Bahnen- Wuppertal.de Region im Portrait


In der Bahndirektion Wuppertal:  Eisenbahnen im Sauerland

Eisenbahnen im Sauerland, die gehörten in früheren Zeiten einmal zum größten Teil zur ehemaligen Eisenbahndirektion Wuppertal. Von der Fläche her ein ziemlich großer Bereich, streckenmäßig aber mehr regional verankert bis auf die für den Güterverkehr wichtige Hauptstrecke der Ruhr-Sieg-Rollbahn (Hagen - Dillenburg) und bedingt der sogenannten oberen Ruhrtalbahn (Schwerte - Warburg). Wir möchten hier jetzt keine geografisch genauen Grenzen ziehen resp. überflüssige Diskussionen führen und sehen als betroffenes Gebiet alle jene Strecken an, die östlich vom Volmetal (inklusive) liegen und ehemals unter Obhut der Wuppertaler Direktion waren. Dazu sollen hier auch die “entfernten” Direktions-Gebiete vom nordöstlichen Siegerland und dem Wittgensteiner Land gehören. Natürlich kann man auf der Site keinen Rundumschlag aller möglichen Bahnhöfe und Linien machen, das ist nicht beabsichtigt und würde den Rahmen unseres Projektes vollkommen sprengen. Es können somit nur Impressionen von bestimmten Trassen, Bahnhöfen und Werken in der besagten Region sein und sollen unsere regionalen Betrachtungen zur ehemaligen Bahndirektion Wuppertal über die Strecken im Ober- und Niederbergischen und jenen Richtung Rheinschiene hinaus info- und bildmäßig abrunden. Wir haben den Gesamtkomplex in vier Bereiche unterteilt mit Schwerpunkt der westlichen Region. Zunächst gibt es Bilder und Infos mehr vom Randbereich, wo die Städte bzw. Bahnhöfe als “Tore zum Sauerland” gelten können. Ein zweiter Sektor betrifft die besagten beiden Hauptstrecken, unabhängig davon, ob vielleicht andere Linien offiziell auch einen Hauptbahnstatus besaßen. Im dritten Bereich verweisen wir auf jene Bahnhöfe an den beiden genannten Strecken, bei denen auch Bahnbetriebswerke zu finden waren. Das vierte Feld befasst sich mit den Nebenbahnen im Sauerland, natürilich hier nur fragmentarisch einige diesbezügliche Routen betreffend. Soweit uns zugänglich, haben wir von den Bildern her viele Motive aus der Zeit der eigentlichen Eisenbahndirektion Wuppertal  (bis 1974) ausgesucht. Zeitbedingt sind diese Abbildungen vielfach nur in schwarz-weißer Abbildung verfügbar. Natürlich gibt es auch etliche neuere bzw. “nach BD”-Fotos von den besagten Strecken und Bahnhöfen, die organisatorisch dann einem anderen Rahmen zuzuordnen sind. Dies betraf speziell die Auflösung von 6 Bundesbahndirektion ab Ende der 1960er Jahre, wobei im Bereich Sauerland im weiteren Sinne neben der Wuppertaler Direktion vor allem auch die BD Kassel von der Stillegung betroffen war (und beim Siegerland zudem noch die BD Mainz eine Rolle spielte), so dass nun gleich mehrere der übrig gebliebenen zehn Bundesbahndirektionen die Fühler auf die hier betrachteten Strecken ausstreckten oder zumindest für Teilzuweisungen bestimmter Linien in Betracht kamen.

Karten zu den Bahnen im Sauerland siehe bei “BD Wuppertal  - Strecken -”

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Falschfahrt durchsLennetal
Wir haben eine Fototour an die Ruhr-Sieg-Strecke unternom-
men und können am 12.10.1952 dieses Motiv bei Altena ein-
fangen. Wegen Gleisbauarbeiten muss der G-Zug das Gegen-
gleis benutzen. Als Zuglok - man kann fast sagen: natürlich -
 erkennen wir einen “Jumbo”, vom Bw Altenhundem die 44 731.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung VOBA

(c) Slg. Wilfried Sieberg<
www.bahnen-wuppertal.de

Das Ende einer Legende
Die Reihe 03.10 avancierte in den 1960er Jahren zu einer Le-
gende der bergisch-märkischen Eisenbahnfans (und war in an-
deren Regionen der Republik weniger bekannt). Seit 1958 wur-
den 26 Maschinen beim Bw Hagen-Eckesey zusammengezogen.
Am 26. 9.1966 war die Dampf-Herrlichkeit aber bereits vorbei.
Foto DB/Säuberlich  Sammlung Wilfried Sieberg

(c) Wilfried Sieberg   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brügge
Eine klassische Nahverkehrsgarnitur bei der Bundesbahn war die V 100 mit drei sog. Silberlingen. Wir sind am 31. Dezember 1976
auf Fototour in Brügge, wo es früher einen regionalen Bahnknoten gab. Von Hagen konnte man durchs Volmetal hierin fahren und
dann steil bergauf nach Lüdenscheid. Südwärts ging die Linie weiter über Meinerzhagen nach Dieringhausen ins Aggertal. Es gab
 zeitweise durchlaufende Züge zwischen Hagen und Köln. Westwärts führte eine Nebenbahn über Radevormwald nach Wuppertal.
Bis 1955 beherbergte der Ort auch ein eigenständiges Betriebswerk (fungierte noch vier Jahren als Außenstelle von Hagen Gbf).
Foto Wilfried Sieberg

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

Hohenlimburg
Wo vor einem halben Jahrhundert die 44er-Jumbos über Brücken und durch Tunnel donnerten, haben mittlerweile andere Genera-
tionen deren Aufgaben übernommen. Doch die 151 018, die zählt heute eigentlich auch schon zum alten Eisen, denn die ersten
 Maschinen dieser robusten Güterzugtype wurden ab 1973 geliefert. Kohlenzüge gibt es auch kaum noch und die Stahlrollen fahren
gut geschützt in Spezialwaggons durch die Republik. Von einer Bahndirektion Wuppertal spricht hier ohnehin keiner mehr ... Wir
haben eine Fototour ins Lennetal nach Hohenlimburg unternommen und nehmen eben mit, was vorbei kommt (wie am 2.3.2011).
Foto Peter Hölterhoff

(c) Slg. Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

 südlich Hallenberg
Ein fotogener gemischter Güterzug mit der 93 692 befindet sich auf Tour zwischen Bromskirchen und Lympfermühle, etwa auf der
 Landesgrenze Nordrhein-Westfalen/Hessen (Foto am 7. Juli 1956). Jenseits der Grenze gehörte die Strecke damals zur BD Kassel.
 Das Motiv in seiner Gesamtkonzeption mit den Proportionen und Bildelementen gehört zweifellos zu den typischen Landschafts-
aufnahmen des bekannten Lichtbildners und wird jeden Dampffan begeistern. Der Viadukt wäre übrigens ein tolles Modellvorbild.
Foto Carl Bellingrodt   Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Wolfgang Güttler   www.bahnen-wuppertal.de

Auf Privatbahngleisen
Fast wie in alten Planzeiten der Bundesbahn, aber nur “fast”.
 Am 11.9.1988 haben wir der Privatbahn Neheim-Hüsten - Sun-
dern einen Besuch gemacht und können im Endbahnhof süd-
lich von Arnsberg dieses Motiv festhalten. Die 38 1772 war die
letzte preußische P 8 bei der Bundesbahn (bis 1974) und war
 zuletzt vom Bw Rottweil aus im Schwarzwald eingesetzt.
Foto Wolfgang Güttler

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Volldampf auf der Rollbahn
Schneewirbelnd und mit voller Power kommt der Jumbo aus ei-
nem Tunnel nahe Altenhundem auf uns zu. Schnell ein Bild und
 dann in Deckung .... Ach, was nahmen die Bahnfans doch oft
für “freiwillige Qualen” auf sich, während die Normalos in der
 warmen Stube hockten und ihre Briefmarken oder andere Dinge
 sortierten. Ein Bild aus den 1950er Jahren (Spitzenlicht fehlt).
Foto DB/Säuberlich  Sammlung VOBA

Landes- und Direktionsgrenzen
Das Sauerland ist nicht exakt einzugrenzen und war auch nie eine geschlossene, gar politische Einheit. Die geografischen Grenzen sind fließend und gehen neben der nordwestlichen Öffnung zur Agglomeration des Ruhrgebietes nahtlos in die Landschaften des Bergischen, von Hellweg und Börde, Waldeck sowie Wittgensteiner und Siegerland über. Je nach Betrachtung kann man somit zwischen einer engeren oder weitesten Zuordnung definieren Vielfach wird dabei aus historischer Sicht auf ehemalige Gebiete der Grafschaften Mark und Waldeck sowie des Herzogtums Westfalen verwiesen. Politisch gehört die Gesamtregion nach dem Zweiten Weltkrieg weitestgehend zum neu geschaffenen Bundesland Nordrhein-Westfalen und hier zum Regierungsbezirk Arnsberg. Im Osten und Südosten grenzt der Bereich an Hessen (Regierungsbezirk Kassel). Grenzen der “neueren” Bahndirektionen haben sich seit der Reichsbahnzeit zwar weniger genau an die politischen Gegebenheiten gehalten, folgen in unserem Fall aber auffällig einer solchen Zuordnung. Gut ist dies im Osten der Region zu sehen, wo sich nach dem Zweiten Weltkrieg die Grenzen zugunsten der Direktion Wuppertal verschoben haben und Teile der Direktion Kassel abgeluchst wurden. Dies betrifft in erster Linie die Trassen östlich von Bestwig bis Warburg mit den entsprechenden Nebenbahnen. Streckengrenzen blieben sonst ziemlich genau auf den neuen Landesgrenzen von NRW und Hessen bestehen. In alten Zeiten war das alles etwas anders, denn da ging die Eisenbahndirektion Elberfeld bekanntlich mal bis zur Grenze von Thüringen (weiteste Ausdehnung der Direktion 1895)! Über Veränderungen der Strecken-Zugehörigkeit vor/nach dem letzten Weltkrieg siehe Grafiken auf der Seite
BD Wuppertal.
 

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

 bei Plettenberg-Siesel
Wälder und Flussläufe, Tunnel und Brücken, das ist an etlichen Stellen typisch für die Eisenbahntrassen im Sauerland. Wir stehen
hier am 3. August 1994 bei Plettenberg-Siesel auf dem Streckenabschnitt zwischen Werdohl und Finnentrop. Die 140 294, zwar
in vielen Detais nicht mehr in der Ursprungauslieferung (Baujahr 1963), aber im attraktiven grün-schwarzen Kleid der alten DB-
Zeiten. Aber sonst? Der neue DB-Keks auf der Stirnfront kündet vom neuen Aufbruch, denn seit kurzer Zeit ist der alte Staats-
bahnbetrieb als AG “privatisiert”. Die alte Ära ist vorbei und es gibt auch keine Bundesbahndirektionen mehr. Als Bahnfan muss
man sich etwas umorientieren, denn damit sind auch viele lieb gewonnenen Begriffe versunken. Bei der Lokunterhaltung gibt es
bspw. kein “Bw” (Betriebswerk) mehr, jetzt heißt man vieldeutig “Bh” (Betriebshof, falls jemand an andere Dinge denken sollte).
Foto Christoph Riedel

Auf in die Bahnregion: wir öffnen die “Tore zum Sauerland”

Wir besuchen einige Bahnhöfe, die mehr oder minder am Rande des eigentlichen Sauerlandes liegen.

(c) Wolfgang R. Reimann   www.bahnen-wuppertal.de

Hagen Hauptbahnhof
Beginnen wir im wichtigsten “Tor zum Sauerland”, der alten Industriestadt Hagen im Übergang vom Ruhrgebiet.
Als ein Bahnfreund am 20. Mai 1964 den Hauptbahnhof in Hagen besuchte, da waren die Maschinen der Baureihe
03.10 auf verschiedenen Strecken noch voll im Einsatz. Wenige Tage danach nach Aufnahme des elektrischen
Betriebes auf der BME-Hauptlinie Wuppertal - Hamm brachen viele Leistungen schlagartig weg und der Stern der
 legendären Loktype ging auf Sinkflug. Die 03 1056 lässt sich aber noch nicht beirren und beschleunigt ihren Eilzug
in Höhe vom alten Fahrdienstleiter-Stellwerk Hpf (1955). Rechts führen die Gleise zum Betriebswerk Ha-Eckesey.
Foto Wolfgang R. Reimann

Vom Hauptbahnhof Hagen gibt es eine eigene Seite

(c) Albert Gieseler   www.bahnen-wuppertal.de

Bw Hagen-Eckesey
Und wer “die Legende” doch nicht kennen sollte, hier ein Bild aus ihrem Depot. Die 03 1060 wird am Aufnahmetag
des 9.11.1965 noch für Leistungen Richtung Kassel und Ostwestfalen gebraucht. Die große Zeit beim Bw Hagen-
Eck ging aber schnell vorbei und knapp ein Jahr später werden die letzten Rösser abgestellt. Es gab bei den 26
von der DB umgebauten Loks einige Unterschiede im Detail, wie hier bspw. die Scheibenräder beim Drehgestell.
Foto Albert Gieseler

Von den drei Hagener Bw (Eck, Gbf und Vorhalle) gibt es eigene Seiten

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

Hagen-Hengstey
Ein geschichtsträchtiger Ort für Güterzüge, denn in großem Bogen geht es vorbei am ehemaligen Verschiebebahn-
hof Hengstey. Dieser wurde um 1910 angelegt im Zuge der großen Umbauten der Bahnanlagen in Hagen, etwa zeit-
lich parallel mit dem westwärts gelegenen Vbf in Vorhalle. Beide Bahnhöfe besaßen eine wichtige Verteilerfunktion,
 besonders zwischen den Destinationen im Ruhrgebiet und jenen in Mittel- und Süddeutschland. Bekanntlich ging es
von hier südwärts auf die Ruhr-Sieg-Strecke und ostwärts in Richtung Sauerland und Ostwestfalen. Von der einsti-
gen Bahnherrlichkeit ist nichts geblieben, man braucht die Gleise nicht mehr. Am 7.9.2012 kam die 155 130 vorbei.
Foto Peter Hölterhoff

(c) Slg. Wolfgang R. Reiman
    www.bahnen-wuppertal.de

Haltepunkt Hohensyburg
Fast aus dem Bild gefahren, das kann auch einmal dem Meister passieren. Wo wir uns am 14.5.1938 befinden, ist
 nicht zu übersehen, auch leider nicht das “Outfit” der 78 381. Sie ist einem Sonderzug vorgespannt. Der vierglei-
sige Hp Hohensyburg wurde erst Anfang der 1930er Jahre erbaut und zwar als “Ausflugsbahnhof”. Von hier konnte
man nordwärts an den Hengsteysee pilgern. Von dort gab es eine “Strandbahn” über das äußerste Gleis des Ver-
 schiebebahnhofs westlich zu einem anderen Strandbad. Diesen Inselbetrieb gab es nur sonntags im Sommer. Der
Zug steht am Bahnsteig der Trasse nach Schwerte, links der Bahnsteig ist für die Züge der hier abzweigenden
 Linie nach Hagen-Kabel resp. Richtung Siegen. Rechts liegen die zwei Gütergleise Vorhalle - Hengstey - Schwerte
 Rbf/Ost. Im Verschiebebahnhof gab es einen vierständigen Lokschuppen und einen nachbauwürdigen Wasserturm.
Foto Carl Bellingrodt   Sammlung Wolfgang R. Reimann

(c) Peter Thiel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Westhofen
Weiße Wäsche und Dampfdreck, eine ideale Kombination für “großzügige” Menschen. In alten Zeiten sprach aber
keiner von Umweltverschmutzung und jene Leute, die an der Bahntrasse wohnten, mussten das wohl akzeptieren.
Wir haben anno 1965 eine Fototour zum Bahnhof Westhofen unternommen, der bekanntlich zwischen Hagen und
 Schwerte an der BME-Hauptstrecke liegt. Heute ist dort die 57 1387 (Bw Hagen Gbf) beim Bauzugdienst zu finden.
Die robuste preußische G 10 war “typisch bergisch-märkisch” und sie besaß durchaus harmonische Proportionen.
Foto Peter Thiel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Schwerte (Ruhr)
Der Bahnhof in Schwerte ist schon immer ein wichtiger Ausgangspunkt für die Fahrten ins Sauerland. Früher natür-
lich wesentlich mehr, als die Trasse über Arnsberg nach Kassel bzw. Richtung Mitteldeutschland vom Durchgangs-
verkehr geprägt war. Neben dem eigenen Rangierbahnhof gab es einige Kilometer östlich auch den wichtigen Ver-
schiebebahnhof in Geisecke mit starker Verteilfunktion von/zu den Stationn im Ruhrgebiet (nach dem Krieg aufge-
geben). Die Zeiten sind längst vorbei und heute ist Schwerte auf den Durchgangsverkehr über die alte BME-Re-
lation Hamm - Hagen ausgerichtet. Dafür gibt es mittlerweile zahlreiche bunte Privatbahnloks .... Ein mehr wirres
Äußeres besitzt der Taurus 1116 912 der Mittelweserbahn mit einem Güterzug aus Richtung Hamm nach Vorhalle.
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Schwerte Ost
Der Bahnhof Schwerte Ost liegt an der sog. oberen Ruhrtalbahn Richtung Arnsberg und ist ein Kind des 1922 er-
öffneten Ausbesserungswerkes nebenan (unübersehbar der Schornstein). Als Übergangsmöglichkeit zum Aw und
als “Berufsbahnhof” der vielen hier beschäftigten Mitarbeiter wurde der Halt bald darauf eingerichtet. Die V 45 006
ist zum Aufnahmedatum am 17.6.1967 als Werklok tätig und hat einen Ausflug in den Bahnhofsbereich unternom-
men. Zehn Maschinen dieses ungewohnten Dieselloktyps wurden 1956 an die damals selbstständigen Eisenbahnen
des Saarlandes (EdS) geliefert. Später bei der Bundesbahn waren sie dazu in etlichen Ausbesserunsgwerken tätig.
Foto VOBA

Vom Aw Schwerte gibt es eine eigene Seite

(c) Ian Johns   www.bahnn-wuppertal.de

Bahnhof Soest
Soest war nun nicht ein großes hauptbahnmäßiges “Tor zum Sauerland” und gehörte unseres Wissens auch nie zur
 Bahndirektion Wuppertal. Aber früher konnte man immerhin auf zwei privat betriebenen Linien südlich ins Sauerland
 reisen. Mit der Westfälischen Landeseisenbahn ging es über Belecke (- Warstein) bis nach Brilon Stadt und mittels
der Ruhr-Lippe Eisenbahnen führte eine Trasse bis Neheim-Hüsten (-Arnsberg). Die Eisenbahnstrecke Unna/Hamm
 - Soest - Paderborn - Kassel war immer die böse Konkurrenz der eigentlichen Sauerlandlinie (Schwerte - Arnsberg
 - Kassel). Zum einen ist sie nördlich der höheren Mittelgebirgszüge wesentlich günstiger trassiert und zum anderen
von größeren Ortschaften geprägt, so dass früher auch der vielfältige Verkehr nach Mitteldeutschland diese Linie
 primär nahm. Heute gibt es zwischen den beiden Routen keine Konkurrenz mehr (043 652 -Bw Kassel- um 1970).
Foto Ian Johns

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Geseke
Am 2.3.1969 gab es die Pacific-Abschiedsfahrt vom Eisenbahn-Kurier, für nicht wenige Bahnfans später die spek-
takulärste Dampflok-Sonderfahrt der 1960er und 1970er Jahre überhaupt. Es ging von Düsseldorf über Essen und
Soest nach Paderborn mit Bw-Besuch. Dann weiter über Detmold nach Osnabrück und Georgsmarienhütte (dort
gab es eine T 9.3 zu bestaunen). Und am Spätnachmittag weiter nach Hamm und von dort mit Flügelzügen nach
Köln und Düsseldorf. Eingesetzt waren 01 133, 01 199, 03 252 und 01 1065. 700 Teilnehmer waren dabei und der
Zug hatte 11 Wagen. Da man von der Strecke her “wild” fuhr, waren die Fotohalte meist in Bahnhöfen, und das
 Wetter wurde später leider immer diesiger. Wegen der Jahrerszeit hätte man ohnhin besser den Sommer gewählt.
Und wegen der Zuglänge stand die Gesamtgarnitur bei den Halten leider für die Fotofans oft auch nicht optimal,
aber es war insgesamt ein wahnsinniger Tag. Das Bild zeigt das Gespann in Geseke mit Zuglok 01 199 und Vor-
spannlok. Geseke soll hier einmal stellvertretend für den Zugang von Ostwestfalen zum Sauerland stehen, denn
von Lippstadt (Belecke - Warstein), Geseke (Büren) als auch Paderborn (Büren - Brilon) - alle BD Essen - führ-
ten früher Strecken ins Sauerland. Bei der Geseker Linie begann nach gut 7 Kilometern die Direktion Wuppertal.
Foto VOBA

(c) Slg. Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

 Bahnhof Warburg (Westf.)
Warburg ist der Verknüpfungpunkt der Sauerlandlinie von Arnsberg mit jener aus Paderborn/Altenbeken mit Weiter-
führung nach Kassel. Die Stadt ist quasi ein Außenposten des Bundeslandes NRW (“in Westfalen”, da legen etliche
Leute Wert drauf) und bahnmäßig lange Zeit ein Endpunkt der Direktion Wuppertal. Etwa fünf Kilometer hinter dem
 Bahnhof lag die Grenze zur Direktion Kassel. Südlich führte von Warburg vor Jahren mal eine Nebenbahn ins Hes-
sische Richtung Korbach. Fahrplanbezogen gab es Züge von Hagen - Schwerte durchs Sauerland entweder nach
Kassel oder sie endeten in Warburg (bzw. fuhren vom Bahnhof Scherfede Richtung Weser). Im Jahre 1951 war Carl
 Bellingrodt mit seinem MEC Wuppertal im Bahnhof auf Ausstellungstour. Es gab einen Waggon mit der Modellanlage
 (rechts) und dazu einen Begleitwaggon für die Clubmitglieder. Zuglok beim P-Zug ist die 41 139 vom Bw Kassel.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Usseln
Östlich hinter Brilon/Winterberg geht das Sauerland nahtlos über ins Waldecker Land, das zu Hessen gehört, wobei
die Grenzen natürlich fließend sind. Wanderfans und Skihasen wird sicherlich die Gegend des Uplandes um Willingen
 ein Begriff sein. Eisenbahnbezogen liegt man an der Verbindungsstrecke zwischen Brilon Wald und der Kreisstadt
 Korbach. In die Region fuhren früher im Winter etliche Sonderzüge. Knapp sechs Kilometer vor Brilon Wald kam man
 früher von der Kasseler in die Wuppertaler Direktion. Im Bild im Jahre 1989 ein “Zug”, geführt von der 216 220.
Foto Peter Hölterhoff

(c) Heribert Bickenbach   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brügge (Westf.)
Brügge, nun gut, so ein wahres Tor zum Sauerland ist es wohl kaum, denn wir befinden uns ja mitten im öfters so
 bezeichneten “märkischen Sauerland”. Aber früher war hier ein wichtiger regionaler Bahnknoten mit vier Strecken-
ästen in alle Himmelsrichtungen, dazu existierte südlich vom Bahnhof gelegen ein Bahnbetriebswerk. Eine P 8 und
 Dreiachser-Umbauwagen (neue Aufbauten auf Chassis der Abteilwagen), das war eine typische Zugkomposition bei
 der Bundesbahn. Anno 1962 erspähen wir die 38 3448 vom Bw Wt-Langerfeld, die abfahrbereit auf Gleis 3 steht.
Foto Heribert Bickenbach

Auf in die Bahnregion: Hauptstrecken im Sauerland

Wir besuchen die beiden wichtigsten Strecken im Sauerland (Hagen - Siegen, Schwerte - Warburg).

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

bei Nuttlar
Am 23.10.1965 mal schnell aus dem Auto gesprungen und man kann an der Bahnschranke ein Nahfoto vom E 683
 (Oberhausen - Warburg) anfertigen. Zuglok ist die 23 049, die in ihren Ausmaßen deutlich den alten Eilzugwaggon
 überragt. In Nuttlar ist der Abzweigbahnhof der Linie nach Winterberg, aber zugmäßig ist die eigentliche Verzwei-
gungsstation zwei Kilometer westlich in Bestwig. Hier liegt auch das Saulerland-Bw, wo die 23er stationiert sind.
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

 Bahnhof Neheim-Hüsten
Die Morgensonne strahlt das Bahnhofsgebäude in Neheim-Hüsten grell an, der 612 liegt im Halbschatten und die
Gleise sind noch von Rauhreif überzogen. Besonders heimelig war es an diesem Morgen bestimmt nicht und wir
danken dem Fotografen fürs Durchhalten. Der Personenbetrieb auf der oberen Ruhrtalbahn Schwerte - Bestwig
 (-Warburg/Winterberg) hat schon lange “richtigen” Durchgangsverkehr verloren, besitzt aber mit vertakteten An-
geboten ein ordentliches Niveau. Und bequemer sind die heutigen Zügen bestimmt, aber es fehlt “der Dampf”....
Foto Zeno Pillmann

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

östlich Meschede
Loks der Reihe 41 mit Ölhauptfeuerung fuhren nicht planmäßig durchs Sauerland. Am 26.10.1975 gab es allerdings
eine interessante Sonderfahrt, zumal dies im Rückblick betrachtet ja noch zu “normalen” Dampfzeiten war. Vom
 Ruhrgebiet aus ging es bei schönstem Herbstwetter über die Hauptlinie durchs Sauerland bis Warburg. Dort konnte
die Lok im ehemaligen Bw gewendet werden, die Rückfahrt erfolgte über Paderborn. Die 042 245 war damal beim
Bw Rheine stationiert. Wir simd an der Linie zwischen Meschede und Bestwig und “schnuppern die Verqualmung”.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brilon Wald
Einer altroten 218er mit einem Regionalexpress begegnen wir im Bahnhof Brilon Wald (9. Februar 2013). Die Sta-
tion ist zwar heute auch noch ein regionaler Bahnknoten, aber Im Vergleich zu früher auf bescheidenem Niveau.
Nördlich führte ehedem eine Strecke nach Paderborn, die seit einiger Zeit wieder bis Brilon Stadt betrieben wird.
Südlich geht es ins Waldeckr Land Richtung Korbach. Wegen der Flusssysteme Ruhr/Diemel mit Scheitelpunkt im
nahen Elleringhauser Tunnel waren in Dampflokzeiten etliche Schubdienste angesagt, so dass es hier “mitten im
 Sauerland nicht selten regelrecht qualmte”. Die Zeiten sind lange vorbei, auch die, dass Brilon mal Kreisstadt war.
In früheren Zeiten gab es mal für die Station im Hoppecketal die “seltsame” Bezeichnung: Brilon Ruhrthalbahnhof.
Foto Peter Hölterhoff

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

bei Bestwig
Die gute alte P 8 wurde nach 1965 (Elektrifizierung der Ruhr-Siege-Strecke) in der Region bald von den Neubau-
maschinen der Reihe 23 abgelöst (Umstationierungen vom Bw Siegen). Die ursprüngliche Idee sah ohnehin vor,
dass u.a. mit der 23er ab 1950 die Länderbahnloks ersetzt werden sollten. Bekanntlich kam es dann doch etwas
anders. Wir sind am 23.10.1965 in der Nähe von Bestwig und erfreuen uns an der 38 3645, die einen Personen-
zug durch das herbstliche Sauerland zieht. Die Maschine war zu jenem Zeitpunkt auch im Bw Bestwig zu Hause.
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Zeno Pillmann      
  www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Eversberg
Tiefblauer Himmel über dem Sauerland, ist das die Normalität? Auf jeden Fall “normal” ist die heutige Bahnwelt mit
 modernen Zügen und Triebwagen wie der VT 648. Obwohl keine Durchgangsstrecke mehr (Hagen - Kassel), ist das
 Angebot auf der Schiene akzeptabel. Und bequem sind die Züge allemal und bei den großen Fenstern lässt sich die
 schöne Landschaft genießen. Das Fahrdienstleiter-Stellwerk von Eversberg (zwischen Meschede und Bestwig) ist
aber ein Kind aus anderen Zeiten und hat mit Sicherheit schon interessantere Zugkompositionen gesehen oder?
Foto Zeno Pillmann

(c) Wolfgang Güttler   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Neheim-Hüsten
Ein VT 11.5 als TEE durchs Sauerland - das wär`s gewesen. Aber wohl mehr für das Auge und die Fotofans als
für die auf flotte Fahrt spekulierenden Reisenden. Für solche Verkehrsrelationen bestand aber keinerlei Bedarf.
 Sonderfahrten in die Region mit dem schnieken Triebzug hat es hingegen öfters gegeben. Am 23.9.1984 war am
 Bahnhof Neheim-Hüsten ein “Tag der offenen Tür” und dafür hatte der 601 016 einen Sondereinsatz abzuleisten.
Foto Wolfgang Güttler

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

bei Brilon
Züge fahren durch die “Landschaft”, das ist typisch für das Sauerland. Wir sind in der Nähe von Brilon, wo uns am
 23.10.1965 ein Eilzug mit der V 100 2205 begegnet. Vielleicht freuten sich damals manche Fans über solch “frische”
 Diesellok, die dem Foto zweifellos den nötigen Farbtupfer verpasst. Aber in jenen Jahren gab es noch viel Dampf-
betrieb im Sauerland. Und da könnte der Fotofan vielleicht doch auf eine andere Bespannung gewartet haben ....
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

bei Scherfede
Im Abzweigbahnhof Scherfede verlassen wir das Sauerland und es geht über in die Warburger Börde. Im Bahnhof
teilten sich früher die aus Arnsberg kommende Linie in die Trassen Richtung Kassel und Holzminden. Es gab dafür
 ein Bahnbetriebswerk. Nicht einmal zehn Kilometer östlich war in Warburg auch ein Lokdepot. Der D 187 (Köln -
Leipzig) hat elf schwere Wagen. Die 38 2049 benötigt Vorspann von der 38 2954, beide Bw Kassel (anno 1931).
Foto Hermann Maey Sammlung Joachim Bügel

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

bei Oeventrop
Die Ortschaft Oeventrop - heute zu Arnsberg gehörig - liegt etwas östlich der Kreisstadt Richtung Meschede. Wir
haben uns am 23. Oktober 1965 fotomäßig postiert und warten auf die Vorbeifahrt des D 397 (Köln - Kassel), der
mit der mächtigen 011084 vom Bahnbetriebswerk der nordhessischen Metropole bespannt ist. Der Schnellzug samt
 Gegenkomposition D 398 war für Jahre das einzige Paar dieser Zugkategorie auf der Linie durchs Sauerland.
Foto Helmut Dahlhaus

Unser Literaturtipp: Eisenbahn im Sauerland von Christoph Riedel
Schienenwege zwischen Ruhr und Sieg, Verlag GeraMond, München 1999

(c) Wolfgang Güttler   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Letmathe
Bekanntlich fuhren auch die roten Brummer über die Hauptbahn Richtung Hagen oder Siegen. Beim sichtbaren Zug
 handelt es sich allerdings um einen Nebenstrecken-Einsatz. Wir sind auf Fototour in Letmathe, wo eine Trasse Rich-
tung Iserlohn - Menden abzweigt. Die Einheit aus 798/998er-Fahrzeugen wird gleich auf Tour gehen, das war am
 18.4.1982, wobei vor Iserlohn eine nette Steigungsstrecke zu erbrummen ist. In Letmathe gab es früher ein Bw.
Foto Wolfgang Güttler

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

bei Altena
Ein tolles Eisenbahnbild unseres Meisters, perfekt in Szene gesetzt und ganz typisch für seinen Aufnahmestil. Und
dazu ein herrliches Vorbild für unsere Modellbahner, was nicht nur den Zug, sondern auch die Brücke angeht. Wir
 schauen auf eine der zahlreichen Lennebrücken, hier in der Nähe von Altena. Vor die Plattenkamera fährt uns die
38 3076 vom Bw Wt-Langerfeld im typischen Outfit der Reichsbahnzeit (kleine Windleitbleche und Kastentender).
Am Haken hat das “Mädchen für Alles” den E 314 (Wuppertal - Siegen). Auf Fototour ging es am 8. August 1937.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung VOBA

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Altena
Wir sind auf dem Bahnhof der alten Kreisstadt Altena (9.10.1985). Im Bild die 110 145 vor dem D 912 (Frankfurt -
 Mönchengladbach). Die E 10 zeigt sich noch weitgehend in der Urspungsausführung von 1958. Von Altena konnte
man früher mit Kleinbahnen nach Westig und Lüdenscheid rumpeln. Die bekannte Burg im Hintergrund ist histo-
risches Gebiet und soll auf das 12. Jahrhundert zurückgehen. Nach Brand wurde sie Anfang des letzten Jahr-
hunderts bis 1918 wieder rekonstruiert. Im Jahre 1914 wurde dort die erste Jugendherberge der Welt eröffnet!
Foto Christoph Riedel

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Hohenlimburg
Ist es schon ein Zug oder mehr eine “Fuhre”? Ökonomisch sind solche Fahrten bestimmt nicht. Wir haben am 2.3.
2011 eine Fototour an die Ruhr-Sieg-Strecke unternommen und im Bahnhof von Hohenlimburg einen Standort ge-
funden. Die einstige Güter-Rollbahn der stampfenden Jumbos in den Süden hat ihren Glanz leider längst verloren.
Foto Peter Hölterhoff

Ein Leckerbissen für Modellbahner: In der bekannten Zeitschrift MIBA gab es im Jahrgang 2009 einen mehr-
teiligen Bericht zur Ruhr-Sieg-Strecke und speziell zum Bahnhof Werdohl. Es finden sich schöne historische Fotos,
Fahr- und Reihungspläne aus der Dampflokzeit, die insgesamt als Vorbild einer ganz toll gestalteten Modellanlage
 dienen. Speziell zu den damals in Überfülle zu findenden Rössern der Reihen 03.10, 23 und 44 gibt es etliche Um-
bauvorschläge zu verschiedenen Lokvarianten. Für diejenigen Bahnfans, die sich sowohl für die große Eisenbahn
als auch für eine richtige Modellbahn interessieren, ist der Bericht ein Highlight eines “Vorbild + Modell”-Projektes
 - und dazu ein bewundernswertes Anschauungsobjekt für perfektes Fotografieren der Modellbahn. Wirklich Klasse!

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

bei Werdohl
Idylle pur im Sauerland und ein einsamer roter Brummer rumpelt über die Lennebrücke unweit von Werdohl, Ende
der 1950er Jahre. Kenner werden am kurzen Anhänger VB 142 sofort erkennen, dass es sich beim Triebwagen um
einen VT 95 handeln muss. Doch das “traute Gemälde” täuscht ein wenig - vielleicht ist es Sonntag -, denn bald
werden wieder die stampfenden Jumbos mit ihren langen Güterzügen die Gegend erbeben lassen. Und das nicht mal
so ab und zu, sondern zeitweise fast im Blockabbstand. Die Ruhr-Sieg-Strecke war damals eine der wichtigsten
 Güter-Rollbahnen im Netz der Bundesbahn, denn bekanntlich war es die (oft verklärte) sog. Wirtschaftswunderzeit.
Foto DB/Säuberlich  Sammlung VOBA

(c) Christoph Riedel   www,bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Finnentrop
Das kleine Städtchen Finnentrop im Lennetal wird wohl vielen unserer Zeitgenossen kaum ein Begiff sein, Eisen-
bahnfreunde hingegen horchen hier auf oder taten es zumindest früher. Man war ein Bahnknoten an der vielbe-
fahrenen Gütertrasse mit Nebenstrecken über Olpe nach Kirchen an der Sieg und über Eslohe nach Wennemen im
 Ruhrtal. Nicht unverständlich, dass hier ein Betriebswerk für regionale Aufgaben angelegt wurde. Die Zeiten sind
lange vorbei. Im Bild die 140 266, nicht mehr mit Kohlewagen, sondern mit einem heute typischen Stahlrollen-Zug.
Die alten Bahnzeiten werden aber noch repräsentiert durch das Reiterstellwerk und die Signaltechnik (30.5.1997).
Foto Christoph Riedel

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Altenhundem
“Große Ohren” in der Eisenbahn-Hochburg Altenhundem mit seinem legendären Bahnbetriebswerk. Links am Bahn-
steig steht bei Hp 0 die Normalität jener Jahre in Form einer 44er mit einem schweren Güterzug. Man fährt zwar
auf einer “Rollbahn”, aber mit einem Frachtenzug nicht besonders schnell, so dass man einem D-Zug natürlich den
 Vortritt lassen muss. Dieser ist bespannt mit der 41 292 vom Bw Siegen. Lichtbild-Obermeister Bellingrodt gibt als
Zug den D 81 an, der von Düsseldorf nach Frankfurt unterwegs ist. Die Hobbytour unternahm er am 2. April 1951.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel

(c) Klaus Tillmann   www.bahnen-wuppertal.de

Technische Idylle
Ein Signal gebeugt und rechtwinklig zum Gleis, das dürfte nicht mehr in Betrieb sein und man spürt förmlich, wie
der Ständer unter dem schweren Mast stöhnt .....also Hp 0 nicht nur für die Loks, sondern meist auch für den
 “Schrott”. Aber in den letzten Jahren sind doch viele Bahnfans mit offenen Augen auf der Hut, über die Loks und
Wagen hinaus diverse bahneigene Teile auszuspähen und zu erhalten. Schließlich besteht die Bahnwelt nicht nur
aus Zügen. Privat gibt es im Keller oft wahre “Devotionalien”-Sammlungen, im Verein wird meistens zielbewusster
 vorgegangen. So konnte der abgebildete Mast auch erhalten werden und steht nun bei den Bahnfreunden Witten.
Foto Klaus Tillmann

Auf in die Bahnregion: Bahnhöfe mit Bw an den Sauerland-Strecken

Wir besuchen Bahnhöfe an den Hauptstrecken, die Mitte der 1950er Jahre ein Bw besaßen.

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Letmathe
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bw Letmathe
Wir haben anno 1933 eine Fototour zum Bw Letmathe unternommen, wo uns die 91 1020 in bester Positur zur Auf-
nahme ins Lokbildarchiv einlädt. Es ist eine typische Standardablichtung des Meisters, wo die Kuppelstangen unten
 stehen müssen und eine möglichst gute Ausleuchtung die vielen Details erkennen lässt. Einige Dinge wurden per Re-
tusche eleminiert und die Postkarte wie üblich ziemlich hell abgezogen. Das Bahnbetriebswerk wurde in erster Linie
 wegen der hier von der Ruhr-Sieg-Strecke abzweigenden Linie nach Iserlohn - Menden angelegt (Bw bis 1966).
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Joachim Bügel

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Finnentrop
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Zeno Pillmann        
  www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Finnentrop
Hat man keinen Steuerwaggon zur Hand und genügend Rösser im Stall, setzt man einfach ans andere Ende noch
 ein Lökchen, das kennen wir ja von einigen Routen. Im Verlauf einer Relation  Münster - Frankfurt über die Ruhr-
Sieg-Strecke liegen einige Bahnhöfe streckenhistorisch bedingt “unglücklich”, so dass man mehrfach Kopf machen
 muss (Hagen, Siegen, Gießen). Da man auf der Trasse ohnehin nicht schnell fahren kann, machen ein paar Halte-
minuten mehr wohl auch nichts aus. Wir stehen im Bahnhof Finnentrop und können als Interregio-Zuglok die 112
181 einfangen. Für nicht wenige Oldies dürften die alten Signale sicherlich attraktiver sein als die Zuggarnitur!?
Foto Zeno Pillmann

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Altenhundem
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Gerhard Moll/Slg. Joachim Bügel
    www.bahnen-wuppertal.de

Bw Altenhundem
Faszination Dampflok oder? Ein tolles Bild vom Bw Altenhundem aus der Blütezeit der rauchenden Ungeheuer vom
Jahre 1951. Natürlich, es beherrschen die Jumbos der Reihe 44 die Szenerie. Sie werden ununterbrochen gefordert
 auf der anspruchsvollen Ruhr-Sieg-Strecke. Für die Leute im Bw und auf den Loks war das sicherlich kein Zucker-
schlecken, was uns heute so sehnsüchtig-idyllisch vorkommt. Auf der Drehscheibe erkennen wir die 44 485, die
einen mehr oder minder kurzen Stop am heimischen Herd einlegt. Im Schuppen eine ganz Horde vom selben Ka-
 liber. Sollen wir mal ganz böse sein? Die Maschinen standen für die Fotofans aber im Schuppen falsch herum ....
Foto Gerhad Moll/Sammlung Joachim Bügel

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Kreuztal
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Sammlung VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Kreuztal
Die Stadt Kreuztal liegt eisenbahnbezogen gesehen an der Ruhr-Sieg-Linie etwas nördlich von Siegen. Seit 1861
können die Bewohner die Eisenbahn benutzen. Kreuztal wurde dann eine Abzweigstation, als die Trasse Richtung
 Hilchenbach eröffnet wurde (1884). Bis 1953 gab es im Ort ein Bahnbetriebswerk. Im Bild eine klassische Lok der
 Reichs- und natürlich auch der Bundesbahn, “die 01”. Die Ordnungsnummer weist die Maschine der ersten Serie
zu und wurde 1926 von Borsig geliefert. Mit einem Eilzug konnte sie anno 1963 fürs Archiv festgehalten werden.
Zum Zeitpunkt der Aufnahme war die Lok in Dillenburg stationiert, einem klassischen “aus-der Mitte-heraus”-Bw.
Foto Hans-Dieter Andreas  Sammlung VOBA

Vom Hauptbahnhof und Bw Siegen gibt es eine eigene Seite

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Fröndenberg
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Fröndenberg
Ein typischer Schnellzug der Reichsbahnzeit, der jetzt noch nicht besonders modern daher kommt. Wir stehen im
Juni 1935 im Bahnhof Fröndenberg und bewundern die 17 278 mit dem D 188 (Kassel - Hagen) und die uns mit den
 “verdrehten Augen” etwas sagen will oder? Bei der Maschine handelt es sich um ein Exemplar der ab 1914 gebauten
 Dreizylinder-S 10.2. Fröndenberg am nördlichen Rand des Sauerlandes hatte früher ein eigenes Betriebswerk, denn
hier wurde südwärts eine Trasse nach Menden - Iserlohn/Neuenrade und nordwärts eine Linie nach Unna gebaut.
Foto Hermann Maey Sammlung Joachim Bügel

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Arnsberg
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Arnsberg
Als Sitz eines Regierungsbezirks wird Arnsberg arbeits- und wohnmäßig oft als eine “Beamtenstadt” angesehen.
Ein Zentrum des Sauerlandes im Ruhrtal ist man auf jeden Fall, zumal bei der Kommunalreform der 1970er Jahre
 etliche umliegende Gemeinden eingeheimst wurden und die Kernstadt somit gewaltig gewachsen ist. Zugmäßig ist
man zwar auch gut in den Taktverkehr eingebunden, aber die Linie ist nun mal keine richtige Hautpstrecke mehr.
Bis zum Mai 1953 gab es ein kleineres Betriebswerk und ehedem eine Ausbesserungswerkstätte (nach Eröffnung
des AW Schwerte 1922 dann aufgegeben). Im Bild sehen wir am 3.11.1988 den D 2329 nach Korbach, geführt
von der 218 129. Als besonderer Gast weilte an diesem Tag die 41 360, die für Filmaufnahmen gechartert war.
Foto Wolfgang Bügel

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Bestwig
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Helmut Dahlhaus   
www.bahnen-wuppertal.de

Bw Bestwig
Mit dem “Steppenpferd” durch Sauer- und Waldecker Land, so fuhr man am 18.11.1972. Von Siegen über Finnen-
trop wurde Bestwig erreicht, von da ging es weiter über Brilon Wald, Korbach und Frankenberg bis Erndtebrück. Da
vom Streckenverlauf her in Brilon Wald Kopf gemacht werden musste, nutzte man im nahen Bestwig die Gelegen-
heit, die Dampflok zu drehen. So brauchte man nur wenige Kilometer mit Tender voraus zu fahren. Die 24 009 war
erst wenige Wochen in der Bundesrepublik und wurde vom Eisenbahn-Kurier in einer spektakulären Aktion von der
 DDR-Reichsbahn gekauft. Sie war in jenen Jahren dann ein Star auf vielen Strecken und überall im Sondereinsatz.
Foto Helmut Dahlhaus

Infos Bw Scherfede und Bw Warburg: Übersicht BD Wuppertal -Bahnwerke-

Wir besuchen Bahnhöfe im Märkischen Sauerland, die Mitte der 1950er Jahre ein Bw besaßen.

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Brügge
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
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Vom Bw Brügge (mit Bahnhof) gibt es eine eigene Seite

(c) Heribert Bickenbach   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brügge
Die preußsche T 18 war eine typisch bergisch-märkische Tenderlok und in mehreren Bahnbetriebswerken der Region stationiert. Bis zur Aufgabe der Dampflokunterhaltung beim Bw Hagen-Eckesey im Jahre 1966 kamen diese Rösser
 vor einigen Personenzügen durchs Volmetal nach Brügge. Hier wurde meistens Wasser genommen für die Bergfahrt
rauf nach Lüdenscheid. Beim Umsetzen im Bahnhofsbereich konnte die 78 367 im Jahre 1962 festgehalten werden.
Foto Heribert Bickenbach 

Infos zum Bw Olpe gibt es bei der Übersicht BD Wuppertal -Bahnwerke-

Wir besuchen den Bahnhof im Wittgensteiner Sauerland, der Mitte der 1950er Jahre ein Bw besaß.

Gleisplanskizze  Bahnhof und Lage des Bw Erndtebrück
(Zustand ca. 1970, Modellbahnepoche 3/4)
Wir danken für die Erlaubnis zur Veröffentlichung und empfehlen die WebSite mit vielen Plänen: www.gleisplan.net
 

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof/Bw Erndtebrück
Noch eine 24er, man könnte meinen, im Sauerland gäbe es ein “Steppenpferd-Bw”. Aber diese Reihe war hier nie
planmäßig eingesetzt, angeblich stand im Bw Scherfede nach dem Krieg für einige Jahre die 24 055 als Schadlok.
Im Bild die 24 083 bei einer Sonderfahrt am 29.2.1976 von Siegen nach Gießen. Wir haben gerade den Bahnhof
 Erndtebrück verlassen und rollen über die Ederbrücke. Am Zugschluss läuft eine 211er mit als “Angstlok” für die
 Steigung bei Hilchenbach. Über der Lok erkennen wir den Rundschuppen und links den Wasserturm vom Bw. Nach
der 24 009 vom September 1972 kaufte der Eisenbahn-Kurier wenige Jahre später eine zweite 24er, diesmal aber
von der Polnischen Staatsbahn. Bei der PKP waren nach dem Krieg 34 Steppenpferde als Reihe Oi 2 verblieben.
Foto Wolfgang Bügel

Auf in die Bahnregion: Nebenstrecken im Sauerland

Wir besuchen Teilabschnitte der vielen Nebenstrecken im Sauerland.

(c) Wolfgang Güttler   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Menden
Ein Bild vom Abzweigbahnhof Menden, von wo man nach Norden an die Ruhrbahn und nach Westen an die Ruhr-
Sieg-Strecke fahren konnte. Südwärts liegt die Stichstrecke nach Neuenrade. Im Bild ein typischer Zug der Bun-
desbahnzeit, wobei die roten Brummer öfters berechtigt als “Nebenbahnretter” bezeichnet wurden. Denn im Ver-
gleich zu den (dampf)geführten P-Zügen konnte man den Betrieb wesentlich wirtschaftlicher durchführen. Tw
798 748 + 998 901 fahren als N 6122 nach Unna (29.1.1984). “Verschandelt” zeigt sich das Empfangsgebäude.
Foto Wolfgang Güttler

(c) Christoph Riedel                
  www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brügge (Westf.)
Ein interessanrer Blick auf den (früheren) regionalen Bahnknoten Brügge, einer Ortschaft im Volmetal und heute zu
 Lüdenscheid gehörig.Von Hagen kommend konnte man weiter ins Oberbergische nach Dieringhausen fahren und vom
 nahen Oberbrügge zweigte eine Linie nach Radevormwald - Wuppertal ab. Ostwärts ging es steil bergan zur Kreis-
stadt (LÜD = LS = MK). Südlich vom Bahnhof gab es bis 1955 ein kleines Bw, wo als Highlight in den 1930er Jahren
für ein paar Jahre drei schwere bayerische Mallets der Reihe 96 stationiert waren! Diese Kolosse hatten zwei vier-
achsige Triebwerke und waren besonders kurvengängig. Heute gibt es nur noch Personenverkehr durchs Volme-
tal nach Lüdenscheid. Güterzüge fahren noch weiter südwärts zum Schotterwerk Krummererl (Foto Januar 1983).
Foto Christoph Riedel

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Lüdenscheid
Im Mai 1965 hat sich 50 732 auf die Höhen des märkischen Sauerlandes nach Lüdenscheid gewagt. Das Dampf-
ross ist zum Zeitpunkt der Aufnahme im Bw Hagen Gbf eingestellt. Die sogenannte Einheitsbaureihe 50 der Reichs-
bahn war nach dem Krieg der weitaus verbreiteste Loktyp bei der Bundesbahn. Viele Jahre waren die Bahnfreunde
 froh, wenn eine andere Rasse als Zuglok vor die Linse gedampft kam. In den letzten Jahren sah man das nüchter-
ner und war von jeder Dampflok begeistert, die man fürs Fotoarchiv einfangen konnte. Geburtsjahr der Lok: 1940.
Foto Christoph Riedel

(c) Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Silbach
Schnee im Sauerland, da lassen sich die Skifahrer und Wanderer nicht lange bitten. Und bei einem solchen Wetter
kann selbst die Eisenbahn nicht über mangelndes Interesse klagen. Die von Bestwig/Nuttlar nach Süden abzwei-
gende Linie führt ins touristische Zentrum nach Winterberg. Hier gab es im Winter immer schon viele Sonderzüge
aus Richtung Ruhrgebiet, zunächst natürlich mit Dampfloks bespannt. Sicher werden sich die älteren Fans noch
erinnern, dass bei Sonderverkehr dann am potentiellen Einstiegsbahnhof eine schwarz-weiß karrierte Fahne ge-
hisst wurde. Nach den Dampfern kamen die Dieselloks (218 129 am 12.2.1984 in Silbach) - und solange sie noch
rot waren, ging es ja. Infolge Platzmangel wurden Garnituren auch öfter in anderen nahen Stationen abgestellt.
Foto Joachim Bügel

(c) Slg. Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

 bei der Dechenhöhle
Nicht übel die Steigung aus dem Lennetal hinauf, wo mit einer Dampflok wohl schon bei kurzen Zügen Probleme
 auftreten können. Wir sind beim Haltepunkt Dechenhöhle - als Ausgangspunkt zu einem bekannten Ausflugsziel in
der Region -, der an der Linie von Letmathe nach Iserlohn liegt. Nach den Aufzeichnungen des Fotomeisters han-
delt es sich beim Zug um den P 1317, der von der 57 1824 gezogen und der 57 1642 nachgeschoben wird. Beide
wilden Rösser wurden damals vom Stall Letmathe aus betreut. Als Aufnahmetag wird der 5. April 1953 angegeben.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Peter Hölterhoff     
www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Bad Berleburg
Nur eine popelige V 100, aber durch die Aufnahme mit Weitwinkel hat die Lok ein recht schnittiges Aussehen. Wie
 Perspektiven täuschen können, denn die 212 019 (von 1962) samt Schwestern waren bestimmt keine Stars des
DB-Lokparks. Mehr ein zuverlässiges Arbeitspferd des Traktionswandels, und auf unzähligen Strecken konnte man
diese Maschinen antreffen. Am 14.8.1991 führte eine Fototour nach Berleburg, Verzeihung, nach Bad Berleburg.
Foto Peter Hölterhoff

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

bei Freudenberg
Am Ostersamstag, den 5.4.1969, war wieder die traditionelle Sonderfahrt vom Kölner Club FEK. Mit der 55 4220
ging es von Köln aus durchs Aggertal und weiter bis Olpe. Dort wurde auf die 65 013 umgespannt, die den Zug
über Betzdorf und Abstecher zum Westerwald zur Domstadt zurückfuhr. Ein Unikum war der rote Gesellschaftswa-
gen, umgebaut aus einem Packwaggon. Wir stehen bei Freudenberg, wo man locker zur Sieg “runter” rollen kann.
Foto VOBA

(c) Wolfgang Güttler   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Iserlohn
Die Öllok 41 241 hat sich hier ins Sauerland “verirrt” und eine Veranstaltung im Bahnhof Iserlohn bereichert. Eine
große Dampflok rückwärts vor dem Zug, das ist zwar nicht die Lieblingsstellung der Fotofans, aber mangels einer
Wendemöglichkeit (= Drehscheibe) sind solche Konstellationen heute mit die Regel bei Sonderfahrten. Rechts im
 Hintergrund kann man soeben eine V 200 ausmachen, am “V” auf der Front nicht zu übersehen. Der Zug fährt in
 Richtung Kalthof - Schwerte. Das interessante Stellwerk an der Abzweigung ist als “Iw” (Iserlohn West) benamst.
Foto Wolfgang Güttler

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

Einfahrt Bahnhof Lüdenscheid
Fast eine Art Strafdienst für den Triebfahrzeugführer, denn der pendelt mehrmals am Tag zwischen Lüdenscheid
und Brügge. Dort gibt es Anschluss zu Zügen, die durchs Volmetal Richtung Hagen und Richtung Dieringhausen/
Köln verkehren. Sie hören richtig, denn in vielen Fahrplanperioden gab es mal durchgehende Züge zwischen Ruhr
und Rhein über diese Relation. Ob es dabei wohl viele Durchreisende gab? Für die offenbar wenigen Fahrgäste, die
mit der Bahn die Kreisstadt befahren, reicht ein einfacher Tw 795 aus. Die Aufnahme stammt vom 9. März 1975.
Foto Christoph Riedel

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Menden
Am 26.1.1969 gab es eine Sonderfahrt mit der 57 1387, die damals mit ihren Schwestern bereits offiziell beim Bw
 Bestwig geführt wurden, die aber meist in den angestammten Gebieten um Hagen zu finden waren. Am besagten
Tag ging es von Hagen über Iserlohn nach Menden. Südwärts befuhr man die Hönnetallinie bis Binolen und zurück.
Die Heimfahrt führte über Fröndenberg und Schwerte. Das Bild zeigt die robuste G 10 beim Wasserfassen im Bahn-
hof Menden. In diesem Bereich waren früher meist Maschinen von den Bw Letmathe und Fröndenberg zu finden.
Foto VOBA

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

zwischen Schalksmühle und Brügge
Fürs Sauerland irgendwie zeitlos: viel Wald und gewundene (vielleicht besser: verwunschene) Verkehrswege. Für
die Eisenbahnen gilt das leider nicht mehr. Die Zuggarnitur mit der ursprungs-roten 212 272 und den drei Silberlin-
gen ist zwar typisch für jahrelange Bundesbahn-Zeiten und auch die wilden Telefonleitungen geben Zeugnis einer
 Gleistrassen prägenden Bahnromantik, aber wo gibt es diese “Idylle” heute noch? Wir sind vor drei Jahrzehnten im
 Volmetal fotomäßig unterwegs, zwischen Schalksmühle und Brügge (2.7.1983). Von Schalksmühle nach Halver gab
 es früher eine Kleinbahntrasse, die von der Kreis-Altenaer Eisenbahngesellschaft betrieben wurde (1888 - 1952).
Foto Christoph Riedel

(c) Wolfgang Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Olpe
Olpe war früher ein nebenbahnmäßiger Bahnknoten und hatte sogar mal ein Mini-Bw. Von Finnentrop an der Ruhr-
Sieg-Strecke konnte man nach Betzdorf an die Sieg fahren und auf Dieringhausen - Köln zu gab es eine Verbin-
dung ins Oberbergische. Der Aufnahemtag am 30.8.1975 erinnert somit mehr an alte Bahnzeiten in der Kreisstadt,
 aber den Zug mit der Walsum 5 gibt es auch heute noch (Museum Dahlhausen). Anlass war ein Bahnhofsfest.
Foto Wolfgang Bügel

(c) Zeno Pillmann   www.bahnen-wuppertal.de

bei Brunskappel
Einige Kilometer nördlich hat die Bahnlinie vom Abzweig Bestwig/Nuttlar das Ruhrtal verlassen und fährt nun zum
 Zentrum des Hochsauerlandes nach Winterberg hinauf. Im Bild sehen wir im Regionalverkehr zwei Triebwagen der
Reihe 612/612.4, und das bei der Ortschaft Brunskappel (29.1.2005). Auch wenn die hellgraue Farbgebung nicht
 unattraktiv ist, wird einmal mehr unterstrichen, wie vorteilhaft sich rote Züge und Loks in der Landschaft machen.
Foto Zeno Pillmann

(c) Slg. Alfred Lacks   www.bahnen-wuppertal.de

 Bau Biggestausee
Ende der 1950er Jahre begannen großflächige Umbauten für die Anlage des neuen Biggestausees. Hierzu mussten
 einige Bewohner umgesiedelt werden und Gebäude versanken später in den Fluten. Betroffen war auch die Strecke
 Finnentrop - Olpe, die an einigen Stellen anders trassiert wurde einschließlich des Neubaus von Brücken über zu
 flutende Seitentäler. Ein Bahnfan war auch einige Male vor Ort, um die Veränderungen festzuhalten (1960).
Foto Carl Bellingrodt Slg. Alfred Lacks

(c) Christoph Riedel   www.bahnen-wuppertal.de

südlich Wennemen
Vom Bahnhof Wennemen zwischen Arnsberg und Meschede an der Ruhrtalbahn zweigte früher südlich eine Neben-
bahntrasse ab. Bis zum Verzweigungsbahnhof Wenholtshausen wurde die von Zügen Richtung Eslohe - Finnentrop
und Richtung Schmallenberg - Altenhundem benutzt. Zum Schluss gab es noch Bedarfsgüterverkehr nach Schmal-
lenberg. Zuweilen waren auf Reststücken noch Sonderfahrten. So am 1. Juni 1986, als ein Tw 624 auf Tour ging,
wieder mal durch eine typische Sauerlandlandschaft. Durchgeführt wurde die Reise vom rührigen Bürgerverein BFS.
Foto Christoph Riedel

(c) Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Brilon Stadt
Am 4. April 1970 gab es eine DGEG-Sonderfahrt, die von Essen aus zum Möhnesee ging. Zum Einsatz kam neben
der 01 199 vom Bw Paderborn auch die 57 2070 vom Bw Bestwig. Damals war es offenbar im Sauerland in diesem
Jahr noch länger winterlich, was bei den Eisenbahnfreunden nicht unbedingt Begeisterungsstürme auslöste. Hier
steht die Garnitur bereit im Bahnhof Brilon Stadt. Zwischen dieser Station an der Bundesbahn-Nebenstrecke von
Brilon Wald nach Paderborn und Soest bzw. Lippstadt (und damit zum Reiseziel dieses Sonderzuges nach Wamel
am Möhnesee) musste man aber auf die Privatbahngleise der Westfälischen Landeseisenbahnen “umsteigen”.
Foto Helmut Dahlhaus

(c) Peter Hölterhoff   www.bahnen-wuppertal.de

nördlich Olpe
Zugegeben, solch ein farbiges Motiv kann bei der Nüchternheit der modernen Bahnwelt in gewisser Weise trösten.
Und rote Fahrzeuge, die haben sich schon immer in der Landschaft gut gemacht. Wir sind am 24.10.2012 auf Tour
 unweit Olpe, wo uns ein VT 640 der DB AG begegnet. “Leider” reicht das beschränkte Platzangebot für die Fahr-
gäste aus, Wagenzüge wären flexibler .... Zwischen Finnentrop im Lennetal und Olpe gibt es weiterhin Zugverkehr.
Foto Peter Hölterhoff

(c) Slg. Helmut Dahlhaus   www.bahnen-wuppertal.de

 bei Raumland
Typisch Bellingrodt, die Eisenbahn als belebender Teil der großartigen Landschaft. Das namensmäßig etwas selt-
sam klingende Raumland liegt im Wittgensteiner Land zwischen Erndetbrück und Frankenberg. Hier gibt es eine
 ungewöhnliche Trassierung, denn im gesamten Linienverlauf liegt eine gut drei Kilometer lange Stichstrecke nach
 Berleburg (nach links). Die Züge müssen diesen Abschnitt hier also zweimal passieren. Etwa in Raumland wird die
 “durchgehende” Route wieder erreicht, aber eine direkte Gleisverbindung gibt es nicht. Über dem Zug sieht man
die Trasse ostwärts, die der Zug nach Lokumstellung in Berleberg dann befahren wird. Unser Meister hat mit dem
berühmtem Kennerblick die 93 384 ausgemacht, die dem P 1755 vorgespannt ist. Der Fluss im Bild ist die Eder.
Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus

(c) Slg. Joachim Bügel   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Warburg/Westf.
Wir sind im März 1967 am östlichen Zipfel der Bundesbahndirektion Wuppertal, in Warburg auf Fototour. Hier treffen sich die bei-
den Linien durchs Sauerland und aus Richtung Soest - Paderborn und führen weiter nach Kassel. Nach Abgabe ihrer P 8 bekam
 das Bw Bestwig Mitte der 1960er Jahre einige Neubaudampfer der Reihe 23 zugeteilt, die nunmehr zwischen Hagen und Warburg/
Kassel unterwegs waren. Die 23er vermittelten immer einen mächtigen Eindruck, speziell im Vergleich zu den Wagendächern.
Foto Johannes Glöckner Slg. Joachim Bügel

(c) Ralf Händeler   www.bahnen-wuppertal.de

 zwischen Bollwerk und Kierspe
Sieht irgendwie “alt” aus, die robuste Diesellok in schönstem DB-Outfit - und die 211 051 ist ja schließlich auch ein halbes Jahr-
hundert alt (V 100 051 von 1962)! Aber wir sind in der Neuzeit, wo die beliebten Maschinen nur noch für Bedarfs- und Bauzüge
 gebraucht werden. Eine schön-schnittige Aufnahme beim Haus Rhade auf der Volmetalbahn, wo heute an sich kein “normaler”
 Güterverkehr mehr abäuft. Aber Schotterzüge, die gibt es hier planmäßug von der Verladung in Krummenerl (Foto 29.9.2012).
Foto Ralf Händeler

(c) Reinhard Gumbert   www.bahnen-wuppertal.de

Bahnhof Scherfede
“Ganz weit draußen” - das war Scherfede für die BD Wuppertal. Im Übergang Sauerland/Warburger Börde hatte das Nest
einen Abzweigbahnhof mit Bw. Die 24 009 befndet sich auf Überführung von Wuppertal nach Hildesheim (18.6.1973).
Foto Reinhard Gumbert

Weitere Sauerland-Bilder und Infos bei den Seiten BD Wuppertal und Rbd Wuppertal

(c) Heribert Bickenbach 
ww.bahnen-wuppertal.de

 Bahnhof Brügge
Am Gleis 1 im Bahnhof Brügge steht die 38 3383, die den Personenzug von Hagen durchs Volmetal her gebracht hat. Nun geht
es ans andere Zugende und dann hinauf nach Lüdenscheid. Gedreht wurde die Lok natürlich nicht, sondern kam Tender voraus
 angedampft. Woanders gab es auch Wendezüge mit diesen Rössern. Nach den Stationierungslisten war die Lok im Aufnahmejahr
1962 in Wt-Langerfeld stationiert. Die preußischen P 8 waren “angemessen” typische Zugpferde auf vielen Linien im Sauerland.
Foto Heribert Bickenbach

Zum Überblick: kleine Streckenkunde im Sauerland  (Bahndirektion Wuppertal)
Hauptverkehrsstrecken:

Hagen - Altena - Siegen  (km 0,0 - 105,2)
Diese Route ist den meisten Insidern und Bahnfreunden unter der Bezeichnung Ruhr-Sieg-Strecke geläufig. Große Bedeutung erlangte die Linie mit der Zeit als Güter-Rollbahn in der Relation Ruhrgebiet - Hessen/Bayern. Der Personen-Fernverkehr hat wegen der kurvenreichen Trassierung nie eine Erstklassigkeit erreicht. Die Geamtstrecke wurde in mehrern Etappen eröffnet: Hagen - Letmathe 1859, Letmathe - Altena 1860, Altena - Siegen 1861. Eine große Erleichterung des direkten Verkehrs brachte die Siegener Umgehungstrecke im Jahre 1915 (Weidenau - Siegen Ost - Haiger). Entlang der Route gab es mehrere Betriebswerke: in Hagen die Werke in Vorhalle, Eckesey und beim Gbf, weitere in Letmathe, Finnentrop, Altenhundem, Kreuztal und Siegen. Besonders das Bw Altenhundem am Lenneknick wurde ein Synonym für den schweren Güterverkehr mit seinen vielen Jumbos der Reihe 44. In Siegen gab es eine Ausbesserungswerkstatt. An der Wasserscheide Lenne/Sieg südlich Altenhundem gibt es jeweils Rampenstrecken. Auf elektrischen Betrieb umgestellt wurde die Strecke am 14. Mai 1965.

Schwerte - Arnsberg - Warburg    (km 155,6 - 292,9)
Diese Linie wird oft als obere Ruhrtalbahn bezeichnet (zumindest bis zum Abzweig der Ruhr bei Nuttlar) und galt lange Jahre als die zentrale Hauptlinie “durchs” Sauerland. Sie stand aber beförderungsmäßig immer im Schatten der nördlich vom Sauerland trassierten Route über Soest - Paderborn. Weitlaufende Fernzüge gab es in eher bescheidenem Maße. Die größte Bedeutung besaß die Linie im Zweiten Weltkrig mit einer Masse von Truppentransporten, wo die Leistungsgrenze oft überschritten wurde. Gebaut wurde die Route in mehreren Etappen: Schwerte - Arnsberg 1870, Arnsberg - Meschede 1871, Meschede - Bestwig 1872, Bestwig - Warburg 1873. Entlang der Trasse gab es ehedem ein Reihe von Bahnbetriebswerken, und zwar in Schwerte, Fröndenberg, Arnsberg, Bestwig, Scherfede und Warburg. In Bredelar wurde eine größere Lokstation mit Rundlokschuppen für die Schubloks Richtung Westen (Flusseinzug Diemel/Ruhr) erstellt. In Arnsberg gab es mal eine Ausbesserungswerkstätte. Östlich von Brilon Wald ist die Trasse heute weitgehend auf ein Gleis zurückgebaut.

Nebenbahnstrecken:   (zu den Linien Bergisches Land <-> Mark siehe Oberberg oder Beyenburger Strecke)

Letmathe - Iserlohn - Hemer/Sundwig - Menden   (km 0,0 - 20,4)
Eröffnung: Letmathe - Iserlohn 1864, Iserlohn - Hemer 1885, Hemer - Menden 1882, Hemer - Sundwig 1891 (nur G); Einstellung: Iserlohn - Menden 1989 (P), Iserlohn Ost - Hemer 1989 (G), Iserlohn - Iserlohn Ost 1995 (G), Hemer - Menden 2006 (G), aktuelle Diskussion bzgl. Radweg oder Reaktivierung; Abschnitt Letmathe - Iserlohn ab Mai 1965 elektrisch betrieben; weiterhin Personenverkehr Letmathe - Iserlohn

Hagen - Brügge - Marienheide   (km 0,0 - 47,9)
Eröffnung: Hagen - Oberhagen 1871, Oberhagen - Dahl 1874, Dahl - Brügge 1874, Brügge - Oberbrügge 1891, Oberbrügge - Meinerzhagen 1892, Meinerzhagen - Marienheide 1892; Einstellung: Brügge - Meinerzhagen 1986 (P); zwischen Brügge und Meinerzhagen noch heute Schotterzüge; zwischen Meinerzhagen und Marienheide derzeit Trasse stillgelegt; Reaktivierung der Gesamtlinie geplant

Menden - Fröndenberg - Unna (km 20,4 - 25,0, km 0,0 - 12,5) , Menden - Neuenrade    (km 0,0 - 22,3)
Eröffnung: Menden - Fröndenberg 1872, Fröndenberg - Unna 1899, Menden - Neuenrade 1912; weiterhin Personenbetrieb auf der oft so bezeichneten “Hönnetalbahn”.

Finnentrop - Olpe - Freudenberg - Kirchen    (km 0,0 - 43,6/13,5 - 0,0)
Eröffnung: Finnentrop - Attendorn 1874, Attendorn - Olpe 1875, Olpe - Rothemühle 1880, Kirchen - Freudenberg 1888, Rothemühle - Freudenberg 1907; Einstellung: Olpe - Kirchen 1983 (P), Olpe - Freudenberg 1985 (Ges), Freudenberg - Kirchen (Ges) 1993; weiterhin Personenverkehr Finnentrop - Olpe; Besonderheit: Neutrassierung von 9,5 km Strecke zwischen Attendorn und Olpe wegen Bau der Biggetalsperre (1957 - 1964); in Olpe gab es ein kleines Bahnbetriebswerk (bis 1953, als Ast Finnentrop bis 1958)

Brügge - Lüdenscheid   (km 0,0 - 6,5)
Eröffnung: Brügge - Lüdenscheid 1880; im Personenverkehr weiterhin in Betrieb aus Richtung Dortmund/Hagen; in Brügge gab es ein Bahnbetriebswerk (bis 1955, als Ast Hagen Gbf bis 1959)

Kreuztal - Erndtebrück - Biedenkopf    (km 0,0 - 62,3)
Eröffnung: Laasphe - Biedenkopf (- Cölbe) 1883, Kreuztal - Laasphe 1889; Einstellung: bis Mitte der 1990er Jahre (G); Personenverkehr gibt es noch: Kreuztal - Erndtebrück (- Bad Berleburg) als “Rothaar-Bahn”, Erndtebrück - Biedenkopf (- Marburg) als “Obere Lahntal-Bahn”

Altenhundem - Schmallenberg - Wenholtshausen (km 0,0 - 41,1)
Eröffnung: Altenhundem - Saalhausen 1886, Saalhausen - Schmallenberg 1887 Schmallenberg - Fredeburg 1889, Fredeburg - Wenholtshausen 1911; Einstellung: durchgehend 1964 (P) und 1965 (G), Bedarfsverkehr Schmallenberg - Wenholtshausen bis 1994

Erndtebrück - Berleburg - Allendorf    (km 0,0 - 19,7/0,0 - 36,4)
Eröffnung: Erndetbrück - Birkelbach 1889, Birkelbach - Berleburg 1890, Berleburg - Raumland 1910, Raumland - Hatzfeld 1911, Hatzfeld - Allendorf 1910; Einstellung: Berleburg - Allendorf 1981 (P), Artfeld - Hatzfeld 1981 (G), Berleburg - Artfeld 1982 (G), Hatzfeld - Battenberg 1995/2002; den Abschnitt Erndetbrück - Bad Berleburg befährt heute die “Rothaar-Bahn”

Paderborn - Büren - Brilon Wald    (km 0,0 - 59,6)
Eröffnung: Paderborn - Büren 1898, Büren - Brilon Stadt 1901, Brilon Stadt - Brilon Wald 1900; Einstellung: Büren - Brilon Wald 1974 (P) und Paderborn - Büren 1981 (P), sukzessive Einstellung im Abschnitt Paderborn - Brilon Stadt bis 1995 (G); Güterverkehr weiterhin Brilon Wald - Ast nördlich Brilon Stadt; Neuaufnahme Personenverkehr Brilon Wald - Brilon Stadt als RB-Verlängerung ab 2011

Nuttlar - Winterberg - Allendorf   (km 0,0 - 53,1)
Eröffnung: Nuttlar - Steinhelle 1902, Steinhelle - Winterberg 1906, Winterberg - Allendorf - Frankenberg 1908; Einstellung: Winterberg - Allendorf 1966 (P) und Hallenberg - Allendorf 1967 (Ges), Allendorf - Frankenberg 1981 (P) und Winterberg - Hallenberg 1992 (Ges; zwischen Nuittlar und Winterberg weiterhin Personenverkehr im Takt, Sonderzugverkehr; in Steinhelle zweigte früher der Ruhr folgend eine Kleinbahn nach Medebach ab (1902 - 1953)

Iserlohn - Schwerte    (km 0,0 - 19,7)
Eröffnung: Iserlohn - Schwerte 1911/12; weiterhin Personenverkehr als “Ardey-Bahn” Iserlohn - Dortmund; Bedarfsverkehr Ast

Finnentrop - -Wenholtshausen - Wennemen    (km 0,0 - 35,5)
Eröffnung: Finnentrop - Wenholtshausen - Wennemen 1911; Einstellung: durchgehend 1965 (G) und 1966 (P), im Nordabschnitt Schotterverkehr Bergerhammer - Wennemen bis 1996

Brilon Wald - Willingen - Korbach    (Km 69,5 - 39,6)
Eröffnung: Brilon Wald - Willingen 1914, Willingen - Usseln 1917, Usseln - Korbach 1914-1916; als “Upland-Bahn” weiterhin Personenverkehr, zeitweise Tourismus-Sonderverkehr

Altenhundem - Birkelbach   (km 0,0 - 22,8)
Eröfnnung: Altenhundem - Birkelbach 1914; Einstellung: öffentlicher Verkehr vorläufig 1944, nach Sprengung Talbrücke bei Röspe im April 1945 kein Durchgangsverkehr mehr; Altenhundem - Würdinghausen 1959 (P) und 1980 (G)

Plettenberg - Herscheid    (km 0,0 - 16,2)
Eröffnung: Plettenberg - Herscheid 1915; Einstellung: Plettenberg - Herscheid 1965 (P) und 1969 (G), Anschlussverkehr bis Plettenberg-Oberstadt bis 1996; zwischen Köbbinghausen und Hüinghausen seit 1987 Museumsverkehr (auf 1.000 mm Spur)

Meinerzhagen - Krummenerl    (km 0,0 - 12,1)
Eröffnung: Meinerzhagen - Krummenerl 1927; Einstellung: Meinerzhagen - Krummenerl 1955 (P); noch heute Schottertransporte vom Schotterwerk Krummenerl Richtung Hagen

Erklärung: Stilllegung Personenverkehr = (P), Güterverkehr = (G), Auflassung gesamt = (Ges). Beachten: Zuweilen gab es trotz “offiziellem” Weiterbtrieb auf einer Strecke lediglich wenige Bedarfsfahrten oder im Grunde keinen Verkehr mehr.

Auflistung in chronologischer Reihenfolge der Eröffnung eines Teilabschnitts bzw. der Gesamtstrecke. Dies muss nicht unbedingt der Kilometrierung entsprechen. Bei der Streckeneröffnung gilt immer der offizielle Erstverkehr (Güterzug und/oder Personenzug).
Die Angaben und Daten stammen aus verschiedenen Veröffentlichungen

Hinsichtlich privatbetriebener Strecken wird auf die verschiedenen Streckenkarten verwiesen.

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