Straße, nicht allzu weit vom ehemaligen Bahnhof Rd-Vieringhausen entfernt. Als Zugloks fungierten zwei typische
 Dieselloks der so gennanten Epoche 4. Seit 2006 kann man auf der ehemaligen Trasse wandern und radeln.
Foto (2) Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de
(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Stichstrecke nach Remscheid-Hasten, Abzweig
Ein Foto von der Sonderfahrt mit der BLE-Elna 146 im Jahre 1976. Leider war die Wtterung an diesem Tag teilweise
recht mies (und für Fotografen dunkel). Für die Bahninsider ist die Stelle natürlich sofort auszumachen, die anderen
 schauen bitte auf das Schild unterhalb der Lok. Es ist die kurvige Einfahrt der Solinger Strecke zum Remscheider
Hauptbahnhof. Dahinter zweigt von der Hauptstation westwärts die Linie nach Rd-Hasten ab, um dann in einem
großen Bogen nordwärts die Endhaltestelle zu erreichen. Der planmäßige Personenverkehr endete bereits 1922!
Im Hintergrund dominieren typische Industriegebäude, hier jene der Bergischen Stahlindustrie (BSI), die Szenerie.
Foto VOBA

5. Aktuelle Situation
Heute ist die Linie zwischen Wuppertal Hbf. über Remscheid nach Solingen-Ohligs/Hbf. vertaktet und wird mit Dieseltriebwagen der Reihe 628/928 befahren. Es gibt nur sehr mäßigen Güterverkehr. Vage Planungen sehen eine mögliche Elektrifizierung vor. Ebenso ist ein späterer S-Bahnbetrieb nicht ausgeschlosssen, eventuell eine Kombination mit der vorhandenen S-Bahn Ohligs - Düsseldorf Flughafen und der derzeitigen RB-Linie Wuppertal - Remscheid/Solingen. Ein Problem war immer die zum Stadtkern schlechte Lage des Solinger Hbf.. Hier haben langjährige Überlegungen nun dazu geführt, diesen aufzulassen und durch zwei neue Haltepunkte zu ersetzen (SG-Grünewald und SG-Mitte). Wodurch quasi zwei “Zentral”-Haltestellen entstanden sind - und dazu auch ein “neuer Hauptbahnhof”, denn der Fernbahnhof in Ohligs wurde zum Fahrplanwechsel im Dezember 2006 entsprechend umbenannt. Das architektonisch interessante alte Hbf.-Empfangsgebäude von 1956 wird zukünftig durch Werkkünste genutzt. In Remscheid liegen ebenso Planungen für neue Haltepunkte in der Schublade.  Die Station Remscheid-Güldenwerth wurde anno 2006 modernisiert. Das Bahnhofsgebäude samt Bahnsteigtorso im Hbf. wurde mittlerweile auch abgerissen. Abwechslungsreichen Zugverkehr auf der Hauptlinie in Verbindung mit der Trasse durchs Wuppertal (sog. große Bergische Runde) bringen regelmäßige Veranstaltungen, wo zeitweise mit “Plandampf” gefahren wird, also Dampfrösser mit verschiedenen Wagengarnituren in planmäßigen Zugkursen laufen. Überregionale Bedeutung hat dabei das alle paar Jahre stattfindende, beliebte Müngstener Brückenfest.
                  

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bf. Remscheid Hbf.
Der bescheidene Güterverkehr ist in den vergangenen Jahren vielfach durch Privatbahngesellschaften bzw. durch
 Drittfirmen im Auftrag der DB AG durchgeführt worden. Im Zuge der Liberalisierung der Verkehrsmärkte ist in letzter
 Zeit eine große Anzahl von Bahnfirmen entstanden, meist ohne eigenes Gleisnetz, manchmal gar ohne eigenen Fahr-
zeugpark. Dazu gibt es eine Reihe von Angebotsformen (z.B. Kauf/Verkauf oder Leasing von Fahrzeugen; eigene
 Durchführung oder Abgabe an Subfirmen; Betrieb, Wartung oder nur Verwaltung), so dass die ganze Angelegenheit
 nicht nur für Außenstehende meist undurchsichtig bleibt. Da sich dazu durch Insolvenzen, Aufkäufe oder Neugrün-
dungen, durch Umbeschriftungen und Umlackierungen quasi “alles andauernd ändert”, gibt ein Bild meist nur einen
 augenblicklichen Zustand im Sinne eines Zeitfensters wieder. So auch bei der 203 007-0 der EBM (Eisenbahn der
 Bergisch-Märkischen Region), die es in dieser Art auch nicht mehr gibt. Das Bild wurde am 27.6.2003 im Hbf. Rem-
scheid gemacht. Die Röhrenladung “riecht nach Mannesmann”. Die Lok ist eine ex-V 100 der DDR-Reichsbahn. Nach
Abriss der Betriebsanlagen am Hauptbahnhof hat die Aufnahme heute bereits historische Bedeutung für die Stadt.
Foto Wilfried Sieberg

(c) Michael Hartmann   www.bahnen-wuppertal.de

Strecke in Solingen
Mit diesem Bild soll sich der Kreis zum ersten Foto ganz oben schließen (Juni 1997). Zwar wirklich keine Normalität,
aber auf vielen Sonderfahrten auf der Linie hier gesehen, der Gliederzug VT 11.5 aus den 1950er Jahren. Wenn auch
nun schon ein halbes Jahrhundert alt, kann man dem seinerzeitigen Topzug der Bundesbahn aber unzweifelhaft eine
 zeitlose Eleganz unterstellen! Wir stehen an der Straßenbrücke Meigenerstr./Steinackerstr. im östlichen Solingen,
 lassen den Zug langsam in der Kurve verschnwinden und träumen von den ehemals großen Bahnzeiten der DB ....
Foto Michael Hartmann

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