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Strecken und Bahnhöfe der RBD Wuppertal
Zu einigen historischen Daten der Wuppertaler Direktionsentwicklung und den genauen Bezeichnungen während der Reichsbahnzeit (RBD oder Rbd, DR oder DRG) siehe die Hinweise auf der allgemeinen Bundesbahn-Seite. Auf dieser Seite möchten wir mehr den Raum vorstellen, der zwischen 1920 und 1945 bahnmäßig von Wuppertal (bzw. bis 1930 Elberfeld) aus betreut wurde. Am besten lässt sich dies durch epochentypische Bilder belegen, die sich auf die zahlreichen Strecken und Bahnhöfe zwischen Rhein und Sauerland sowie zwischen Ruhr und Sieg beziehen. Natürlich ist alles bruchstückhaft und bewusst ohne System ausgesucht. Denn über die gesamte Wuppertaler Direktionszeit (von 1850 bis 1974!) könnte man eine umfangreiche eigene WebSite produzieren, was den Rahmen vom Projekt Bahnen-Wuppertal.de aber vollkommen sprengen würde Den weitaus größten Teil der Aufnahmen verdanken wir unserem “Bahnhobby-Hoffotografen” Carl Bellingrodt, der aus Sicht der heimischen Eisenbahnfans zum Glück in unserem Wuppertal zu Hause war und von der Schwebebahnstadt aus zahlreiche Reisen in die Region unternommen hat. Auch hatte die Direktion mit Walter Eckler selber einen bekannten Bildfachmann und Eisenbahnfreund unter den Mitarbeitern. Fotogeschichtlich liegen der Seite natürlich schwarz-weiß-Abbildungen zugrunde, im übertragenen Sinne geht es aber durchaus farbig zu auf unseren Streifzügen durch die alte Reichsbahnära, die oft als Blütezeit der deutschen Eisenbahnen bezeichnet wird.
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In Sichtweite der Hohen Bracht An der Ruhr-Sieg-Strecke zwischen Altenhundem und Kreuztal liegt die kleine Ortschaft Hofolpe. In dieser Gegend treffen wir auf die 55 2122, die zur robusten preußischen G 8 gehört. Vielleicht kommt sie vom Schubdienst zurück, denn südlich befindet sich bei Welschen-Ennest mit steilen Rampen die Wasserscheide zwischen Lenne und Sieg. Es ist so eine typische Aufnahme von Carl Bellingrodt, was ihn im Genre “Züge und Landschaften” wahrlich zu einem Meisterfotograf hat werden lassen. Die Bahnfans sind fasziniert von Lok und Umfeld, und den ortsansässigen Histori- kern wird ein unwiederbringliches Heimat-Ensemble präsentiert. Die Bahnidylle wird aber bald der Nüchternheit Platz machen, denn am Aufnahmetag des 2. August 1939 sind es nurmehr wenige Tage bis zum Ausbruch des Weltkrieges! Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Umbau für den großen Durchblick Winterhagen ist ein kleines Nest westlich von Hückeswagen. Schließlich hatte man im Zuge des Ausbaus des ber- gischen Regionalnetzes einen Bahnhof bekommen (1876) und der lag immerhin an der “oberbergischen Hauptbahn” von Lennep nach Dieringhausen (durchgehend befahrbar 1902). Ein interessantes Motiv sehen wir hier unweit der Station, als ein alter Durchlass aufgegeben wird und durch eine Brücke ersetzt werden soll. Trotz sicherlich vorlie- gender genauer Pläne und üblicher Vorgehensweise sieht die Sache irgendwie “geschustert” aus. Auf der Brücke begegnet uns der P 1019, der von der 93 893 gezogen wird (1935). Wieder ein gutes Beispiel, dass Carl Bellingrodt neben der eigentlichen Bahnarchivierung auch viele Szenen vom historischen Umfeld der Nachwelt erhalten hat. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Wilfried Sieberg
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Mit Hawermann auf Fototour Hawermann, den kennen Sie nicht? Dann sollten Sie aber mal die Geschichten um Carl Bellingrodt lesen, denn der war vor dem Krieg der Dackel des Hauses. Zuweilen wurde er vom Meister auf den Sonntagstouren mitgenommen, so auch hier, als er links bei Frau Bellingrodt mit Kennerblick auszumachen ist. Am 8. August 1938 führte der Ausflug an die zwischen Opladen und Leichlingen gelegene Wupperbrücke. Im richtigen Moment wurde die Plattenkamera ausgelöst, als der SVT 137 273 “Fliegender Kölner” auf seiner Fahrt nach Berlin die Szene passierte. Wohl dem allerdings, der so einen verständnisvollen Partner hat(te), denn es war so gegen halb acht Uhr am Morgen! Also mehr ein “fanbezogen- notwendiger” Morgenspaziergang als eine gemütliche Ausflugstour. Die Brücke wurde in der Kriegszeit zerstört und man musste nachher einige Jahre mit einer Behelfskonstruktion auskommen. Übrigens: Von Köln Hbf. nach Elberfeld fuhr der Zug nach Fahrplan 31 Minuten (ohne Halt in Ohligs), keine schlechte Leistung im Vergleich zur Jetztzeit. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Baukonjunktur im Volmetal Im Jahre 1928 wussten wohl die wenigsten Mitbürger mit dem Begriff der Konjunktur etwas anzufangen. Aber es gab ja immer schon Wellen von wirtschaftlichen Auf- und Abschwüngen, vieles allerdings äußerst stark durch staatliche Tätigkeiten und weniger durch Markt”mechanismen” begleitet. So auch bei der Reichsbahn jener Tage. Man hatte sich in den 1920er Jahren als nationale Bahngesellschaft etabliert und die vielen Wirren der Nachkriegszeit überstanden. Dass es bald wieder tief abwärts ging, konnte man wohl so nicht ahnen. Wir stehen im Bahnhof von Brügge (Westf.), dem Verkehrsknoten im Volmetal. Um 1928 wurde die Station großzügig ausgebaut, was nicht zu übersehen ist. Für die Aufnahme gönnen sich die Arbeiter mal ein verdientes Päuschen. Wer die Situation im Bahnhof Brügge kennt, wird aufgrund des Reiterstellwerkes im Hintergrund den Standort des Fotografen unschwer ausmachen können. Foto Sammlung Thomas und Herbert Kugel
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Mit Volldampf durch die Landschaft Ein Zug im Wennetal, südlich vom Arnsberger Wald. Wir sind auf einer eher unbekannten Nebenbahn unterwegs, beim Weiler Berge am Streckenzweig zwischen Wenholtshausen und Wennemen, das an der oberen Ruhrtalbahn liegt. Süd- lich von Wenholtshausen gab es früher die beiden Strecken nach Finnentrop und über Schmallenberg nach Altenhun- dem. Die 74 1067 vermittelt mit dem P 1402 eine ganz typische Nebenbahngarnitur jener Zeit (13. Oktober 1936). Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Der Eisenbahn hat man viel zu verdanken Die Ortschaft Altenhundem (heute ein Teil von Lennestadt) ist mit der Eisenbahn groß geworden, Bahn und Region bildeten hier jahrzehntelang eine Einheit. Mit Zunahme des Verkehrs auf der Ruhr-Sieg-Strecke (durchgängig 1861) erlangte die ansässige Lokstation eminente Bedeutung, nicht zuletzt aufgrund der südlichen Rampe Richtung Siegen. In der Dampflokzeit gehörte später das Bw Altenhundem zu einem der wichtigsten Bahnwerke der im Wuppertal an- sässigen Direktion. Ein Bahnknoten entstand durch die beiden Nebenbahnen durch das obere Lennetal bis nach Fredeburg (1886, ab 1911 durch bis Wennemen ins Ruhrtal) und nach Birkelbach ins Wittgensteiner Land an die Rothaarbahn (1914). Am Bahnsteig steht die 93 1048 mit dem Personenzug 1367. Man datiert das Jahr 1931. Rechter Hand führen die Gleise in den Rangierbahnhof und zu den weitläufigen Anlagen des Bahnbetriebswerkes. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Übersicht der Betriebswerke der RBD Wuppertal mit Stand 1. April 1941
Maschinenamt Altena (Westf.): Bw Arnsberg (Westf.) (130 Mitarbeiter), Bw Finnentrop (130), Bw Fröndernberg (130), Bw Brügge (Westf.) (120), Bw Letmathe (140) mit Lokbahnhöfen Meschede und Plettenberg
Maschinenamt Düsseldorf: Bw Düsseldorf-Derendorf (550), Bw Düsseldorf-Abstellbahnhof (300) und Bahnbetriebswagenwerk Düsseldorf Hbf (160)., Bw Opladen (200), Bw Solingen-Ohligs (50), Bw Ratingen West (100), Bw Bensberg (50), Kraftwagenbetriebswerk Düsseldorf (260)
Maschinenamt Hagen: Bw Hagen-Eck (440), Bw Hagen Gbf (380) und Bahnbetriebswagenwerk Hagen Hbf (220), Bw Holzwickede (220), Bw Schwerte (Ruhr) (290), Bw Vorhalle (370), Kraftwagenbetriebswerk Hagen (140)
Maschinenamt Siegen: Bw Altenhundem (430), Bw Dieringhausen (270), Bw Erndetbrück (100), Bw Kreuztal (250), Bw Olpe (110), Bw Siegen (270) mit Lokbahnhöfen Siegburg und Waldbröl
Maschinenamt Wuppertal: Bw Steinbeck (210), Bw Wuppertal-Langerfeld (440) und Bahnbetriebswagenwerk Wuppertal-Langerfeld (110), Bw Lennep (190) mit Lokbahnhof Wipperfürth und Bahnbetriebswagenwerk Lennep (70), Bw Wuppertal-Vohwinkel (520) mit Lokbahnhof Hochdahl und Bahnbetriebswagenwerk Wuppertal-Vohwinkel (110)
Eigene Zusammenstellung nach: Deutsche Reichsbahn, Verzeichnis der Maschinenämter, Bahnbetriebswerke, Bahnbetriebswagenwerke, Lokomotivbahnhöfe, Bahnhofsschlossereien und Hilfzüge, gültig vom 1.April 1941 an, Wien 1941, Nachdruck Eisenbahn-Kurier-Verlag, Freiburg 1976
PS: Infolge der Direktionsveränderungen nach dem Zweiten Weltkrieg musste man das Bw Holzwickede nach Essen abgeben, dafür bekam Wuppertal von der RBD Kassel die östliche Sauerlandregion mit den Betriebswerken in Bestwig, Scherfede und Warburg einverleibt! Siehe zum Vergleich die Bw-Dienststellen bei der DB auf der Bahnwerke-Seite.
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Bw Letmathe Das Betriebswerk lag an der Ruhr-Sieg-Strecke. Die Station war ein Abzweigbahnhof mit den Strecken nach Schwerte und Fröndenberg, für die das Bw im Wesentlichen zuständig war. Anno 1932 hat der Altmeister eine Fototour in diese Ecke unternommen und übermittelt uns hier in unvergleichlicher Archiv-Manier das tolle Bild von der 55 209: Kuppel- stangen fast in Grundstellung, schräge Ansicht als Visitenkarte, Motiv gut ausgeleuchtet und die Mannschaft auf dem Präsentierteller. Die lange Belichtungszeit der Plattenkamera lässt den Dampf als Nebel erscheinen. Die preu- ßische Reihe G 7.1 (DR 55.0) war ein rechtes Arbeitstier und wurde ab 1893 bis in den Ersten Weltkrieg hinein in über 1.200 Stück an die preußische Bahn abgeliefert. An andere Bahnverwaltungen gingen auch einige Exemplare. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Bw Düsseldorf-Derendorf Eine Szene aus dem Schuppen vom Bw Düsseldorf-Derendorf. Das Betriebswerk wurde erst Mitte der 1930er Jahre gebaut und steht in Tradition mehrerer Werke/Lokschuppen in Nähe des großen Rangierbahnhofes. Ähnlich wie einige Jahre zuvor das neue Bw Abstellbahnhof samt Wagenbahnhof im Düsseldorfer Süden erstellte man hier die Hallen und Behandlungsanlagen nach neuen Reichsbahn-Richtlinien vor dem Hintergrund einer rationelleren und kompakteren Ver- sorgung der Fahrzeuge. Das Bw Derendorf war immer zuständig für den Frachtenbereich und beheimatete verschiede- ne Rangierloks und Streckenloks. Die 56 392 ist ein Umbau aus der robusten preußischen G 8.1. Mittels einer neuen Vorlaufachse konnten nun höhere Geschwindigkeiten angepeilt werden, auch im Güterzugdienst zunehmend gefragt. Foto Walter Eckler/RBD Wuppertal Sammlung Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl
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Bw Holzwickede Holzwickede liegt zwischen Schwerte und Unna an der BME-Hauptlinie von Hagen nach Hamm. Hier gab es früher auch ein Bahnbetriebswerk, das vor dem Krieg zur Wuppertaler Direktion gehörte. Mit den regionalen Veränderungen in der unmittelbaren Nachkriegszeit kam das Bw bereits 1945 zur RBD Essen. Lange konnte es sich aber auch nicht mehr halten und war eines der vielen Werke, die im Rahmen von Rationalisierung und Umorganisation bei der jungen Bundesbahn Anfang/Mitte der 1950er Jahre aufgelöst wurde (Mai 1954). Beim Besuch am 21. März 1933 war das natürlich noch alles ganz anders. Ein schönes Motiv mit der herausgeputzten 64 234 und mit einer ebenso bemer- kenswerten Drehscheibe. An der Länge der Lok ist erkennbar, dass es sich um eine sehr kurze Scheibe handelt. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Ortsbesuch: Bf. Dieringhausen Die zu Gummersbach gehörende Ortschaft war lange Jahre ein wichtiger Bahnknoten im Oberbergischen. Einen Bahn- anschluss gab es vom Rhein her anno 1887, eine Verlängerung nach Olpe wurde in Abschnitten gesamt bis 1903 er- stellt. Nordwärts gab es ab 1893 durchs Volmetal Anschluss nach Hagen und vom Abzweigbahnhof Marienheide aus 1902 eine durchgehende Verbindung nach Lennep - Wuppertal. Eine Zweigbahn vom etwas westlich gelegegen Bf. Osberghausen aus durchs Wiehltal wurde 1897 eröffnet mit den späteren Verbindungen nach Waldbröl und Wissen im Siegtal. Der Bf. wurde mehrfach umgebaut und hatte natürlich eine Lokstation, aus der später das Bahnbetriebswerk Dieringhausen hervorging. Letzte größere Ausbauten wurden Anfang der 1920er Jahre durchgeführt, wobei die oben im Vordergrund sichtbare Linie Richtung Köln anders verlegt wurde. Auch gab es nun neue, höher liegende Rangier- und Abstellgleise, die hinter dem Schornstein zu sehen sind. Vom tiefer liegenden Lokschuppen kann man nurmehr das Dach erkennen (1930). Unten im Bild ist mal keine Lokomotive zu sehen, dafür aber eine ganz tolle Personen- zuggarnitur, deren preußische Herkunft nicht zu verleugnen ist. Manche Waggons sehen so frisch aus, als ob man sie gerade aus der Modellbahnschachtel ausgepackt hätte (1933). Eine Augenweide für die Reichsbahn-Fans! Fotos (2) Sammlung Holger Schmidt
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Bei den fleißigen Westfalen Man glaubt nicht, sich mitten in einem industriereichen Tal zu befinden. Das geschulte Auge von Carl Bellingrodt hat aber auch hier wieder bewiesen, welch schöne Bahnszenen man fast überall einfangen kann oder zumindest in der Dampfzeit einfangen konnte. Der P 3022 kommt am 13. August 1933 mit der 91 1763 und einigen Plattformwaggons daher, und das beim Haus Rocholz in Gevelsberg. Auf der Ennepetalbahn von Hagen nach Altenvoerde (fertig 1882) konnte man sehr viele Betriebe anfahren, selbst der Personenverkehr war recht beachtlich. Das Tal wurde dazu am Südhang durch die BME-Strecke und am Nordhang durch die Rheinische Linie (Wuppertal - Hagen) erschlossen. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Auf der bergisch-märkischen Hauptbahn Milspe, heute ein Stadtteil von Ennepetal, ist ein alter Industrieort und erlangte bereits mit dem Bau der Bergisch- Märkischen Linie zwischen Elberfeld und Hagen anno 1847 einen Bahnanschluss. Hier wird mit einem hohen Damm die Talseite gewechselt. Nördlich vom Bahnhof gibt es im Damm einen gemeinsamen Tunnel für die Straße und die im Tal verlaufende Trasse von Hagen nach Altenvoerde, früher gar mitsamt Straßenbahn! Im Bild erkennen wir die 39 128 als Lok des P 511 von Köln nach Hagen mit vielen alten Abteilwagen, kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof. Im Winter 1931 musste der Altmeister seine schwere Ausrüstung durch den Schnee schleppen. Wir sollten ihm dankbar sein! Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Hilfe aus Düsseldorf So sahen mal Hilfszüge vor Urzeiten aus! Aus heutiger Sicht sollten die Leute dankbar sein, in der Bahn nicht krank oder in einen Unfall verwickelt (ge)worden zu sein. Aber das Hilfs- und Unfallwesen war bei der Reichsbahn an sich gut ausgebaut (in vielen Werken gab es dafür “Arztwagen”) und die Medizintechnik konnte sich bestimmt auch sehen lassen. Es ist halt immer eine Frage der jeweiligen Perspektive und des zeitlichen Hintergrundes. Die 78 003 war zum Aufnahmezeitpunkt (1932) in Düsseldorf (möglicherweise am Abstellbahnhof) auch schon zwanzig Jahre alt, denn sie gehörte zu den Urahnen der robusten preußischen T 18. Einige Exemplare schafften es sogar bis in die 1970er Jahre. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Bei Freudenberg in dunklen Zeiten Mitten im Zweiten Weltkrieg, nämlich am 21. August 1943, wurde diese Aufnahme gemacht. Wahrscheinlich nicht nur eine aufwändige, sondern mit Sicherheit eine nicht ganz ungefährliche Aktion, mit einem Fotoapparat durch die Lande zu ziehen. Wir sind in Freudenberg im Übergang vom märkischen Bergland zum Siegerland, Jahrzehnte später ein tolles Kleinod der bergisch-märkischen Fachwerk- und Schieferromantik. Den P 1409 mitsamt den “Donnerbüchsen” zieht die Einheitslok 86 505 durch die Gegend. Am Führerstandsfenster könnte eine Schutzplatte angebracht sein. Das Filmmaterial in der Kriegszeit scheint auch nicht von so hoher Qualität wie zu Friedenszeiten gewesen zu sein. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Volle Sicht im Sauerland Die Aussichtstriebwagen der Deutschen Reichsbahn waren früher sehr beliebte Fahrzeuge. Meistens waren damit ja Erlebnistouren verbunden, die in jenen Zeiten für die weitaus meisten Menschn nicht auf der Tagesordnung standen. Dazu hatte man mit der Panoramaverglasung herrlichste Ausblicke auf die Landschaft, was schon ein besonderes Erkundungs-Reisen war. Es gab insgesamt fünf Fahrzeuge. Zwei fuhren - in Süddeutschland oder Österreich - unter Fahrdraht (ET 91 01 + 02, Baujahr 1935, Nr. 01 kam zur DB), die anderen drei waren Dieselfahrzeuge. Von den als VT 137 240 (Bj. 1935), 462 und 463 (Bj. 1939) bezeichneten Triebwagen ging auch einer im Krieg verloren, die anderen beiden kamen bei der DB als VT 90 500 + 501 zum Einsatz. Zuerst waren sie silberfarben gestrichen, später im Rot der DB-Dieselfahrzeuge. Oben eine tolle Aufnahme vom Freizeittreiben, als dies noch mehr oder minder unbeschwert möglich war (1939). Im bekanntesten Wintersportort des Sauerlandes ist man auf großer Fahrt ins Nordhessische. Die Verbindungslinie zwischen Ruhr und Eder war jahrzehntelang eine Domäne der Maschinen vom Bw Bestwig und vom Bw Frankenberg. Das hessische Betriebswerk wurde bereits im April 1956 seiner Selbstständigkeit beraubt. Übrigens: Am Fototag gehörte die Winterberger Strecke noch zur RBD Kassel, erst 1945 kam sie nach Wuppertal! Da es sich um ein rares Fabrbild aus alter Zeit handelt, sollte es “als fast in der RBD Wuppertal” aber nicht fehlen. Unten sind wir im Lennetal an der Ruhr-Sieg-Strecke in Meggen, heute mehr so ein Zentrum von Lennestadt. Der “Hauptbahnhof” der vor einigen Jahrzehnten durch Zusammenlegung mehrerer Ortschaften gegründeten Gemeinde liegt südlich im alten Knoten Altenhundem. Der VT 137 240 ist am 11.10.1936 auf weiter Fahrt und vor großartiger Kulisse - und zumindest für einige Ecken typischem Sauerland-Panorama (Industrie im Tal + viel Landschaft). Foto oben Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus Foto unten Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Wldwestkulisse am Klusenstein Wir befinden uns im Hönnetal an der Strecke zwischen Menden und Neuenrade (fertig bis 1912). Im mittleren Bereich am Klusenstein gibt es interessante Felspartien, die für Bahn und Straße im engen Tal kaum Platz lassen. Als eine der wenigen im Sauerland heute noch betriebenen Nebenstrecken gab es gerade auch deswegen hier zahlreiche Sonderfahrten. Die Linie war jahrzehntelang das Einsatzgebiet der Loks vom Bw Fröndenberg, wobei die preußische T 14.1 dabei eine zentrale, fast ausschließliche Rolle spielte. Ein tolles Motiv wurde hier eingefangen, geradezu prädestiniert für einen “kinematografischen Zugüberfall”. Die 93 1051 führt den P 1774, und das war anno 1926. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Dahlhaus
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Im Eilzugtempo über die Neubaustrecke Eilzug und Neubautrasse, nun ja, im heutigen ICE-Zeitalter riecht das eher nach Mottenkiste. Aber in der Reichsbahn- zeit wurden nur relativ wenige Strecken gebaut, wozu allerdings jene zwischen Witten und Schwelm gehörte (1934), die Teil einer neuen Relation von Dortmund nach Köln sein sollte, aber sonst nicht weiter verwirklicht wurde. Das Bild ist zwar qualitativ nicht so top wie gewohnt, aber motivmäßig mal wieder spitze. Etwas nördlich vom kleinen Kreu- zungsbahnhof Gevelsberg West (hier war eine Verbindung mit der Rheinischen Linie) schauen wir auf einen schönen Steinbogenviadukt. Auf ihm ist eine VT-137-Vierereinheit, angeblich mit dem Wagen Tw 032, als E 3454 von Dort- mund nach Köln unterwegs, die aber bis auf diesen Abschnitt auf bekannter Trasse und durchs Wuppertal brummt. Ein Aufnahmezeitpunkt ist auf der Postkarte nicht vermerkt, es wird aber in den späten 1930er Jahren gewesen sein. Foto Carl Bellingrodt Sammlung Helmut Brinker
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Er war mal einfach, ein Millionär zu sein ... Auch heute gibt es zuweilen Gutscheine von der Bahn, die sich aber in anderen Regionen bewegen. Hört sich also zunächst gut an, wenn die Reichsbahndirektion Wuppertal damals solche “Geschenke” verteilte. Aber mehr Schein als Sein und mit einem äußerst faden Beigeschmack, denn die Papiervermächtnisse waren im Grunde nichts wert. Die wirtschaftlichen Verhältnisse waren zur besagten Zeit alles andere als gut, und von soliden Finanzmärkten war man angesichts einer hyper-gallopierenden Inflation meilenweit entfernt. Trotzdem ein sehr interessantes Zeitdokument! Vorlage Sammlung Holger Schmidt
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Im Angesicht der Obrigkeit Ein Bild vom mächtigen Gebäudekomplex der Reichsbahndirektion neben dem Elberfelder Bahnhof darf nicht fehlen, war hier doch sozusagen das Nervenzentrum des Direktionsgeschehens angesiedelt. Ein großer Teilbereich des den Döppersberg prägenden Bauwerks konnte 1875 eingeweiht werden, nachdem man zunächst die notwendigen Zimmer im Bahnhofsgebäude belegt hatte. Interessant ist beim Häusertrakt ein Vergleich zur Nachkriegszeit, wo nach den schweren Zerstörungen Veränderungen zu erkennen sind (BD Wuppertal -allgemein-). Speziell dach Dach hat jetzt eine andere Form. Im Bild sehen wir den D 4, einen hochwertigen Fernzug von Berlin Stadtbahn nach Köln Hbf.. Zum Zeitpunkt der Aufnahme anno 1929 gehörte die 01 004 zu den Schnellzugstars der Deutschen Reichsbahn. Foto Carl Bellingrodt Sammlung VOBA
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BD Wuppertal -gesamt- BD Wuppertal -Werke- BD Wuppertal -Strecken-
Reichsbahndirektion Wuppertal Eisenbahndirektion Elberfeld
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