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Die Schwebebahn -  das Wuppertaler Wahrzeichen

Einmalig: Die bekannte Hängebahn im Tal der Wupper ist ein Verkehrsmittel, das man in dieser Form in keiner anderen Stadt unseres Erdballs finden kann. Es gab früher zwar etliche ähnlich gelagerte Probebahnen, die aber vergleichsweise in nur bescheidenem Verhältnis und letztlich in doch anderer Form gebaut wurden und noch in Betrieb sind (bspw. die bergwärts führende Bahn in Dresden). Auch mit neueren Hängebahnen in moderner Technik (bspw. im Flughafensektor oder im Bereich der Vergnügungsparks) kann der Wuppertaler “Lindwurm” jeden Vergleich standhalten. Begonnen wurde im Sommer 1898 mit einer ersten Etappe, die am 1. März 1901 in Betrieb genommen wurde. Am 27. Juni 1903 konnte die Gesamtstrecke zwischen den Endbahnhöfen in Vohwinkel und Rittershausen (Oberbarmen) eröffnet werden.  Neben diesen beiden Bahnhöfen wurden noch 18 Zwischenstationen errichtet. Der größte der Teil der Bahn führt über der Wupper, im Westen gibt es auch eine Landstrecke. Die Schwebebahn ist bis heute das zentrale, unverzichtbare Verkehrsmittel im Tal.

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Schwebebahn  -Betrieb-

Schwebebahn  -Spezielles-

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die Modernisierung der Schwebebahn musste wegen der Kriegszeit verschoben werden. Nach Ende der Angriffe waren
ten erst notwendige Reparaturen auszuführen, um die Hängebahn wieder vollständig und zuverlässig auf Rundkurs zu
 bringen. Zwanzig neue Fahrzeuge gab es dann 1950 (B 50). Sie unterschieden sich im Aussehen auf den ersten Blick
 primär durch die rundliche Stirnfront, mit so ein Stilelement der damaligen technischen Entwicklung und auch des
 Zeitgeschmacks. Wir sehen Wagen 71 + 72 am Brausenwerth, kurz nach Ausfahrt aus dem Bf. Döppersberg (1973).
Foto VOBA

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Der Kaiser im Tal! Das gab es wirklich, als im Oktober 1900 die Ruhmeshalle in Barmen uind das Rathaus in Elberfeld
 eröffnet wurden, und das Kaiserpaar dann auf einem fertigen Teilstück von Elberfeld nach Vohwinkel eine Schwebe-
bahnfahrt unternahm. Heutzutage könnte sich vielleicht einmal ein gewisser Kaiser aus dem Bayernlande hierhin ver-
irren (wie u.a. anno 1972 beim Spiel des WSV).... Wir meinen aber weder den einen noch den anderen, sondern den
 einzigen alten Schwebebahnzug (B 00, 1976 rekonstruiert aus den Tw 5 + 22), der noch auf Fahrt ist und - an sich
 historisch unkorrekt - als Kaiserwagen bezeichnet wird. Man kann ihn für Sonderfahrten anmieten (Vohwinkel 2004).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Mit Anlieferung der neuen Gelenkzüge ab 1972 (B 72) wurden auch die anderen städtischen Verkehrsmittel auf die
 ungewöhnliche orange/blaue Farbgebung umlackiert. Bei den Bussen und Straßenbahnen war man jahrzehntelang an
 das gelbe Outfit gewöhnt, bei der Schwebebahn “schon immer” an den rot/beigen Lack. Gerade bei der Hängebahn
mussten sich viele Wuppertaler erst an die neue Gestaltung von Form und Farbe gewöhnen und es gab im Vorfeld
 etliche Diskussionen. Nichts Besonderes, denn unterschiedliche Meinungen gibt es derzeit auch bei den geplanten
 neuen Fahrzeugen. Im Bild sehen wir die Endhaltestelle Oberbarmen, wo Wagen 1
II gerade vom Personenbahnhof
in die Wendehalle fährt. Bereits in der Haltestation verzweigen sich die Schienen für den engen Wendekreis (2004).
Foto VOBA

(c) VOBA   www.bahnen-wuppertal.de

Die Züge aus den Anfangsjahren der Serien B 00/B 03 prägten für Jahrzehnte das Bild der Schwebebahn, bis die be-
sagten Rundlinge der Reihe B 50 auftauchten. Aber auch dann waren sie nicht überflüssig. Die letzten wurden erst
mit den neuen Gelenkzügen (1972-74) aus dem Planbetrieb genommen. Hier ein Bild von Bf. an der Werther Brücke,
 einem Halt für die nördliche Barmer City. Die Station soll auch weiterhin im Jugendstil beibehalten werden (1973).
Foto VOBA

(c) Jan Niko Kirschbaum   www.bahnen-wuppertal.de

Die Situation, dass zwei Schwebebahnzüge im Bahnhof genau nebeneinader gestanden haben, wird es wohl unzählige
 Male gegeben haben. Trotzdem gehört schon etwas Glück dazu, mit der Kamera zum richtigen Zeitpunkt am richtigen
 Ort zu sein. Die Aufnahme mit starkem Teleobjektiv verzerrt die Perpektive sehr, so dass man zunächst einmal über-
legen muss, wo sich die Szene denn überhaupt abspielt. Stadtkenner und Schwebebahnfans wissen natürlich sofort
 Bescheid, denn es ist die anno 1967 in Betrieb genommene, glasdurchflutete Station am Alten Markt. Aufgenommen
 wurde das Bild vom Parkhaus am ex-Kaufhof gegenüber. Im Hintergrund sieht man Gebäude vom Kraftwerk am Clef.
Foto Jan Niko Kirschbaum

(c) Jan Niko Kirschbaum   www.bahnen-wuppertal.de

Der Bahnhof an der Werther Brücke soll auch in Zukunft im bekannten historischen Outfit beibehalten werden. Mit der
 (leider auch reparaturbedürftigen) Brücke der Straße Heidter Berg bildet die Ecke hier ein schönes Ensemble. Der Tw
Nr.14 begegnet uns diesmal in der Lackierung der Firma “Akzenta”, einer der größten Lebensmittelhandlungen in der
 Region. Wie mittlerweile an vielen Uferabschnitten sorgen im Sommer viele Bäume für die “grüne Großstadt” (2009).
Foto Jan Niko Kirschbaum

(c) Robert W. Bridger/30937 Photo Group     www.bahnen-wuppertal.de

Eisenbahnfans von der Insel besuchen im Wuppertal natürlich nicht nur die Bahnanlagen, sondern auf jeden Fall die Schwebe-
bahn. Vom Bahnhof Elberfeld sind es ja nur wenige Schritte zum “Wahrzeichen” der Stadt. Das Bild entstand Anfang der 1970er
 Jahre am Islandufer mit einem Zug der 50er Reihe, der Richtung Vohwinkel fährt. Das Sparkassenhochhaus (75 Meter) ist noch
nicht fertig. Dieses wurde nach etwa vierjähriger Bauzeit am 6.8.1973 eröffnet.  Foto Robert W. Bridger/30937 Photo Group

Die Zukunft hat begonnen:  Seit einigen Jahren wird die Schwebebahn eingehend restauriert. Hierzu wurden zunächst die Gerüstteile ausgetauscht. Die etwa einhundertjährige Konstruktion war an vielen Stellen angegriffen und so stark überlackiert, dass eine Reparatur nur mit Teilaustausch und einer neuen Schutzlackierung letztlich nicht die Lösung sein konnte. Mit dem neuen Gerüst in altem Outfit soll die Grundlage für einen sicheren Betrieb für die nächsten Jahrzehnte gelegt werden. Bis auf einzelne Stationen wurden die Haltestellen auch ausgetauscht und durch luftigere, hellere Konstruktionen ersetzt (was nicht jeden Geschmack trifft). Die Planungen sahen am Anfang die Restauration mehr beim quasi laufenden Betrieb vor mit verhältnismäßig nur wenigen Ruhepausen. Später aber kam man davon ab und sperrte den Betrieb für mehrere Tage oder sogar Wochen. Ein Austausch des Gerüstes ist nun fertig, es fehlen aber noch einige Bahnhöfe. Mit der Rekonstruktion der Strecke und der Oberbauten ist zudem eine neue Generation von Fahrzeugen eingeplant. Dies zunächst sogar für einen automatischen, führerlosen Betrieb, wovon man aber abgerückt ist. Wann hierfür Mittel vorhanden sind und wie die Fahrzeuge aussehen bzw. von welcher Firma sie gebaut werden, ist derzeit noch nicht ganz klar. Für die Wuppertaler wird das mögliche Outfit solch neuer Fahrzeuge sicherlich wieder ein großes Thema sein!
 

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